Kann man Leitungswasser in Deutschland bedenkenlos trinken?

Kann man Leitungswasser in Deutschland trinken?
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Nitrat im Grundwasser, Blei in den Rohren fürs Trinkwasser: Kann man unser Leitungswasser trinken – ganz ohne Bedenken? Ist das gesund? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Selbst das Umweltbundesamt warnt scheinbar vor Nitrat im Grundwasser. Utopia hat die Antwort.

Das Vertrauen in die deutsche Trinkwasserqualität ist eigentlich groß. Zum diesem Ergebnis kam die Studie „Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland“ (PDF) vom Verband kommunaler Unternehmen (VkU), die seit 2007 monatlich durch Onlinebefragungen Daten zur Qualitätswahrnehmung und Nutzung von Trinkwasser sammelt.

Das Ergebnis: Rund 83 Prozent der Befragten beurteilen die Qualität von Leitungswasser als gut oder sehr gut; 92 Prozent waren der Ansicht, dass wir ohne Bedenken deutsches Leitungswasser trinken können. Klingt toll, bedeutet aber auch: Jeder 12. Deutsche denkt, dass man nicht bedenkenlos unser Leitungswasser trinken kann. Etwa jeder 6. ist nicht so recht von der Qualität unseres Trinkwassers überzeugt. Was ist dran?Aktueller Hinweis: Das Umweltbundesamt warnte am 9.6.2017 zum Thema Trinkwasser, was dann am 10. Juni die Medien erreichte. Das UBA warnte aber nicht vor der möglicherweise geringen Qualität unseres in Deutschland verfügbaren Leitungswassers. Die Behörde warnte vielmehr vor den möglichen steigenden Kosten, die entstehen werden, wenn die derzeit hohe Qualität unseres Leitungswassers erhalten werden soll. Das hat auch politische Gründe und soll indirekt auf die Ursachen einwirken, die zur Verschlechterung unseres Grundwasser beitragen: In Deutschland ist das vor allem die Massentierhaltung (deren Überschuss an Gülle auf den Feldern landet) und die konventionelle Landwirtschaft mit ihrem Kunstdünger (im Gegensatz zur Bio-Landwirtschaft). Anders gesagt: billiges Fleisch und billiges Gemüse machen unser Grundwasser giftig, seine Entgiftung für die Nutzung als Leitungswasser machen das Trinkwasser dann bald teuer – und all das könnten wir uns sparen, wenn wir aufhören würden, ökologisch schädliche Billig-Landwirtschaft zu betreiben.

Auf wassertest-online.de** kann übrigens jeder selbst sein Wasser auf Schadstoffe testen lassen.

Übersicht dieses Beitrags:

Leitungswasser trinken: die Trinkwasserverordnung

Leitungswasser ist das in Deutschland am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. „Dafür sorgt unsere Trinkwasserverordnung“, erklärt Jürgen Steinert von Öko-Test. „Sie gewährleistet, dass unser Trinkwasser keine Schadstoffgrenzwerte überschreitet. In ihr ist festgelegt, auf welche chemischen, biologischen und physikalischen Parameter das geförderte Grundwasser in regelmäßigen Abständen untersucht werden muss.“

Für diese Untersuchungen sind die Wasserversorger zuständig. Die Wasserwerke wiederum stehen unter der staatlichen Aufsicht der Gesundheitsämter. Klingt ziemlich narrensicher. Doch woher kommen dann die Zweifel, das Wasser sei nicht gesund und man könne kein Leitungswasser trinken?

Welche Giftstoffe ins Trinkwasser gelangen

Zuerst steht die Frage: Woher kommt das Leitungswasser in Deutschland? Die Antwort: Das Trinkwasser stammt zu 70 Prozent aus Grund- und Quellwasser, der Rest aus Flüssen, Seen, Talsperren oder Fluss- und See-nahen Brunnen (Uferfiltrate). Es wird in den Wasserwerken analysiert und – wenn notwendig – aufbereitet. Dann gelangt es über die Rohrleitungen der Wasserversorger bis zu unserem Hausanschluss. Bis dorthin gilt auch die Trinkwasserverordnung.

