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CO2-Kompensation: Warum du nicht mehr ohne Ausgleich reisen solltest

Foto: © frenta - Fotolia.com

Reisen und vor allem Fliegen produziert Treibhausgase und CO2-Emissionen, die dem Klima schaden – eine CO2-Kompensation kann dir helfen, deinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

Übers Wochenende nach Mallorca jetten? Zum Shopping-Wochenende nach New York fliegen? Fürs Konzert mal schnell nach Wien? Für die einen noch Alltag, für die anderen reiner Wahnsinn.

Dass solche Vergnügen aus Umweltsicht höchst problematisch sind, dafür haben heute die meisten Menschen ein Gefühl – zu massiv diskutieren wir heute über Klimawandel und CO2-Steuer.

Wer sich mal bewusst machen will, wie viel derzeit geflogen wird, wirft dazu einen Blick auf flightradar24.com.

Es wird viel geflogen und wenig co2-kompensiert
Es wird viel geflogen (und wenig co2-kompensiert) (Screenshot flightradar24.com)

Aber wegen Treibhausgasen auf den wohlverdienten Urlaub verzichten? Das will kaum jemand. Und das ist ja auch nur allzu menschlich.

Es gibt zwei Wege, den Schaden in Grenzen zu halten:

  • Klimafreundlicher Urlaub machen.
    Wir können gar nicht oder wenigstens seltener fliegen, Urlaub in der Nähe machen oder mit Bus und Bahn verreisen, die beide deutlich weniger CO2 produzieren als das Flugzeug. Seltener fliegen bedeutet auch, längere Zeit am Urlaubsziel zu bleiben statt mehrere Kurzurlaube anzutreten.
  • Beim Reisen CO2 ausgleichen.
    Hierbei berechnet man, welche Menge von CO2-Emissionen freigesetzt wird und kauft Ausgleichszertifikate, die bestätigen, dass andernorts durch Klimaschutzprojekte die gleiche Menge CO2 gebunden wurde. Diese CO2-Kompensation gleich die eigenen Emissionen aus.

Klar muss uns aber auch sein:

Gar nicht fliegen ist besser als fliegen & kompensieren.

Aber zu fliegen ohne zu kompensieren ist eben am schlechtesten.

CO2-Emissionen kann man berechnen

Ein Blick auf die CO2-Werte hilft, die Dimension des Problems zu erkennen: So verursachte jeder EU-Bürger pro Jahr im Durchschnitt etwa 9 Tonnen CO2-Äquivalent-Emissionen, die Deutschen liegen mit 11,5 Tonnen über dem Durchschnitt (Quelle: UBA).

Reisen fällt dabei besonders ins Gewicht. Eine Person im Reisebus produziert 32 Gramm CO2 pro Kilometer, im Flugzeug 211 Gramm (Quelle: UBA). Bei 1600 Kilometer Flugreise nach Mallorca fallen samt Rückflug 0,7 Tonnen CO2 an, bei einem Flug nach Australien schon über 12 Tonnen.

CO2-Kompensation ist ein Weg, den Schaden von Flugzeugreisen zu reduzieren
CO2-Kompensation ist ein Weg, den Schaden von Flugzeugreisen zu reduzieren (Infografik: Utopia)

Zugleich wollen wir als Menschheit weltweit die CO2-Emissionen auf ein Niveau reduzieren, das den Treibhauseffekt begrenzt. Rechnet man die erlaubte Gesamtmenge auf den einzelnen Menschen um, erhält jeder von uns ein „klimaverträgliches Budget“. Und das schätzt man auf nur 2,3 Tonnen CO2.

Kurzum: Wir leben weit über unser Budget, und ein einziger Urlaubsflug in Europa frisst schon das Budget eines Dritteljahres auf, ein Überseeflug das komplette CO2-Budget eines ganzen Jahres.

Wie die CO2-Kompensation funktioniert

Wer reist, sollte deswegen mit möglichst geringen CO2-Emissionen reisen – oder den Klimagas-Ausstoss wenigstens kompensieren. Und das geht ganz einfach, denn aus der Klimaneutralisierung bzw. CO2-Kompensation ist inzwischen ein Geschäftsmodell geworden.

