Roundup: Monsanto raus aus unseren Gärten!

Roundup: Monsanto raus aus dem Garten
Illustration: © Miro Poferl - Utopia.de

Roundup ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und wird auch in deutschen Gärten bedenkenlos versprüht. Dabei enthält das Monsanto-Spritzmittel Glyphosat – ein Stoff, der seit Jahren unter dem Verdacht steht, krebserregend zu sein. Doch das gesamte Zerstörungspotential von Roundup wird erst klar, wenn man über den eigenen Garten hinaus denkt.

„Aber da steht doch biologisch abbaubar auf der Verpackung.“ „Nein, das ist die alte Verpackung, auf der neuen steht das nicht mehr. Es ist wohl doch nicht abbaubar“ – Mit dieser Unterhaltung beginnt der Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“ (Trailer unten im Artikel), der die Machenschaften des Megakonzerns und Roundup-Produzenten Monsanto offenlegt. Dieser behauptet bis heute, dass Roundup für den Menschen absolut unbedenklich ist. Doch neue Erkenntnisse zeichnen ein besorgniserregendes Bild.

Roundup: das angeblich unbedenkliche Vielfaltvernichtungmittel

Roundup ist ein sogenanntes Breitbandherbizid. Sein wirksamer Bestandteil Glyphosat wirkt radikal: es vernichtet jede Pflanze, mit der es in Kontakt kommt – es sei denn, diese wurde gentechnisch so verändert, dass sie den Herbizid-Einsatz überlebt. Glyphosat wird über die Blätter aufgenommen und hemmt einen lebenswichtigen Stoffwechselprozess. Die Pflanze wird sozusagen von innen heraus verbrannt. Obwohl Glyphosat normalerweise im Boden gebunden wird, kann es durch Verwehungen, Auswaschungen, etc. in Gewässer gelangen.

Roundup wird im großen Stil von Landwirten und Städten verwendet, aber auch von Privatleuten munter im Garten versprüht. Offiziell galt das Unkrautvernichtungsmittel lange Zeit als unbedenklich, obwohl kritische Stimmen immer lauter wurden. Roundup (bzw. Glyphosat) verursache Krebs und Geburtsfehler, es sei sogar in der Muttermilch nachweisbar. Der BUND stellte 2013 in einer Stichprobe in 18 EU-Ländern bei etwa der Hälfte der städtischen Bevölkerung Glyphosat-Rückstände im Urin fest. Rund 70 Prozent der Deutschen sollen belastet sein. Diverse Studien legen Zusammenhänge mit Missbildungen bei Kindern und mit der Entstehung von Krebs nahe.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) jedoch bewertet Glyphosat noch immer nicht als ernsthafte Gefahr für die Gesundheit. Kürzlich kam heraus, dass das BfR Leserbriefe, teils sogar von Monsanto–Mitarbeitern geschrieben, dazu verwendetet hat, um die Unbedenklichkeit von Glyphosat „wissenschaftlich“ zu untermauern. Das ist fahrlässig: von den Entscheidungen des BfR hängt die Gesundheit von Millionen von Menschen ab.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO hingegen stufte im März 2015 Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Auch Schädigungen des Erbguts sind laut IARC nicht auszuschließen.

Frankreich hat auf die Einschätzung der IARC folgerichtig reagiert: Das französische Umweltministerium hat Gartencenter aufgefordert, Roundup aus dem Verkauf zu nehmen. Nach einem Aufruf der Grünen im Bundestag haben einige Unternehmen erklärt, freiwillig auf den Verkauf von Glyphosat Produkten zu verzichten, darunter die Baumarktkette „toom“. Viel mehr ist in Deutschland seither nicht passiert.

In der EU sollte die Zulassung von Glyphosat im Juni 2016 sogar um weitere zehn Jahre verlängert werden. Das hat im ersten Anlauf nicht geklappt: Bei der Abstimmung kam die erforderliche Mehrheit nicht zusammen. Nun darf Glyphosat zunächst weitere 18 Monate in der EU angewendet werden. In dieser Zeit soll die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine Bewertung des Herbizids abgeben, auf deren Grundlage über die weitere Zulassung entschieden wird.

