Eingerissene Mundwinkel – das kannst du dagegen tun

Foto: CC0 / Pixabay / Giuliamar

Eingerissene Mundwinkel sind unschön und können schmerzen. Wir verraten dir, welche Ursachen sie haben und welche Hausmittel dagegen helfen.

Es gibt unterschiedliche Ursachen für rissige Haut an den Mundwinkeln. Die häufigsten davon sind:

  • Trockne Luft und Kälte. Vor allem im Winter haben viele Menschen eingerissene Mundwinkel. Wegen der trockenen Luft von Heizungen oder bei Minusgraden im Freien bekommt die empfindliche Haut rund um den Mund nicht genug Feuchtigkeit. Die Kälte reizt die Haut zusätzlich.
  • Oft sind eingerissene Mundwinkel ein Hinweis auf einen Nährstoffmangel. Sie können anzeigen, dass dir Vitamin B12, Vitamin C, Zink oder Eisen fehlen.
  • Auch Infektionen am Mund können zu eingerissenen Mundwinkeln führen – zum Beispiel Herpes, Bakterien oder Pilze.

Nährstoffe gegen eingerissene Mundwinkel

Linsen enthalten Zink – mit einer ausgewogenen Ernährung kannst du eingerissene Mundwinkel oft regulieren.
Linsen enthalten Zink – mit einer ausgewogenen Ernährung kannst du eingerissene Mundwinkel oft regulieren.
(Foto: CCO/pixabay/martaposemuckel)

Wenn du öfter und auch außerhalb des Winters unter eingerissenen Mundwinkeln leidest, solltest du verstärkt auf eine ausgewogene Ernährung achten. Besonders die folgenden Vitamine und Spurenelemente sind dabei wichtig:

  • Zink: Das Spurenelement steckt zum Beispiel in Haferflocken, Linsen oder Sonnenblumenkernen.
  • Vitamin C: Dieses Vitamin steckt in Beeren, Zitrusfrüchten, Paprika und vielen Kohlsorten.
  • Vitamin B12: Hauptsächlich steckt Vitamin B12 in tierischen Lebensmitteln (Rinderleber, Rotbarsch, Hühnerei oder Käse). Trotzdem: Nicht nur Veganer oder Vegetarier sind anfällig für einen Mangel an Vitamin B12. Nahrungsergänzungsmittel oder eine mit Vitamin B12 angereicherte Zahnpasta (das Vitamin wird am besten über das Zahnfleisch aufgenommen) können einem Mangel entgegenwirken.
  • Eisen: Um einen Mangel zu beheben, solltest du darauf achten, dass Kürbiskerne, Rote Beete, Spinat oder Bohnen häufiger auf deinem Speiseplan stehen. Aber auch in Hirse, Dinkel und Vollkornreis steckt Eisen.

Ob die eingerissenen Mundwinkel tatsächlich einen Nährstoffmangel als Ursache haben, kann nur ein Arzt oder eine Ärztin mit einem Blutbild herausfinden. Grundsätzlich solltest du aber auf eine ausgewogene Ernährung achten.

So pflegst du eingerissene Mundwinkel

Honig hilft bei eingerissenen Mundwinkeln.
Honig hilft bei eingerissenen Mundwinkeln.
(Foto: CCO/pixabay/stevepb )

Es gibt viele Hausmittel, mit denen du gegen eingerissene Mundwinkel vorgehen kannst:

  • Honig mit seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung ist gut geeignet. Außerdem wirkt er wie ein Schutzfilm und macht die trockene Haut wieder geschmeidig. Achte darauf, regionalen Honig zu kaufen, um Imker aus dem Umland zu unterstützen. Orientieren kannst du dich auch an der Bezeichnung „Echter Deutscher Honig“, die bestimmte Qualitätsstandards garantiert.
  • Olivenöl hilft durch die ölige Textur und den Inhaltsstoffen der Olive.
  • Fettreiche Cremes, wie zum Beispiel Melkfett, oder Wund- und Heilsalben haben einen regenerierenden Effekt auf die eingerissenen Mundwinkel und machen die Haut wieder schön geschmeidig. Du bekommst Bio-Melkfett zum Beispiel bei **Avocadostore.
  • Ringelblume, auch Calendula genannt, hat als Salbe oder Tinktur eine desinfizierende Wirkung auf die betroffene Stelle. Übrigens kannst du eine Ringelblumensalbe selber machen.
  • Salbeitee wirkt ebenfalls entzündungshemmend. Tupfe ihn mehrmals am Tag auf die entzündete Stelle.
  • Kokosöl beruhigt und pflegt die Haut. Betupfe die betroffene Stelle mehrmals am Tag. Auch die Lippen werden dabei schön geschmeidig. Allerdings sollte dir bewusst sein, dass Kokosöl aufgrund seiner weiten Transportwege eine schlechte Ökobilanz hat – probiere also nach Möglichkeit zuerst regionale Alternativen bei eingerissenen Mundwinkeln.

Verschwinden die eingerissenen Mundwinkel aber trotz Pflege und ausgewogener Ernährung nicht, solltest du du dir ärztlichen Rat einholen.

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(1) Kommentar

  1. Gegen trockene Luft helfen jede Menge Zimmerpflanzen, des weiteren natürlich eine gesunde Ernährung und ausreichend Sonnenlicht. Ach so und natürlich die Gelegenheit zur Regeneration in der Nacht durch einen gesunden Schlaf. Dann sollten die Selbstheilungskräfte unseres Körpers normalerweise ausreichen.
    Für die Hautpflege am Besten eine ph-neutrale Seife auf Olivenölbasis.
    Unbedingt meiden sollte man hingegen solche „Pflegeprodukte“ wie Labello, die die Haut nur verweichlichen und abhängig machen.

    Generell auf jeden Fall darauf achten, genug ! gute ! Nahrung zu sich zu nehmen, da sich ein Mangel sonst sehr schnell bemerkbar macht und Folgeschäden immer sehr viel schwerer zu bekämpfen sind. Und mMn gehören auch tierische Erzeugnisse dazu, um dem Körper alles Notwendige zukommen zu lassen und dadurch einen Mangel erst gar nicht aufkommen zu lassen.
    Normalerweise schützt auch eine Fettschicht unter der Haut ebenfalls vor Austrocknung und dient der Versorgung und Gesunderhaltung derselben.
    Wenn man aber eine Hungerkur nach der anderen macht, wodurch die Haut immer dünner wird, sind ebenfalls Probleme, wie vorzeitige Alterung, Falten und Risse vorprogrammiert.