Greta freut sich über das „bisher größte Kompliment“ – von der Ölindustrie

Foto: © Utopia/Vipasana Roy

Greta Thunberg und die Fridays-for-Future-Aktivisten haben viele Unterstützer – aber auch viele Kritiker. Vergangene Woche hat der Generalsekretär von Opec die Klimabewegung attackiert. Greta Thunberg bedankte sich auf Twitter.

Die Opec (Organisation erdölexportierender Staaten) hält nicht viel von den Protesten für mehr Klimaschutz – vor allem, wenn sie sich gegen fossile Energien richten. Das machte Generalsekretär Mohammed Barkindo vergangene Woche nach einer Opec-Sitzung in Wien deutlich: Die Angriffe von Klima-Aktivisten auf die Öl-Industrie seien „unwissenschaftlich“, sagte er laut der Nachrichtenagentur AFP.

„Die Zivilgesellschaft wird in die Irre geführt: Sie soll glauben, dass Öl die Ursache für den Klimawandel ist.“ Die „wachsende Massenmobilisierung“ der öffentlichen Meinung gegen Öl beginne, Einfluss auf Politik, Konzernentscheidungen und Entscheidungen zu Investitionen zu nehmen. Die Klimaaktivisten seien „künftig möglicherweise die größte Bedrohung für unsere Industrie“, zitiert AFP den Opec-Generalsekretär.

Greta Thunberg bedankt sich

Für Greta Thunberg sind das gute Nachrichten: „Vielen Dank“, antwortete sie Opec auf Twitter. „Bislang unser größtes Kompliment.“ (Hier der ganze Tweet:)

Weg von Öl und fossilen Energien – das ist eine der Hauptforderungen der 16-jährigen Schwedin. Diese bekräftigte sie kurz nach dem Statement des Opec-Generalsekretärs erneut mit einem Tweet: „Ja, natürlich müssen wir so viele Bäume wie möglich pflanzen. Ja, wir müssen die existierenden Bäume bewahren und die Natur renaturieren. Aber es führt absolut kein Weg daran vorbei, unsere Treibhausgas-Emissionen zu stoppen und fossile Brennstoffe im Boden zu lassen.“

Fridays for Future geht weiter

Hamburg Greta Thunberg Fridays for future

Fridays for Future in Hamburg.Greta ist mit ihren Forderungen nicht allein. Die Fridays-for-Future-Bewegung wächst seit Monaten. Uganda, Argentinien, Brasilien oder die USA: Auch außerhalb von Europa machen zahlreiche Länder mit. Greta Thunberg streikt inzwischen schon die 47. Woche. Sie kündigte an, auch während der Sommerferien weiter zu protestieren. In Deutschland startet Fridays for Future heute den ersten Dauerstreik: Fünf Tage lang wollen Jugendliche in Köln demonstrieren – sogar nachts.

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(1) Kommentar

  1. Sehr schön, Generalsekretär Mohammed Barkindo lässt die Maske fallen: Nicht unsere Erde ist wichtig, nicht unser kippendes Klima, nicht Umweltschutz oder die Sicherung der Zukunft unserer Kinder – allein die Interessen der Ölindustrie sind schützenswert.

    „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen fressen!“