Wer Roundup kauft, finanziert einen zerstörerischen Konzern

Das Zerstörungspotential von Roundup wird erst klar, wenn man über den eigenen Garten (und die Felder der Bauern) hinaus denkt. Der Megakonzern Monsanto hat gentechnisch veränderte Pflanzen entwickelt, denen Roundup nichts anhaben kann. Dadurch kann man das Vernichtungsmittel auch während der Wachstumsperiode spritzen. Die Felder mit diesen sogenannten Roundup-Ready Crops verwandeln sich in Monokultur-Wüsten. Es wächst dort nichts außer der gentechnisch veränderten Pflanze. Alles, was in der heutigen Kulturlandschaft noch von Artenvielfalt übrig ist, wird damit nachhaltig zerstört, Landwirte werden vollkommen abhängig vom genverändertem Saatgut. Durch Verwehungen findet dies auch seinen Weg auf konventionelle Felder. Monsanto hält an diesem Saatgut jedoch das weltweite Patent und hat es zur gängigen Praxis gemacht, die Inhaber dieser Felder zu verklagen: Die Landwirte würden das genmanipulierte Saatgut ohne Lizenz verwenden.

Wer mehr über die Machenschaften von Monsanto erfahren will, sollte sich unbedingt die Doku „Mit Gift und Genen“ ansehen. Hier der Trailer auf Deutsch:

Es geht auch ohne Roundup

Wer seinen Garten frei von Unkraut halten will, muss nicht auf die Chemiekeule zurückgreifen. Wenn Sie diese Tipps beherzigen, wird der Garten schön und Umwelt und Gesundheit werden geschont.

Unkraut jäten – anstrengend aber verlässlich
Die ökologischste und effektivste Variante der Unkrautvernichtung ist immer noch das Jäten. Ohne jegliche chemische Behandlung verschwindet das Unkraut samt Wurzeln aus dem Boden, gründlicher geht es kaum. Wer korrekt gärtnern will, der nimmt den Aufwand gern in Kauf.

Das Unkraut beim Namen kennen
Einzelnen Sorten Unkraut kann man speziell entgegen wirken, ohne gleich zur Rundum-Chemiekeule greifen zu müssen. Die Webseite zuhause.de bietet ausführliche Informationen zur Bekämpfung einzelner Unkräuter.

Nicht blind zu Alternativen greifen
Roundup von Monsanto ist lediglich das bekannteste Glyphosat-Spritzmittel. Im Baumarkt finden sich vergleichbare Produkte zahlreicher anderer Hersteller: Touchdown von Syngenta, Glyfos von Staehler, GlyphoMAX von Dow AgroSciences, etc. Wenn es unbedingt Chemie sein muss, kommt man um einen genauen Blick auf die Zutatenliste nicht herum.

Essig wirkt wie Roundup
Essig enthält Fettsäuren, die bei Pflanzen wie Roundup wirken. Schon lange ist er als Hausmittel gegen Unkraut bekannt. Auch die Pelargonsäure, die meist verbreitete Fettsäure, ist ökologisch relativ unbedenklich. Allerdings lässt Essig nur die Pflanzenteile an der Oberfläche verwelken, das Wurzelgeflecht bleibt weiter bestehen.

Mulch erstickt Unkraut im Keim
Organischer Mulch aus Holz- oder Rindenschnipseln verhindert die Keimung von Unkraut und gibt gleichzeitig Nährstoffe an den Boden ab. Der beste Mulch stammt aus dem Kompost.

Ist Unkraut wirklich Unkraut?
Warum das gejätete Unkraut nicht auch essen? Was abwegig klingt, ist oft sehr schmackhaft – Wildkräuter sind vielseitig und gesund.

Autoren: Simon Reichel und Martin Tillich

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(159) Kommentare

  1. Ach, es wird so viel Blödsinn erzählt…

    Ich möchte einfach einschätzen können, welcher Background dahinter steckt.
    Ich habe mal Bio-Gärtnerin gelernt, arbeite jetzt allerdings in einer anderen Branche und habe nur noch meinen großen Halb-Selbstversorger Garten.
    Wie Du Dir denken kannst, sehe ich das mit dem glyphosat etwas anders. 😉

  2. deine sichtweise kenne ich nicht, kann sie mir aber in etwa denken 🙂

    der vergleich hinkt ein bisschen, aber für mich ist das ein bisschen wie mit antibiotika. die haben per se auch ihre berechtigung, sollten aber nur sparsam/gezielt eingesetzt werden ..

    wie gesagt, in meinem gemüsebeet benötige ich roundup nicht, aber von dem kann ich die welt leider nicht ernähren.