CO2 kompensieren geht so:

  1. Du meldest dich bei den Webseiten von CO2-Ausgleichern (siehe unten) an.
  2. Du gibst an, was für eine Art von Reise oder Flug du planst oder neutralisieren willst.
  3. Die Rechner ermitteln den CO2-Ausstoss und den Preis, der bezahlt werden muss, um diese Emission zu neutralisieren.
  4. Wer den Preis zahlt, hat die fragliche Kohlendioxid-Emission neutralisiert.
  5. Fertig ist der CO2-Ausgleich.

Die Idee ist, dass am Ende das Gesamtsystem klimaneutral(er), korrekter noch: CO2-neutraler arbeitet. Das Geld wird bei Klimaschutzprojekten eingesetzt, um Treibhausgase zu binden. Man pflanzt zum Beispiel Bäume oder nässt trockengelegte Moore neu ein, denn diese binden CO2. Auch gibt es Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien fördern und so Emissionen verhindern.

Die Erde erwärmt sich, Pole schmelzen und Meeresspiegel steigen, Wetterphänomene fallen heftiger aus als gewohnt und erzeugen hier Überschwemmungen, dort Dürren. Der CO2-Ausgleich ist ein Weg, mit dem jeder Konsument gegen diese Entwicklung vorgehen kann. Hier wichtige Anbieter:

Climate Fair: sozio-ökologische Folgekosten

Climate Fair errechnet bei Flug-, Bahn, Bus- und Autoreisen die mit der Reise einhergehenden „sozio-ökologischen Folgekosten“. Denn Climate Fair will über eine bloße CO2-Kompensation hinaus „ein gesamtgesellschaftliches System erreichen, in dem es gesellschaftlicher Konsens ist, dass nur Waren oder Dienstleistungen angeboten werden, bei denen die Schadenskosten im Preis enthalten sind“.

Weitere Besonderheit: Das Geld geht an regionale, gemeinnützige Nachhaltigkeits-Projekte, die ausdrücklich einen Beitrag zur Ausgestaltung einer sozial und ökologischen gerechten Gesellschaft leisten. Derzeit fließen Investitionen vor allem in regionale Ökostrom- und Energiespar-Projekte. Climate Fair, das Angebot der gemeinnützigen Stiftung Klimaschutz+, wurde 2018 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) mit dem Preis „Projekt Nachhaltigkeit 2018“ ausgezeichnet.

  • gemeinnützig
  • strebt einen Konsens über „wahre Kosten“ an
  • Gelder fließen in regional-lokale Nachhaltigkeits-Projekte
  • climatefair.de

Die Kalkulation der Folgekosten erfolgt auf Grundlage eines vom Institut für Energie und Umweltforschung entwickelten Experten-Modells sowie Empfehlungen des Umweltbundesamtes. Die Verantwortungsübernahme kostet bei Climate Fair mehr als bei bloßen, im folgenden aufgeführten CO2-Kompensationsangeboten, weil Climatefair statt der einfachen Vermeidungskosten die vollen Umwelt-Folgekosten der Treibhausgase einzubeziehen versucht. Dabei bleibt es allerdings in der Eigenverantwortung des Nutzer, in welcher Höhe er diese Kosten übernehmen kann und will.

CO2-Kompensation mit Atmosfair

Die gemeinnützige gGmbH aus Berlin hat mehrfach Testsiege errungen und gilt als eines der besten Unternehmen ist diesem Bereich, mit geringen Eigenkosten, transparenten Unternehmensberichten und sinnvollen Klimaschutzprojekten. Bei Atmosfair kann man unter anderem ein Klimaschutzabo bestellen oder eine Kreuzfahrt kompensieren – den Rechner für Flüge findet man hier. Atmosfair erbringt derzeit 90% ihrer CO2-Einsparungen nach dem CDM Gold Standard.

  • Gemeinnützig
  • Mehrfacher Testsieger
  • Geschäftsberichte einsehbar
  • Testsieger bei Stiftung Warentest 2018 („sehr gut“)
  • www.atmosfair.de

CO2-Kompensation mit KlimaKollekte

KlimaKollekte ist ein CO2-Kompensationsfonds christlicher Kirchen in Deutschland und möchte Organisationen, Institute, Gemeinden und Privatpersonen sowohl aus dem kirchlichen Bereich als auch darüber hinaus für den Ausgleich unvermeidbarer Treibhausgasemissionen gewinnen. Die CO2-Emissionen werden durch Klimaschutzprojekte kirchlicher Organisationen oder ihrer Partner in Entwicklungsländern vorgenommen.