Erst ab unserem Hausanschluss sind wir selbst für die Qualität des Leitungswassers verantwortlich. Schädliche Substanzen können sich aber bereits im geförderten Wasser befinden – also zum Beispiel im Grundwasser. Schuld daran ist unter anderem die konventionelle Landwirtschaft: gesundheitsschädliche Pestizide und Düngemittel wie Nitrate gelangen in Flüsse und Seen oder sickern in den Boden und weiter ins Grundwasser. Daher haben wir viel Nitrat im Grundwasser.

Glyphosat & Roundup: umstrittene Unkrautvernichtugnsmittel
Die industrielle Landwirtschaft belastet das Grundwasser mit Pestiziden und Düngern. (Foto: © countrypixel - Fotolia.com)

Weitere Giftstoffe stammen aus unserem Abwasser. Die Wasserwerke können Chemikalien – allen voran Arzneimittelreste – häufig nicht ausreichend herausfiltern und so gelangen die Giftstoffe mit dem eigentlich gereinigten Wasser aus den Klärwerken in die öffentlichen Gewässer. (Siehe auch: Ist Wasser sparen Unsinn?)

Heute unbedenklich – morgen Nitrat im Leitungswasser?

Gesundheitlich bedenklich ist unser Leitungswasser deshalb aber trotzdem nicht. „Es gibt überhaupt keinen Grund irgendetwas zu befürchten, wenn man Leitungswasser trinkt. Es ist gut untersucht und sicher“, so Jürgen Steinert von Öko-Test.

Dank Trinkwasserverordnung filtern die Wasserwerke Schadstoffe heraus und führen strenge Kontrollen durch, bevor es in unser Trinkwasserversorgungssystem eingespeist wird. Der Anteil der Schadstoffe in unserem Leitungswasser ist dann so gering, dass er keinen Effekt mehr auf unsere Gesundheit hat.

Leitungswasser trinken kann man in Deutschland fast überall bedenkenlos.
Leitungswasser trinken kann man in Deutschland fast überall bedenkenlos. (Foto: © gemenacom - Fotolia.com)

Aber: Das könnte sich ändern. Geben wir nämlich weiterhin zu viele Schadstoffe und Nitrat in unsere Abwasser, reichern sich Gewässer und Grundwasser in Deutschland zunehmend mit Schadstoffen an. Irgendwann werden sie dann eben Grenzwerte überschreiten und nicht mehr unbedenklich sein.

Schon jetzt hat Deutschland (neben Malta) bei Nitrat im Grundwasser die zweithöchste Belastung in der EU. Die EU-Kommission leitete deswegen bereits 2014 Jahr die zweite Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland ein. Weil sich wieder einmal nichts änderte, reichte die EU-Kommission im April 2016 sogar Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen uns ein, weil Deutschland es versäumt hat, strengere Maßnahmen gegen die Gewässerverunreinigung durch Nitrat zu ergreifen.

Der hohe Gehalt von Nitrat im Grundwasser ist einerseits extrem schlecht für die Umwelt. Es kostet uns aber viel Geld: Wasseraufbereitungsanlagen müssen es aufwändig wieder herauszufiltern, damit wir am Ende kein Nitrat im Trinkwasser haben und es bedenkenlos trinken können.Im Juni 2017 warnte das Umweltbundesamt daher davor, dass Trinkwasser teurer werden könnte – wegen des erhöhten Aufwands, das Nitrat herauszufiltern. Über 27 Prozent der Grundwasserkörper überschritten nach UBA-Angaben vom Juni 2017 derzeit den Grenzwert von 50 mg/l. Grund sei die auf den Feldern aufgebrachten Gülle und Mist aus der intensiven Tierhaltung oder Mineraldünger für beispielsweise Obst- und Gemüseanbau. Würden die Nitrateinträge dort nicht bald sinken, würden betroffene Wasserversorger zu teuren Aufbereitungsmethoden greifen müssen, um das Leitungswasser eben von diesem Nitrat zu reinigen. Der Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge könnte dies die Trinkwasserkosten um 55 bis 76 Cent pro Kubikmeter erhöhen, was einer Preissteigerung von 32 bis 45 Prozent entspräche. Eine vierköpfige Familie müsste dann bis zu 134 € im Jahr mehr bezahlen.