  3. Ich sehe keinen Vergleich, folglich auch keinen hinkenden? Egal.

    Nach Sichtweise des Bio-Anbaus macht auch eine sparsamer Einsatz von Herbiziden keinen Sinn, weil Bio-Anbau nur mit Humusbildung und sehr agilem Bodenleben funktioniert.
    Das Bodenleben wird nachhaltig geschadet durch Herbizide / Pestizide.
    http://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2010/Mertens.pdf
    http://www.agrarkoordination.de/fileadmin/dateiupload/PDF-Dateien/Agrarinfos/Buko_181.pdf
    http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-US-Studie-weist-Folgen-von-Glyphosateinsatz-nach-979017.html
    Was die Sorge wegen Hunger auf die Welt angeht, so rentiert sich die Beschäftigung mit folgendem Buch:
    FELIX ZU LÖWENSTEIN „FOOD CRASH – Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“

  4. hey maria_l,

    danke für die infos.

    zu link #1: hmm, dieser zusammenfassung nach scheint es verwunderlich, dass nach mehreren jahrzehnten, die glyphosat bereits im einsatz ist, auf den feldern noch etwas wächst und noch nicht alle pflanzen fusarien und schwarzbeinigeit zum opfer gefallen sind. kenne dazu nicht alle quellen, „nachhaltige schädigung“ sehe ich allerdings nicht.

    zu link #2: schon der satz „Dass sich die Agrarchemieindustrie mit dem Argument kritische Studien seien nicht wissenschaftlich oder nicht übertragbar wehrt“ spricht nicht für den autor/artikel, wenn er unwissenschaftliche und nicht übertragbare studien nicht als solche erkennt. wenn es nicht gelingt die schädlichkeit von GMOs zu belegen versucht man es scheinbar nochmal mit glyphosat und furchtbar manipulativen texten (ich sag nur „Tod auf dem Acker“ …)

    zu link #3: da geht’s um resistenzen und hier passt mein „vergleich“. denn wie bei antibiotika ist der falsche einsatz schuld an resistenzen und nicht der wirkstoff selbst. und auch aus dem artikel: „Glyphosat ist einer der am besten untersuchten Pflanzenschutzmittelwirkstoffe die es gibt. Wenn die Grenzwerte eingehalten werden sind schädliche Wirkungen beim Menschen überhaupt nicht zu erwarten.“

    der öko-landbau hat genug vorteile. es ist mir unverständlich, warum man sich da solch irreführenden thesen bedienen muss.

    wenn man ohne glyphosat auskommt sollte man das tun. aber wenn ich die wahl zwischen glyphosat und pflug oder gar kupfer habe würde ich sicher ersteres wählen.

    ja, in der theorie funktioniert so einiges. wenn wir alle nett zueinander wären, aufhören würden fleisch zu essen usw. könnte sich eine menge verbessern. tun wir derzeit aber nicht.

  5. „Wenn die Grenzwerte eingehalten werden sind schädliche Wirkungen beim Menschen überhaupt nicht zu erwarten.“
    Mal davon abgesehen, daß es dazu jede Menge abweichende Studien gibt, die rauszusuchen ich jetzt zu faul bin, habe ich den Link deshalb genannt, weil er aus einer Quelle stammt, der man sicher nicht unterstellen kann, einseitig gegen G. zu argumentieren.
    Es ging mir bei diesem Link um die Aussage, daß G. das Bodenleben und somit die Bodenfruchtbarkeit schädigt.
    Es ist in meinen Augen nicht nur die Schädlichkeit auf den Menschen, die interessiert, sondern das Gesamtpaket, welches gegen die Verwendung spricht.

    Über Kupfer läßt sich natürlich vortrefflich streiten.
    Allerdings ist das ja ehr als Pestizid im Einsatz und nicht als H.
    Und zum Pflug gibts auch ohne G. Alternativen.

