Lebensmittel kühlen: So klappt es nachhaltig

lebensmittel kühlen
Foto: CC0 / Pixabay / PDPics

Lebensmittel zu kühlen ist nicht immer sehr umweltfreundlich. Wir stellen dir klimafreundlichere Alternativen vor, die Speisen und Getränke ebenso gut kühl halten.

Besonders im Sommer solltest du bestimmte, leicht verderbliche Lebensmittel kühlen, wenn du sie transportierst, sei es vom Einkaufen nach Hause oder auf dem Weg zum See oder zur Gartenparty.

Im Handel findest du eine Vielzahl an Transportboxen, die die Lebensmittel kühlen können. Viele dieser Produkte bestehen aus Styropor, denn das Material isoliert besonders gut. Umweltfreundlich ist es jedoch nicht, da Styropor auf Erdöl basiert. Somit verursacht es in der Herstellung viele klimaschädliche CO2-Emissionen. Zudem ist Styropor nicht biologisch abbaubar.

Es gibt auch zahlreiche andere Materialien, die Wärme ebenso gut abhalten können und deutlich umweltfreundlicher sind. Dazu gehören zum Beispiel Stroh, Holzfaser oder Zellulose.

Lebensmittel kühlen: Mit einer nachhaltigen Kühlbox

Um Getränke und Lebensmittel zu kühlen, sind Kühlboxen eine gute Lösung. Achte beim Kauf auf nachhaltige Modelle. Eine empfehlenswerte Box ist zum Beispiel das Produkt von dem Unternehmen easy2cool. Diese Kühlbox besteht nicht aus Styropor, sondern nutzt zur Isolierung Zellulosefasern namens „paperfloc“. Das Unternehmen stellt diese aus recyceltem Altpapier her, was die Produktion besonders ressourcenschonend macht.

Die Kühlakkus, die easy2cool verwendet, halten nach Angaben des Herstellers bis zu dreimal länger als herkömmliche Produkte und enthalten keine giftigen Inhaltsstoffe. Zudem sind sie robust gefertigt und dadurch mehrfach wiederverwendbar. Du kannst sie auch einzeln unabhängig von der Kühlbox bestellen.

easy2cool bietet sowohl Boxen für den Versandhandel als auch für Privatpersonen an. Für das nächste Festival kannst du zum Beispiel auf den Festival Cooler 3.0 zurückgreifen. Laut easy2cool hält diese Box Lebensmittel vier Tage lang kühl – und zwar ganz ohne Strom. Die Box ist in zwei unterschiedlichen Größen erhältlich. Die Kosten liegen je nach Größe bei 38 Euro und 49 Euro.

Kaufen kannst du die easy2cool-Box im Onlineshop des Unternehmens.

Lebensmittel kühlen mit Hanf und Stroh

Stroh ist ein gutes Isoliermittel und kann so dabei helfen, Lebensmittel zu kühlen.
Stroh ist ein gutes Isoliermittel und kann so dabei helfen, Lebensmittel zu kühlen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Vijayanarasimha)

Die Firma Landpack hat es sich zur Mission gemacht, in großem Stil umweltfreundliche Kühlverpackungen herzustellen. So bekommst du bei dem Unternehmen ganze Kühlboxen, Kühlpads oder Thermobeutel. Eigentlich richtet sich Landpack mit dem Angebot vor allem an größere Unternehmen, die Lebensmittel auf dem Versandweg kühl halten müssen. Auf Anfrage kannst du auf der Webseite aber auch nur eine geringe Stückzahl des jeweiligen Produkts bestellen.

Da die Kühlmittel explizit für den Versand entwickelt wurden, können sie Lebensmittel nicht ganz so lange kühl halten wie zum Beispiel die easy2cool-Box. Einige Boxen kühlen jedoch immerhin bis zu drei Tage lang. Zudem kannst du die Boxen zwar einige Male wiederverwenden. Sie sind jedoch nicht ganz so langlebig wie andere Kühlboxen. Dafür bestehen sie jedoch nur aus Naturmaterialien und du kannst sie umweltschonend entsorgen. Sie eignen sich vor allem, wenn du nur für ein einmaliges Event oder einen kurzen Zeitraum eine Kühlbox benötigst.

