Pflaumensaft: Wirkung und Anwendung bei Verstopfung

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Pflaumensaft ist reich an Vitaminen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen. Als Hausmittel leistet er besonders bei Verstopfung gute Dienste und hilft Babys und Erwachsenen gleichermaßen. Wir zeigen dir, wie du ihn anwendest.

Die Pflaumensaison beginnt im Juli – bis Anfang Oktober wird geerntet. In dieser Zeit bieten sich die blauen Früchte für Klassiker wie Pflaumenmus und Zwetschgendatschi an. Darüber hinaus lassen sie sich auch zu Saft verarbeiten.

Pflaumensaft gilt schon lange als wirksames Hausmittel bei Verstopfung. Vor allem bei Babys und Kleinkindern kommt er in dieser Funktion zum Einsatz. Inzwischen haben auch wissenschaftliche Studien seine verdauungsanregende Wirkung überprüft und in Versuchsreihen bestätigt.

Den abführenden Effekt führen die beteiligten Forscher hauptsächlich darauf zurück, dass das Fruchtfleisch der Pflaume reich an sogenannten Faserstoffen ist. Eine weitere Rolle spielt der Zuckeralkohol Sorbit. Zuckeralkohole haben ihrem Namen zum Trotz keine alkoholischen Inhaltsstoffe, sondern zählen zu den Kohlenhydraten und finden sich auch in anderen Kernobstsorten.  Dazu kommt noch der hohe Fructosegehalt der Pflaume: Auch Fruchtzucker wirkt in größeren Mengen als natürliches Abführmittel.

 

Pflaumensaft liefert Kalium und Vitamine

Der Saft der Pflaume wirkt auch blutdrucksenkend
Der Saft der Pflaume wirkt auch blutdrucksenkend (Foto: CC0 / Pixabay / pixel2013)

Pflaumensaft enthält aber nicht nur Fruchtzucker, sondern auch eine Reihe anderer Inhaltsstoffe, die gesund und wichtig für den Körper sind. Dazu gehören pro hundert Gramm:

  • Kalium – 190 mg
  • Magnesium – 10 mg
  • Vitamin C – 5 mg
  • Vitamin E – 0,9 mg
  • Vitamin A – 61 µg (Mikrogramm)

Besonders ihr hoher Kaliumanteil macht Pflaumen zu einem wertvollen Bestandteil der täglichen Ernährung. Kalium ist wichtig für die Muskeln und hilft darüber hinaus, den Blutdruck zu regulieren. Auch das hat eine aktuelle Studie gezeigt.

Wenn der Hersteller nicht nur das Fruchtfleisch, sondern auch die Schale mitverarbeitet, enthält Pflaumensaft außerdem viele Polyphenole. Diesen Pflanzenstoffen schreiben Wissenschaftler antioxidative Wirkung zu. Sie sollen das Risiko von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Verzichten solltest du dagegen auf Pflaumensaft, wenn du von Fructoseintoleranz oder einer Sorbitunverträglichkeit betroffen bist.

Pflaumensaft bei Verstopfung: So wendest du ihn an

Vor allem wenn Babys noch keine feste Nahrung zu sich nehmen und Verstopfung haben, kann Pflaumensaft ihnen helfen. Anzeichen für Verstopfung beim Baby sind unter anderem ein harter Bauch, harter und trockener Stuhl oder sichtbare Anstrengung beim Stuhlgang. Auch wenn der Stuhlgang für längere Zeit ganz ausbleibt, ist das häufig ein Hinweis.

Wenn du deinem Baby Pflaumensaft geben möchtest, um seine Beschwerden zu lindern, solltest du zunächst mit geringen Mengen beginnen und vorsichtig testen, ob es den Saft verträgt. Insgesamt solltest du eine Menge von 125 Millilitern am Tag nicht überschreiten. Um das empfindliche Verdauungssystem des Kindes nicht zu überfordern, empfiehlt es sich außerdem, den Saft gut zu verdünnen: Bei Kindern rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) grundsätzlich zu einem Mischverhältnis von drei Teilen Wasser und einem Teil Fruchtsaft. Der Pflaumensaft ersetzt aber nicht die normalen Fütterungen; du solltest ihn deinem Kind zusätzlich zur normalen Ernährung verabreichen.

Auch bei älteren Kindern und Erwachsenen kann Pflaumensaft Abhilfe gegen Verstopfung schaffen. Im Übermaß musst du ihn dafür nicht trinken: Ein kleines Glas (250 Milliliter) genügt oft bereits, damit sich eine Wirkung zeigt. Bleibt sie aus, kannst du es mit einen zweiten Glas versuchen. Wenn dir der Saft aufgrund seines hohen Fruchtzuckergehalts zu süß ist, rührst du ihn am besten als Schorle an. Als Alternative zum Saft kannst du natürlich auch eine Handvoll frischer oder getrockneter Pflaumen essen, um die Verdauung anzuregen.

Bei hartnäckigen und andauernden Verstopfungen, gegen die das Hausmittel nichts ausrichtet, solltest du allerdings besser zum Arzt gehen, statt zu experimentieren oder die Dosis noch weiter zu erhöhen.

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