    NUnja, außer nett sein (das ist vermutlich etwas viel verlangt für Spezies Mensch ;-)) und kein Fleisch mehr essen, gibts noch viele Möglichkeiten, die es erlauben, auf G. zuverzichten.

  6. >>daß es dazu jede Menge abweichende Studien gibt
    mir ist noch keine ernstzunehmende untergekommen.

    >>weil er aus einer Quelle stammt, der man sicher nicht unterstellen kann, einseitig gegen G. zu argumentieren.
    wie gesagt, im topagrar artikel ging es um GMOs und resistenzen, nicht um boden oder gesundheit. andere baustelle.

    >>Es ging mir bei diesem Link um die Aussage, daß G. das Bodenleben und somit die Bodenfruchtbarkeit schädigt.
    jep, verstanden. die aussage, dass es „nachhaltig das bodenleben schädigt“ konnte ich dennoch nicht rauslesen und sehe es auch in der praxis (und anderen studien) nicht bestätigt.

    >>Über Kupfer läßt sich natürlich vortrefflich streiten.
    ich weiss. und mich wundert der doppelte standard immer wieder.

    >>Und zum Pflug gibts auch ohne G. Alternativen.
    jep, aber nicht immer und überall.

    hin zu intelligenterer landwirtschaft mit reduziertem einsatz von herbiziden: ja bitte.
    aber glyphosat verteufeln: nee.

    wünsche einen schönen abend!

  7. „Außerdem hält er es für belegt, dass Glyphosat die Bodenfruchtbarkeit schädigt und inzwischen sogar im Urin nachweisbar sei. “
    steht in dem Doku.
    OK, es steht nicht da, daß es die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig schädigt.
    Das ist aber der Fall, weil beim Abstreben der Boden-Lebewesen die Ton-Humus-Komplexe gelöst werden, welche für die gute Krümelstruktur eines humosen Bodens sorgen, welche wiederum die Nährstoffe vor Auswaschung schützen…u.s.w.
    Sollte ich ja eine(r/m) Biologen/in nicht erklären müssen. 😉

    Wenn Dir keine Studien über die Schädigung von Mensch und Boden bekannt sind, dann ist das eben ein Mangel, den ich jetzt auf die Schnelle auch nicht ändern möchte und Du kannst sicher damit leben.

    Es sagt allerdings nichts drüber aus, daß es die Studien nicht gibt.

  8. „schädliche Wirkungen beim Menschen überhaupt nicht zu erwarten“
    Ähnliches wollten uns Wissenschaftler und Interessenverbände bei der Atomenergie auch weismachen.

  9. „Wenn die Grenzwerte eingehalten werden“
    Und wer sorgt dafür, dass es so ist? Wer kontrolliert das?
    Schickt da etwa der Hersteller einen Mitarbeiter aufs Feld? Oder schauen die Autoren, die so etwas schreiben selbst nach? Wenn nicht, dann ist die ganze Argumentation wertlos und reine Augenwischerei, weil sie von falschen Voraussetzungen ausgeht.

  10. Klar, man kann natürlich Einwände und Kritik an der argumentativen Logik auch mit unsinnigen Bemerkungen abtun, wenn’s zu mehr nicht reicht.
    Willst Du die Frage nicht beantworten oder kannst Du nicht?

  11. in dem zusammenhang: dass zahlreiche studien über viele jahre hinweg belegen konnten, dass schädliche wirkungen beim menschen überhaupt nicht zu erwarten sind.

  12. @ britney
    Arbeitest Du bei Bayer? Wenn nicht kann ich über Deine Argumente und Deine Uninformiertheit nur
    staunen.
    Hatten wir hier aber auch schon einige Male, von daher ist das nicht so wichtig.

    Wahrscheinlich sind deiner Meinung nach auch die Meldungen der Medien, NGOs und diverse anderer Menschen, wie Prof. und damit beschäftigte Menschen, nicht objektiv.
    Trotzdem hier ein Link:
    https://www.youtube.com/watch?v=JWMdFfH1LRQ

    grüne Grüße

  13. hallo bada:

    >>von daher ist das nicht so wichtig.
    eben, völlig irrelevant wo ich arbeite. ich hoffe es sollte keine verschwörerische unterstellung sein.