Folgende Artikel bietet Landpack an, um Lebensmittel zu kühlen:

  • Landbox Stroh: Bei dieser Kühlbox kommt 100 Prozent Stroh als Isoliermittel zum Einsatz. Dieses bezieht Landpack von Landwirt:innen aus der Region. In der Bio-Version ist das Stroh von einer kompostierbaren, auf Stärke basierenden Umhüllung umschlossen. Du kannst die gesamte Box deshalb in der Biotonne entsorgen. Die Box hält auch im Sommer bis zu 65 Stunden lang eine Temperatur von vier Grad Celsius. 
  • Landbox Hanf: Die Isoliermittel aus Hanf sind vollständig kompostierbar und halten Wärme genauso gut ab wie Styropor. Auch diese Box kommt ohne Zusatzstoffe aus und besteht zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Du kannst sie ebenfalls in der Biotonne entsorgen.
  • Thermobeutel Hanf: Die Isoliertasche aus Hanf eignet sich für kleinere Mengen an Lebensmitteln. Sie ist vollständig kompostierbar.
  • Kühlpads: Die Kühlpads von Landpack sind mehrfach wiederverwendbar und kommen ganz ohne Zusatzstoffe aus. Du fühlst einfach Wasser hinein, legst sie ins Gefrierfach und kannst sie dann nutzen, um Lebensmittel zu kühlen.

Kaufen kannst du all diese Produkte auf der Webseite von Landpack. Die Preise variieren, je nachdem, in welchen Mengen du die Artikel bestellst.

Bedenke jedoch: Wenn du zu Hause noch funktionstüchtige herkömmliche Kühlakkus hast, ist es immer noch nachhaltiger, diese so lange wie möglich weiter zu nutzen als neue Kühlakkus zu kaufen. Wenn es doch Zeit für neue Kühlakkus wird, kannst du auch zunächst schauen, ob du gut erhaltene Gebrauchtware findest. Neue Produkte solltest du, egal ob sie an sich nachhaltiger sind, immer erst kaufen, wenn es wirklich nötig ist und es keine Second-Hand-Optionen gibt.

Kühlschrank und Gefrierfach: Zu Hause nachhaltig kühlen

Auch zuhause kannst du Lebensmittel nachhaltig kühlen, wenn du bei der Nutzung von Kühlschrank und Gefrierfach einige Tipps beachtest.
Auch zuhause kannst du Lebensmittel nachhaltig kühlen, wenn du bei der Nutzung von Kühlschrank und Gefrierfach einige Tipps beachtest.
(Foto: CC0 / Pixabay / ponce_photography)

Nicht nur unterwegs, auch in den eigenen vier Wänden ist es wichtig, auf nachhaltige Weise Lebensmittel zu kühlen. Einen wichtigen Beitrag dazu kann Ökostrom leisten. Dieser versorgt Kühlschrank und Gefrierfach mit Strom aus erneuerbaren Energien.

Zudem ist es wichtig, beim Kauf auf energieeffiziente Modelle zu achten. Nicht zuletzt kannst du zudem Strom sparen, indem du den Kühlschrank richtig einräumst, das Gefrierfach regelmäßig enteist und die optimale Temperatur einstellst. Tipps dazu findest du in diesen Artikeln:

Getränke kühlen: Tipps für selbstgemachte Kühlmittel

Wenn es mal schnell gehen muss, kannst du Getränke mit einem einfachen Trick in wenigen Sekunden kühlen. Dafür brauchst du nur gecrushtes Eis, Wasser und Salz. Wie der Trick funktioniert, erfährst du hier: Getränke schnell kühlen – mit diesem einfachen Trick.

Du kannst auch ein Kühlakku für unterwegs selber machen, wenn du noch alte Plastikflaschen zur Hand hast: Fülle diese einfach mit Leitungswasser auf und gebe so viel Salz hinzu, bis sich kein weiteres mehr darin auflösen lässt. Anschließend kannst du die Flasche einfrieren.

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