Fair Finance Guide 2018: Diese Banken sind empfehlenswert

Fair Finance Guide
Foto: Screenshot Fair Finance Guide

Wie nachhaltig sind deutsche Banken? Der sogenannte „Fair Finance Guide“ liefert eine Antwort auf diese Frage und hat dazu die Nachhaltigkeitsrichtlinien unserer Geldhäuser analysiert.

Schon zum dritten Mal untersucht der Fair Finance Guide, was Banken in Sachen Nachhaltigkeit tun. Er vergleicht Geldinstitute anhand von 250 Kriterien zu verschiedenen sozial-ökologischen Themen – und zwar auf einer Skala von 0 Prozent bis 100 Prozent. 13 Banken sind dieses Jahr im Guide aufgelistet.

Die gute Nachricht: Sechs Banken haben sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Insgesamt gibt es jedoch noch immer große Defizite, beklagt der Report. Besonders schlecht schneidet die Sparkasse KölnBonn ab – sie hat in der Skala 0 Prozent erreicht. Auf dem vorletzten Platz liegt die Bayern LB (28 Prozent).

Keine Gewinne auf dem Rücken auf dem Rücken der Umwelt

Auch andere große Banken enttäuschten, etwa die Deutsche Bank (33 Prozent) oder die Commerzbank (39 Prozent). Überzeugen konnten hingegen die GLS-Bank, die EthikBank und die Triodos Bank.

„Bester Einsteiger“ im Guide ist die EthikBank – sie wurde in diesem Jahr das erste Mal analysiert. „Dieses Abschneiden ist nur möglich, weil wir durch unsere konsequente Anlagepolitik sicherstellen, dass wir Gewinne nicht auf dem Rücken von Mitmenschen weltweit, Steuerzahlern, künftigen Generationen sowie der Umwelt erzielen“, sagt Klaus Euler, Vorstandsvorsitzenderx der EthikBank.

Die besten Plätze im Ranking: 

  • 1. GLS Bank
  • 2. EthikBank
  • 3. Triodos Bank
  • 4. KD Bank
  • 5. Pax BAnk

Die Verlierer: 

  • 9. LB-BW
  • 10. HypoVereinsbank
  • 11. Postbank
  • 12. Bayern LB
  • 13. Sparkasse Köln Bonn

Weitere Infos zum Ranking:

Zur Utopia-Bestenliste: Die besten Ökobanken

Umdenken im Finanzwesen

Der Fair Finance Guide hat sich zum Ziel gesetzt, soziale und ökologische Bilanz deutscher Banken transparenter zu machen. Das soll Kunden helfen, ihre Nachhaltigkeit besser einschätzen – und sich so für die ethischere Bank entscheiden zu können. In der Finanzbranche ist ein Umdenken dringend nötig: Wie die Studie „Don’t Bank on the Bomb“ herausstellte, haben deutsche Finanzinstitute seit 2014 über zehn Milliarden Euro in Unternehmen gesteckt, die Atomwaffen herstellen oder warten.

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(3) Kommentare

  1. Es irritiert mich, dass ausgerechnet die Ethik-Bank einen Top-Platz erhält. Folgt man nämlich dem Link unter dem Bericht, und wählt die Details zu der Bank bei der Bewertung, steht dort jedes Mal beim Bereich *Praxis*:
    „Bislang waren die tatsächlichen Finanzierungs- und Investitionsaktivitäten der EthikBank nicht Gegenstand einer Untersuchung durch den Fair Finance Guide Deutschland.“
    Meine Frage: Wie kann diese Bank so toll bewertet werden, wenn sie gar nicht untersucht wurde? Soll hier Schleichwerbung betrieben werden?
    Ebenso steht bei der GLS und auch anderen Banken unter der Rubrik *Praxis* meist nur:
    „Der GLS wurden keine Finanzbeziehungen zu kontroversen Unternehmen im Bericht Dirty Profits 5 (Februar 2017) oder der stichprobenartigen Untersuchung „Alternativ- und Kirchenbanken in Dirty Profits 4 Unternehmen“ nachgewiesen (siehe Downloads).“
    Hm. Das kann vieles bedeuten. Wurde nichts nachgewiesen, weil dahingehend keine Untersuchung erfolgte oder waren alle Unternehmen sauber? Letzteres bezweifle ich stark. Das ist schon von Seiten der Statistik her sehr unwahrscheinlich.

    Für mich ist der FairFinanceGuide, auf dem der obige Bericht sich bezieht, damit völlig unglaubwürdig. Er erweckt eher den Anschein von Täuschung und darauf beruhender versteckter Werbung. Daher sollte der obige Bericht entweder überarbeitet oder lieber gleich ganz entfernt werden.

  2. Im Menüpunkt „Über uns“ und anderen legt der Fair Finance Guide da, wie er arbeitet und wer hinter ihm steht, in Deutschland unter anderem Rankaband, das Südwind-Institut, die Verbraucherzentrale Bremen, international u.a. Oxfam und Fair-Trade-Organisationen. Wenn Ihnen das nicht genügt, werfen Sie doch einen Blick auf die Siegel für nachhaltige Finanzen von ECOreporter und des Forums Nachhaltige Geldanlagen sowie auf die Dow Jones Sustainability Indices, oder nennen Sie bitte bessere Betrachtungen nachhaltiger Finanzorganisationen.

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