    >>Wahrscheinlich sind deiner Meinung nach auch die Meldungen der Medien, NGOs und diverse anderer Menschen, wie Prof. und damit beschäftigte Menschen, nicht objektiv.
    ehm, NGOs (hier allen voran greenpeace und bund*) sind selbstverständlich nicht objektiv. medien und andere menschen möchte ich nicht über einen kamm scheren, aber im zweifel verkauft sich eine skandalgeschichte immer besser als eine mit dem titel „glyphosat ist unbedenklich.“

    >>Trotzdem hier ein Link:
    den bericht habe ich gesehen. mal abgesehen von der mangelnden qualität des berichts selbst: mir können menschen viel erzählen – ich schaue mir bei generell (unabhängig vom thema) lieber die zugrundeliegenden inhalte/studien und argumente der gegenseite selbst an.

    frau krüger vermutet immer eine menge (botulismus, glyphosat im urin von kühen etc), hat bisher aber nichts aussagekräftiges abgeliefert. trotzdem danke.

    *fyi: http://www.scilogs.de/detritus/faktencheck-bund-glyphosat

  14. marial_l:

    >>“Außerdem hält er es für belegt, dass Glyphosat die Bodenfruchtbarkeit schädigt und inzwischen sogar im Urin nachweisbar sei.“ steht in dem Doku.

    seine meinung – die ich im nachsatz mit dem urin (das ist nämlich auch so ne pseudowissenschaftliche behauptung*) tatsächlich überlesen habe, entschuldigung.

    >>weil beim Abstreben der Boden-Lebewesen

    wo sterben denn welche lebewesen ab?

    >>Es sagt allerdings nichts drüber aus, daß es die Studien nicht gibt.

    gemeinhin sollte der, der eine aussage macht, diese auch belegen können.
    (das war übrigens der grund, weshalb ich unter diesem utopia-artikel überhaupt kommentiert habe …)

    ich nehme deine meinung zur kenntnis und danke für den austausch.

    * http://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zur_gesundheitlichen_bewertung_von_glyphosat-127823.html#topic_188860

  15. Ist ja eigentlich wurscht.
    Keinerlei Angaben im Profil, 21 Beiträge, davon 4 belanglose Produktbewertungen und der Rest Getrommel für Glyphosat.
    Sagt genug.

  16. aha. mir wird also lieber wasauchimmer unterstellt als irgendwie auf meine argumente einzugehen?

    wenn dem so ist zeigt das leider nur, dass offensichtlich kein interesse an argumenten/fakten/austausch besteht sondern du nur das siehst und glaubt, was dir in den kram passt. alles andere wird ignoriert oder in verschwörung verpackt. ad hominem ist übrigens sehr schlechter diskussionsstil..

    hätt ich gewusst, dass man mich hier persönlich anmacht – statt auf die inhalte meiner beiträge einzugehen, wie es wenigstens maria_l getan ansatzweise hat – hätte ich mich hier sicher nie angemeldet.

  17. achja, ich antworte hier dann auch lieber nicht mehr, sonst hab ich noch mehr angebliches „getrommel“ für glyphosat auf meinem konto.

    auf belege zu euren aussagen kann ich hier wohl eh lange warten ..

    🙂

  18. „aha. mir wird also lieber wasauchimmer unterstellt “
    Was denn? Kaum mehr als Du kommunizierst.
    “ als irgendwie auf meine argumente einzugehen“
    Kritik und Rückfragen zu Deinen Argumenten zählen wohl nicht?
    „wenn dem so ist“
    Wie ist?
    “ zeigt das leider nur, dass offensichtlich kein interesse an argumenten/fakten/austausch besteht sondern du nur das siehst und glaubt, was dir in den kram passt. alles andere wird ignoriert oder in verschwörung verpackt“
    Ah ja. Welche Verschwörung? Sehen und glauben kann ich nur, dass Du auf Kritik und Fragen zu Deinen Argumenten nicht eingehst.
    „ad hominem ist übrigens sehr schlechter diskussionsstil“
    Wo denn bitte?
    „hätt ich gewusst, … hätte ich mich hier sicher nie angemeldet.“
    Nur wegen etwas argumentativem Gegenwind auf die Tränendrüse zu drücken, ist übrigens auch kein guter Diskussionsstil.

