Tamarinde: Wissenswertes über Geschmack und Wirkung

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Tamarinde wird auch als Sauerdattel oder Indische Dattel bezeichnet und ist äußerst vielseitig. In unserem Ratgeber findest du viele spannende Fakten rund um Geschmack und Wirkung der Tamarinde.

Als Tamarinden werden die Früchte des Tamarindenbaums bezeichnet, dessen Ursprung in Nordafrika vermutet wird. Heute finden sich Tamarindenbäume auch in Asien und Südamerika. Sie tragen rote Blüten, aus denen sich zwischen Dezember und März Hülsen (auch Schoten genannt) bilden. Die Tamarinden sind ca. 5 bis 20 Zentimeter lang und haben eine bräunliche Farbe. Innerhalb der reifen Hülsen befindet sich neben den Kernen das Fruchtmark, das auch als Tamarindenmus bekannt ist.

Tamarinde enthält viele gesunde Inhaltsstoffe

Tamarindenbäume wachsen vorrangig in Asien und Südamerika.
Tamarindenbäume wachsen vorrangig in Asien und Südamerika. (Foto: CC0 / Pixabay / sarangib)

Tamarinde beinhaltet vor allem Wasser, Ballaststoffe und Kohlenhydrate. Darüber hinaus enthalten 100g Tamarinde etwa 11g Eisen, also circa 75 Prozent der empfohlenen Tagesdosis. Das macht sie besonders für Menschen attraktiv, die sich vegan oder vegetarisch ernähren und daher andere Eisenlieferanten als Fleisch brauchen. Darüber hinaus stecken in Tamarinde Calcium, Phosphor und Vitamin D.

Tamarinde wird zudem seit Jahrtausenden als Heilmittel genutzt, da sie leicht abführend wirkt. Für diesen Effekt musst du sie aber in größeren Mengen essen.

Tamarinde: Verwendung und Aufbewahrung

Mit Tamarinde werden unter anderem indische Gerichte gewürzt.
Mit Tamarinde werden unter anderem indische Gerichte gewürzt. (Foto: CC0 / Pixabay / BaluBFA12)

Tamarinde findet hauptsächlich in asiatischen und afrikanischen Gerichten Verwendung. So werden mit ihr zum Beispiel Getränke, Chutneys, Currys und Soßen gewürzt. Geschmacklich wird Tamarinde in zwei Sorten unterschieden:

  • süß-sauer
  • sehr sauer

Frische Tamarinde ist hierzulande eher selten zu finden, Tamarindenpaste gibt es jedoch in gut sortierten Supermärkten und Asia-Shops. Wir empfehlen dir, möglichst auf ein Produkt in Bio-Qualität zurückzugreifen. Denn bei Gewürzen aus Bio-Anbau wird unter anderem der Einsatz von Pestiziden vermieden.

Zubereitung:

  • Tamarindenpaste rührst du am besten mit etwas warmen Wasser an, so löst sie sich gut auf und du kannst sie anschließend nutzen, um Gerichte oder Getränke zu würzen.
  • Getrocknete Tamarinde ist meist als Block erhältlich. Diese lässt du 15 bis 20 Minuten in heißem Wasser einweichen. Für 200g Tamarinde benötigst du etwa 300ml Wasser. Streiche dann die weich gewordene Tamarinde durch ein Sieb. Die so entstandene Paste ist nun bereit für ihren Einsatz.

Fertige Tamarindenpaste kannst du im Kühlschrank auch nach dem Öffnen mehrere Monate aufbewahren. Kaufst du getrocknete Tamarinde, hält sich diese ebenfalls über mehrere Monate, solange du sie licht- und luftgeschützt lagerst. Die selbstgemachte Paste aus getrockneter Tamarinde hält sich gekühlt zwei bis drei Tage. Du kannst sie aber portionsweise einfrieren, zum Beispiel in Eiswürfelformen aus Edelstahl (erhältlich bei ** Amazon).

Rezeptidee: Tamarinden-Dip

Aus Tamarinde kannst du leicht einen Dip herstellen. Du benötigst dafür etwa 20 Minuten. Der Dip passt super zu Gemüse, frischen Brot oder Gegrillten. Du benötigst folgende Zutaten:

Wir empfehlen dir, alle Zutaten in Bio-Qualität und soweit möglich aus der Region zu beziehen. So vermeidest du unnötige Pestizide und überflüssige Transportwege. So gelingt der Dip:

  1. Schäle die Zwiebel und die Knoblauchzehen. Schneide die Zwiebel in Würfel und hacke den Knoblauch fein.
  2. Hacke die Chilischote mit einem scharfen Messer. Magst du es nicht so scharf, reicht natürlich auch eine halbe Chilischote. Zudem kannst du die Kerne der Chili entfernen, bevor du sie hackst.
  3. Reibe außerdem den Ingwer klein.
  4. Erhitze dann das Pflanzenöl in einer Pfanne. Brate die Zwiebel etwa zwei Minuten darin an, gib dann den Knoblauch und die Chili hinzu und brate beides eine halbe Minute mit.
  5. Gib nun Ingwer, Zucker und Tamarindenpaste in die Pfanne.
  6. Lass alle Zutaten nun unter regelmäßigem Rühren aufkochen und etwa drei bis fünf Minuten köcheln.
  7. Schmecke den Dip abschließend mit etwas Zitronensaft ab.

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