Übrigens: Die ökologische Landwirtschaft, für die Bio-Produkte stehen, belastet das Wasser weniger mit Nitrat als die konventionelle Landwirtschaft, die vor allem wegen ihres Düngers und des Gülle-Überschusses aus der Massentierhaltung für das Nitrat im Grundwasser verantwortlich ist (BMEL, UBA). Dies sollte noch einmal verständlich machen, dass man Bio-Produkte nicht nur kauft, weil sie weniger Schadstoffe enthalten, sondern auch, weil ihre ökologische Produktionen umweltfreundlicher ist – und damit für alle gesünder.

Giftstoffe durch hauseigene Rohrleitungen

Leitungswasser zu trinken kann trotz verschiedener Probleme bedenkenlos empfohlen werden – und das in ganz Deutschland.

Allerdings gibt es Ausnahmen: So treten einige Schadstoffe auch aus den hauseigenen Rohrleitungen aus, und das ist dann meist nicht mehr gesund. Kritisch für unsere Gesundheit sind vor allem Blei, Kupfer, Nickel und Cadmium. Bleirohre sind heute zwar selten, in Altbauten aber noch anzutreffen. Es gibt auch Vorfälle mit Legionellen, die aber weniger das Trinkwasser betreffen als die Dusche.

Wer mit Sicherheit wissen möchte, ob sich Schadstoffe in seinem Leitungswasser befinden, wendet sich am besten an das Gesundheitsamt. Dort erfährt man die Kontaktdaten von Trinkwasserlaboren in der Nähe und kann dann eine Wasserprobe einsenden. Werden tatsächlich Schadstoffe im Leitungswasser festgestellt, sollte man schnellstmöglich selbst seine Leitungen auswechseln oder den Vermieter kontaktieren. Dieser ist dann nämlich verpflichtet, die Leitungen auszutauschen.

Leitungswasser testen kann man auch selbst, Wassertests gibts zum Beispiel auf wassertest-online.de**.

Rost und Kalk im Trinkwasser

Ein hoher Eisengehalt im Wasser („Rost“) ist nicht schädlich für unsere Gesundheit. Das Wasser schmeckt lediglich sehr unangenehm und ist durch die rötliche Verfärbung nicht schön anzuschauen. Am besten lässt man den Wasserhahn so lange laufen, bis die Verfärbungen verschwinden – natürlich mit kaltem Wasser. Danach ist das Wasser auch geschmacklich wieder einwandfrei.

Auch Kalk im Wasser ist nicht schädlich: Kalzium ist ein wichtiger Mineralstoff für unseren Körper und auch in vielen Mineralwässern enthalten. Nur für Wasserkocher, Kaffeemaschinen und ähnliche Geräte ist Kalk ungünstig, weil verkalkte Geräte mehr Strom verbrauchen. Um Energie zu sparen, sollte man deshalb Küchengeräte regelmäßig mit Zitronensäure entkalken. Diese hilft auch gegen Kalkablagerungen an Armaturen und sonstigen Oberflächen (siehe auch: Entkalken mit Citronensäure).

Lieber Flaschenwasser trinken?

Leitungswasser kann also Schadstoffe aus verschiedenen Quellen enthalten, trotzdem bleibt es als Durstlöscher die erste Wahl. Und wer denkt, mit Mineralwasser besser dran zu sein – sowohl aufgrund geringerer Schadstoffe als auch gesünderer Inhaltsstoffe –, liegt leider falsch.

Leitungswasser trinken – oder Flaschenwasser? Was ist gesund?
Flaschenwasser gesünder und besser als Leitungswasser? Keineswegs! (Foto: © contrastwerkstatt - Fotolia.com)

„Mineralwässer“ enthalten trotz ihres Namens nicht unbedingt mehr Mineralien als Leitungswasser, sie sind nicht automatisch gesund. Wie beim Trinkwasser ist der Mineralstoffgehalt der Wässer von der Region abhängig, aus der sie stammen. Noch kurioser: Seit 1980 muss nicht mal mehr eine Mindestmenge an Mineralien darin enthalten sein. Und das ist auch so: Die Stiftung Warentest untersuchte 2013 natürliches Mineralwasser: Dabei schnitten rund die Hälfte aller Classic-Wasser und sogar zwei Drittel aller stillen Wässer als „mineralstoffarm“ ab. Wer Mineralien für die Gesundheit trinken will, ist als mit Leitungswasser besser beraten.

