Sauerkrautsaft: Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen

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Sauerkrautsaft ist dank seines hohen Vitamin-Gehalts überaus gesund. Außerdem trägt er dank der Milchsäurebakterien zu einem gesunden Darm bei.

Um Sauerkraut herzustellen, wird Weißkohl milchsauer vergoren. Während dieses Fermentationsprozesses vermehren sich die beteiligten Milchsäurebakterien explosionsartig. Diese sind für viele der gesundheitsfördernden Effekte vom Sauerkraut verantwortlich. Der Sauerkrautsaft ist dabei kein Abfallprodukt. Im Gegenteil: Er ist überaus gesund und wird vor allem bei leichter Verstopfung und Fastenkuren empfohlen.

Sauerkrautsaft ist reich an Vitaminen

Weißkohl dient als Ausgangsprodukt für Sauerkraut und damit auch Sauerkrautsaft.
Weißkohl dient als Ausgangsprodukt für Sauerkraut und damit auch Sauerkrautsaft. (Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)

Dass Sauerkraut besonders reich an Vitamin C ist, ist vielen bekannt. Damit stärkt er das Immunsystem, wirkt antioxidativ und kurbelt den Stoffwechsel an. Aber auch viele andere Vitamine sind in dem fermentierten Gemüse enthalten:

  • Vitamin K: Auch Vitamin K steckt in großen Mengen im Sauerkrautsaft. Dieses fettlösliche Vitamin ist wichtig für gesunde Knochen und die Blutgerinnerung.
  • Beta Carotin: Bei Beta Carotin handelt es sich um eine Vorstufe vom Vitamin A. Dieses ist wichtig für gesunde Haut, Augen und Knochen und stärkt das Immunsystem.
  • Folsäure: Das B-Vitamin Folsäure ist wichtig für die Zell- und Blutbildung.
  • Vitamin B12: Als eines der wenigen pflanzlichen Lebensmittel liefert Sauerkraut das Vitamin B12. Dieses brauchen für ein gesundes Nervensystem.

Da einige dieser Vitamine hitzeempfindlich sind, solltest du sowohl Sauerkraut als auch Sauerkrautsaft nicht erhitzen. Nur so profitierst du von den nützlichen Inhaltsstoffen.

Sauerkrautsaft als natürliches Probiotikum

Während der Kohl fermentiert, können sich die Milchsäurebakterien zuhauf vermehren. Deshalb sind Sauerkraut und Sauerkrautsaft besonders reich an diesen Mikroorganismen. Aber keine Sorge: Bei diesen Bakterien handelt es sich nicht um potentielle Krankheitserreger. Ganz im Gegenteil: Milchsäurebakterien sind überaus nützlich für uns.

Diese Milchsäurebakterien kommen nämlich auch in unserem Darm vor. Sie sorgen dort für ein gesundes Darmklima, in dem sich nützliche Bakterien wohl fühlen und es Krankheitserreger hingegen schwer haben. Sauerkrautsaft gilt daher als probiotisches Lebensmittel, das beim Aufbau einer gesunden Darmflora hilft.

Besonders wichtig ist das zum Beispiel nach einer Antibiotika-Therapie: Durch das Antibiotikum werden nicht nur gesundheitsschädliche Bakterien abgetötet, sondern auch die nützlichen Bakterien im Körper. Eine gestörte Darmflora kann langfristig zu vielen gesundheitlichen Problemen wie einem geschwächten Immunsystem führen. Indem du nach einer Antibiotika-Therapie regelmäßig probiotische Lebensmittel wie Sauerkrautsaft zu dir nimmst, kannst sich deine Darmflora wieder regenerieren.

Anwendung von Sauerkrautsaft bei Verstopfung

Sauerkrautsaft wirkt bei Verstopfung und Verdauungsbeschwerden.
Sauerkrautsaft wirkt bei Verstopfung und Verdauungsbeschwerden. (Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Die Milchsäurebakterien sorgen aber nicht nur langfristig für eine gesunde Darmflora, sondern regen auch kurzfristig die Verdauung an. Deshalb wird Sauerkrautsaft bei akuten und chronischen Verstopfungen als sanftes Abführmittel empfohlen. Am wirkungsvollsten ist es, wenn du den Sauerkrautsaft direkt am Morgen trinkst. Während vielen Heilfasten-Kuren werden ein bis zwei Gläser Sauerkrautsaft nach dem Aufstehen empfohlen.

Wenn du täglich Sauerkrautsaft trinkst, soll dieser auch dabei helfen, den Körper zu entgiften und zu entschlacken. Die enthaltenen Ballaststoffe regen zusätzlichen die Verdauung an.

Nebenwirkungen: Sauerkrautsaft ist ein schonendes Abführmittel, das du auch täglich zu dir nehmen kannst. Wenn du große Mengen zu dir nimmst, wird dies zu Durchfall führen. Möchtest du Sauerkrautsaft regelmäßig trinken, solltest du daher nicht zu viel davon konsumieren.

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