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Nationalelf protestiert mit ihren Händen – anstatt mit „One Love“-Binde

Foto: Screenshot Twitter / NurderK

Anstatt mit der LGBTQ-Solidaritätsbinde am Arm aufzulaufen, protestierte die Nationalelf bei ihrem ersten WM-Spiel mit ihren Händen. Das sorgte für ein eindringliches Gruppenfoto. Auch die Bundesinnenministerin setzte ein Zeichen.

Kurz vor dem Anpfiff ihres ersten WM-Spiels protestierte die DFB-Elf in Katar. Anstatt mit der durch die FIFA verbotenen „One Love“-Binde aufzulaufen, hielt sich das Team um Kapitän Manuel Neuer die Hände vors Gesicht.

Nationalelf vor dem ersten WM-Spiel mit verdeckten Mündern

Beim obligatorischen Gruppenfoto verdeckten die Spieler der Nationalelf ihre Münder mit der Hand. Offenbar eine Anspielung auf die eingeschränkte Meinungsfreiheit im Zuge der Fußball-WM in Katar.

Zuvor hatte die FIFA eine Armbinde mit der Aufschrift „One Love“ verboten. Mit ihr wollten einige Spieler europäischer Verbände ihre Solidarität mit der queeren Community zeigen. Darunter auch Nationaltorhüter Manuel Neuer. Jedoch sah der Deutsche Fußball-Bund in Sorge vor Sanktionen auf dem Spielfeld von der Geste ab.

Auch Bundesinnenministerin Faeser setzt ein Zeichen

Das Wüstenemirat steht als WM-Gastgeberland in der Kritik. Homosexualität steht unter Strafe, Frauen haben wenig Rechte und auch Menschenrechtsverletzungen werden immer wieder angeprangert. Zuletzt sorgte auch ein ZDF-Interview mit dem WM-Botschafter Khalid Salman für Wirbel. Darin hatte Salman Homosexualität als „geistigen Schaden“ bezeichnet.

Während des Eröffnungsspiels setzte auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) ein Zeichen. Sie stand auf der Tribüne mit der „One Love“-Armbinde. Zuvor hatte Faeser in den Tagesthemen erklärt, das FIFA-Verbot der Binde sei ein „Riesenfehler“.

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