Kann man Leitungswasser in Deutschland bedenkenlos trinken?

Kann man Leitungswasser in Deutschland trinken?
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Nitrat im Grundwasser, Blei in den Rohren fürs Trinkwasser: Kann man unser Leitungswasser trinken – ganz ohne Bedenken? Ist das gesund? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Selbst das Umweltbundesamt warnt scheinbar vor Nitrat im Grundwasser. Utopia hat die Antwort.

Das Vertrauen in die deutsche Trinkwasserqualität ist eigentlich groß. Zum diesem Ergebnis kam die Studie „Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland“ (PDF) vom Verband kommunaler Unternehmen (VkU), die seit 2007 monatlich durch Onlinebefragungen Daten zur Qualitätswahrnehmung und Nutzung von Trinkwasser sammelt.

Das Ergebnis: Rund 83 Prozent der Befragten beurteilen die Qualität von Leitungswasser als gut oder sehr gut; 92 Prozent waren der Ansicht, dass wir ohne Bedenken deutsches Leitungswasser trinken können. Klingt toll, bedeutet aber auch: Jeder 12. Deutsche denkt, dass man nicht bedenkenlos unser Leitungswasser trinken kann. Etwa jeder 6. ist nicht so recht von der Qualität unseres Trinkwassers überzeugt. Was ist dran?Aktueller Hinweis: Das Umweltbundesamt warnte am 9.6.2017 zum Thema Trinkwasser, was dann am 10. Juni die Medien erreichte. Das UBA warnte aber nicht vor der möglicherweise geringen Qualität unseres in Deutschland verfügbaren Leitungswassers. Die Behörde warnte vielmehr vor den möglichen steigenden Kosten, die entstehen werden, wenn die derzeit hohe Qualität unseres Leitungswassers erhalten werden soll. Das hat auch politische Gründe und soll indirekt auf die Ursachen einwirken, die zur Verschlechterung unseres Grundwasser beitragen: In Deutschland ist das vor allem die Massentierhaltung (deren Überschuss an Gülle auf den Feldern landet) und die konventionelle Landwirtschaft mit ihrem Kunstdünger (im Gegensatz zur Bio-Landwirtschaft). Anders gesagt: billiges Fleisch und billiges Gemüse machen unser Grundwasser giftig, seine Entgiftung für die Nutzung als Leitungswasser machen das Trinkwasser dann bald teuer – und all das könnten wir uns sparen, wenn wir aufhören würden, ökologisch schädliche Billig-Landwirtschaft zu betreiben.

Auf wassertest-online.de** kann übrigens jeder selbst sein Wasser auf Schadstoffe testen lassen.

Übersicht dieses Beitrags:

Leitungswasser trinken: die Trinkwasserverordnung

Leitungswasser ist das in Deutschland am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. „Dafür sorgt unsere Trinkwasserverordnung“, erklärt Jürgen Steinert von Öko-Test. „Sie gewährleistet, dass unser Trinkwasser keine Schadstoffgrenzwerte überschreitet. In ihr ist festgelegt, auf welche chemischen, biologischen und physikalischen Parameter das geförderte Grundwasser in regelmäßigen Abständen untersucht werden muss.“

Für diese Untersuchungen sind die Wasserversorger zuständig. Die Wasserwerke wiederum stehen unter der staatlichen Aufsicht der Gesundheitsämter. Klingt ziemlich narrensicher. Doch woher kommen dann die Zweifel, das Wasser sei nicht gesund und man könne kein Leitungswasser trinken?

Welche Giftstoffe ins Trinkwasser gelangen

Zuerst steht die Frage: Woher kommt das Leitungswasser in Deutschland? Die Antwort: Das Trinkwasser stammt zu 70 Prozent aus Grund- und Quellwasser, der Rest aus Flüssen, Seen, Talsperren oder Fluss- und See-nahen Brunnen (Uferfiltrate). Es wird in den Wasserwerken analysiert und – wenn notwendig – aufbereitet. Dann gelangt es über die Rohrleitungen der Wasserversorger bis zu unserem Hausanschluss. Bis dorthin gilt auch die Trinkwasserverordnung.

Erst ab unserem Hausanschluss sind wir selbst für die Qualität des Leitungswassers verantwortlich. Schädliche Substanzen können sich aber bereits im geförderten Wasser befinden – also zum Beispiel im Grundwasser. Schuld daran ist unter anderem die konventionelle Landwirtschaft: gesundheitsschädliche Pestizide und Düngemittel wie Nitrate gelangen in Flüsse und Seen oder sickern in den Boden und weiter ins Grundwasser. Daher haben wir viel Nitrat im Grundwasser.