  • Gemeinnützig
  • Kirchlich
  • Für Privatpersonen, Kirchengemeinden, Unternehmen, Organisationen
  • Testsieger bei Stiftung Warentest 2018 („sehr gut“)
  • klima-kollekte.de

CO2-Kompensation mit Primaklima

Primaklima ist ein gemeinnütziger Verein mit ca. 200 ordentlichen Mitgliedern. Er setzt sich seit über 26 Jahren für den Erhalt und die Mehrung von Wäldern ein. Primaklima konnte nach eigenen Angaben bisher 13,5 Millionen Bäume pflanzen. Die Kompensation der Emissionen erfolgt über Projekte in Bolivien (Gold Standard) und Uganda (VCS/CCBS Standard). Einen CO2-Rechner gibts hier.

  • Gemeinnützig
  • DZI-Siegel für Spenden
  • Für Privatpersonen und für Unternehmen
  • Geschäftsberichte einsehbar
  • leider nur Aufforstungsprojekte
  • Testsieger bei Stiftung Warentest 2018 („sehr gut“)
  • primaklima.org

CO2-Kompensation mit The Compensators

The Compensators ist ein gemeinnütziger Verein in Berlin, der ein bisschen anders tickt: Hier gibt man Geld, um Emissions-Zertifikate stillzulegen. Man kauft sozusagen der Industrie CO2-Verschmutzungsrechte weg und zwingt sie so dazu, weniger Treibhausgase auszustoßen. Einen CO2-Rechner für Flugreisen hat The Compensators nicht, man kann einfach selbst angeben, wie viele Tonnen man stilllegen oder wie viel Geld man spenden (oder verschenken) möchte – ideal für kleine Geldbeutel, denn Spenden geht ab 10 Euro.

  • Gemeinnützig
  • kaufen CO2-Zertifikate, um die Industrie zur Ausstoß-Reduktion zu bringen
  • Finanzberichte einsehbar
  • thecompensators.org

CO2-Kompensation mit myclimate

Myclimate ist eine gemeinnützige Stiftung aus der Schweiz und eine der ältesten Organisationen in diesem Bereich. Die Klimaschutzprojekte erfüllen höchste Standards (CDM, GoldStandard, Plan Vivo) und wurden mehrfach ausgezeichnet. Privatpersonen können mit Myclimate verschiedene Arten von Emissionen neutralisieren, den CO2-Rechner für Flüge findet man hier.

  • Gemeinnützig
  • für Privat- und Geschäftskunden
  • Jahresberichte einsehbar
  • Stiftung Warentest 2018: „gut“
  • de.myclimate.org

Myclimate arbeitet auch mit der Lufthansa zusammen, was bereits mehrfach kritisiert wurde. Derzeit ist sogar ein entsprechender Hinweis in der LH-Buchungsmaske vorhanden. Allerdings sind die Kompensationspreise bei Myclimate erstaunlich niedrig (Proberechnung TXL-JFK: 1,6 t CO2, 31 Euro), etwa im direkten Vergleich zu Atmosfair (TXL-JFK: 5,05 t CO2, 117 Euro). Zu Bedenken ist allerdings, dass Airlines derzeit solche Links auf Neutralisierer überhaupt nicht anbieten müssten – es ist sehr wohl besser als nichts zu tun. Zu kritisieren wäre aber auch, dass die CO2-Neutralisierung nicht längst per Gesetz in Flugtickets eingepreist ist – ein weiterer Grund für eine Co2-Steuer.

Weitere Anbieter:

  • Arktik: Gewerblich, CO2-Ausgleich für Autofahren und Fliegen, http://www.arktik.de/
  • ClimatePartner: Gewerblich, für Unternehmen, Aufforstung im Angebot, http://www.climatepartner.com/
  • Project Climate: Nur für Autofahrer, monatlicher Beitrag, gemeinnützig, für Privatpersonen: http://www.wir-fahren-klimafreundlich.org/, für Unternehmen: http://www.project-climate.de/
Wer fliegt, sollte seine CO2-Emissionen kompensieren
Wer fliegt, sollte seine CO2-Emissionen kompensieren (Foto: DLR)

Ist CO2-Ausgleich unsinniger Ablasshandel?

Das alles klingt so verdammt einfach, dass sich der Verdacht aufdrängt, dass mit der CO2-Kompensation etwas nicht stimmen kann, und tatsächlich ist derlei Emissionshandel nicht unumstritten.

