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Hagebuttenöl: Wirkung und Anwendung für Haut und Haar

Foto: CC0 / Pixabay / monicore

Hagebuttenöl ist eines der wirksamsten Pflanzenöle für die Pflege von Haut und Haar. Hier erfährst du alles über die Wirkung und Anwendung des Schönheitsöls.

Aus den Kernen der runden, roten Hagebuttenfrüchte kann Hagebuttenöl gewonnen werden. Darin stecken Wirkstoffe, die schon lange in der Pharmazie und Medizin zum Einsatz kommen und auch die kosmetische Pflege bereichern können. Denn Hagebuttenöl ist reich an pflegenden Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und ungesättigten Fettsäuren, so CodeCheck.

Hagebuttenöl: Diese Inhaltsstoffe stecken drin

Hagebuttenöl wird aus den roten Hagebuttenfrüchten gewonnen.
Hagebuttenöl wird aus den roten Hagebuttenfrüchten gewonnen.
(Foto: CC0 / Pixabay / aixklusiv)

Hagebuttenöl enthält viele wertvolle Stoffe:

Vitamine:

  • Vitamin A ist für den Aufbau und die Erneuerung der Haut zuständig und schützt vor DNA-Schäden, zum Beispiel durch Sonneneinwirkung. Die Haut erneuert sich durch Vitamin A schneller und gleicht dadurch Unregelmäßigkeiten und Unreinheiten aus.
  • Vitamin C hilft, Verfärbungen auszugleichen und dadurch Pigment- oder Altersflecken aufzuhellen. Die Haut wirkt strahlender. Außerdem regt Vitamin C die Kollagen-Herstellung an. Somit beugt es Falten vor.
  • Vitamin E hat eine antioxidative Wirkung, stärkt also die hauteigene Schutzfunktion gegen freie Radikale. Es sorgt außerdem für eine optimale Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit.

Fettsäuren:

  • Hagebuttenöl enthält laut CodeCheck unter anderem die ungesättigte Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Sie wirkt sich positiv auf unreine Haut aus: Die Fettsäure hat eine hemmende Wirkung und hilft bei Entzündungen der Haut.
  • Dank der ungesättigten Fettsäuren ist das Hagebuttenöl für jeden Hauttypen geeignet. Das Öl ist sowohl auf trockener, als auch auf öliger und Mischhaut anwendbar. Die Fettsäuren regulieren die natürliche Talgproduktion der Haut. So kommt es weder zu einer Unterproduktion der Talgdrüsen (zu trockene Haut), noch zu einer Überproduktion (ölige Haut). Das Öl pflegt jede Haut geschmeidig und zieht dabei schnell ein, ohne ölige Rückstände zu hinterlassen.
  • Lycopin: Bei Lycopin handelt es sich um ein Carotinoid – einen Pflanzenfarbstoff, durch den Tomaten und andere Lebensmittel ihre leuchtend gelbe, orange oder rote Farbe erhalten. Er ist antioxidativ und schützt die Hautzellen vor freien Radikalen, die die Haut altern lassen.

Wirkung des Hagebuttenöls

Hagebuttenöl hat aufgrund der Inhaltsstoffe zahlreiche Einsatzgebiete. Nicht nur für pharmazeutische und medizinische Zwecke ist es geeignet, auch in der Kosmetik ist es beliebt. Es soll:

  • den Teint perfektionieren,
  • für strahlende Haut sorgen,
  • die Feuchtigkeit und Elastizität der Haut erhöhen,
  • Falten und Pigmentflecken mindern
  • und gegen Unreinheiten wie Akne oder Mitesser helfen.

Kaufen**: (Bio-)Hagebuttenöl ist in vielen Bio-Märkten und Reformhäusern erhältlich und auch online, zum Beispiel bei Ebay, Amazon oder Ecco Verde.

Äußere Anwendung: Haut und Haare

Eine Kur mit Hagebuttenöl tut den Haaren gut.
Eine Kur mit Hagebuttenöl tut den Haaren gut.
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Hagebuttenöl ist ein wahres Allround-Talent, denn es ist zur Pflege von Haut und Haaren mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen geeignet.

