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Drohende Gaskrise: Jeder kann helfen, Energie zu sparen

10 Prozent weniger Energie verbrauchen geht
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – kellysikkema

Ein Blackout mitten im Winter – das wäre wohl eine der potenziell gefährlichsten Folgen, die sich indirekt aus Russlands Krieg gegen die Ukraine ergeben könnten. Bisher gilt die Stromversorgung in Deutschland als relativ sicher. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck appelliert aber an uns alle: Jede eingesparte Kilowattstunde Energie hilft, „zehn Prozent Einsparung geht immer“. Wir zeigen dir, wie du weniger Energie verbrauchst.

Die jährlichen Wartungsarbeiten von Nord Stream, die in der Regel zehn Tage dauern, laufen. In dieser Zeit fließt kein Gas durch Nord Stream 1. Die große Sorge vieler Experten ist, dass Russland nach der Wartung den Gashahn nicht wieder aufdreht. „Die Lage ist ernst, und der Winter wird kommen“, erklärt Habeck. Die zwölf Wochen bis zum Beginn der Heizsaison müssten deshalb genutzt werden, um Vorbereitungen zu treffen, so Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. 

Für uns als Verbraucher:innen heißt das: Wir alle sollten gemeinsam so viel wie möglich Energie sparen. „80 Millionen gemeinsam für den Energiewechsel“: Unter diesem Motto motiviert die neue Kampagne von Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck und einem breiten Bündnis von Verbänden zum Energiesparen.

Auch Robert Habeck duscht jetzt kürzer – und setzt auf die Solidarität der Menschen, mitzumachen und weniger Energie zu verbrauchen. Viele Tipps der Kampagne lassen sich mühelos umsetzen – und zwar ohne große Investitionen. Und auch wenn mancher Tipp erstmal banal klingt: Jede Kilowattstunde eingesparte Energie hilft!

Was du dabei wissen solltest:

  1. Mehr als 50 Prozent der privaten Haushalte heizen mit Gas, etwa 15 Prozent des verbrauchten Stroms stammen ebenfalls aus Gas. Damit geht ungefähr ein Drittel des Verbrauchs in Deutschland auf das Konto von Privathaushalten. Es macht also in jedem Fall einen Unterschied, ob wir alle aktiv werden oder nicht.
  2. Auch wenn du selbst gar kein Gas nutzt, macht es Sinn, Energie zu sparen: So können andere, die nicht sparen können, diesen Strom nutzen und es muss weniger fossile Energie zugeschaltet werden.
  3. Keine Frage, viele andere Maßnahmen wären zwar effektiver, sie sind aber nicht auf die Schnelle umsetzbar und erfordern zum Teil finanzielle Investitionen: Gebäudedämmung, Austausch der Gasheizung, Installation einer Wärmepumpe oder die Installation einer Solaranlage.

An dieser Stelle wollen wir uns auf Tipps konzentrieren, die du schnell und unkompliziert umsetzen kannst.

10 Prozent weniger Energie verbrauchen: so geht’s

  • Robert Habeck rät zu Fahrrad statt Auto, mehr Home-Office und weniger Heizen. „Wenn man die Wohnung heizt und abends die Gardinen zuzieht, spart man bis zu fünf Prozent Energie“, sagte er. „Und wenn man die Raumtemperatur um ein Grad senkt, sind es rund sechs Prozent. Das ist vielleicht nicht ganz so gemütlich, aber man friert noch nicht.“
  • Der Hinweis auf Stand-by ist zwar nicht neu – aber immens wichtig. Denn noch immer zahlt ein 3-Personen-Haushalt ungefähr 100 Euro Stromkosten im Jahr allein wegen des Stand-by-Modus. Ein Durchschnitts-Haushalt kann seinen Stromverbrauch um ca. 8 Prozent reduzieren, wenn er bei Nicht-Gebrauch die Geräte vom Netz trennt.
  • Besonders viel Strom benötigt übrigens auch unsere Kommunikation und die Unterhaltungselektronik: Fast ein Drittel des Stromverbrauchs eines Durchschnittshaushalts entstehen durch Fernsehen, Streaming, Laptop, Spielekonsolen etc.
  • Für 14 Prozent unseres Energieverbrauchs ist die Bereitung von warmem Wasser verantwortlich. Das To-Do für uns lautet deshalb: Die Zeiten, in denen warmes Wasser läuft, reduzieren. Das Wasser beim Einseifen und Zähne putzen abstellen, kürzer duschen und seltener baden.
  • Beim Backen kannst du Strom sparen, indem du die Umluft-Funktion nutzt. Das spart laut dem Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 15 Prozent Energie ein. Und wenn du leicht verschmutzte Wäsche bei 30°C statt bei 60°C wäschst, sparst du etwa 70 Prozent Strom.

