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Wegen Coronavirus: 9 Tipps, wie du die Zeit zuhause sinnvoll nutzen kannst

Foto: Pixabay, CC0

Veranstaltungen werden abgesagt, Schulen vorübergehend geschlossen und die Kanzlerin rät dazu, soziale Kontakte einzuschränken: Wegen des Coronavirus bleiben derzeit viele Menschen zuhause. Diese Zeit können wir sinnvoll nutzen.

Dass sich das Coronavirus auch in Deutschland weiter ausbreiten wird, ist inzwischen klar. Forscher wie der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité und nun auch Kanzlerin Angela Merkel erklären: 60 bis 70 Prozent der Deutschen könnten sich mit dem neuen Erreger anstecken. 

Das klingt bedrohlich. Dabei wird aber angenommen, dass das Virus bei 80 Prozent der Patienten harmlos ist. Damit den restlichen 20 Prozent geholfen werden kann, ist es wichtig, dass wir die Ausbreitung des Virus bremsen. Mehr dazu: #FlattenTheCurve: Jetzt sind wir alle gefragt, das Virus zu bremsen

Genauso wichtig wie Händewaschen und generelle Hygieneregeln einzuhalten, ist jetzt: Abstand halten, soziale Kontakte meiden und auch kleineren Veranstaltungen fernzubleiben. Dazu rät auch die Bundeskanzlerin.

Für die meisten von uns heißt es jetzt also: zuhause bleiben. Wie wär’s, wenn wir diese Zeit nutzen und Dinge tun und ausprobieren, die auch später noch sinnvoll sind? Für die Umwelt, das Klima und die eigene Gesundheit. Wir haben neun Tipps:

1. Selber kochen

Statt jetzt zuhause auf Fertiggerichte zurückzugreifen, kannst du die Zeit nutzen, um selbst zu kochen. Das ist gleich aus mehreren Gründen sinnvoll: Wer selbst kocht, statt auf verarbeitete Produkte oder Fertiggerichte zu setzen, kann Palmöl, Zusatzstoffe und zu viel Zucker meiden und Müll reduzieren. Dabei gilt: Je natürlicher der Zustand deiner Zutaten ist, desto besser. Rezepte findest du hier.

Überlege dir vor dem Einkaufen, was du kochen willst und kaufe so ein, dass es für ein bis zwei Wochen reicht. In unserem Artikel zu „Meal Prep“ findest du Anregungen, welche Lebensmittel auf deine Einkaufsliste sollten.

2. Vorräte anlegen

Vorräte im Haus zu haben, ist generell sinnvoll – auch wenn man sich nicht auf eine mehrtägige Quarantäne (oder sonstige Katastrophen) vorbereitet. So muss man nicht ständig in den Supermarkt rennen, spart Geld und Zeit (für später, wenn man nicht mehr so viel davon hat wie aktuell).

Vorrat, Lebensmittel, Einkochen
Lege Vorräte an. (Foto: CC0 / Pixabay / strecosa)

Die Zeit zuhause kannst du gut dafür verwenden, Vorräte anzulegen. Das macht Spaß und Sinn: So weißt du was drin steckt – und was nicht. Frisches Gemüse (und teilweise Obst) kannst du zum Beispiel einlegen, einkochen oder trocknen. In unserem Artikel zeigen wir, drei Methoden, um Lebensmittel zu konservieren. Gesunde, haltbare Lebensmittel kannst du auch durch Fermentieren herstellen. In diesem Artikel findest du zudem einfache Tipps: Sinnvoll Vorräte anlegen.

Das Landwirtschaftsministerium empfiehlt auch unabhängig vom Coronavirus, immer einen Notvorrat zuhause zu haben. Wir haben uns die Liste mit den empfohlenen Lebensmitteln in diesem Artikel mal genauer angesehen: Mit diesen Lebensmitteln kommst du 10 Tage aus

3. Zu Ökostrom wechseln

Zu Ökostrom zu wechseln dauert eigentlich nur wenige Minuten. Aber selbst die nimmt man sich nie. Deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt, für eine unaufwendige, aber extrem effektive Tat.

Denn wer einmal gewechselt hat, unterstützt von da an jeden Tag umweltfreundliche erneuerbare Energien anstatt gefährliche Atomkraftwerke und klimaschädliche Kohlekraftwerke. Hier erfährst du, wie du in fünf einfachen Schritten den Stromanbieter wechselst und hier, welche Ökostrom-Anbieter wir empfehlen.  

Wenn du deinen Vertrag bei Ökostrom kündigst, kannst du zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln.
Wechsle zu Ökostrom. (Foto: CC0 / Pixabay / adege)

4. Videokonferenzen statt ins Flugzeug zu steigen

Dienstreisen sind derzeit vielerorts abgesagt, Meetings ebenfalls – und wenn möglich, werden sie ins Internet verlagert: Videokonferenzen, Telcos und Homeoffice sind die Alternativen zu klimaschädlichen Flugreisen.