Außerdem können auch Mineralwässer Schadstoffe enthalten. „Die wesentlichen Verunreinigungen, die man in manchen Mineralwässern finden kann, sind Pestizidmetaboliten – Abbauprodukte von Pestiziden – und Uran“, erklärt Jürgen Steinert. Uran kommt in manchen Gegenden natürlicherweise im Gestein vor. Wird an solchen Stellen Mineralwasser gefördert, kann sich das Uran herauslösen und landet dann in unserem Getränk.

Mineralwasser in Flaschen: im Vergleich bedenklich

Kurioserweise dürfen selbst edelste Designer-Wässerchen mit Gesund-Werbeversprechen (lies dazu auch: 6 Wasser, die dem gesunden Menschenverstand wehtun) mehr Schadstoffe enthalten als einfaches Wasser aus der Leitung, weil die Vorgaben der Mineral- und Tafelwasserverordnung nicht so streng sind wie die der Trinkwasserverordnung.

Schlimmer noch: Bei Wasser in Plastikflaschen besteht der Verdacht, dass Stoffe wie hormonell wirksame Chemikalien aus den Flaschen ins Wasser übergehen können (Studie). Ob und ab welcher Menge das gesundheitsschädlich ist, darüber wird wie üblich gestritten.

Klar ist aber: Wenn wir Leitungswasser trinken, haben wir das Problem mit Plastik-Chemikalien einfach nicht. Und Flaschenwasser ist auch allein aus Nachhaltigkeitsgründen klar abzulehnen: Meist werden die Flaschen über Hunderte von Kilometern transportiert und hinterlassen so einen massiven CO2-Fußabdruck.

Ein immenses Problem sind auch die Plastikflaschen selbst. Der Großteil von ihnen sind Pfandflaschen und recyclebar, das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie auch wiederverwendet werden! Rund 70% aller Pfandflaschen sind nämlich Einweg-Flaschen. Sie werden entweder mit einem energetisch hohen Aufwand im Ausland zum Beispiel zu Fleece-Stoffen recycelt oder sie landen einfach im Müll oder werden achtlos weggeworfen. (Siehe auch: Plastikmüll im Meer – was kann ich dafür?)

Trinkwasser in Plastik macht Müll, für die Natur ist das nicht gesund
Trinkwasser in Plastik macht Müll, für die Natur ist das nicht gesund (Foto: Utopia)

In Deutschland Leitungswasser trinken? Ja!

Als Fazit lässt sich sagen: Unserer Gesundheit schaden wir nicht, wenn wir Leitungswasser trinken. Flaschenwasser ist im Vergleich teurer für uns, schädlicher für die Umwelt – und daher überflüssig.

Leitungswasser testen: Wassertest

Wer wegen der Gesundheit Bedenken hat und es genau wissen will, kann für relativ wenig Geld eine zielgerichtete Überprüfung veranlassen und sein Leitungswasser selbst testen:

  • Verschiedene Wassertests gibts zum Beispiel auf wassertest-online.de**.
  • Auch im normalen Onlinehandel gibts solche Wassertests, zum Beispiel auf Amazon**.

Mehr Leitungswasser trinken – 5 Tipps:

  1. Besorge dir für die heimische Küche einfache Glaskaraffen und gewöhne dir Wasser aus der Leitung an.
  2. Wer Sprudelwasser liebt, kann sich einen Wassersprudler besorgen – so kann man prickelndes Leitungswasser trinken.
  3. Fürs Büro und Unterwegs verwende einfach BPA-freie Trinkflaschen, die es in verschiedenen Ausführungen gibt (leicht und robust zum Beispiel Edelstahl-Trinkflaschen).
  4. Sage im Restaurant, dass du Leitungswasser trinken willst – und weise bei Problemen darauf hin, dass du es auch bezahlen wirst. Projekte wie „Atip:tap“ oder „Feinstes!“ unterstützen, dass Restaurants Wasser aus dem Hahn ausschenken.
  5. Mit der Trinkwasser-App trinkwasser-unterwegs.de des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) findet jeder Nutzer auf Knopfdruck den nächstliegenden Trinkwasserbrunnen. Mehr grüne Apps hier.

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(78) Kommentare

  1. „Dank Trinkwasserverordnung filtern die Wasserwerke Schadstoffe heraus und führen strenge Kontrollen durch, bevor es in unser Trinkwasserversorgungssystem eingespeist wird. Der Anteil der Schadstoffe in unserem Leitungswasser ist dann so gering, dass er keinen Effekt mehr auf unsere Gesundheit hat.“

    Dazu hätte ich gerne eine Quelle. Es ist bei der Anzahl von unterschiedlichen Stoff m.E. nicht möglich, eine seriöse Einschätzung für die menschliche Gesundheit abzugaben. Zumal die Stoffe im Körper ganz unterschiedlich für sich und miteinander reagieren und auch je nach Konstitution des Trinkenden andere Wirkungsgrade haben.

