Sternanis: Wirkung und Verwendung

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Sternanis wird bei uns hauptsächlich für Süßspeisen verwendet, aber auch in der asiatischen Küche ist das Gewürz sehr beliebt. Sternanis überzeugt durch das einzigartige Aroma und soll zudem bei Atem- und Verdauungsbeschwerden helfen.

Sternanis: Ein weihnachtliches Gewürz aus Asien

Sternanis stammt aus China und ist ein fester Bestandteil der asiatischen Küche.
Sternanis stammt aus China und ist ein fester Bestandteil der asiatischen Küche. (Foto: CC0 / Pixabay / Daria-Yakovleva)

Kaum ein Gewürz erinnert schon optisch so sehr an Weihnachten wie Sternanis. In Lebkuchen und Glühwein darf das Gewürz auf keinen Fall fehlen. Ansonsten ist Sternanis bei uns in Deutschland eher unbekannt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Sternanis häufig mit Anis verwechselt wird. Die Gewürze werden zwar beide in der Weihnachtszeit verwendet, haben sonst aber nichts gemein. Sie sind auch botanisch nicht verwandt.

Als Sternanis werden die Früchte des immergrünen Magnolienbaums bezeichnet. Der Baum erreicht eine Höhe von bis zu 20 Metern und stammt aus Asien. Nachdem seine großen gelben Blüten abgeblüht sind, bildet er Früchte. Sie besteht aus acht sternförmig angeordneten Kammern mit je einem Samenkorn. Als Sternanis-Gewürz werden sowohl die harte, aber aromatische Schale, als auch die Samen im Inneren verwendet.

Das dekorative Gewürz stammt aus China, wo es schon seit gut 3000 Jahren als Gewürz- und Heilpflanze gilt und verehrt wird. Da Sternanis so geschätzt wird, wächst der Baum häufig nahe von Tempeln und geheiligten Stätten. Neben China wird Sternanis heute auch vermehrt in Südostasien, beispielsweise in Vietnam kultiviert.

Bis du den chinesischen Anis, wie das Gewürz auch genannt wird, bei uns kaufen kannst, muss es lange Transportwege zurücklegen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du auf das Fair-Trade-Siegel und Bio-Qualität achtest. So kannst du deinen Teil dazu beitragen, dass weniger Pestizide eingesetzt werden und die Arbeiter auf den Plantagen von ihrem Erwerb leben können.

Sternanis als Heilpflanze?

Sternanis sieht nicht nur schön aus.
Sternanis sieht nicht nur schön aus. (Foto: CC0 / Pixabay / Ajale)

Obwohl Sternanis und Anis botanisch nicht verwandt sind, weisen sie ähnliche Inhaltsstoffe auf. Dazu gehören unter anderem:

  • ätherische Öle, überwiegend Anethol
  • Flavonoide, hauptsächlich Rutin
  • Saponine
  • Gerbstoffe

Sternanis hat vor allem in Asien eine lange Tradition als Heilpflanze. Dem Gewürz werden viele positive Effekte auf den Körper nachgesagt:

  • Eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Jahr 2013 stellte heraus, dass die Inhaltsstoffe antibakterielle sowie antivirale Eigenschaften aufweisen.
  • Traditionell wird Sternanis in Asien bei Verdauungsproblemen wie Blähungen sowie gegen Säuglingskoliken angewandt.
  • Außerdem sollen die Inhaltsstoffe schleimlösend wirken, weshalb Sternanis auch bei chronischem Husten sowie Bronchitis eingesetzt wird.
  • Eine Studie aus dem Jahr 2014 hat herausgefunden, dass Sternanis sich auch als natürliches Pestizid bei gewissen Schädlingen wirksam ist.

Für seine medizinischen Effekte kannst du Sternanis als ätherisches Öl anwenden oder einen Tee aus dem Gewürz zubereiten:

  • Übergieße dafür drei Teelöffel zerstoßenen Sternanis mit 250 Millilitern kochendem Wasser.
  • Lasse den Tee etwa 15 Minuten ziehen. Anschließend entfernst du die Gewürzteile.
  • Bei Atemwegsproblemen sowie Verdauungsproblemen kannst du täglich drei Tassen Sternanistee zu dir nehmen.

So verwendest du Sternanis in der Küche

Sternanis eignet sich besonders für Süßspeisen.
Sternanis eignet sich besonders für Süßspeisen. (Foto: CC0 / Pixabay / Einladung_zum_Essen)

Sternanis hat ein besonders intensives Aroma, dass sich durch seine natürliche Süße und eine dezente Schärfe auszeichnet. Am besten kaufst du ganze Sterne und mahlst sie mit einem Mörser direkt vor der Anwendung selbst zu einem feinen Pulver.

Die ganzen Sterne kannst du dunkel und trocken problemlos bis zu drei Jahre lang verwenden.  Fertig gemahlener Sternanis verliert schnell an Geschmack und lässt sich nicht so lang lagern.

Sternanis lässt sich vielfältig in der Küche anwenden:

  • Der süßliche Geschmack erinnert an Weihnachten und ist daher bestens für Süßspeisen geeignet. Vor allem in Keksen oder Kuchen verleiht das Aroma eine besondere Note.
  • Außerdem eignet sich Sternanis auch, um Getränke wie Kakao oder Kaffee zu verfeinern. Das Gewürz darf zudem auf keinen Fall in Chai Tee fehlen.
  • Auch fruchtige Kreationen wie Kompott rundet Sternanis gut ab. Das Gewürz harmoniert besonders mit Zwetschgen, Äpfel oder Birnen.
  • In der asiatischen Küche wird Sternanis meist für herzhafte Speisen verwendet. Das aromatische Gewürz verfeinert Fleisch- und Fischgerichte und ist ein fester Bestandteil von Currypulver sowie Fünf-Gewürze-Pulver.

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