Stäbchenprobe: Wann der Kuchen fertig ist

Foto: Sven Christian Schulz / Utopia

Die Stäbchenprobe zeigt dir beim Backen, ob der Kuchen schon fertig ist oder noch länger im Backofen bleiben muss. Hier zeigen wir dir, wie das Stäbchen bei der Stäbchenprobe aussehen muss, damit der Kuchen fertig ist.

Mit der Stäbchenprobe erkennst du auf einen Blick, ob der Kuchen fertig gebacken ist. Denn auch wenn in Rezepten eine genaue Backzeit angegeben ist, kann sich diese Zeit von Ofen zu Ofen leicht unterscheiden. Auch wenn du bei den Zutaten leicht abweichst, kann der Kuchen unter Umständen ein paar Minuten länger brauchen. Die Stäbchenprobe gibt Gewissheit, ob du den Kuchen bereits aus dem Ofen nehmen kannst.

Für die Stäbchenprobe eignen sich besonders Schaschlikspieße aus Holz, da der Teig an ihnen gut kleben bleibt. Zahnstocher und Stricknadeln sind gute Alternativen. Achte beim Einkauf möglichst darauf, dass das Holz FSC-zertifiziert ist.

Stäbchenprobe: Für diese Kuchen eignet sich die Test-Methode

Stäbchenprobe: Allenfalls Krümel dürfen sich am Stäbchen befinden.
Stäbchenprobe: Allenfalls Krümel dürfen sich am Stäbchen befinden.
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Die Stäbchenprobe ist als Testverfahren für Rührkuchen gedacht. Dazu zählen zum Beispiel:

Außerdem ist die Stäbchenprobe für weitere Kuchen geeignet, bei denen der Teig nach dem Backen fest sein soll. Dazu zählen zum Beispiel auch Käsekuchen, wie diese Variante: Käsekuchen mit Grieß.

Bei feuchten Kuchen wie Brownies kannst du die Stäbchenprobe nicht anwenden. Auch bei Kuchen mit einer Cremefüllung ist die Stäbchenprobe nicht geeignet. In solchen Fällen kannst du aber oft durch leichtes Schütteln der Springform sehen, ob der Teig schon fest geworden ist.

Bei Brot klappt die Stäbchenprobe nicht immer: Es hängt stark von den Zutaten ab, ob sich ein Brot dafür eignet. Bei schweren Teigen hilft Klopfen statt der Stäbchenprobe. Dabei klopfst du einfach mit den Fingern auf die Unterseite des Brotes. Wenn es hohl klingt, ist der Brotlaib durchgebacken. Bei weichen Brotteigen kann die Stäbchenprobe dagegen tatsächlich eine Hilfe sein. 

Anleitung: Stäbchenprobe in 3 Schritten

Stäbchenprobe im Vergleich: Oben ist der Kuchen fertig, unten nicht.
Stäbchenprobe im Vergleich: Oben ist der Kuchen fertig, unten nicht.
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

So gehst du vor, um die Stäbchenprobe bei deinem Kuchen im Backofen anzuwenden:

  1. Nimm als erstes ein Stäbchen und überprüfe, dass keine Splitter oder Holzfasern abstehen. Achte außerdem darauf, dass das Stäbchen sauber ist.
  2. Stich mit dem Stäbchen in die höchste Stelle des Kuchens und so tief wie möglich hinein.
  3. Ziehe das Stäbchen dann heraus. Wenn Teig am Stäbchen klebt, muss der Kuchen noch mindestens zehn Minuten in den Backofen. Wiederhole dann die Stäbchenprobe an einer anderen Stelle im Kuchen. Bleiben allenfalls ein paar wenige, feste Krümel am Stäbchen hängen, ist der Kuchen fertig.

Hinweis: Du solltest bei der Stäbchenprobe zügig vorgehen, damit nur wenig Wärme aus dem Ofen entweicht. So muss der Backofen nicht so viel nachheizen, wenn der Kuchen noch länger im Ofen backen muss. Du sparst also Energie.

Tipps für die Stäbchenprobe beim Kuchen

Die Stäbchenprobe eignet sich vor allem bei Rührkuchen.
Die Stäbchenprobe eignet sich vor allem bei Rührkuchen.
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)
  1. Beim Backen kann es leicht passieren, dass der Kuchen innen noch nicht durchgebacken, außen aber schon sehr dunkel ist. Vor allem wenn du Ober-/Unterhitze verwendest, bekommt die obere Seite des Kuchens schnell eine dunkle Kruste. Wenn du bei der Stäbchenprobe feststellst, dass der Kuchen innen noch nicht durchgebacken ist, kannst du ihn mit etwas Backpapier oder einem Backpapier-Ersatz abdecken. Von Alufolie raten wir wegen der schlechten Ökobilanz ab.
  2. Lass den Kuchen erst abkühlen, bevor du ihn aus der Form nimmst. Sonst kann er leicht zerbrechen.

Stäbchenprobe bei Biskuitteig, Hefeteig und Quark-Öl-Teig

Die Stäbchenprobe eignet sich für Biskuitteig, Hefeteig und Quark-Öl-Teig nicht. Je nach Teig gibt es aber ein anderes Pendant:

  • Biskuitteig: Die goldgelbe Farbe verrät bereits, dass der Teig fertig ist. Außerdem kannst du mit der Handfläche den Teig leicht andrücken. Wenn er sich nicht mehr feucht anfühlt und keine Delle beim Eindrücken zurückbleibt, ist der Teig fertig.
  • Hefeteig und Quark-Öl-Teig: Bei diesen beiden Teigarten gibt die goldgelbe Farbe an der Unterseite Aufschluss darüber, ob der Teig fertig ist.

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