Glyphosat & Roundup: umstrittene Unkrautvernichtugnsmittel
Die industrielle Landwirtschaft belastet das Grundwasser mit Pestiziden und Düngern. (Foto: © countrypixel - Fotolia.com)

Weitere Giftstoffe stammen aus unserem Abwasser. Die Wasserwerke können Chemikalien – allen voran Arzneimittelreste – häufig nicht ausreichend herausfiltern und so gelangen die Giftstoffe mit dem eigentlich gereinigten Wasser aus den Klärwerken in die öffentlichen Gewässer. (Siehe auch: Ist Wasser sparen Unsinn?)

Heute unbedenklich – morgen Nitrat im Leitungswasser?

Gesundheitlich bedenklich ist unser Leitungswasser deshalb aber trotzdem nicht. „Es gibt überhaupt keinen Grund irgendetwas zu befürchten, wenn man Leitungswasser trinkt. Es ist gut untersucht und sicher“, so Jürgen Steinert von Öko-Test.

Dank Trinkwasserverordnung filtern die Wasserwerke Schadstoffe heraus und führen strenge Kontrollen durch, bevor es in unser Trinkwasserversorgungssystem eingespeist wird. Der Anteil der Schadstoffe in unserem Leitungswasser ist dann so gering, dass er keinen Effekt mehr auf unsere Gesundheit hat.

Leitungswasser trinken kann man in Deutschland fast überall bedenkenlos.
Leitungswasser trinken kann man in Deutschland fast überall bedenkenlos. (Foto: © gemenacom - Fotolia.com)

Aber: Das könnte sich ändern. Geben wir nämlich weiterhin zu viele Schadstoffe und Nitrat in unsere Abwasser, reichern sich Gewässer und Grundwasser in Deutschland zunehmend mit Schadstoffen an. Irgendwann werden sie dann eben Grenzwerte überschreiten und nicht mehr unbedenklich sein.

Schon jetzt hat Deutschland (neben Malta) bei Nitrat im Grundwasser die zweithöchste Belastung in der EU. Die EU-Kommission leitete deswegen bereits 2014 Jahr die zweite Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland ein. Weil sich wieder einmal nichts änderte, reichte die EU-Kommission im April 2016 sogar Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen uns ein, weil Deutschland es versäumt hat, strengere Maßnahmen gegen die Gewässerverunreinigung durch Nitrat zu ergreifen.

Der hohe Gehalt von Nitrat im Grundwasser ist einerseits extrem schlecht für die Umwelt. Es kostet uns aber viel Geld: Wasseraufbereitungsanlagen müssen es aufwändig wieder herauszufiltern, damit wir am Ende kein Nitrat im Trinkwasser haben und es bedenkenlos trinken können.Im Juni 2017 warnte das Umweltbundesamt daher davor, dass Trinkwasser teurer werden könnte – wegen des erhöhten Aufwands, das Nitrat herauszufiltern. Über 27 Prozent der Grundwasserkörper überschritten nach UBA-Angaben vom Juni 2017 derzeit den Grenzwert von 50 mg/l. Grund sei die auf den Feldern aufgebrachten Gülle und Mist aus der intensiven Tierhaltung oder Mineraldünger für beispielsweise Obst- und Gemüseanbau. Würden die Nitrateinträge dort nicht bald sinken, würden betroffene Wasserversorger zu teuren Aufbereitungsmethoden greifen müssen, um das Leitungswasser eben von diesem Nitrat zu reinigen. Der Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge könnte dies die Trinkwasserkosten um 55 bis 76 Cent pro Kubikmeter erhöhen, was einer Preissteigerung von 32 bis 45 Prozent entspräche. Eine vierköpfige Familie müsste dann bis zu 134 € im Jahr mehr bezahlen.

Übrigens: Die ökologische Landwirtschaft, für die Bio-Produkte stehen, belastet das Wasser weniger mit Nitrat als die konventionelle Landwirtschaft, die vor allem wegen ihres Düngers und des Gülle-Überschusses aus der Massentierhaltung für das Nitrat im Grundwasser verantwortlich ist (BMEL, UBA). Dies sollte noch einmal verständlich machen, dass man Bio-Produkte nicht nur kauft, weil sie weniger Schadstoffe enthalten, sondern auch, weil ihre ökologische Produktionen umweltfreundlicher ist – und damit für alle gesünder.

Giftstoffe durch hauseigene Rohrleitungen

Leitungswasser zu trinken kann trotz verschiedener Probleme bedenkenlos empfohlen werden – und das in ganz Deutschland.