Die aktuelle Situation zeigt: Es geht wohl auch ohne Flugzeug. Die Lufthansa-Gruppe will wegen der fehlenden Nachfrage ihren Flugplan in den nächsten Wochen um 50 Prozent reduzieren. Konkurrenten seien in einer ähnlichen Situation, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Was schlecht für den Luftverkehr ist, ist gut für das Klima. Wäre doch mal sinnvoll auch unabhängig von Covid-19 zu überlegen, ob Dienstreisen mit dem Flieger immer notwendig sind. Und die aktuelle Situation sollten wir nutzen, um Profis im Umgang mit Video-Konferenz-Tools zu werden, oder?

5. Den Frühjahrsputz erledigen

Der Frühling kommt, das wird vor allem an den milden Temperaturen deutlich, die für die kommenden Tage in Deutschland angesagt sind. Es ist Zeit – wirklich viel Zeit – für den alljährlichen Frühjahrsputz. Und der darf dieses Jahr gründlich ausfallen. Die besten Tipps findest du in unserem Artikel:

Außerdem hilfreich für den Frühjahrsputz:

6. Bücher lesen

Im Alltag fehlt uns oft die Zeit zum Lesen. Hast du in deinem Bücherregal ein ganzes Fach voller Bücher, die du eigentlich schon ewig mal lesen wolltest? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Statt wehmütig aud deine reduzierten sozialen Kontakte zu blicken, schnapp dir ein Buch und lies. Hier ein paar Vorschläge:

Wer keine Lust auf lesen hat, kann die Zeit natürlich auch dafür nutzen, spannende Dokumentationen und Filme zu schauen. Ein paar Vorschläge findest du hier: Diese 15 Dokus muss man gesehen habe oder hier: Netflix: 7 inspirierende Dokus, Serien & Filme

Nutze die Zeit, um Bücher zu lesen.

7. Keinen Schrott kaufen

Wer zuhause bleibt, kauft zumindest keine unnötigen Dinge – könnte man meinen. Aber gerade, wenn sich Langeweile breit macht, erscheint Online-Shopping als netter Zeitvertreib. Ist es aber nicht. Nutze die Zeit sinnvoll, um eben keine unnötigen Elektrogeräte oder Klamotten zu kaufen. Wir haben 7 Tipps gesammelt, die dir dabei helfen, weniger zu konsumieren.

Investiere dein Geld lieber wieder in sinnvolle Dinge und Veranstaltungen, wenn sich die Lage etwas beruhigt hat. Besonders Kunst- und Kulturschaffende machen derzeit einbußen, aber auch Restaurants, Cafés und kleine unabhängige Shops, Bio-Läden und Einzelhändler. Solche Einrichtungen sind auf dich und deine Kaufkraft angewiesen, um zu überleben.  

8. Statt neu kaufen: reparieren

Das Fahrrad hat seit Wochen einen Platten, dein Handy einen gesprungenen Bildschirm und deine Socken sind voller Löcher? Die Zeit jetzt kannst du nutzen, um Reparaturen und Flickarbeiten zu erledigen, die schon lange anstehen. Reparieren ist nicht nur sinnvoll für die Umwelt sondern auch denkbar einfach. Wir haben zehn Tipps, wie du Dinge länger nutzen kannst.  

9. Zeigt euch solidarisch

Immer sinnvoll, jetzt aber besonders: Zeigt euch solidarisch, helft euch gegenseitig. Übernehmt Einkäufe, Botengänge und andere Erledigungen für Nachbarn oder Bekannte. Das ist besonders wichtig, wenn diese einer Risikogruppe angehören, also älter sind oder an Vorerkrankungen leiden. Aber natürlich auch, wenn es ihnen aus anderen Gründen nicht möglich ist. Setzt eure Mitmenschen keinem unnötigen Risiko aus und helft mit, die Ausbreitung des Virus zu bremsen: Wascht eure Hände, beachtet Hygieneregeln, haltet Abstand – und bleibt, wenn möglich, zuhause.

English version available: Coronavirus: 10 Tips on How to Make Best Use of Your Time at Home

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(3) Kommentare

  1. Buchtipp:
    „Klima: eine neue Perspektive“ von Charles Eisenstein. Sehr hilfreicher Mittelweg zwischen Wissenschaft und Spiritualität. Super erklärt, bietet Perspektiven, ist einfühlsam.

  2. Bin gerade jeden Tag 8 Stunden im homeoffice.
    Wahnsinn, wie viel Zeit man doch hat, wenn das 1 1/2 Stunden Pendeln + 1/2 Stunde einkaufen jeden Tag weg fällt.
    Vielleicht hat die Krise auch irgendwo eine gute Seite und die Menschen denken wenigstens ein wenig um und setzten einige Prioritäten neu.

    Achja, und 10.:
    Einfach mal in die Natur gehen beim schönen Frühlingswetter. Da trifft man keine Menschen, bekommt Sonne (Vitamin D), bekommt Bewegung und bekommt den Kopf frei.