Der kritische Blick auf die täglichen Abläufe zeigt dir, wo dein persönliches CO2-Einspar-Potenzial liegt. Die gute Nachricht: Bei uns allen gibt es noch viele Schräublein, an denen wir drehen können.

Unser erster Tipp lautet deshalb: Nimm deinen Alltag ganz genau unter die Lupe. Wo lässt sich der Energieverbrauch reduzieren? Auf welche Geräte kannst du verzichten? Welche Gewohnheiten haben sich vielleicht verfestigt? Wo bist du vielleicht nach wie vor zu nachlässig?

Und unsere Bitte lautet: Lass dich nicht von der Tatsache frustrieren, dass jede Maßnahme für sich nur einige Euro und wenige Kilogramm CO2-Treibhausgase einspart. Die Menge macht’s. Je mehr Menschen du in deinem Umfeld überzeugst und informierst, desto besser. So wird aus den vielen kleinen Schräublein ein großes Ganzes.

Gewohnheiten über Bord werfen

#1: Aus ist nicht immer gleich Aus

Dein Monitor, Fernseher oder Wecker ist immer in Bereitschaft? Schon zig mal gehört – aber jetzt wird es höchste Zeit: Kontrolliere alle elektronischen Geräte auf ihren Stand-by-Modus und schalte sie konsequent aus, wenn du sie nicht verwendest, bzw. zieh den Stecker oder schalte die Steckerleiste aus. Viele elektronische Geräte verbrauchen trotz Aus-Knopf weiterhin Strom. Für den Strom, der allein im Stand-By-Modus verbraucht wird, sind in Deutschland zwei mittelgroße Atomkraftwerke notwendig.

Hier kannst du berechnen, wie viel Strom deine Geräte im Standby-Modus ziehen.

Macht das Eco-Rating-Label es wirklich einfacher, nachhaltige Smartphones zu finden?
 Um Ihren Akku zu schonen, sollten Sie die Helligkeit komplett herunterregeln.  (Foto: CC0 / Pixabay / JESHOOTS-com)

#2: Nachtruhe fürs liebe Smartphone

Das Smartphone nehmen wir oft zur Hand. Zu oft. Das verbraucht Strom. Wie viel, das wird einem bewusst, wenn man das Gerät am Abend schon wieder laden muss. Du kannst den Stromverbrauch reduzieren, wenn du nachts den Flugmodus einstellst oder, noch besser, das Smartphone ganz ausschaltest (sofern du es nicht als Wecker benötigst). Hier findest du 5 gute Gründe, dein Handy regelmäßig abzuschalten.

Auch den Laptop lassen wir gerne den ganzen Tag an – manchmal sogar über Nacht. Schließlich brauchen wir ihn ja „gleich wieder“. Deshalb: Wenn du nicht neue:r Bitcoin-König:in werden möchtest, dann schalte den Rechner nachts ab. Weitere Tipps, mit deinen dein Laptop-Akku länger hält, findest du hier.

#3: Handy: Hintergrundaktualisierungen deaktivieren

Bei den meisten Apps ist die Funktion „Hintergrundaktualisierungen“ automatisch aktiviert. Sie sorgt dafür, dass du per Push-Nachricht informiert wirst, wenn du z. B. eine neue Mail oder WhatsApp-Nachricht bekommen hast. So nett das ist, diese Funktion belastet den Akku – und verbraucht damit Strom. Und stresst uns, wenn wir ehrlich sind, manchmal auch ganz schön. Deshalb: Wenn es geht, ausschalten!

Immer wieder ist zu lesen, dass wir Akku-Kapazität sparen können, wenn wir die Apps auf unserem Handy immer ordentlich und korrekt schließen. Dem ist allerdings nicht grundsätzlich so. Messenger-, Kalender-, Wetter- und Nachrichten-Apps darfst du mit gutem Gewissen offen lassen.

#4: Handy-Gewohnheiten auf den Prüfstand stellen

  • Ortungsdienste ziehen viel Akku. Deshalb ausschalten, wenn du sie nicht benötigst.
  • Energiesparmodus aktivieren. Damit reduzierst du die Helligkeit, drosselst die Geschwindigkeit – und sparst Strom.
  • WLAN ausschalten, wenn du unterwegs bist. Ansonsten sucht dein Handy permanent nach einem Netz in deiner Nähe und braucht dabei unnötig viel Akku.

