Radfahren im Winter: Die 5 besten Tipps

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Radfahren im Winter ist genauso umweltfreundlich wie im Sommer. Mit der richtigen Kleidung kommst du warm und trocken an. Diese 5 Tipps und Tricks helfen dir, auch bei Glätte sicher mit dem Rad unterwegs zu sein.

Schneller als zu Fuß, sportlicher als mit dem Bus und dazu noch umweltfreundlich – das bietet nur das Fahrrad. Der Winter scheint auf den ersten Blick nicht die typische Radfahrsaison zu sein. Aber da Klimaschutz keine Jahreszeiten kennt, helfen wir dir, dich und dein Rad winterfest auszustatten. Viele Dinge, die das Radfahren im Winter komfortabel und sicher machen, hast du vermutlich sowieso schon zu Hause. Wie dir zum Beispiel ein Stofftaschentuch und eine Zeitung beim Radfahren nützlich sein können, erfährst du weiter unten im Artikel.

Zum Radfahren im Winter brauchst du angemessene Winterkleidung. Bei spezieller Funktionskleidung solltest du aber aufpassen, da sie oft gesundheitsschädliches PFC oder nicht abbaubare Kunststoffe enthält, die beim Waschen und Tragen Mikroplastik freisetzen. Wenn du regelmäßig lange Strecken mit dem Rad unterwegs bist oder aus anderen Gründen funktionellere Kleidung für den Winter benötigst, unterstütze mit deinem Kauf Outdoor- oder Wintersport-Marken, die auf Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen achten. 

Radfahren im Winter ohne zu frieren

Radfahren im Winter macht mit passender, nachhaltiger Kleidung noch mehr Spaß!
Radfahren im Winter macht mit passender, nachhaltiger Kleidung noch mehr Spaß!
(Foto: CC0 / Pixabay / Damian_Konietzny)

Kalte Temperaturen, Nässe und schneidender Wind hindern dich am Radfahren im Winter? Diese Hürden kannst du mit der richtigen Ausrüstung umgehen. Gegen Niederschlag helfen eine Regenhose, eine wasserdichte Jacke und gefütterte, wasserdichte Schuhe. Nicht nur beim Fahrradfahren bewährt sich das Prinzip des Zwiebellooks. Ziehe mehrere Schichten Kleidung übereinander, wie die einzelnen Schichten einer Zwiebel. Zum einen halten die Stoffschichten die Kälte ab, zum anderen kannst du nach Bedarf einzelne Schichten ergänzen oder ausziehen.

Gesicht und Hände sind im Winter meist die einzigen unbedeckten Körperteile. Schütze deine Haut vor Kälte. Trage immer Handschuhe auf dem Rad. Schütze die empfindliche Gesichtshaut mit einem hochgezogenen Schal (du kannst auch einen Schal selber stricken). Moderne winterliche Accessoires kaufst du am besten bei fairen und nachhaltigen Labels. Im Vergleich zu herkömmlichen Marken schonst du damit die Umwelt und unterstützt bessere Bedingungen für die Produzent:innen.

Wenn du Lust auf Abwechslung in der Wintergarderobe hast, tausche Accessoires mit Freund:innen oder nutze Second-Hand-Läden und Plattformen. Auch ein selbstgenähter Mundschutz hält die Kälte gut ab. Wenn der Wechsel von kaltem Wind und trockener Heizungsluft deine Haut austrocknet, pflege sie mit natürlichen Hausmitteln gegen trockene Haut oder zertifizierter Naturkosmetik.

Radfahren im Winter – mit Isolierschicht

Vom Radfahren im Winter hält dich der Wind nicht ab, wenn du dich mit Zeitung isolierst.
Vom Radfahren im Winter hält dich der Wind nicht ab, wenn du dich mit Zeitung isolierst.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Wenn der Fahrtwind durch die Jacke zieht, muss eine weitere Isolierschicht her. Gerade wenn du nicht täglich mit dem Fahrrad durch die kalte Winterluft fährst, ist dazu keine spezielle Funktionskleidung nötig: Einfaches Zeitungspapier eignet sich genauso gut. Schiebe dafür eine Schicht Zeitung unter dein Hemd und stecke das Hemd in die Hose, sodass die Zeitung nicht herausrutscht.

Die Zeitung ist beim Radfahren im Winter praktisch, weil sie den Wind zuverlässig abschirmt. Wenn du sie gelesen hast und nicht mehr als Isolierschicht brauchst, entsorge sie fachgerecht im Papiermüll, damit sie recycelt werden kann. Mit Papier-Recycling trägst du zu einem nachhaltigen Umgang mit Wäldern und ihren Holzressourcen bei. Denn Papier ist ein sehr gut recycelbares Material: Laut Umweltbundesamt bestanden 76 Prozent der in Deutschland produzierten Papierwaren im Jahr 2018 aus Altpapier. 