  2. Ich trinke definitiv kein Leitungswasser (mehr). Habe das mal vor Jahren versucht, aber mir ist dann immer schlecht geworden und das Wasser schmeckte fies. Allein deshalb habe ich schon aufgehört.
    Später habe ich dann herausgefunden, dass in unserem Haus noch Bleirohre sind.
    Ok, Plastikflaschen sind auch nicht gut, aber trotzdem für mich das kleinere Übel.

  3. Ein Tipp noch für alle Berliner, zum Thema Blei.
    Die Wasswerke geben jedem Haushalt in dem eine Familie mit Schwangeren oder Kleinkindern wohnt eine Trinkwasseruntersuchung auf Blei, kostenlos!

  4. Schade, dass auch hier so ein Scheiß über Leitungswasser verbreitet wird! Jeder normale Mensch, der sich einmal die Trinkwasserverordnung kritisch durchliest, wird erkennen dass unser Trinkwasser alles andere als gut kontrolliert wird. Zum Einen, weil nur wenige (kostengünstige) Parameter abgedeckt werden und gerade die kritischen Parameter gar nicht so ohne Weiteres messbar sind. Zum Anderen richtet sich die Intensität der Kontrolle nach Verbrauch in Kubikmetern der Gemeinde. Wenn ich den Verbrauch unserer Gemeinde umrechne, komme ich allerhöchstens auf eine (!) Kontrolle im Quartal!!! Was allerdings die restlichen 89 Tage im Trinkwasser rumwabert, interessiert keine Sau! Ich hab selbst lange genug im Labor gearbeitet um zu wissen, dass unser Trinkwasser alles andere als unbedenklich ist. Ich rate entweder zu hochwertigem Flaschenwasser in Glasflaschen oder besser noch zu aufbereitetem Wasser. Wer energetisiertes Wasser für esoterischen Bullshit hält, dem sei gesagt, dass Wasser in der Lage ist eine ring- bzw. kugelförmige Struktur einzugehen. Diese ermöglicht es, Giftstoffe im Körper gezielt einzuschließen und somit unschädlich zu machen. Leitungswasser hat hingegen durch Ultrafiltration und der Gleichen nicht mehr diese Struktur. Vergleichbar mit einem löcherigen Lappen ist die Reinigungswirkung dieses Wassers entsprechend mangelhaft! Günstige Filteranlagen gibt es bereits ab 240 € z.b. von Yve. Von den teuren Hightech-Teilen kann ich nur abraten, da hier oftmals nicht wirklich nach ökologischen Gesichtspunkten gearbeitet wird.

  5. Danke!
    Ich sehe das sehr ähnlich!
    Wasser ist wahnsinnig spannend und ich habe viele Bücher dazu gelesen und Beiträge gesehen (Schauberger, Emoto).
    Ich verwende übrigens das Grander-System im Haus (und dusche auch damit).
    Tiere trinken nur Grander-Wasser, wenn sie die Wahl haben….

  6. D I E F A K T E N

    Fakt ist, dass 1400 bis 1700 verschiedene Stoffe sich im Leitungswasser befinden können.

    Fakt ist, dass nur 64 Stoffe nach Trinkwasserverordnung untersucht werden.

    Fakt ist, dass diverse nachweislich schädliche Stoffe in zu hohen Mengen in Leitungswasser sein dürfen.

    Fakt ist, dass die Ausfilterung dieser Stoffe (wie Blei, Bor, Arsen, Cyanid usw.) zu hohe Kosten verursachen würden, was wirtschaftlich und politisch nicht vertretbar wäre.

    Fakt ist, dass Schadstoffe aus der Landwirtschaft (z.B. Antrazin, Pestizide usw.) oder kommunaler Abwasserentsorgung (Hormonpräparate, Antibiotika) gar nicht ausgefiltert werden.

    Fakt ist, dass immer mehr dieser Stoffe in den Wasserkreislauf gelangen und sich immer mehr auf unsere Gesundheit auswirken.

