Eier-Diät: Warum du sie lieber nicht machen solltest

Eier-Diät
Foto: CC0 / Pixabay / monicore

Die Eier-Diät soll dir ohne Hungergefühle zur schnellen Gewichtsreduktion verhelfen. In diesem Artikel zeigen wir dir, welchen Haken diese Ernährungsform hat und wie du dich ausgewogener ernähren kannst.

Prinzipien der Eier-Diät

Die Eier-Diät fällt unter die Ernährungsform Low-Carb. Empfohlen sind dabei ungefähr fünf Eier pro Tag und kohlenhydratarme Gemüsesorten. Natürlich lässt sich die Eier-Diät abwandeln und individuell gestalten. So ist es zum Beispiel auch möglich, fettarme Fisch- und Fleischstücke oder kohlenhydratarme Obstsorten in die Eier-Diät zu integrieren. Grundsätzlich ausgeschlossen von der Eier-Diät sind:

  • Butter
  • Margarine
  • Öle
  • Milch und Milchprodukte

Die Eier stehen als eiweißreiches Lebensmittel im Mittelpunkt dieser Diät. Die Idee dahinter ist, dass die Proteine dein Sättigungsgefühl verstärken sollen und du dadurch insgesamt weniger essen musst. Für gewöhnlich (und besonders bei einer eingeschränkten Lebensmittelauswahl) wird die Eier-Diät nur für einen kurzen Zeitraum von ungefähr zwei Wochen durchgeführt. Sie soll bezwecken, dass du innerhalb kürzester Zeit möglichst viel Gewicht verlierst. 

Solltest du mit dem Gedanken spielen, diese Art der Diät zu machen, wähle Bio-Eier. So unterstützt eine artgerechtere Haltung von Hühnern. Außerdem kannst du darauf achten, Eier von Anbietern zu kaufen, die auf das Kükenschreddern verzichten.

Risiken und Bewertung der Eier-Diät

Rührei mit Kräutern und Tomaten.
Rührei mit Kräutern und Tomaten.
(Foto: CC0 / Pixabay / PhotoEnduro)

Wie einseitig und schädlich die Eier-Diät ist, hängt letztlich davon ab, wie viele andere Lebensmittel du integrierst und welche Qualität die ausgewählten Lebensmittel haben. Die Eier selber stellen eine gute Quelle für hochwertige Proteine, Vitamine und Mineralstoffe dar. Die relativ hohe Menge an Cholesterin in Eiern wird schon lange kontrovers diskutiert. Für gesunde Menschen scheinen sich vorerst keine negativen Einflüsse nachweisen zu lassen. Daher kann auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung keine verbindlichen Höchstmengen für den Verzehr von Eiern festlegen. Sie empfiehlt aber nicht mehr als drei Eier pro Woche.

Obwohl Eier per se nicht ungesund sind, ist es dennoch so, dass die Eier-Diät sehr viele Lebensmittel ausschließt. So kann es im Verlauf der Diät passieren, dass du nicht ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu dir nimmst. Daher eignet sich die Eier-Diät grundsätzlich nicht für eine langfristige und ausgewogene Ernährungsform.

Das bedeutet aber nicht, dass du Eier ganz aus deiner Ernährung streichen sollst – ganz im Gegenteil. Eier können Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Bei der Eier-Diät geht es jedoch weniger um die Idee, sich gesund zu ernähren, sondern vielmehr darum, schnell Gewicht zu verlieren. Das wiederum schließt auch die Gefahr ein, dass du anschließend durch den Jojo-Effekt schnell wieder an Gewicht dazugewinnen kannst. Wenn du dein Gewicht langfristig reduzieren und stabilisieren möchtest, eignet sich eine Crash-Diät wie die Eier-Diät also nicht.

So gelingt eine langfristig ausgewogene Ernährung

Besser ist es deshalb, eine ausgewogene Ernährungsform als Teil eines gesunden Lebensstil zu finden, die du problemlos über einen langen Zeitraum einhalten kannst. Wichtig für deine Gesundheit ist es nicht nur, wie du dich ernährst, sondern auch, wie aktiv du bist, wie gut du schläfst und wie gut du dich allgemein fühlst. Grundsätzlich sind Diäten wenig sinnvoll, die sich auf ein einziges Lebensmittel konzentriert. So leidet schnell die Qualität deiner Ernährung und du verlierst das gesundheitsfördernde Potenzial anderer Lebensmittel und ihrer Inhaltsstoffe aus den Augen.

In einem anderen Utopia-Artikel zeigen wir dir, welche 10 Regeln für den Alltag eine ausgewogene Ernährung unterstützen können. Klar machen solltest du dir dabei auch, dass es die eine gesunde Ernährungsform nicht gibt. Finde für dich selbst heraus, welche Lebensmittel und Lebensmittelkombinationen dir gut tun und welche nicht. Dabei können neben den gesundheitlichen Auswirkungen auch andere Aspekte eine Rolle spielen, zum Beispiel Nachhaltigkeit und Ethik. So kannst du dir mit der Zeit deine Ernährungsprinzipien aufbauen – wobei es sich lohnt, immer offen für neues Wissen zu bleiben. 

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