CO2-Fußabdruck: Die Fakten zum CO2-Footprint

Flugzeug co2 fußabdruck
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Der CO2-Fußabdruck zeigt, welche Spuren ein Mensch durch seinen Konsum auf der Erde hinterlässt. Wir erklären dir, wie er berechnet wird und wie du deinen eigenen klimaschädlichen CO2-Fußabdruck verkleinern kannst.

Was ist der CO2-Fußabdruck?

Der CO2-Fußabdruck stellt bildlich da, wie klimaschädlich du lebst. Dafür berechnet er die Menge an CO2-Emissionen, die durch deinen Konsum entstehen. Der Name stimmt allerdings nicht ganz: Denn nicht nur CO2 findet Eingang in die Rechnung, auch andere klimaschädliche Gase wie Methan und Lachgas werden mit einbezogen und in CO2 umgerechnet.

Ein kleiner CO2-Fußabdruck bedeutet, dass du sehr wenig CO2 durch deinen Lebensstil produzierst. Ein großer Fußabdruck zeigt dagegen, dass du recht umweltschädlich lebst. Diese Klimabilanz kannst du dir mithilfe von speziellen CO2-Rechnern anzeigen lassen. Dazu musst du nur einige Angaben zu deinem Stromverbrauch, deinem Heizbedarf, deinem Konsum– und Essverhalten und genutzte Transportmittel eintragen. Dein persönlicher CO2-Fußabdruck zeigt dir dann, wo du noch an dir arbeiten kannst, um weniger Emissionen auszustoßen.

Der durchschnittliche und der ideale CO2-Fußabdruck

Der persönliche CO2-Fußabdruck: Wie viel fällt an?
Der persönliche CO2-Fußabdruck: Wie viel fällt an? (Foto: CC0 / Pixabay / EvgeniT)

Zwei Tonnen CO2 darf jeder Mensch jährlich verursachen, damit wir den Treibhauseffekt nicht verstärken und das Klima schützen – auch für zukünftige Generationen. Die tatsächliche Emission pro Mensch liegt um mehr als das sechsfache höher: Ungefähr 11,17 Tonnen CO2 produzieren wir in Deutschland laut dem Rechner des Umweltbundesamts im Schnitt pro Jahr und Kopf.

Ein Überblick über den durchschnittlichen Emissionsverbrauch:

  • 2,8 Tonnen CO2 für Strom und Wohnen,
  • 1,3 Tonnen fürs Heizen,
  • 1,7 Tonnen durch Ernährung,
  • 2,1 Tonnen für den Transport,
  • 3,8 Tonnen für anderen Konsum (wie Möbel, Kleidung und Elektroartikel).

Außerdem müssen zum CO2-Fußabdruck auch noch öffentliche Emissionen einberechnet werden: Das sind die Emissionen, auf die wir als Bürger*innen kaum direkten Einfluss haben (Schulen, Krankenhäuser etc.). Pro Jahr fallen davon durchschnittlich 0,7 Tonnen CO2 pro Person an.

Du kannst deinen CO2-Fußabdruck deutlich reduzieren, wenn du Ökostrom beziehst. Mach hier für deine PLZ den Stromvergleich von Utopia, bereits vorgefiltert mit namhaften Siegeln:

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CO2-Fußabdruck verringern

Regional und saisonal einkaufen gegen den CO2-Fußabdruck - etwa auf dem Wochenmarkt.
Regional und saisonal einkaufen gegen den CO2-Fußabdruck – etwa auf dem Wochenmarkt. (Foto: CC0 / Pixabay Fotoworkshop4You)

Gerade für Lebensmittel gibt es viele Tipps, um den persönlichen CO2-Fußabdruck zu verkleinern:

