Spinat pflanzen: Darauf solltest du achten

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Spinat pflanzen ist einfach und gelingt am Balkon genauso wie im Garten. Wir verraten dir, was du von der Aussaat bis zur Ernte des gesunden Blattgemüses beachten solltest.

Spinat ist ein einjähriges Blattgemüse, das zur Familie der Gänsefußgewächsen gehört. Ursprünglich stammt Spinat aus dem persischen Raum. In Deutschland hat das grüne Blattgemüse erst im 16. Jahrhundert die bis dahin übliche Gartenmelde und den Guten Heinrich verdrängt.

Spinat ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Zu den wichtigsten gehören:

Grund genug das gesunde Blattgemüse auch bei dir im Garten oder auf dem Balkon zu pflanzen. Wir zeigen dir, was es dabei zu beachten gilt.

Spinat Pflanzen: Die Vorbereitung

Spinat braucht viel Licht und einen durchlässigen Boden.
Spinat braucht viel Licht und einen durchlässigen Boden. (Foto: CC0 / Pixabay / MSphotos)

Bevor du Spinat pflanzt, gibt es einige Punkte zu berücksichtigen:

  • Sorte: Es gibt etwa 50 verschiedene Sorten von Spinat, wobei die meisten sich durch die Form der Blätter unterscheiden. Einige Sorten solltest du nur im Frühjahr pflanzen, während andere Minusgrade vertragen.
  • Standort: Spinat gehört zu den sogenannten Langtagpflanzen, daher benötigt er viel Licht, um gut zu gedeihen. Am besten eignet sich ein Platz im Halbschatten, da Spinat bei zu viel Hitze dazu neigt in die Höhe zu schießen und schneller blüht. Dann ist das Blattgemüse nicht mehr genießbar.
  • Boden: Die dicken Pfahlwurzeln des Spinats reichen etwa 30 Zentimeter tief in die Erde. Daher benötigt Spinat einen durchlässigen, humosen Boden. Wenn du Spinat im Topf pflanzen möchtest, solltest du darauf achten, dass dieser tief genug ist. Da Spinat zu den Schwachzehrern zählt, sollte der Boden zudem nicht zu nährstoffreich sein. Sonst lagert das Blattgemüse gesundheitsschädliches Nitrat ein.
  • Mischkultur: Erdbeeren, Zwiebeln, Kohl sowie Bohnen eignen sich gut für eine Mischkultur mit Spinat. Andere Gänsefußgewächse wie Mangold oder rote Bete eignen sich hingegen nicht für den Anbau mit Spinat.
  • Fruchtfolge: Durch die kurze Kulturzeit eignet sich Spinat besonders als Vor- oder Nachkultur. Die in der Erde verbleibenden Wurzeln bieten ein gutes Substrat für das nachfolgende Gemüse. Eine Anbaupause von drei Jahren ist empfehlenswert.

Spinat pflanzen: Die Aussaat

Du kannst Spinat auch im Topf pflanzen.
Du kannst Spinat auch im Topf pflanzen. (Foto: CC0 / Pixabay / Vitamin)

Wir empfehlen dir Saatgut in Bio-Qualität zu kaufen. So gehst du sicher, dass es nicht gentechnisch verändert ist und förderst die Sortenvielfalt. Wenn du ein paar Hinweise befolgst, gedeiht Spinat üblicherweise sehr gut aus den Samen:

  • Die beste Zeit um Spinat zu pflanzen ist im Frühling oder im Herbst, da Spinat am üppigsten bei kühlen Temperaturen und feuchtem Klima gedeiht. Im Frühling säst du die Samen zwischen März und Mai. Lockere dafür die Erde gut auf und reichere sie mit etwa zwei Liter reifem Kompost pro Quadratmeter an. Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat im Herbst ist Mitte August. Winterfeste Sorten kannst du auch noch zwischen September und Oktober sähen.
  • Ziehe zwei bis drei Zentimeter tiefe Rillen im Abstand von je 30 Zentimetern. Streue die Samen dicht in die Saatrillen, bevor du sie wieder verschließt.
  • Anschließend gießt du die frisch gesetzten Samen. Spinat benötigt zwischen acht und zehn Tagen um zu keimen.
  • Du kannst Spinat auch im Topf vorziehen. Wenn du Spinat auf deinem Balkon anpflanzen möchtest, solltest du darauf achten, dass der Topf groß genug ist. In handelsüblichen Balkonkisten kannst du nur junge Blätter ernten, da die Wurzeln nicht ausreichend Platz haben.

Pflege und Ernte von Spinat

Junge Spinatblätter sind deutlich milder als die größeren Blätter.
Junge Spinatblätter sind deutlich milder als die größeren Blätter. (Foto: CC0 / Pixabay / Millenialab)

Spinat ist sehr genügsam, daher ist auch die Pflege sehr einfach:

  • Da das Blattgemüse zu den Schwachzehrern gehört, ist keine Düngung notwendig.
  • Damit Spinat gut gedeiht, halte den Boden feucht. Die Blätter neigen sonst schnell dazu auszutrocknen.
  • Lockere den Boden regelmäßig auf und entferne Unkraut aus dem Beet.
  • Um Wasser zu sparen und Unkraut am Wachsen zu hindern, kannst du die Erde mit Grünschnitt mulchen.

Auch die Ernte des grünen Blattgemüses ist simpel:

  • Nach sechs bis acht Wochen kannst du bereits die ersten jungen Blätter in Etappen ernten. Sie sind deutlich milder als die älteren Blätter.
  • Spätestens wenn die Pflanze in die Höhe schießt, solltest du die übrigen Blätter ernten.
  • Die Ernte sollte unbedingt vor der Blüte erfolgen, da die Blätter sonst deutlich bitterer im Geschmack sind.
  • Die Wurzeln kannst du einfach in der Erde lassen. Sie reichern den Boden wieder mit Nährstoffen an, von denen das nachfolgende Gemüse profitieren kann.

So lagerst und verarbeitest du Spinat

Spinat eignet sich hervorragend für grüne Smoothies.
Spinat eignet sich hervorragend für grüne Smoothies. (Foto: CC0 / Pixabay / kkolosov)

Nach der Ernte bewahrst du Spinat am besten im Kühlschrank auf. In einem feuchten Tuch eingeschlagen hält sich frischer Spinat etwa zwei bis drei Tage. Du kannst Spinat roh essen oder vielfältig weiterverarbeiten. Hier findest du Anregungen und Rezeptideen:

Damit du deinen eigenen Spinat das ganze Jahr über genießen kannst, frierst du ihn am besten ein. Wie das funktioniert, erfährst du in diesem Artikel:

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