Latschenkiefer: So hilft das Öl der Heilpflanze aus den Alpen

Latschenkiefer: Aus der Latsche wird Latschenkieferöl gewonnen
Foto: CC0 / Pixabay / KostkaCZ

Das Öl der Latschenkiefer hat verschiede Anwendungsbereiche und hilft unter anderem bei Erkältungen und Muskelschmerzen. Mehr zur Latsche und wie du Latschenkieferöl richtig anwendest, erfährst du hier.

Die Latschenkiefer ist eine Heilpflanze aus der Alpenregion. Sie wächst in den subalpinen Bereichen in Europa auf einer Höhe zwischen 1000 und 2700 Metern und prägt dort die Berglandschaft. Charakteristisch ist der aromatische, herbe Duft, die langen grünen Nadeln und die rundlichen Zapfen. Latschen wachsen gebüschartig und werden bis zu drei Meter groß. Das aus den Nadeln, Zweigen und Ästen gewonnene ätherische Latschenkieferöl wird als natürliches Heilmittel eingesetzt.

Wirkung von Latschenkieferöl

Latschenkieferöl fördert die Durchblutung und wirkt dadurch wärmend. Latschenkiefer wird deshalb zur Muskelentspannung und bei Gelenkschmerzen eingesetzt. Das Öl wirkt zudem entzündungshemmend und ist antiseptisch. Bei Erkältungen löst Latschenkieferöl Sekrete und Schleim aus den Bronchien und den Nasennebenhöhlen und befreit so die Atemwege.

Anwendung von Latschenkieferöl

Das Öl der Latschenkiefer ist ein natürliches Heilmittel.
Das Öl der Latschenkiefer ist ein natürliches Heilmittel.
(Foto: CC0 / Pixabay / irakudryavtseva)

Je nach gewünschter Wirkung ist das Öl der Latschenkiefer innerlich oder äußerlich anwendbar. 

Bei Erkältungen ist Latschenkieferöl unterschiedlich einsetzbar:

  • Inhalieren: Bringe Wasser zum Kochen und füge ein paar Tropfen Latschenkieferöl hinzu. Für zwei Liter Wasser reichen zwei Tropfen aus. Inhaliere nun, abgedeckt mit einem Handtuch, den Wasserdampf. Beachte: Wenn du an Asthma oder Atemwegserkrankungen leidest, solltest du die Verwendung zuerst mit deinem Arzt abklären.
  • Erkältungsbad: Zwei bis drei Tropfen Latschenkieferöl im Badewasser helfen dabei, Erkältungen loszuwerden. Wenn du möchtest, kannst du noch weitere Zutaten wie Ingweröl hinzufügen.
  • Reizlinderung: Bei Halsschmerzen und Husten kannst du Sirup oder Hustensaft aus Latschen verwenden, um den Reiz und Entzündungen zu lindern. Sirup kannst du pur zu dir nehmen, du kannst aber auch einen Teelöffel Honig mit einem Tropfen Latschenkieferöl mischen und im Mund zergehen lassen.

Weitere Einsatzgebiete sind Verspannungen der Muskeln, Gelenkschmerzen oder Rückenschmerzen:

  • Bad: Auch gegen Muskelschmerzen hilft Latschenkieferöl im Badewasser. 
  • Salben oder Cremes: Reibe die betroffenen schmerzenden Stellen mit einer dünnen Schicht Salbe oder Creme ein. Du kanns Hautcreme selber machen oder ein wenig Öl zu einer Salbe mit Arnika mischen, um Schmerzen zu lindern. Latschenkiefer kann auch Franzbranntwein hinzugefügt werden und ist so die optimale Mischung für Verspannungen, Zerrungen oder Prellungen.

Weitere Anwendungsgebiete sind der Einsatz als Raumduft oder als Saunaaufguss.

Wo kannst du Latschenkieferöl kaufen?

Latschenkiefern stehen unter Naturschhutz.
Latschenkiefern stehen unter Naturschhutz.
(Foto: CC0 / Pixabay / LoggaWiggler)

Die Latsche steht unter Naturschutz, weshalb keine Äste oder weitere Teile mitgenommen werden dürfen. Latschenkieferöl gibt es fertig in verschiedenen Formen zu kaufen: als reines Öl, als Sirup, als Salbe, Creme oder Gel.

Beachte hierbei: Wende das Öl nicht unverdünnt an, da es stark reizend sein kann! Vermenge also das Öl von Latschenkiefern stets mit Wasser oder anderen Ölen wie Mandelöl.

Latschenkieferöl kannst du in Drogeriemärkten, Apotheken und in manchen Bioläden kaufen. Es wird meist in Alpennähe wie im Allgäu oder in Tirol hergestellt. Je nachdem wo du wohnst, hat Latschenkieferöl einen kurzen oder etwas längeren Transportweg, bis es im Verkauf steht.

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