Heiße Zitrone: Rezept, Wirkung und Nachteile des Getränks

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Heiße Zitrone ist ein beliebtes Getränk zur kalten Jahreszeit, das Erkältungen vorbeugen und auch heilen soll. Neben dem Rezept für die heiße Zitrone erklären wir dir auch die Wirkung und die Nachteile des beliebten Getränks.

Zitronen sind gesund, denn sie sind reich an Vitamin C – das ist bekannt. Doch wusstest du auch, dass Vitamin C extrem hitzeempfindlich ist und daher beim Kochen zu großen Teilen verloren geht? Nicht zuletzt deshalb gibt es bei der heißen Zitrone mehr zu beachten, als du vielleicht denkst.

Heiße Zitrone zubereiten – das Rezept

Eine heiße Zitrone braucht nicht mehr als Wasser, frische Zitronen und etwas Honig.
Eine heiße Zitrone braucht nicht mehr als Wasser, frische Zitronen und etwas Honig. (Foto: CC0 / Pixabay / zuzi99)

Eine heiße Zitrone kannst du leicht zubereiten und benötigst dafür nur wenige Zutaten:

  • 250ml Wasser
  • 1 Zitrone
  • 1 TL Honig

Du solltest in jedem Fall Bio-Zitronen verwenden, da konventionelle Zitronen häufig mit Pestiziden belastet sind. Außerdem solltest du lange Transportwege vermeiden, indem du die Zitronen aus Spanien (ganzjährig) oder aus Italien (November bis Juli) kaufst. Beim Honig triffst du mit Bio-Honig aus der Region die beste Wahl. So unterstützt du nicht nur deine Gesundheit, sondern auch die lokale Imkerei. Natürlich kannst du den Honig auch durch eine vegane Alternative ersetzen oder ganz weglassen. Allerdings ist auch der Honig für die gesundheitliche Wirkung der heißen Zitrone mitverantwortlich.

Zubereitung:

  1. Erhitze das Wasser auf 40 bis 60 Grad. Alternativ kannst du es auch aufkochen und dann abkühlen lassen.
  2. Presse die Zitrone aus und gib den Saft in das warme Wasser.
  3. Rühre etwas Honig ein und trinke die heiße Zitrone warm und in kleinen Schlucken.

Wichtig: Achte darauf, den Zitronensaft nicht in zu heißes Wasser zu geben. Es sollte maximal 60 Grad warm sein. Weiter unten erklären wir dir, wieso das so wichtig ist.

Wirkung der heißen Zitronen

Honig und Zitrone haben beide gesundheitsfördernde Wirkungen.
Honig und Zitrone haben beide gesundheitsfördernde Wirkungen. (Foto: CC0 / Pixabay / onefox)

Zitronen sind reich an Antioxidantien, von denen Vitamin C wohl zu den bekanntesten gehört. Dadurch hat das Heißgetränk mit Zitronen auch eine Vielzahl positiver Effekte:

  • Bei regelmäßigem Verzehr stärkst du mit dem Getränk dein Immunsystem. Grund dafür sind neben dem Vitamin C auch die zahlreichen antibakteriellen und entzündungshemmenden Inhaltsstoffe der Zitrone.
  • Die heiße Zitrone ist ein basisches Getränk. Deshalb helfen sie, einer Übersäuerung des Körpers entgegenzuwirken.
  • Durch den hohen Gehalt an Antioxidantien wirkt Zitrone den Schäden von freien Radikalen entgegen. Dies wurde unter anderem in einer Studie von 2011 mit Zitronenöl an Mäusen nachgewiesen.
  • Auch die Verdauung förderst du mit dem Getränk aus Zitrone. Diese Wirkung kannst du mit etwas Ingwer übrigens noch unterstützen.
  • Außerdem beugst du auch der Alterung der Haut vor, indem du regelmäßig Zitronen verzehrst.
  • Da Zitronen auch reich an Kalium sind, wirken sie zudem förderlich auf das Nervensystem.
  • Außerdem soll Zitrone auch entgiftend wirken und dabei helfen, Schad- und Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten.
  • Im Zitronensaft sind Citrate enthalten, die Harnsäurekristalle auflösen. Da jene die Bildung von Nierensteinen begünstigen und sich auch in Gelenken ablagern können, beugst du mit der heißen Zitrone also auch Nierensteinen und Gicht vor.

Dank des hinzugefügten Honigs hat die heiße Zitrone übrigens noch mehr positive Effekte auf deine Gesundheit. Dies deckt zum Beispiel eine Review von 2017, der zufolge Honig bei folgenden Krankheitsbildern heilend oder unterstützend wirkt:

  • Asthma
  • Wunden
  • Neurologische Erkrankungen
  • Diabetes
  • Gastrointestinale Erkrankungen
  • Krebs
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen

Heiße Zitrone: Das Problem mit dem Erhitzen

Heiße Zitrone kann ein wirklich gesundes Getränk sein - solange du es nicht zu sehr erhitzt.
Heiße Zitrone kann ein wirklich gesundes Getränk sein – solange du es nicht zu sehr erhitzt. (Foto: CC0 / Pixabay / rawpixel)

Wie eingangs erwähnt, gibt es mit der heißen Zitrone ein entscheidendes Problem: Vitamin C ist extrem hitzeempfindlich und geht deshalb beim Kochen verloren. Wie genau sich Vitamin C beim Erhitzen verhält, wurde bereits mehrfach untersucht:

  • In einer Studie von 2016 wurde Zitronensaft erhitzt mit dem Ergebnis: Bei 50 Grad sind von ursprünglich 10mg Vitamin C pro 100ml noch 9.33mg übrig – der Verlust ist minimal. Bei 52 Grad hingegen sind schon nur noch 6.66 mg Vitamin C übrig. Es kommt also auf jedes Grad mehr oder weniger an.
  • Eine weitere Untersuchung von 2017 zeigte zudem, dass nicht nur die Temperatur, sondern auch die Dauer beim Erhitzen entscheidend ist: Wenn du die heiße Zitrone bei 60 Grad für 15 Minuten ziehen lässt, gehen 21 Prozent des Vitamin C verloren und nach bei 60 Minuten sind es bereits 33 Prozent. Bei 100 Grad geht innerhalb von 15 Minuten sogar 58 Prozent des Vitamin C verloren – mehr als die Hälfte also.

Übrigens gilt ähnliches für den Honig: In roher Form ist dieser deutlich gesünder als nach dem Erhitzen. Denn durch das Erhitzen gehen wichtige Inhaltsstoffe und Enzyme verloren. Außerdem kann beim Erhitzen Hydroxymethylfurfural (HMF) entstehen, wie eine Studie herausfand. Dieses Zuckerabbauprodukt steht im Verdacht krebserregend zu sein.

Deshalb solltest du in jedem Fall darauf achten, dass die heiße Zitrone nur auf Trinktemperatur zu erhitzen und nicht, wie oft geraten, die Zitrone mit kochend heißem Wasser aufzubrühen. Optimal wäre eine Temperatur von 40°C, bei der auch die Enzyme des Honigs noch erhalten bleiben. Dann steht dem gesundheitsfördernden Wirkungen der heißen Zitrone auch nichts im Wege.

Übrigens: Geht es dir vorrangig um eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr, kannst du auch zu Kiwi– oder Sanddornbeerensaft greifen. Beide Säfte, aber auch etwa frische Paprika und Brokkoli, haben einen deutlich höheren Vitamin-C-Gehalt als Zitronen.

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