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Herbstspaziergang: Das gibt es jetzt zu entdecken

Foto: CC0 / Pixabay / pepperminting

Auf einem Herbstspaziergang kannst du dich nicht nur an bunten Blättern erfreuen, sondern auch nützliche Pflanzen oder deren Samen sammeln. Hier verraten wir dir, was es zu entdecken gibt und worauf du achten kannst.

Bei einem Herbstspaziergang brennt die kalte Luft in unserer Nase, aber der Himmel strahlt oft noch blau in der Sonne. Der Herbst bereitet uns mit einem sanften Wetterübergang auf den Winter vor und die Natur versorgt Mensch und Tier noch einmal mit Nüssen, Samen und Kräutern

Im Herbst können die intensiven Farben der Bäume gute Laune machen und warme Temperaturen dazu anhalten, allein oder mit Freund:innen und Familie Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Ein Herbstspaziergang ist gesund und macht glücklicher. Er stärkt den Kreislauf und das Immunsystem und trägt zur Entspannung bei. Warum du dir täglich Zeit zum Spazierengehen nehmen solltest, erfährst du hier: Spazieren gehen: So gesund sind ein paar Schritte täglich

Blätter und Kastanien auf einem Herbstspaziergang sammeln

Wenn du auf dem Herbstspaziergang Rosskastanien sammelst, kannst du damit basteln. Essbar ist diese Kastaniensorte nicht.
(Foto: CC0 / Pixabay / pixel2013)

Viele kennen es aus dem Kindergarten: Beim Herbstspaziergang Blätter sammeln und damit basteln oder sie in Hefte kleben. So lernten wir die einheimischen Baumarten und konnten sie schnell anhand deren Blätterformen erkennen. Wieso das Wissen nicht auffrischen oder der Nichte oder dem Neffen weitergeben? Mit hilfreichen Apps und einfachen Tipps kannst du die Pflanzen bestimmen und die bunten Blätter beschriftet in ein Heft kleben. 

Herbstzeit ist Kastanienzeit. Jedes Jahr sammeln Kinder und Erwachsene die Frucht des Kastanienbaumes, der aus Parks und Städten nicht wegzudenken ist. Für Menschen gibt es nur eine essbare Kastanienart, die Marone. Diese kannst du zwischen Ende September und Ende November sammeln. Maronen lassen sich vielseitig verarbeiten, wie du hier erfahren kannst: Maronen-Rezepte: Leckere Ideen für die Esskastanien

Auch wenn Rosskastanien für Menschen giftig sind, gibt es gute Gründe, um sie draußen zu sammeln:

  • Beim Sammeln verbringen wir gemeinsam Zeit an der frischen Luft.
  • Kinder lieben es, aus den gesammelten Kastanien Tierchen oder andere Figuren zu basteln. Das ist gesund, da das Basteln sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen die Feinmotorik schult
  • Du magst nur das Sammeln und möchtest nicht basteln? Wildschweine und Rehe mögen die Kastanien sehr gerne. Bei Förster:innen oder in einem Wildgehege gibt es oft Sammelbehälter, zu denen du die gesammelten Kastanien für die Tiere bringen kannst.

Welche Wildkräuter und Nüsse finden wir beim Herbstspaziergang?

Wildkräuter können der Gesundheit zuträglich sein.
(Foto: CC0 / Pixabay / josealbafotos)

Auf deinem Herbstspaziergang können dir allerlei Obstbäume und Nusssträucher begegnen. Äpfel können bis Ende Oktober/Anfang November gesammelt werden, Birnen bis Ende November. Nussorten wie Walnüsse oder Haselnüsse lassen sich von Mitte September bis Ende Oktober sammeln. Wenn du die Früchte sammeln möchtest, gibt es ein paar Regeln zu beachten: 

  • Sammle keine Früchte und Nüsse von einem Privatgrundstück. Das kann sogar als Diebstahl angezeigt werden. Manche Eigentümer:innen erlauben das Sammeln selbst auf Privatgrundstücken. Achte dabei auf kennzeichnende Schilder. 
  • Auch die Mundraub-Karte zeigt dir an, wo du Nüsse und Früchte kostenlos ernten kannst. 
  • Sammle nur Obst und Nüsse, die bereits vom Baum gefallen sind. Schüttle die Bäume nicht.
  • Oft dürfen Naturschutzgebiete nicht betreten werden. Achte auch hier auf entsprechende Schilder und sammle keine Früchte und Nüsse ohne Erlaubnis. 

Wildkräuter darfst du frei pflücken. Natürlich solltest du auch hier kein Naturschutzgebiet betreten, genauso wenig in fremde Gärten einsteigen. Aber rund um die Gärten, auf Wiesen und in Wäldern kannst du dich nach Wildkräutern umschauen. 

Beachte dennoch: 

  • Pflücke nie zu viele Kräuter von einer Stelle. Weniger als ein Drittel ist ein guter Richtwert, damit sich die Pflanze vom Pflücken erholt.
  • Sammle nur Kräuter, die du sicher bestimmen kannst. Tipps dazu findest du hier: Wildkräuter sammeln, bestimmen, essen: 11 Tipps

Im Herbst findest du noch einige nützliche Kräuter, unter anderem Giersch oder Labkraut. Giersch erkennst du im Herbst an seiner feinen Struktur und den leicht gezackten Blättern. Er ist ein beliebtes Brotgewürz. Labkraut wiederum wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt und soll als regelmäßige Salatbeilage bei Krampfadern helfen. Vielleicht hast du Glück und du findest Brennnesselsamen. Achte darauf, dass sie vollständig trocken sind, bevor du sie aufbewahrst. So vermeidest du Schimmel. 

Welche Wildkräuter du noch auf einem Herbstspaziergang sammeln kannst und welche Wirkung diese haben, liest du hier: 8 Wildkräuter, die du jetzt im Herbst sammeln kannst

Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung

Passe deine Kleidung den Wettergegebenheiten an.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Der Herbst kann wechselhaft sein. Temperaturschwankungen von mehr als fünf Grad sind nichts Außergewöhnliches. Vergesse also nicht, dich passend zum Wetter anzuziehen. Manchmal hilft es, sich dabei nicht nur auf die Tempertaturanzeige auf dem Smartphone zu verlassen, sondern das Wetter auch durch einen kurzen Gang in den Garten oder auf den Balkon abzuschätzen. Denn die Gradanzahl kann sich von dem unterscheiden, wie wir die Wärme oder Kälte empfinden. 

Wenn du dich draußen bewegst, solltest du weder frieren, noch schwitzen. Der berühmte Zwiebellook (mehrere Schichten Kleidung von dünn (Unterhemd) nach dick (Jacke)) kann dir helfen, deine Temperatur zu regulieren. 

Weitere Tipps für eine passende und nachhaltige Outdoor-Kleidung bekommst du hier:7 Tipps für nachhaltige Outdoor-Bekleidung & faire Outdoor-Marken

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