Flexiganer: Warum du die Ernährungsform mal ausprobieren solltest

Flexiganer
Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign

Flexiganer:innen essen vegan, aber nicht immer. Ab und zu greifen sie auch zu tierischen Produkten. Wir erklären dir, welche Vorteile die Ernährungsform hat und worauf du achten solltest.

Flexiganer:innen ernähren sich überwiegend vegan, essen aber ab und zu auch tierische Produkte. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern „flexibel“ und „Veganer:in“ zusammen. Bei dieser Ernährungsform kannst du selbst entscheiden, wie oft oder selten du tierische Produkte konsumierst. Weil du als Flexiganer:in nicht direkt auf alle tierische Produkte verzichtest, ist die Umstellung im Vergleich zur rein veganen Ernährung leichter. 

So kann eine flexigane Ernährung aussehen

Tofu ist ein beliebter Ersatz für Fleisch.
Tofu ist ein beliebter Ersatz für Fleisch.
(Foto: CC0 / Pixabay / Devanath)

Die flexigane Ernährungsweise ist individuell und kann bei jedem Menschen anders aussehen. Du kannst also für dich selbst entscheiden, wie oft du tierische Produkte isst und welche es sind. 

  • Beispielsweise kannst du dich unter der Woche ausschließlich vegan ernähren und nur am Wochenende vegetarisch. 
  • Oder du isst nur zu besonderen Anlässen vegetarisch, zum Beispiel im Restaurant, an Geburtstagen oder zu anderen Feierlichkeiten.
  • Vegane Alternativen für Hackfleisch, Schnitzel oder Wurst gibt es in vielen Supermärkten. So hast du neben Gemüse und Kohlenhydraten noch eine proteinreiche Komponente auf dem Teller. Zum Teil enthalten vegane Ersatzprodukte allerdings viele Zusatzstoffe. Auf der anderen Seite erleichtern sie den Einstieg in eine pflanzenbasierte Ernährung.
  • Probiere dich durch die Vielfalt an pflanzliche Alternativen für Milch und Joghurt. Soja-, Mandel- oder Hafermilch sind gute Alternativen für die Milch im Müsli oder im Kaffee. 

So wirst du Flexiganer:in

Es gibt keinen exakten Ernährungsplan, nach dem du dich richten kannst. Aber es gibt viele Ideen und Tipps, die dir helfen können, wenn du Flexiganer:in werden möchtest.

  • Setze dir Ziele. Plane, wie oft du in der Woche tierische Produkte essen möchtest. Am Anfang können es ruhig noch mehrere Tage sein. Wenn das gut funktioniert, kannst du die vegetarischen Tage reduzieren. 
  • Wenn du tierische Produkte kaufst, achte auf Bio-Qualität. Die Bio-Tierhaltung ist umweltschonender als die konventionelle Tierhaltung. Außerdem steht das Bio-Siegel auch für mehr Tierwohl. 
  • Lass dich inspirieren. Im Internet gibt es viele Rezepte für vegane Alternativen und Erfahrungsberichte von Veganer:innen.

Auch bei Utopia findest du viele vegane Rezepte, zum Beispiel:

    Ausgewogen ernähren als Flexiganer:in

    Eisen zusammen mit Vitamin C essen.
    Eisen zusammen mit Vitamin C essen.
    (Foto: CC0 / Pixabay / marijana1)

    Bei einer veganen Ernährungsweise solltest du darauf achten, dass du weiterhin genügend Nährstoffe zu dir nimmst. Eisen, Jod, Zink sowie einige B-Vitamine sind vor allem in tierischen Produkten enthalten und wichtig für den Körper. Eine vegane Ernährungsweise kann zu einem Mangel an diesen Nährstoffen führen. Bei der flexiganen Ernährungsweise nimmst du diese Nährstoffe immer noch durch die tierischen Produkte zu dir. Allerdings solltest du als Flexiganer:in trotzdem verstärkt pflanzliche Lebensmittel essen, die viel Eisen, Zink oder Jod enthalten. Denn die wenigen tierischen Produkte decken deinen Nährstoffbedarf nicht vollständig. 

    • Eisen: Erbsen, Bohnen, Spinat, Mangold und Feldsalat enthalten viel Eisen. Pflanzliches Eisen solltest du zusammen mit Vitamin C essen, da das Vitamin die Eisenaufnahme erleichtert. Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte enthalten ebenfalls Eisen.
    • Jod steckt unter anderem in Champignons, Brokkoli, Feldsalat und Meeresalgen. Allerdings ist der Jodgehalt in pflanzlichen Lebensmitteln deutlich geringer als in tierischen Produkten. Daher solltest du bei der flexiganen Ernährungsform in Maßen tierische Produkte essen, damit der Körper genügend Jod zu sich nimmt. Eine einfache Alternative ist mit Jod angereichertes Salz.
    • Zinkhaltige Lebensmittel: Mohnsamen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Haferflocken und Paranüsse.
    • Vitamin B12: Dieses B-Vitamin ist eigentlich nur in tierischen Produkten enthalten. Meeresalgen wie Nori enthalten auch Vitamin B12, allerdings in einer Form, die der Körper nicht verwerten kann. Daher kann der Körper den Bedarf an Vitamin-B12 nicht durch eine rein pflanzliche Ernährungsweise decken

    Flexigane Ernährung ist gut für das Klima

    Der Fleischkonsum ist eine große Belastung für die Umwelt. Viehzucht und Tierhaltung verursachen hohe Treibhausgas-Emissionen. Viele landwirtschaftliche Flächen dienen außerdem zum reinen Anbau von Tierfutter und gehen somit für die Lebensmittelproduktion verloren. Eine Ernährung ohne tierische Produkte ist nachhaltiger

    Durch die flexigane Ernährungsform schonst du landwirtschaftliche Flächen und reduzierst Treibhausgase. Dennoch kannst du ab und zu tierische Produkte verzehren und musst nicht ganz auf sie verzichten. Probiere die flexigane Ernährungsform einfach mal aus.

    Unterschied: Flexitarier:innen und Flexiganer:innen

    Der Unterschied zwischen Flexitarier:innen und Flexiganer:innen liegt darin, dass die einen überwiegend vegetarisch essen und die anderen meist vegan.

    • Flexitarier:innen essen überwiegend vegetarische Produkte, aber konsumieren auch mal Fleisch und Fisch.
    • Flexiganer:innen ernähren sich überwiegend vegan und essen manchmal auch vegetarische Tierprodukte, darunter auch mal Fisch und Fleisch. 

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