    Fakt ist, dass sehr viele Stoffe durch die industriellen Filter nicht ausgefiltert werden.

    Fakt ist, dass jeder, der Leitungswasser trinkt, als Filter arbeitet!

  7. @Ulf
    Fakt ist, das sie jeden Mist glauben, den die Betreiber über ihre eigene Qualität schreiben!
    Wenn ich mir etwas ausstelle glaubt das ja auch keiner, aber die tollen Stadtwerke sind ja über jeden zweifel erhaben.
    Gutgläubige Lemminge auf weiter Flur!

  8. Ich finde es bedenklich, dass jede ach so gründliche Prüfanstalt/Studie/Umweltamtuntersuchung etc. niemals an die chronische Niedrigdosenexposition denkt. Niemals wird daran gedacht, dass wir nicht nur einem einzelnen Stoff ausgesetzt sind, dass wir nicht nur von einem Produkt leben und ansonsten in einem Reinraum frei von jeglicher Belastung hausen. Ich kann euch ein gutes Beispiel dafür nennen, dass ALLE Unbedenklichkeitsaussagen bezüglich eingehaltener Grenzwerte vollkommen an den Haaren herbei gezogen und somit nutzlos sind: Die Umweltvergiftungsfolge nennt sich MCS und die bekommt man bereits durch eine parfümierte Bevölkerung, durch einen Raucher als Nachbar, durch Pestizide in der Nahrung, durch Abgase, durch alles was in unserer Welt vorkommt und wofür es alles angeblich so sichere Grenzwerte gibt. Von allen auf den Markt befindlichen Giftstoffen, wovon alleine in Parfüm bis zu 250, ja sogar 500 Stoffe enthalten sind, die auch wieder alle in unser Trinkwasser gelangen, wurde fast kein einziger getestet. Noch nie wurde Mischintoxikation oder die oben genannte Niedrigdosenexposition getestet, niemals wird mit einbezogen, dass wir nicht alle gesund sind, es gibt sehr sehr viele Immunkranke, Entgiftungsgestörte (MCS Kranke)….

    Die Klärwerke filtern keine einzige Chemikalie aus dem Wasser, alles kommt zurück in die Umwelt, auch alle Kosmetikgiftstoffe übrigens, wovon unser Trinkwasser wieder gezogen wird. Läuft das über viele Jahrzehnte, plus den Gräueltaten durch die konventionelle Industrie und ihre billigst kaufende Bevölkerung, die die Produktion mit Pestiziden direkt in Auftrag gibt, häufen sich alle Giftstoffe an. Wie kann irgendwer eigentlich so blöd sein und noch glauben was öffentlich „unbedenklich“ genannt wird, wenn allen Experten, die es verstanden haben und sagen was tatsächlich Fakt, ist der Mund verboten wird? In Deutschland wird ja nicht mal die Folge all der Misswirtschaft korrekt genannt, denn MCS ist die direkte Folge von Vergiftungen und die gibt es nur, weil eben nichts unbedenklich ist.

  9. Danke! So sehe ich das auch!!
    Wer sich noch auf „amtliche Untersuchungen oder unbedenklichkeitsaussagen von Behörden verlässt ist extrem blauäugig und hat scheinbar keinen Schimmer was hierzulande und anderswo z.T. abläuft! Die wissenschaft ist zumeist von der industrie unterwandert/finanziert und somit nicht wirklich unabhängig. Zumal viele Studien zur „unbedenklichkeit“ noch gar nicht gemacht wurden oder hinsichtlich ihrer Durchführung oder ihres Aufbaus unzureichend sind und gar nicht erst veröffentlicht oder als Beispiel/Argument herangezogen werden dürften!!

  10. Hallo,
    bitte bedenken, dass kein anderes Lebensmittel so kontrolliert wird und deshalb alle anderen Lebensmittel mutmasslich mehr Spurenstoffe enthalten, vor allem die die von der konventionellen Landwirtschaft.
    Viele Menschen, die dem Leitungswasser misstrauen, essen aber alle Lebensmittel der konventionellen Landwirtschaft ohne jedes Bedenken, damit widersprechen sie sich allerdings sehr!
    AW

  11. „einfach das wasser laufen lassen“ als tipp gegen eisen im wasser? benutzt es halt um abzuwaschen oder hände zu waschen, aber einfach laufen lassen? läuft

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