#5: Ladegeräte abziehen

Und noch eine Gewohnheit, die wir uns sparen können: Ladegeräte kontinuierlich in der Steckdose lassen. Sie können zu heimlichen Stromfressern werden – auch wenn kein Handy dran hängt. Kabel deshalb bitte aus der Steckdose ziehen.

#6: Weniger Energie verbrauchen: Laptop statt Desktop 

Wer die Wahl hat, sollte lieber am Laptop statt am Desktop arbeiten, denn das verbraucht weniger Strom. Und das Tablet benötigt nochmals weniger Strom.

#7: Weniger daddeln und surfen

Du wolltest eigentlich eh weniger Zeit mit Online-Games und Surfen am Handy verbringen? Eine gute Idee, die nicht nur Zeit spart, sondern auch die Umwelt schützt. Vor allem datenintensive Anwendungen (Streaming, Online-Games, Clouds) solltest du nur ganz bewusst nutzen.

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Beim Streaming kannst du Energie sparen, wenn du nicht die höchste Auflösung wählst. (Foto: Pixabay.de/ CC0/ jade87)

  • Eine höhere Auflösung (Full-HD oder 4K) erfreut das Auge, verbraucht aber auch mehr Strom. Bei Streaming-Plattformen kannst du die Auflösung verringern.
  • Musik, die du regelmäßig hörst, solltest du möglichst nicht jedes Mal neu streamen, sondern runterladen und lokal speichern. So kannst du auch unterwegs Spotify und Co. hören, ohne dein Datenvolumen aufzubrauchen.
  • Musik ohne Videos zu streamen benötigt deutlich weniger Energie als z. B. über YouTube.
  • Nutze zur Datenübertragung ein LAN-Kabel. „Wer darüber auf die jeweilige Streaming-Plattform zugreift, verursacht weniger CO2 als mit einer Internetverbindung über den Mobilfunk“, erklärt die Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Noch mehr Tipps: Strom sparen beim Streamen: 5 Tipps für Geldbeutel und Klima

#8: Mails und Apps ausmisten – und weniger Energie verbrauchen

Du bist ein Gewohnheitstier und speicherst sicherheitshalber jede Mail? Je mehr Nachrichten und Mails wir senden, empfangen und auch speichern, desto größer ist unser CO2-Fußabdruck. Schätzungen des Guardians zufolge hat der jährliche E-Mail-Verkehr eines Business-Users einen ökologischen Fußabdruck von 135 Kilogramm CO2-Äquivalenten. Das entspricht dem Treibhausgas-Ausstoß eines durchschnittlichen Autos auf 320 Kilometern Strecke!

Deshalb:

  • Postfach aufräumen und alle Mails, die du nicht mehr dringend brauchst, löschen.
  • Lass dich von allen Newslettern, die du sowieso nicht liest, von der Verteilerliste löschen.
  • Bestell unnötige Benachrichtigungen von sozialen Netzwerken ab.

Dasselbe gilt für deine Apps: Welche nutzt du wirklich? Alle anderen einfach löschen. Das entlastet den Speicher und senkt den Energieverbrauch.

#9: Nachts ist Ruhe angesagt – auch für den WLAN-Router

Wahrscheinlich brauchst du in der Nacht kein Internet. In dem Fall kannst du abends – und vor allem im Urlaub – den WLAN-Router einfach ausschalten. Du kannst den Stecker rausziehen – oder in den Einstellungen die Zeitsteuerung aktivieren, so dass der Router nachts automatisch deaktiviert ist und in der Früh wieder startet. „Zwischen 5 bis 20 Watt verbraucht der Router. Bei etwa 25 Cent pro Kilowattstunde kostet der Dauerbetrieb des Routers den Nutzer ungefähr elf bis 44 Euro im Jahr,“ rechnen die Expert:innen von Techbook vor.

#10: Kühlschranktür: Sofort schließen!

Wir kennen es alle: Wir wollen uns nur schnell ein Glas Saft einschenken – und weil das ja vermeintlich so schnell geht, lassen wir während des Eingießens die Kühlschranktür offen. Was dagegen spricht: Allein das schnelle Schließen der Kühlschrank- oder Eisschranktür kann bis zu 8 Euro im Jahr sparen, das CO2-Einspar­potenzial liegt bei 12 kg.