Es kommt auf die grundsätzliche Betrachtung an:

  • Neutralisieren ist gut.
    Jede neutralisierte CO2-Emission ist besser als jede nicht kompensierte Produktion klimaschädlicher Gase. Das spricht klar für den CO2-Ausgleich bei privaten (oder anderen) Flugreisen. Denn es ist am Ende egal, wo das CO2 ausgestoßen und wo es kompensiert wird – wenn die Gesamtmenge neutral ist bzw. endlich reduziert wird.
  • Vermeiden ist besser.
    Jede gar nicht erst erzeugte Tonne Treibhausgase ist natürlich am Besten, denn bei aller Kompensation darf man nicht vergessen, dass wir unser CO2-Konto massiv überziehen. Dient der CO2-Ausgleich nur dazu, ungeniert mehr reisen zu können, ist er nicht mehr sinnvoll, weil solche Verschwendung die Bemühungen von Klimaschutzprojekten unnötig aufzehrt.

Es ist also ein zweischneidiges Schwert. Und der Teufel emittiert auch im Detail:

Verschmutzungsrecht für Reiche:
Man geht davon aus, dass vor allem Besserverdiener mehr CO2 produzieren. Liegt auch auf der Hand: Größere Wohnungen (die zu beheizen sind), mehr Langstreckenflüge, dickere Autos … Zugleich können sie sich einen CO2-Ausgleich eher leisten. Zu Ende gedacht und etwas überspitzt formuliert räumen wir damit Besserverdienern ein höheres Umweltzerstörungsrecht ein, meist auch noch kompensiert mit Projekten in armen Ländern. (Nimmt man sie allerdings nicht in die Ausgleichspflicht, wäre dies auch nicht sinnvoll.)

Unklare Berechnung:
Wie beziffert man einen Klimaschaden denn eigentlich genau? Jeder anders: Die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks bringt höchst unterschiedliche Resultate zutage. Ein Beispiel dafür ist Climate Fair, das deutlich höhere Kosten ansetzt mit der Begründung, das gängige Berechnungen nur die Treibhausgase, aber nicht andere „sozio-ökologische Folgekosten“ berücksichtigen. Ist es nun per se besser, „teurer“ auszugleichen – wenn dabei einige Nutzer vielleicht abspringen und es ganz sein lassen?

Aufforstungsprojekte umstritten:
Bäume pflanzen ist immer gut, zeigt aber erst nach Jahren bis Jahrzehnten Wirkung und bringt nicht immer die erhoffte Kompensationsleistung. 2018 sagte eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), dass im großen Stil Bäume oder Gräser in Plantagen anzupflanzen für Biodiversität, Nährstoffkreisläufe, Wasserhaushalte und Landnutzung neue Probleme nach ich ziehen kann. Sehen andere auch anders: Nur mit Aufforstung könnten wir Klimaziele erreichen, sagte 2019 eine Studie der ETH. (Von den oben genannten Anbietern arbeitet Primaklima allein mit Aufforstung.)
Man solle gewiß nicht alles auf die Karte der Aufforstung setzen. Doch auch, wenn der freiwillige CO2-Ausgleich allein die Welt nicht retten wird: Die Politik tut das derzeit eben auch nicht. Da ist es doch besser, wenn immerhin einige ihre Emissionen schon kompensieren.

Kompensieren vermeidet Vermeidung:
Viele Projekte zum CO2-Ausgleich finden in „Entwicklungsländern“ statt, denn es ist billiger, dort zu kompensieren. Das macht es nicht automatisch schlechter, nur reduziert es unter Umständen die Motivation der Industrienationen, selbst Emissionen zu vermeiden – weil es ja billiger ist, in Ländern des globalen Südens eine preiswerte CO2-Vermeidung oder Kohlendioxid-Bindung „einzukaufen“. Und rein ökonomisch mag das sogar zutreffen, es lenkt aber immerhin Geld von den reichen in die armen Länder.

Umweltprojekte greifen in fremde Länder ein:
Wenn Geld aus reichen Ländern für Umweltprojekte in arme Länder fliesst, so greift das natürlich unweigerlich in deren Strukturen ein. Was wir für gut und richtig halten, mag dann einen lokalen Anbieter in der Ruin treiben oder in der Region andere negative Folgen haben, die für uns letztlich unabsehbar sind.