Sicher bei Glätte im Winter radfahren

Radfahren im Winter wird sicherer, wenn du mit passenden Reifen ausgestattet bist.
Radfahren im Winter wird sicherer, wenn du mit passenden Reifen ausgestattet bist.
(Foto: CC0 / Pixabay / sawest)

Sei bei kaltem und nassem Wetter auf rutschige Böden eingestellt. Auch wenn das Thermometer noch keine null Grad Celsius anzeigt, kann es zu Bodenfrost und Glätte kommen. Damit du beim Radfahren im Winter nicht auf Eis, Matsch und Schnee wegrutschst, gibt es verschiedene Optionen:

  • Wenn du im Winter viel mit dem Fahrrad unterwegs bist, kannst du dir Winterreifen fürs Rad zulegen. Diese haben mehr Profil und sind mit Spikes ausgestattet, sodass du auf Glatteis nicht wegrutschst.
  • Allwetterreifen funktionieren – wie der Name sagt – für jedes Wetter. Auch sie sind mit einem guten Profil versehen. 

Wenn du die Reifen im Winter etwas weniger prall aufpumpst, liegt mehr Reifenfläche auf dem Boden auf. Auch das bietet dir zusätzliche Stabilität zum Reifenprofil. Verhalte dich insgesamt im Winter auf dem Fahrrad vorsichtig und berücksichtige unsere Tipps, wie du dein Fahrrad winterfest machen kannst. Trage unabhängig von Wetter und Jahreszeit beim Fahrradfahren immer einen Helm. Dieser kann dein Leben retten!

Licht ist Pflicht

Beim Fahrradfahren im Winter musst du für andere Verkehrsteilnehmer:innen besonders gut sichtbar sein.
Beim Fahrradfahren im Winter musst du für andere Verkehrsteilnehmer:innen besonders gut sichtbar sein.
(Foto: CC0 / Pixabay / RobertoChignoli)

Wenn es im Winter früh dunkel wird, ist eine gute Fahrradbeleuchtung wichtig. Nicht nur, damit du die Straße siehst, sondern auch, damit andere Verkehrsteilnehmer:innen dich frühzeitig erkennen. Passende Beleuchtung fürs Fahrrad ist sogar in der StVZO gesetzlich vorgeschrieben.

Dynamo-betriebenes Licht kommt ohne zusätzliche Batterien aus, da du den Strom für die Lampe beim Fahren selbst produzierst. Sollte es Gründe geben, die gegen einen Dynamo an deinem Fahrrad sprechen, entscheide dich für eine Lösung mit wiederaufladbaren Akkus. Damit bist du nachhaltiger unterwegs als mit herkömmlichen Batterien, die schon in der Produktion große Mengen an Energie verschlingen.

Noch besser bist du beim Radfahren im Winter mit heller oder reflektierender Kleidung sichtbar. Wenn du einen neuen Helm oder ein neues Fahrrad kaufst, kannst du diesen Punkt direkt berücksichtigen und dich für helle Farben entscheiden. Auch eine Winterjacke oder Regenhose in auffälliger Farbe machen dich sichtbarer. Andere Optionen sind eine Warnweste oder reflektierende Streifen und Accessoires. 

Radfahren im Winter mit trockenem Sattel

Radfahren im Winter: Wir wünschen eine sichere Fahrt!
Radfahren im Winter: Wir wünschen eine sichere Fahrt!
(Foto: CC0 / Pixabay / MichaelGaida)

In den Wintermonaten wird der Sattel durch Regen oder Schnee nass, wenn das Fahrrad draußen steht. Damit du beim Radfahren im Winter nicht selbst nass und kalt wirst, schütze deinen Sattel vor Feuchtigkeit. Wasserdichte Bezüge für den Sattel halten den Niederschlag ab. Wenn du keinen Bezug hast, kannst du zu diesem Zweck eine Plastiktüte recyceln. Nähe entweder ein Gummiband ein oder knote die Träger der Tüte zusammen, nachdem du die Tüte über den Sattel gezogen hast. So kann die Tüte nicht wegfliegen und in die Umwelt gelangen.

Schone das ganze Rad, indem du es im Fahrradkeller, in einer Garage oder unter einem Unterstand lagerst, sodass es nicht dauerhaft Wetter und Nässe ausgesetzt ist. Packe dir als Ergänzung einen Lappen, ein kleines Handtuch oder ein Stofftaschentuch ein. So kannst du Sattel und Lenker abtrocknen, bevor du losfährst. 

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