Gesichtspflege:

  • Unreine und unregelmäßige Haut: Wer zu Unreinheiten oder Hautunregelmäßigkeiten neigt, wird sich über die hauterneuernden Eigenschaften des Öls freuen. Es bekämpft Entzündungen und hellt Verfärbungen auf.
  • Anti-Aging-Pflege: Der Vitamin-Cocktail im Hagebuttenöl regt die Kollagenproduktion an. Altersflecken hellt das Öl auf und die Haut erhält mehr Elastizität, wirkt praller und frischer. Die antioxidativen Eigenschaften des Öls schützen vor freien Radikalen und somit vor vorzeitiger Hautalterung.
  • Fahle Haut: Hagebuttenöl verleiht der Haut einen sogenannten „Glow“. Die Haut strahlt und wirkt frisch, denn Hagebuttenöl versorgt sie mit reichlich Feuchtigkeit.
  • Trockene und ölige Haut: Beide Hauttypen profitieren vom Hagebuttenöl, denn es reguliert die Talgproduktion der Haut.
  • Anwendung: Zur Hautpflege kannst du Hagebuttenöl täglich morgens und abends auftragen. Reinige dein Gesicht und feuchte es mit normalem Wasser oder einem natürlichen Gesichtswasser wie Rosenwasser an. Trage dann 3 bis 4 Tropfen mit den Fingerspitzen auf und massiere sie sanft ein. Du kannst auch 2 bis 3 Tropfen deiner herkömmlichen Gesichtspflege zur Anreicherung beimischen.

Haut und Nägel:

  • Auch Narben, Dehnungsstreifen sowie andere Hautschäden kannst du mit Hagebuttenöl behandeln. Das Öl unterstützt die Regeneration der Haut und fördert ihre Elastizität.
  • Brüchige und trockene Nägel, rissige Hände und eingerissene Nagelhaut profitieren ebenfalls von Hagebuttenöl. Es versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und macht sie wieder geschmeidig.

Haare:

  • Eine Kopfhautmassage mit Hagebuttenöl tut besonders trockener, juckender und schuppiger Kopfhaut gut. Erwärme dazu einige Esslöffel des Öls schonend im Wasserbad und massiere es in die Kopfhaut. Lass es bis zu einer halben Stunde einwirken. Danach kannst du es mit lauwarmem Wasser ausspülen.
  • Auch trockene, spröde, glanzlose und brüchige Haare freuen sich über eine solche Hagebuttenöl-Kur.

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Innere Anwendung des Hagebuttenöls

Nicht nur äußerlich sorgt Hagebuttenöl für einen Pflegeboost, auch die innere Anwendung tut dem Körper gut. Das liegt an dem Vitamin- und Mineralienmix im Öl:

  • Zink stärkt das Immunsystem und ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt.
  • Natrium ist wichtig für die Aufrechterhaltung einer gesunden Funktion von Nerven und Muskeln.
  • Calcium ist unverzichtbar für den Knochenaufbau und reguliert zudem den Säuren-Basen-Haushalt.
  • Vitamin C stärkt die Knochen und das Immunsystem und fördert die Kollagenproduktion.

Innere Anwendung:

  • Um von der vollen Wirkung des Hagebuttenöls zu profitieren, solltest du es über einen längeren Zeitraum verwenden, also einige Wochen. Kombiniere die äußere und innere Anwendung für einen verstärkten Effekt.
  • Für die innerliche Anwendung kannst du etwas von dem Öl über Salate oder andere Speisen geben. Wichtig ist, das Öl nicht zu erhitzen, um die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zu zerstören.

Hagebuttenöl kaufen oder selbermachen

Aus frischen Hagebutten lässt sich auch einfach selbst Hagebuttenöl herstellen
Aus frischen Hagebutten lässt sich auch einfach selbst Hagebuttenöl herstellen
(Foto: CC0 / Pixabay / ziyattinkilic)

Bei Hagebuttenöl kommt es auf die Qualität an. Nur wenn es besonders schonend gewonnen wurde, verfügt es noch über die vielen wertvollen Wirkstoffe. Achte darauf, am besten Bio-zertifiziertes und kaltgepresstes Hagebuttenöl zu kaufen (100% naturrein). Die Bio-Qualität garantiert, dass im Anbau keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt wurden, die dem Boden schaden oder sich als Rückstände im Öl befinden könnten. Du kannst das Hagebuttenöl aber auch selber machen.

Zutaten:

  • Zwei große Hände voll mit frischen Hagebutten: Du solltest die Hagebutten ernten, wenn die Früchte sattrot leuchten und auf Druck der Finger leicht nachgeben. Dies ist meist im Oktober und November der Fall.
  • 500 ml naturreines Basisöl: Mandelöl eignet sich zum Beispiel sehr gut.

Herstellung:

  1. Wasche die Hagebutten und schneide sie klein.
  2. Lege sie entweder an einen warmen Ort, wo sie für mehrere Tage komplett austrocknen können. Oder du gibst sie für einige Stunden in einen 40 Grad warmen Ofen. Zwischendurch solltest du dann die Backofentür kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  3. Wenn die Hagebutten vollständig getrocknet sind, gib sie in ein fest verschließbares Gefäß und fülle dieses mit dem Basisöl auf.
  4. Verschließe das Gefäß und lass das Öl für mindestens eine Woche ziehen.
  5. Danach kannst du das Öl durch ein Sieb in ein anderes Gefäß laufen lassen.
  6. Lagere das Öl kühl und dunkel, so bleibt es etwa 3 Monate haltbar.

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