Maximalismus: Der Fashion- und Einrichtiungstrend erklärt

Maximalismus
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Maximalismus in der Fashion- und Design-Welt folgt dem Motto „Mehr ist mehr“. In diesem Artikel erfährst du alles, was du zu dem Mode- und Einrichtungstrend wissen musst.

Maximalismus ist, wie der Name schon erahnen lässt, der Gegentrend zum Minimalismus. Für Anhänger:innen des Maximalismus gilt sowohl bei modischen Stilfragen als auch bei der Einrichtung ihres Zuhauses, dass mehr besser ist. Wie das aussieht? Farbenfroh, üppig und ausdrucksstark.

Beim Maximalismus geht es jedoch nicht darum, dein Zimmer wahllos mit möglichst vielen Dingen vollzustellen oder sich direkt die Haare in allen Farben des Regenbogens zu färben. Auch die maximalistische Ästhetik folgt ein paar Regeln.

In diesem Artikel erfährst du, was den Maximalismus-Trend ausmacht und wie du ihn in deinem Zuhause sowie in deiner Kleiderwahl auf ökologisch nachhaltige Art und Weise übertragen kannst.

Maximalismus als Einrichtungstrend

Beim Einrichtungstrend Maximalismus geht es darum, ein gemütliches und lebendiges Zuhause zu kreieren, in dem du dich wohlfühlst. Die maximalistische Ästhetik weist dabei die folgenden Merkmale auf:

  • Sie ist farbenfroh: Ob verschiedenfarbige Kissen, wild gemusterte Tapeten oder gleich mehrere Wandfarben in einem Zimmer – Maximalismus-Anhänger:innen mögen es bunt. Beliebt sind kräftige Farben; beispielsweise Beerenfarben, Moosgrün, Himmelblau und Sonnengelb.
  • Maximalismus spielt mit verschiedenen Texturen: Von der Decke hängt vielleicht ein glitzernder Kronleuchter, auf dem Samtsofa liegt eine Wolldecke kombiniert mit Stick- und Häkelkissen, und vom Fensterbrett leuchten die grünen Blätter üppiger Zimmerpflanzen. 
  • Die wichtigste Zutat in einem Maximalismus-Zimmer sind jedoch persönliche Gegenstände: Ein Stapel zerlesener Lieblingsbücher neben dem Schreibtisch, ein Traumfänger über dem Bett, Reise-Mitbringsel im Regal und selbstgemalte Zeichnungen an den Wänden verleihen ihm einen individuellen Charme.

Wichtig: Das Motto ist zwar „Mehr ist Mehr“, doch sollten dir alle Objekte in deinem Zimmer etwas bedeuten. Das scheinbare Chaos muss beim Maximalismus organisiert sein: Alle Einrichtungsgegenstände sollten einen festen Platz bekommen, den du bewusst für sie ausgewählt hast, um ein stimmiges Gesamtbild herzustellen. Wenn du beispielsweise zwischen Sofabezug, Sofakissen und Wandteppich darüber eine schöne Mischung aus Materialien und Farben gewählt hast, dann stimmt vielleicht das Gesamtbild schon nicht mehr, solltest du das Kissen auf einen anderen Sessel legen.

Maximalismus und Cluttercore: Das ist der Unterschied

Der Einrichtungsstil des Maximalismus hat einige Schnittstellen mit dem neueren Cluttercore-Trend, der als Hashtag während der Corona-Pandemie auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok aufgetaucht ist. Doch wie unterscheiden sich Maximalismus und Cluttercore? 

Die maximalistische Ästhetik ist schon länger Teil der Interior-Design-Welt und setzt auf hochwertige Antikmöbel, Ölgemälde in goldenen Bilderrahmen und exzentrische Vintage-Fundstücke. Als Inspiration dienen die vergangenen Design-Epochen des Barock, des viktorianischen Zeitalters, des Jugendstils und der Zwanziger-Jahre-Bohème. Die Cluttercore-Ästhetik erinnert dagegen eher an das kreative Chaos eines Teeniezimmers. Viel mehr als beim Maximalismus werden beim Cluttercore popkulturelle Elemente verwendet, wie beispielsweise Neonröhren-Lampen, Anime-Figuren oder Graphic-Novel-Motive.

Maximalismus in der Modewelt

Auch beim Modetrend Maximalismus gilt: Je bunter, aufmerksamkeitsheischender und exzentrischer, desto besser. Es geht darum, Spaß zu haben und aufzufallen. Mit den folgenden Tipps kreierst du ganz einfach deinen maximalistischen Style:

  • Kombiniere Kleidungsstücke in verschiedenen Farbtönen miteinander. Auch hier punkten kräftige Farben.
  • Unterschiedliche Materialien machen dein Outfit spannend. Du kannst Strick, Samt, Seide, Baumwolle, Leinen und Jeans beliebig mixen.
  • Trau dich, Oversized-Formen zu tragen, wie beispielsweise ein Tutu oder einen Sonnenhut mit breiter Krempe.
  • Auch die Accessoires dürfen auffällig sein: Große Ohrringe, Ketten und Ringe, buntes Makeup und eine voluminöse Frisur geben deinem Maximalismus-Outfit den letzten Schliff.

So geht der Maximalismus-Trend ökologisch nachhaltig

Maximalismus muss nicht unnachhaltig sein.
Maximalismus muss nicht unnachhaltig sein.
(Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Um den Maximalismus-Trend auf ökologisch nachhaltige Art umzusetzen, solltest du dich möglichst an ein paar Regeln halten:

  • Kaufe sowohl Einrichtungsgegenstände als auch Mode und Schmuck so viel wie möglich gebraucht. In Vintage-Läden, Antiquariaten, auf Flohmärkten oder Online-Plattformen, wie zum Beispiel Vinted und Ebay Kleinanzeigen, findest du schöne und einzigartige Stücke, die viel mehr Charakter besitzen als die Teile von großen Einrichtungsketten oder Fast-Fashion-Unternehmen.
  • Alternativ kannst du mit deinen Freund:innen auch eine (Kleider-)Tauschparty veranstalten oder einen Bastelabend organisieren.
  • Solltest du doch etwas neu kaufen wollen, empfehlen wir dir, mit deinem Geld vorzugsweise kleine Unternehmen, selbstständige Künstler:innen und Handwerker:innen zu unterstützen. 
  • Du willst deine Wände in bunten Farben streichen? Dann achte darauf, ökologisch unbedenkliche Wandfarben zu verwenden. In einem weiteren Artikel empfehlen wir die besten Anbieter für ökologische Wandfarben.
  • Auch beim Kauf von Zimmerpflanzen solltest du möglichst auf Bio-Qualität achten. Du gehst so sicher, dass sie nicht mit gesundheitsschädlichen Pestiziden behandelt wurden. 

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