  19. >>Wo denn bitte?
    wo ich arbeite und wieviele beiträge ich poste zum beispiel.

    >>Nur wegen etwas argumentativem Gegenwind auf die Tränendrüse zu drücken, ist übrigens auch kein guter Diskussionsstil.
    welche argument denn bitte? von dir kamen irgendwelche atomkraft andeutungen, ne frage zu kontrollen und anmerkungen zu meinem profil.

    übrigens: auf alles bin ich eingegangen. und dann heisst es ich trommle für glyphosat. pfffff.

    (so. jetzt hab ich den „abo abbestellen knopf“ auch gefunden :))

  20. werner max:

    >>Willst Du nicht verstehen oder kannst Du nicht?

    nochmal: was hat das eine mit dem anderen zu tun? was willst du sagen? habe keine lust zu spekulieren, was du mit deinen andeutungen sagen möchtest.

    >>Klar, man kann natürlich Einwände und Kritik an der Argumentativen Logik auch mit unsinnigen Bemerkungen abtun, wenn’s zu mehr nicht reicht.

    du würdest doch niemandem trauen die werte zu kontrollieren, oder habe ich das falsch verstanden? achnee, würde ein greenpeace-mitarbeiter grenzwert-überschreitungen feststellen, dann würdest du ihm das ohne zögern glauben, oder? 🙂 bist du bei deinem trinkwasser auch so skeptisch?

    >>Wo ist da der logische Zusammenhang?

    wo ist deiner? wenn ich deine frage falsch verstanden habe, tut es mir leid.

  21. Vermutlich hat sich ja unser Britnay beleidigt zurzück gezogen.
    Aber hier noch ein Link mit einer Zusammenfassung der Studien zum Thema
    Roundup und Glyphosat:
    http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

    Die wenigsten Studien sind frei verfügbar, aber man kann doch in der Regel eine Zusammenfassung finden, wenn man den Titel der Studie in http://scholar.google.de/
    sucht.

    „Glyphosat und Roundup schädigen menschliche Embryonal- und Plazentazellen
    bereits bei Konzentrationen, die weit unter den Empfehlungen für den
    landwirtschaftlichen Einsatz liegen“
    http://link.springer.com/article/10.1007/s00244-006-0154-8

    „The new report from Europe concludes that industry and EU regulators knew as long ago as the 1980s-1990s that Roundup, the world’s best selling herbicide, causes birth defects but they failed to inform the public. The report is authored by a group of international scientists and researchers. Published: Earth Open Source, June 2011.“
    http://www.cban.ca/content/download/1106/7569/file/Roundup%20and%20Birth%20Defects%20Report.pdf

    Wenn jemand Spanisch kann:
    „Epidemiologische Studie in Paraguay zum Kontakt mit Glyphosat zeigt einen Zusammenhang mit Geburtsfehlern und Fehlbildungen“
    http://scielo.iics.una.py/scielo.php?pid=S1683-98032007000200002&script=sci_arttext&tlng=es

    „Epidemiologische Studie zum Kontakt mit Glyphosat zeigt einen
    Zusammenhang mit schweren Gesundheitsproblemen, einschließlich Multiples Myelom. “
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1253709/

    „Epidemiologische Studie zum Kontakt mit Glyphosat zeigt einen Zusammenhang mit schweren Gesundheitsproblemen, einschließlich Non-Hodgkin Lymphom. “
    http://www.gmointheknow.com/uploads/9/2/9/0/9290916/glyphosate_and_lymphoma.pdf

    Ich muß jetzt mal aufhören. Mir ist schlecht.
    Und das, obwohl ich wirklich hart trainiere, mich von diesen Themen nicht runter ziehen zu lassen…

  22. >> http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

    fängt schon mit einer studie von carrasco an … für dich mag die methode „glyphosat in hühnereier spritzen“ auf den menschen übertragbar sein, ich lege allerdings keine eier. und ich bin auch keine petrischale.

    http://www.glyphosat.de/literaturdatenbank (die andere seite, nur der vollständigkeit halber)

    >>“Glyphosat und Roundup schädigen menschliche Embryonal- und Plazentazellen bereits bei Konzentrationen, die weit unter den Empfehlungen für den landwirtschaftlichen Einsatz liegen“