Stromspar-Check: Ist der Kühlschrank energieeffizient?

 

Bitte schnell die Türe schließen! (Foto: CC0 / Pixabay / difisher)

#11: Nicht immer brav nach Anleitung handeln

Bei den meisten Rezepten für Gerichte aus dem Backofen ist zu lesen „Ofen vorheizen“. Bei den meisten Speisen wie Aufläufen, Fertiggerichten oder Kuchen kannst du jedoch problemlos auf das Vorheizen verzichten – und den Ofen sogar ein paar Minuten vor Ablauf der Backzeit ausschalten. Die Resthitze ist hoch genug. Wenn du nicht vorheizt, sparst du bis zu 20 Prozent Energie.

#12: Kühlschrank auf Temperatur checken

Der Kühlschrank tut tagein, tagaus brav seinen Dienst. Aber kühlt er Käse, Aufstrich und Gemüse auch bei der richtigen Temperatur? Im oberen Fach reichen 7 Grad Celsius völlig aus. Jedes Grad weniger erhöht den Stromverbrauch um circa 6 Prozent

#13: Nicht bügeln, sondern falten – oder duschen

Das Bügeleisen braucht erstaunlich viel Strom. Viele Kleidungsstücke (T-Shirts, Jeans etc.) brauchst du eigentlich gar nicht zu bügeln: Einfach vor dem Aufhängen glattziehen und nachher sauber falten. Spart nebenbei auch Zeit. Leichte Falten in Hemd oder Bluse kannst du beseitigen, wenn du die Teile während des Duschens im Badezimmer auf einen Bügel hängst. Der Wasserdampf sorgt dafür, dass die Falten verschwinden.

Ansonsten:

  • Das Bügeleisen nicht für ein einzelnes Teil aufheizen.
  • Du kannst das Bügeleisen ausschalten, wenn du nur noch wenig Bügelwäsche vor dir hast – und dafür die Restwärme nutzen.

Wechselduschen beugen Wadenkrämpfe vor.

 

Der Wasserdampf beim Duschen kann das Bügeln ersetzen. Wichtig ist ein wassersparender Duschkopf. (Foto: CC0 / Pixabay / Seregas)

#14: Kühlschrank und Tiefkühltruhe regelmäßig abtauen

Eine Aufgabe, die wir gerne vor uns herschieben: Kühlgeräte abtauen. Das Zeichen dafür, dass es höchste Zeit ist: wenn sich im Kühlschrank oder der Kühltruhe Eis ansammelt.

#15: Küchen- und Kochgewohnheiten ändern und weniger Energie verbrauchen

Zum Thema Küche, Kochen, Kühlschrank fallen uns noch mehr Gewohnheiten ein, die du ändern kannst:

  • Wasser grundsätzlich nur mit Deckel auf dem Topf erhitzen. So benötigst du ein Drittel weniger Energie als beim Kochen „oben ohne“. Manchmal kann auch der Wasserkocher sparsamer sein als der Kochtopf.
  • Immer nur so viel Wasser erhitzen, wie du benötigst.
  • Immer die passende Herdplattengröße zum Topf wählen.
  • Keine warmen Lebensmittel in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach stellen. Erst abkühlen lassen.

#16: Kurzprogramme bei Wasch- und Spülmaschine meiden

Kurzprogramme klingen nach einer Stromsparidee par excellence. Doch dem ist nicht so. Sowohl bei der Spülmaschine als auch bei der Waschmaschine brauchen die Kurzprogramme sowohl mehr Wasser als auch mehr Strom. In einer kürzeren Zeit muss eine höhere Temperatur erreicht werden. Meide diese Kurzprogramme künftig.

Mit Freund:innen kochen kann dir helfen, der Lifestyle-Inflation entgegenzuwirken.

 

Auch in der Küche lässt sich viel Energie sparen, zum Beispiel, wenn du für die Nudeln nicht unnötig viel Wasser kochst. (Foto: CC0 / Pixabay / ayindeabdulmajeed44)

#17: Umluft statt Ober- und Unterhitze

Bei manchen Ofen-Gerichten ist es wichtig, ob man Umluft oder Ober- und Unterhitze verwendet, bei anderen spielt es keine Rolle. In diesen Fällen solltest du künftig lieber Umluft einstellen: Die Verbraucherzentrale hat berechnet, dass du so etwa 15 Prozent Strom sparen kannst.