  • Lieber regionale statt globale Produkte, damit lange, klimaschädliche Transportwege möglichst ausbleiben.
  • Lieber frische statt verarbeitete Produkte, denn alles, was verarbeitet wird, braucht Energie und damit auch CO2.
  • Weniger tierische Produkte essen, denn die verursachen viele Emissionen. Am schlimmsten fürs Klima sind Butter, Käse und Rindfleisch mit bis zu acht Kilo CO2 pro Kilo.
  • Lieber saisonal: Denn Berechnungen zeigen, dass Gewächshäuser oder und Kühlhäuser wegen der benötigten Energie die Bilanz der Lebensmittel stark in die Höhe treiben. So kann am Ende des Winters sogar ein Apfel aus Neuseeland weniger CO2 produzieren als der regionale Apfel aus dem Kühlhaus.

Auch über andere Produkte kannst du deinen CO2-Fußabdruck reduzieren.:

  • Möglichst Produkte ohne lange Transportwege kaufen – was auch den Internethandel miteinschließt. Aber Vorsicht: Wenn du selbst mehrere Kilometer fahren musst, um etwas Bestimmtes zu kaufen, wirkt sich das ebenfalls auf deine CO2-Bilanz aus.
  • Weniger konsumieren: Alles was du nicht kaufst, verursacht auch kein CO2.
  • Gebraucht kaufen: Wenn du kein Kleidung, Möbel oder andere Produkte Second-Hand kaufst, teilst du dir sozusagen die CO2-Emissionen, die bei der Produktion entstanden sind.

Weitere Tipps für einen geringeren CO2-Fußabdruck

Wer aufs Fliegen verzichtete, verringert seinen CO2-Fußabdruck.
Wer aufs Fliegen verzichtete, verringert seinen CO2-Fußabdruck. (Foto: CC0 / Pixabay / nickzigic)

Auch im Haushalt und auf Reisen kannst du deinen CO2-Fußabdruck verringern:

  • Heizt du im Winter deine Wohnung um ein bis zwei Grad weniger, hat das schon einen großen Effekt.
  • Achte darauf, dass dein Haus gut wärmeisoliert ist.
  • Wechsel zu Ökostrom.
  • Achte beim Neukauf von Elektroartikeln darauf, dass sie möglichst energiesparend sind.
  • Vermeide Standby: Stecker raus spart viel Strom.
  • Ein Flug treibt den CO2-Fußabdruck schnell in die Höhe. Versuche deshalb, Flugreisen zu vermeiden. Falls das mal nicht geht, dann buche zumindest mit CO2-Kompensation. Das Geld fließt dann in Klimaschutzprojekte.
  • Suche dir lieber nahe Urlaubsziele, statt für eine Urlaubsreise den halben Erdball zu umrunden.
  • Versuche mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zu fahren und lass das Auto auch mal stehen.
  • Vielleicht gibt es in deiner Nähe ja sogar eine Carsharing-Organisation, dann brauchst du gar kein eigenes Auto mehr.

Klima-Rechner für CO2 und mehr

Klima-Rechner für CO2 und mehr
Klima-Rechner für CO2 und mehr (Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Die CO2-Rechner unterscheiden sich oft in der Grundlage ihrer Berechnung. Probiere daher ruhig verschiedene Rechner aus und vergleiche die Ergebnisse. Hier findest du Rechner:

Der CO2-Fußabdruck ist ein Teil des ökologischen Fußabdrucks. Bei dem wird die Fläche berechnet, die ein Mensch für seinen Lebensstil bräuchte. Neben den eigenen CO2-Emissionen berücksichtigt der ökologische Fußabdruck auch die Produktion und die Entsorgung für alles was wir kaufen.

Übrigens gibt es noch einige andere Maße für den Einfluss, den du auf Klima und Umwelt hast:

  • Der unsichtbare Rucksack ist ein Konzept, dass die Ressourcen zur Herstellung eines Produkts darstellt.
  • Ein ähnliches Konzept hat der ökologische Rucksack.
  • Daneben gibt es noch die Berechnung des virtuellen Wassers, also der Menge an Wasser, die für die Produktion eines Produktes gebraucht wird.

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