Aber dennoch: Emissionen auszugleichen ist besser, als das Problem der Treibhausgase einfach zu ignorieren. Die Beschäftigung mit den eigenen CO2-Emissionen ist zudem lehrreich und kann Reisenden helfen, ein besseres Gespür für deren Auswirkungen zu bekommen. Nur wer sich seiner Klima-Sünden bewusst ist, kann versuchen, sie im Alltag und eben auch auf Reisen zu reduzieren.

Selbst wenn die eigene Kompensation global gesehen ein Tropfen auf den heißen Stein ist, so ist sie auf einen selbst bezogen Hundert Prozent dessen, was man selbst kompensieren kann.

Fazit: Jain zur CO2-Kompensation

Der CO2-Ausgleich bringt allen etwas: Er ist ein Mittel, den eigenen CO2-Fußabdruck auf Reisen zu verringern, er schärft unser Bewusstsein für die Produktion von Klimagasen. Die CO2-Kompensation sorgt dafür, dass verschiedenste Klimaprojekte weiterkommen, Moore genässt und Wälder aufgeforstet werden.

Doch der CO2-Ausgleich bleibt eine Wiedergutmachung bereits entstandener Schäden, er ist keine Einladung zur Verschwendung. Wirklicher Klimaschutz vermeidet Treibhausgase: Weniger fliegen, öfter mal Mitfahrgelegenheiten nehmen, ein bisschen veganer werden wäre besser.

CO2-Kompensation bleibt also nur die zweite Wahl. „Nicht fliegen“ ist besser.

Übrigens: Man kann nicht nur einen Flug kompensieren, sondern auch eine Autoreise oder eine Reise im Bus … oder sein komplettes CO2-Jahresbudget. Statt die Kompensation undifferenziert einfach nur schlecht zu reden, könnten wir damit einfach mal anfangen … denn es ist wie eine CO2-Steuer, nur freiwillig und sofort verfügbar.

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(18) Kommentare

  1. Ich kann „almakleist“ nur zustimmen!
    Ich komme mir hier vor wie in der katholischen Kirche: Mal schnell jemanden mit dem Auto umgefahren, rein in den Beichtstuhl, 10 Vater-Unser und zack ist für MICH die Welt wieder in Ordnung.
    Aber das was passiert ist – ist passiert und ich messe mich und andere an den Taten – nicht an Aussagen, Versprechen und gleich gar nicht an Ihren Wahlversprechen. Sie können sich ja mal das Bein abhacken und anschließend durch eine Prothese ersetzen – Ist alles so als wäre nichts passiert?!
    Wie schnell ist die Weltbevölkerung von 1,5 Mrd. auf aktuell 7,8 Mrd. gewachsen – und das trotz verheerender Kriege und Naturkatastrophen – und wie warm ist es im Winter in einem Zelt alleine und wie warm ist darin wenn sich 10 Menschen darin aufhalten? Und da steht noch nicht einmal ein Rechner drin, dessen Prozessor extra runtergekühlt werden muss.
    Da denk ich noch nicht einmal an Fliegen, sondern nur an uns Menschen, unser Aufwand zum Leben, den dazu notwendigen Tätigkeiten, mit der dazu notwendigen Technik, dem Wahn ständig dem Modetrend zu folgen, mit den daraus resultierenden weltweiten Problemen – vor allem an das Kühlen der Cloud für das Handy!
    „Fridays for Future“ Demonstriert nicht! sondern tut was: werft Euer Handys weg, tragt Eure Klamotten bis Ihr rausgewachsen seid und zieht dann die Klamotten eurer größeren Geschwister an bis auch die so verschlissen sind, dass sie dem Rohstoffkreislauf wieder zugeführt werden können. Viele kleine Schritte ergeben eine lange, lange Strecke.
    Und was macht Ihr mit Eurer Freizeit? Ihr kennt Euch gut in allen Ecken der Welt aus, nur den Wald, den Teich und die Felder um die Ecke sind Euch ungekannt! Ist ja auch nicht so cool wie die Kanaren, Südamerika, Australien oder Indien. Und wenn ihr dort wart, zu Eurem Vergnügen, was nehmt Ihr für Euch mit??!!!
    Es ist nicht einfach in der heutigen Zeit, aber das Zauberwort heißt VERZICHT und nicht Völlerei.
    Aber wie soll man das Leben, wenn unsere Politiker dass nicht vorleben!
    Und da bin ich wieder in der Kirche: Wasser predigen und Wein saufen!

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