    „séralini – gibt es auch unabhängige studien, die belegen, dass glyphosat unbedenklich ist?“, schrieb ich in meinem ausgangskommentar am 03.07.2014. und was bekomme ich als antwort: studien von séralini. großes tennis 🙂

    wie gesagt, in seinen versuchen lebten männlichen ratten, die glyphosat tranken, länger http://youtu.be/OWQON4FzQo4?t=8m2s. interessant, oder?

    ansonsten: http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A9ralini-Aff%C3%A4re

    >> Earth Open Source, June 2011

    kritikpunkte an der studie werden hier erläutert: http://www.gute-gene-schlechte-gene.de/glyphosat-schadet-neugeborenen-oder-eine-postmoderne-toxikologie, hatte ich bereits gepostet, aber meine links werden vermutlich ignoriert. ist über den tellerrand schauen auch zu gefährlich? 🙂

    nochmal: wenn man das toxikologische prinzip („die dosis macht das gift“) oder gleich sämtliche allgemein anerkannte wissenschaftliche prinzipien über bord wirft kann man irgendwann behaupten, dass glyphosat schlimm ist. dann sind kartoffeln es allerdings auch. solanin und so:

    tödliche dosis glyphosat > 10000 mg·kg−1 (LD50, Maus, oral)
    tödliche dosis solanin >1000 mg·kg−1 (LD50, Maus, oral)

    >> „Epidemiologische Studie in Paraguay zum Kontakt mit Glyphosat zeigt einen Zusammenhang mit Geburtsfehlern und Fehlbildungen“

    dafür reicht mein spanisch leider nicht. das wort glyphosat bzw. glifosato kommt im text allerdings eh nicht vor. nicht einmal.

    >>“Epidemiologische Studie zum Kontakt mit Glyphosat zeigt einen Zusammenhang mit schweren Gesundheitsproblemen, einschließlich Multiples Myelom. “

    daraus: „Glyphosate exposure was not associated with cancer incidence overall or with most of the cancer subtypes we studied. There was a suggested association with multiple myeloma incidence that should be followed up as more cases occur in the AHS.“ und weiterführend http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1257614 – das folgestudien empfohlen werden ist üblich und besagt nicht, dass es wirklich einen zusammenhang gibt. logisch, sonst würde man ja keine folgestudie benötigen. mir ist nicht bekannt, dass ein zusammenhang zwischen glyphosat und myelom bestätigt wurde.

    >> „Epidemiologische Studie zum Kontakt mit Glyphosat zeigt einen Zusammenhang mit schweren Gesundheitsproblemen, einschließlich Non-Hodgkin Lymphom. “

    basiert auf einer umfrage (!), bei der eine statistisch insignifikante gruppe „roundup“ angegeben hat. abgesehen von den methodischen mängeln stellt auch diese diese studie keinen echten zusammenhang fest. korrelation bedeutet nicht kausalität http://de.wikipedia.org/wiki/Korrelation#Von_der_Korrelation_zum_Kausalzusammenhang.

    meine links schaust du scheinbar nicht an, wenigstens deine eigenen solltest du lesen, bevor du sie teilst. und vielleicht auch trainieren sie besser zu verstehen.

    alles gute.

  23. Ach britney, da Du ja offensichtlich solche Freude damit hast, werde ich so nach und nach noch ein paar Links raussuchen.

    Soviel zu dem von Dir genannten Link:
    Ein Paradigmen-Wechsel wäre in der Tat an der Zeit.

    Den Link habe ich durchaus zur Kenntnis genommen, ich habe mich nur an Deinen Aufruf gehalten, doch besser die Originalverweise auf die Studien zu liefern.

    Worauf sollen Studien basieren, die einen gesundheitlichen Zusammenhang wie den mit Non-Hodgkin Lymphom prüfen, wenn nicht auf einer Umfrage?
    Soll man zwei Kontrollgruppen bilden und eine kontaminieren und die andere nicht?
    Wäre die Kausalität dann nach Deinem Geschmack?

  24. britney wird vermutlich dafür bezahlt, dass sie monsanto-kritische beiträge mit pseudo-wissenschaftlichen kommentaren torpediert – meint: ich quatsche alle so lange tot, bis keiner mehr lust hat. diese lohnschreiberlinge treiben sich in soviele foren und bei facebook rum, allesamt trolle – mit überzeugung hat das nix zu tun…..