Allerdings gibt es Ausnahmen: So treten einige Schadstoffe auch aus den hauseigenen Rohrleitungen aus, und das ist dann meist nicht mehr gesund. Kritisch für unsere Gesundheit sind vor allem Blei, Kupfer, Nickel und Cadmium. Bleirohre sind heute zwar selten, in Altbauten aber noch anzutreffen. Es gibt auch Vorfälle mit Legionellen, die aber weniger das Trinkwasser betreffen als die Dusche.

Wer mit Sicherheit wissen möchte, ob sich Schadstoffe in seinem Leitungswasser befinden, wendet sich am besten an das Gesundheitsamt. Dort erfährt man die Kontaktdaten von Trinkwasserlaboren in der Nähe und kann dann eine Wasserprobe einsenden. Werden tatsächlich Schadstoffe im Leitungswasser festgestellt, sollte man schnellstmöglich selbst seine Leitungen auswechseln oder den Vermieter kontaktieren. Dieser ist dann nämlich verpflichtet, die Leitungen auszutauschen.

Leitungswasser testen kann man auch selbst, Wassertests gibts zum Beispiel auf wassertest-online.de**.

Rost und Kalk im Trinkwasser

Ein hoher Eisengehalt im Wasser („Rost“) ist nicht schädlich für unsere Gesundheit. Das Wasser schmeckt lediglich sehr unangenehm und ist durch die rötliche Verfärbung nicht schön anzuschauen. Am besten lässt man den Wasserhahn so lange laufen, bis die Verfärbungen verschwinden – natürlich mit kaltem Wasser. Danach ist das Wasser auch geschmacklich wieder einwandfrei.

Auch Kalk im Wasser ist nicht schädlich: Kalzium ist ein wichtiger Mineralstoff für unseren Körper und auch in vielen Mineralwässern enthalten. Nur für Wasserkocher, Kaffeemaschinen und ähnliche Geräte ist Kalk ungünstig, weil verkalkte Geräte mehr Strom verbrauchen. Um Energie zu sparen, sollte man deshalb Küchengeräte regelmäßig mit Zitronensäure entkalken. Diese hilft auch gegen Kalkablagerungen an Armaturen und sonstigen Oberflächen (siehe auch: Entkalken mit Citronensäure).

Lieber Flaschenwasser trinken?

Leitungswasser kann also Schadstoffe aus verschiedenen Quellen enthalten, trotzdem bleibt es als Durstlöscher die erste Wahl. Und wer denkt, mit Mineralwasser besser dran zu sein – sowohl aufgrund geringerer Schadstoffe als auch gesünderer Inhaltsstoffe –, liegt leider falsch.

Leitungswasser trinken – oder Flaschenwasser? Was ist gesund?
Flaschenwasser gesünder und besser als Leitungswasser? Keineswegs! (Foto: © contrastwerkstatt - Fotolia.com)

„Mineralwässer“ enthalten trotz ihres Namens nicht unbedingt mehr Mineralien als Leitungswasser, sie sind nicht automatisch gesund. Wie beim Trinkwasser ist der Mineralstoffgehalt der Wässer von der Region abhängig, aus der sie stammen. Noch kurioser: Seit 1980 muss nicht mal mehr eine Mindestmenge an Mineralien darin enthalten sein. Und das ist auch so: Die Stiftung Warentest untersuchte 2013 natürliches Mineralwasser: Dabei schnitten rund die Hälfte aller Classic-Wasser und sogar zwei Drittel aller stillen Wässer als „mineralstoffarm“ ab. Wer Mineralien für die Gesundheit trinken will, ist als mit Leitungswasser besser beraten.

Außerdem können auch Mineralwässer Schadstoffe enthalten. „Die wesentlichen Verunreinigungen, die man in manchen Mineralwässern finden kann, sind Pestizidmetaboliten – Abbauprodukte von Pestiziden – und Uran“, erklärt Jürgen Steinert. Uran kommt in manchen Gegenden natürlicherweise im Gestein vor. Wird an solchen Stellen Mineralwasser gefördert, kann sich das Uran herauslösen und landet dann in unserem Getränk.

Mineralwasser in Flaschen: im Vergleich bedenklich

Kurioserweise dürfen selbst edelste Designer-Wässerchen mit Gesund-Werbeversprechen (lies dazu auch: 6 Wasser, die dem gesunden Menschenverstand wehtun) mehr Schadstoffe enthalten als einfaches Wasser aus der Leitung, weil die Vorgaben der Mineral- und Tafelwasserverordnung nicht so streng sind wie die der Trinkwasserverordnung.