#18: Duschgewohnheiten ändern

Du stehst gerne möglichst lange unter der warmen Dusche? Verständlich, doch Wasser zu erwärmen braucht viel Energie. Deshalb besser (kurz!) duschen statt baden. Und beim Einseifen das Wasser ausdrehen. Mit einem wassersparenden Duschkopf kannst du deinen Wasserverbrauch nochmals halbieren.

#19: Sommerwind statt Föhn

Neben dem Bügeleisen ist der Föhn ein Gerät, das viel Strom braucht – und das wir uns in einigen Fällen sparen können. Im Sommer kannst du deine Haare oft auch an der warmen Luft trocknen lassen.

#20: Elektrische Zahnbürste nicht dauerladen

Auch so eine Gewohnheit, die wir selten hinterfragen: Die elektrische Zahnbürste wird automatisch nach dem Zähneputzen auf die Ladestation gesetzt – und die ist im Dauerbetrieb. Es genügt, wenn du deine elektrische Zahnbürste einmal in der Woche lädst. Und: Mit der Hand putzen funktioniert ganz ohne Strom.

#21: Weniger Temperatur = mehr Umweltschutz

Hohe Temperaturen beim Wäschewaschen sind oft unnötig – und belasten die Umwelt und deinen Geldbeutel über die Maßen. Auch die Vorwäsche kannst du dir sparen.

#22: Mitfahrende suchen

Gewohnheitsmäßig steigen wir viel zu oft alleine in unser Auto. Das ist doppelt schlecht für die Umwelt. Egal ob für den Ausflug in die Berge oder die Einkaufstour in den Nachbarort: Frag in deiner Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis herum, wer mitfahren möchte. So spart ihr gemeinsam Sprit und Energiekosten. Und habt mehr Spaß.

Mit offenem Dach Auto zu fahren ist nur eine von vielen Situationen, wo Zugluft entsteht.

 

Wenn schon Auto, dann bitte nicht alleine! Fahrgemeinschaften, die zudem noch langsam unterwegs sind, sparen Benzin und CO2. (Foto: CC0 / Pixabay / cocoparisienne)

#23: Runter vom Gas!

Wenn wir Auto fahren, dann gerne (mindestens) mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Ob das Tempolimit jemals kommt, ist mehr als ungewiss – aber du kannst es ja freiwillig einhalten. Wer auf Autobahnen 100, außerhalb von Ortschaften 80 und innerorts 30 km/h fährt, spart nicht nur ein bisschen, sondern viel Benzin. Bei einem allgemeinen Tempolimit könnten wir bis zu 3,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel und 9,2 Millionen Tonnen CO2 jährlich einsparen.

#24: Heizung nicht immer voll aufdrehen

Im Sommer kein Thema, aber der nächste Winter kommt bestimmt: Wenn du dir ein Grad weniger Wärme gönnst, kannst du bis zu sechs Prozent Energie sparen. Wenn du dafür im Haus nicht T-Shirts, sondern Pullover trägst, wirst du das eine Grad nur auf deiner Heizkosten-Abrechnung bemerken.

#25: Heizkörper überprüfen

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, ruft alle Haus- und Wohnungsbesitzer auf, ihre Gasbrennwertkessel und Heizkörper rasch zu überprüfen und effizient einstellen zu lassen. „Eine Wartung kann den Gasverbrauch um 10 bis 15 Prozent senken“, sagte er. „Das muss jetzt passieren und nicht erst im Herbst.“ Um Engpässe bei den Handwerkerterminen zu überwinden, rief er alle Handwerker auf, sich auf Heizung und Warmwasserversorgung zu konzentrieren. Außerdem solle in den Familien jetzt schon darüber geredet werden, „ob im Winter in jedem Raum die gewohnte Temperatur eingestellt sein muss“.

#26: Stromanbieter wechseln

Und, last but not least: Jede:r, der zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt, steigert den Anteil an Erneuerbaren Energien im deutschen Strommix und handelt aktiv für den Klimaschutz. Mit Hilfe unseres  Strompreisvergleichs und unserer Bestenliste findest du den für dich passenden Anbieter.

Gewohnheiten ändern: So klappt es mit der Umsetzung

Gewohnheiten zu ändern ist oft gar nicht so leicht. Warum es sich dennoch lohnt, Gewohnheiten zu hinterfragen und wie du sie am effektivsten verändern kannst: Gewohnheiten ändern: 4 Tipps für neue Handlungsmuster.

Mit Material von dpa.

Kampagnenmotiv "Liebe Duschfans"

 

Kampagnenmotiv „Liebe Duschfans“ (Bild: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)

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