  25. Mag sein.
    Da hilft nur von Zeit zu Zeit die eigenen Argumente mal wieder auf neuen Stand bringen.

    Es lesen ja immer wieder Leute mit, die sich von dem Geschreibsel beeinflussen lassen.

  26. Diese Trolle kommen immer mal wieder hier vorbei, in allen möglichen Themenbereichen. Manchmal, wenn wir ( gemeint sind die informierten Utopisten)so richtig den Nerv dieser Schreiberlinge treffen, wie bei dem berühmten „epigen“, einem Prof. aus Hannover, der sich seit Jahren als Gentechniklobbyist, betätigt, verlieren sie die Contenance und outen sich. Dann ist es auch für alle Mitlesenden ersichtlich, was sie hier auf der Plattform umtreibt und warum sie so vehement für Gentechnik, Atomkraft oder Glyphosat plädieren.

  27. Tja, ich finde halt auch, wenn die tatsächlich gezahlt werden, dann braucht’s halt ein paar Ehrenamtliche die dagegen halten.

    Ignorieren wäre in dem Fall nicht der richtige Weg.

    Und mir hilfts, meine Argumentations-Kette wieder fest zu zurren und auf einen neuen Stand zu bringen. 😉

  28. meine güte. ich habe einen kritischen kommentar zum artikel geschrieben. ansonsten haben ich auf „eure“ kommentare dazu geantwortet.

    wo sind denn die „informierten utopisten“? ich hatte nur die ehre mit menschen, die scheinbar in einer confirmation-bias-blase leben und nicht kritisch hinterfragen. aber okay, die anti-glyphosat/gentechnik-lobby muss auch von was leben, gell? 🙂

    nicht, dass es relevant wäre oder euch was anginge: ich habe mich vor einigen wochen hier zum frosta produkttest angemeldet und fand die seite ganz interessant, da ich gerne dazulerne, wie man die welt ein stückchen besser machen kann, hatte aber keine freizeit um mich hier „einzuleben“ (weiss auch nicht, ob ich das noch möchte. der empfang war ja nicht grad herzlich. 1:0 für „euch“).

    der artikel kam per newsletter in mein postfach. ich finde ihn schlecht recherchiert. und das finde ich blöde, denn es gibt genügend echte und einfache gründe um auf roundup zu verzichten. that’s it.

    und nein, ich arbeite nicht für eine firma die irgendwas mit glyphosat zu tun hat (wäre ja toll, wenn ich hierfür geld bekäm). mir sowas zu unterstellen finde ich übrigens peinlich und unfreundlich. ich habe lediglich eine andere sichtweise zu dem thema.

    ich wünsche einen schönen abend.

  29. da ich das ja behauptet habe, liebe britney schreib ich dir dazu auch was – ehrlich gesagt, nehme ich dir deine „ich bin doch nur eine interessierte biologin“ nicht ab. wenn ich mir diesen thread hier angucke, dann bist du nicht interessiert, sondern, wenn ich es positiv ausdrücken will „engagiert“ und zwar sehr engagiert – der ganze thread wird durch dich bestimmt und du versuchst ihn zu bestimmten und deine meinung zum thema präsent, und für alle sichtbar zu machen. das macht niemand einfach nur so. das ist legitim, dann solltest du mir und uns aber auch deine motivation dies zu tun mitteilen. das menschen gegen einen übermächtigen konzern zu felde ziehen und sich ausführlich informieren, wie maria l. erschließt sich mir noch. dass aber jemand angeblich ganz ohne motivation sich wissenschaftlich einliest einfach nur so ohne mit dem thema sonst zu tun zu haben, sorry, das glaube wer will. ich tus nicht. das problem der trolle in foren zu industriekritischen themen ist ja hinlänglich bekannt… bezahlt oder unbezahlt ist mir da relativ egal und ob du für eine firma arbeitest die etwas mit glyphosat zu tun hat oder für eine pr-agentur, die dafür bezahlt wird positives über firmen zu schreiben, oder ob du für eine lobby-organisation arbeitest, oder, oder, oder….du schreibst hier nicht einfach nur so….

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