Schlimmer noch: Bei Wasser in Plastikflaschen besteht der Verdacht, dass Stoffe wie hormonell wirksame Chemikalien aus den Flaschen ins Wasser übergehen können (Studie). Ob und ab welcher Menge das gesundheitsschädlich ist, darüber wird wie üblich gestritten.

Klar ist aber: Wenn wir Leitungswasser trinken, haben wir das Problem mit Plastik-Chemikalien einfach nicht. Und Flaschenwasser ist auch allein aus Nachhaltigkeitsgründen klar abzulehnen: Meist werden die Flaschen über Hunderte von Kilometern transportiert und hinterlassen so einen massiven CO2-Fußabdruck.

Ein immenses Problem sind auch die Plastikflaschen selbst. Der Großteil von ihnen sind Pfandflaschen und recyclebar, das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie auch wiederverwendet werden! Rund 70% aller Pfandflaschen sind nämlich Einweg-Flaschen. Sie werden entweder mit einem energetisch hohen Aufwand im Ausland zum Beispiel zu Fleece-Stoffen recycelt oder sie landen einfach im Müll oder werden achtlos weggeworfen. (Siehe auch: Plastikmüll im Meer – was kann ich dafür?)

Trinkwasser in Plastik macht Müll, für die Natur ist das nicht gesund
Trinkwasser in Plastik macht Müll, für die Natur ist das nicht gesund (Foto: Utopia)

In Deutschland Leitungswasser trinken? Ja!

Als Fazit lässt sich sagen: Unserer Gesundheit schaden wir nicht, wenn wir Leitungswasser trinken. Flaschenwasser ist im Vergleich teurer für uns, schädlicher für die Umwelt – und daher überflüssig.

Leitungswasser testen: Wassertest

Wer wegen der Gesundheit Bedenken hat und es genau wissen will, kann für relativ wenig Geld eine zielgerichtete Überprüfung veranlassen und sein Leitungswasser selbst testen:

  • Verschiedene Wassertests gibts zum Beispiel auf wassertest-online.de**.
  • Auch im normalen Onlinehandel gibts solche Wassertests, zum Beispiel auf Amazon**.

Mehr Leitungswasser trinken – 5 Tipps:

  1. Besorge dir für die heimische Küche einfache Glaskaraffen und gewöhne dir Wasser aus der Leitung an.
  2. Wer Sprudelwasser liebt, kann sich einen Wassersprudler besorgen – so kann man prickelndes Leitungswasser trinken.
  3. Fürs Büro und Unterwegs verwende einfach BPA-freie Trinkflaschen, die es in verschiedenen Ausführungen gibt (leicht und robust zum Beispiel Edelstahl-Trinkflaschen).
  4. Sage im Restaurant, dass du Leitungswasser trinken willst – und weise bei Problemen darauf hin, dass du es auch bezahlen wirst. Projekte wie „Atip:tap“ oder „Feinstes!“ unterstützen, dass Restaurants Wasser aus dem Hahn ausschenken.
  5. Mit der Trinkwasser-App trinkwasser-unterwegs.de des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) findet jeder Nutzer auf Knopfdruck den nächstliegenden Trinkwasserbrunnen. Mehr grüne Apps hier.

Weiterlesen auf Utopia.de:

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(78) Kommentare

    • Daran sieht man, daß „Querlesen“ nichts bringt… 😉

      „Weitere Giftstoffe stammen aus unserem Abwasser. Die Wasserwerke können Chemikalien – allen voran Arzneimittelreste – häufig nicht ausreichend herausfiltern und so gelangen die Giftstoffe mit dem eigentlich gereinigten Wasser aus den Klärwerken in die öffentlichen Gewässer.“

  1. wie sieht es mit Mikroplastik aus, findet sich das auch schon im Trinkwasser, wird das systematisch untersucht. Gleiche Frage für Aluminium, das zur Zeit in Zusammenhang mit Wasseraufbereitung diskutiert wird und als potentielle Ursache für Alsheimer im Gespräch ist. Gibt es dazu Antworten??

    • Ja, das mit dem Microplastik interessiert mich auch sehr!
      Der Vorteil bei bestimmten Mineralwässern ist doch, dass das Wasser jahrelang durch die Natur gefiltert wird bevor es an der Quelle von uns angezapft wird. So hoffe ich, dass das Microplastik in den Bodenschichten hängenbleibt.
      Während unser Leitungswasser aus Seen, Flüssen etc. mit Sicherheit einiges an Microplastik enthält, oder?!

  2. Leitungswasser trinke ich auch, allerdings erst nachdem ich es vitalisiert habe.
    Es ist kein Geheimnis, daß diverse Medikamente, Hormone, Gifte enthalten sind.
    Die hochgelobten Untersuchungen beinhalten nur wenige Schadstoffe. Auf viele
    Inhalte wird gar nicht untersucht, warum wohl?
    Das ist wie mit der Luft, welche massenhaft Aluminium enthält, was vom Umwelt-
    bundesamt nicht untersucht wird.
    Wir sind gehalten, uns selbst zu informieren und kritisch zu sein, auch mit Berichten
    von Utopia!

  3. Hallo, ich trinke auch Leitungswasser. Mir wurde aber empfohlen, das Wasser durch eine Filterkanne laufen zu lassen. Dadurch könnten Schadstoffe (Schwermetalle, Pestizide, Medikamentenrückstände etc.) ausgefiltert werden. Ich wundere mich nur, dass das so einfach sein soll mit einer vergleichsweise preiswerten Gerätschaft. Dann könnten doch die Wasserwerke diese Filterung auch vornehmen. – SInd die Versprechen der Filterhersteller seriös oder sollte man die Finger davon lassen?

  4. ich rate von Leitungswasser ab. Es wird in Deutschland lediglich von 33 Chemikalien der Grenzwert im Wasser getestet. Europaweit sind es mehr als tausend die vorkommen können. Das Buch “ lebendiges Wasser“ die Wasserapotheke. Hochinteressant! Ich trinke nur noch lebendiges Wasser!

    • Ilona Helfer… was denkst du denn, was im Flaschenwasser getestet wird?
      Meinst du wirklich, dass die mehr testen müssen, als dies die Hersteller von Leitungswasser müssen? Und wenn, dann wieso?

      An alle, die über absichtlich ignoriert oder zugesetzte Stoffe im Wasser diskutieren – mal angenommen, dass die Thesen stimmen, dann frag ich mich immer noch, was die Diskussionen sollen, denn:
      A wieso sollte das beim einen Wasser der Fall sein und beim Anderen nicht? Gerade Firmen sind weitaus besser zu infiltrieren (weil die das Wasser nur wegen dem Geld produzieren) als Staatsbetriebe – oder zumindest gleich gut.
      B Was bringt es, sich darüber krämpfe (Magengeschwüre & co) einzuhandeln, wenn ihr ohnehin kein anderes Wasser zur Verfügung habt (siehe A)? Ausser natürlich denen, die Zugang zu einer eigenen Bergquelle haben. Aber die müssen sich auch keine Gedanken (ausser über Mikroorganismen und ja – über PFC, das selbst auf dem Mount Everest von Greenpeace positiv getestet wurde und Hormonaktiv ist) machen.

      Investiert eure Energie lieber in Dinge, die ihr verändern könnt. Geht auf die Strasse, unternehmt was gegen die Firmen, die den Scheiss produzieren, aber reibt euch nicht an Thesen auf, deren Wissen (wieder angenommen, es wäre so) euch nichts hilft!

  5. Es wäre mal interessant zu wissen, auf welche Stoffe hin Trinkwasser untersucht wird und wie hoch die Grenzwerte sind.
    Weiss das jemand?
    Aufgrund der Massentierhaltung ist es z.B. in Niedersachsen nicht mehr möglich einzelne Brunnen zu nutzen. Ich traue dem guten Leitungswasser nicht. Hierzu gibt es einen Artikel in der Zeit:
    http://www.zeit.de/2014/37/massentierhaltung-guelle-grundwasser-bruessel

  6. „Schlimmer noch: Bei Wasser in Plastikflaschen besteht der Verdacht, dass Stoffe wie hormonell wirksame Chemikalien aus den Flaschen ins Wasser übergehen können (zur Studie). Ob und ab welcher Menge das gesundheitsschädlich ist, darüber wird wie üblich gestritten.“

    Wie sieht es denn im Leitungswasser aus? Die Leitungen bestehen auch alle aus Kunststoff? Auch wenn das Wasser in den Leitungen, vermeintlich, nicht lange steht besteht hier doch womöglich das selbe Risiko (?) Ich stelle mir mal den Fall eines nicht dicht besiedelten Wohngebiets vor. Da dürfte das Wasser nachts sehr wohl über einige Stunden drin stehen….
    Kennt dazu jemand Studien?

    • das würde mich auch interessieren, wir haben auch moderne Kunststoffleitungen im Haus. Was ist bei Warmwasser von 60°C oder längeren „Stehpausen“?

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