10 Dinge, die Eltern ihren Kindern nicht geben sollten

Unnötig, umweltschädlich, überflüssig
Fotos: © bluebat, mmphoto, multimartinator - Fotolia.com; Colourbox.de

Nein, wir wollen keinem Kind die Kindheit verderben, sondern alle Eltern ermutigen, sich nicht länger für dumm verkaufen zu lassen: mit Produkten, von denen wir glauben, unsere Kinder müssten sie haben – obwohl sie extrem ungesund, umweltschädlich oder einfach überflüssig sind.

1. Süßigkeiten, die so tun als wären sie keine

Hauptsache bunt: Produkte für Kinder.
Vitamine oder Milch machen zuckerige Produkte nicht gesund. (Foto: Utopia)

Macht das enthaltene Milchpulver die schokoladigen „Kinder“-Produkte zum gesunden Lebensmittel? Vollbringen das die Früchte in den Fruchtzwergen oder die zugesetzten Vitamine in Nimm2-Bonbons? Und bieten die überzuckerten Kellogg’s-Produkte ein kindgerechtes Frühstück, weil lustige Comicfiguren die Verpackungen zieren?

Natürlich nicht – und trotzdem werden die Hersteller nicht müde, ihre Produkte genau so zu inszenieren. Wer das mit seinem Geld unterstützt, verkauft sich und seine Kinder für dumm.

2. Herkömmliche Babyphones: Gefahr durch Strahlung

Babyfone strahlen
Babyphone strahlen meist mit der selben Technik wie Handys (Foto: Colourbox.de)

Mit einem Babyphone wollen Eltern sichergehen, dass ihren Kleinsten nichts passiert. Doch mit dem falschen Gerät erreicht man unter Umständen genau das Gegenteil.

Das Problem: die meisten Babyphones funktionieren mit DECT-Funk, den man auch von Mobiltelefonen kennt. Abhängig vom Modell und den Geräteeinstellungen kann es daher sein, dass das schlafende Baby permanent und aus nächster Nähe hochfrequenter magnetischer Strahlung ausgesetzt ist – das ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. In unserem Babyphone-Ratgeber empfehlen wir Modelle mit weniger bedenklicher Strahlung.

3. Billig-Klamotten von H&M, Kik und Co.

Gebraucht ist besser als billig
Gebraucht ist besser als billig (Foto: © Lyudmyla V - Fotolia.com)

Über die Hungerlöhne und unmenschlichen Arbeitsbedingungen der Textilarbeiterinnen muss man eigentlich gar nicht sprechen. Denn insbesondere für Baby- und Kinder-Kleidung gibt es eine unschlagbar gute Alternative. Schon aus Gründen des gesunden Menschenverstands kommt man daran eigentlich gar nicht vorbei: gebrauchte Klamotten.

Weil die Kleinen so schnell aus ihren Sachen herauswachsen, ist das Angebot riesig, (Kinder-)Flohmärkte gibt es praktisch ständig und überall, die Preise schlagen sogar die Billig-Ketten – und ganz nebenbei unterstützt man deren Machenschaften nicht.

4. Schokolade: Bitte für Kinder, nicht von Kindern!

Eine Kindheit ohne Schokolade – das klingt grausam, davon spricht auch niemand. Die falsche zu kaufen kann aber bitter sein, denn Kinderarbeit ist im Kakaoanbau noch immer ein verbreitetes Problem. Zwar haben viele große Schokoladen-Hersteller auf die Kritik der letzten Jahre reagiert ( z.B. durch die aufsehenserregende Doku „Schmutzige Schokolade“, Trailer oben), arbeiten mit Fair-Trade-Initiativen zusammen und stellen eine faire Rohstoffbeschaffung in Aussicht. Doch den Großteil ihres Kakaos beziehen sie nach wie vor von herkömmlichen Kakaoplantagen. Zum Beispiel aus Westafrika, wo die Zahl minderjähriger Kakaoarbeiter in den vergangenen Jahren sogar zugenommen hat.

Das heißt: Wer heute seinen Kindern eine Schokolade von Milka, Nestlé (z.B. Kit Kat, Lion) oder anderen konventionellen Herstellern gibt, kann nie ausschließen, dass sie mithilfe von Kinderarbeit hergestellt wurde. Nur bei fair gehandelter Schokolade ist gesichert, dass die Hersteller gegen Kinderarbeit vorgehen: Fairtrade-Schokolade – die wichtigsten Siegel

Lies auch: Diese Produkte solltest du fair kaufen!

5. Babywasser: überflüssig

Babywasser sollen gut für Babys sein, weil sie wenig Natrium und keine Kohlensäure enthalten, und vor allem sollen sie keimfrei sein, weil sie bereits abgekocht sind. Falsch ist das nicht, Öko-Test konnte im letzten Test von Babywasser tatsächlich keine Bakterien oder Schadstoffe feststellen.

Öko-Test aber weist auch deutlich darauf hin, dass normalerweise weder Mineralwasser noch spezielles Babywasser für die Zubereitung von Babynahrung notwendig ist. „Wer Leitungswasser verwendet, sollte das Wasser vorher ablaufen lassen, bis es kalt aus der Leitung fließt.“ Selbst ein Abkochen würden Experten heute nicht mehr empfehlen, sondern nur noch eine Erwärmung auf 30 bis 40 Grad Celsius.

Babywasser ist also vollkommen überflüssig. Selbstverständlich hat das Produkt auch noch einen stolzen Preis: ein Liter Babywasser kostet in etwa so viel wie 100 Liter Leitungswasser.
Zum Artikel: Kann man Leitungswasser in Deutschland bedenkenlos trinken?

6. Obstbrei in Tüten: Früh übt sich der Wegwerf-Konsument

Obstbrei in Tüten erzieht Kinder zum Wegwerfen
„Quetschies“ sollten mit ihrem hohen Fruchtzuckergehalt eher als Süßigkeit angesehen werden – und deswegen besser das Stück Schokolade als die Portion frisches Obst ersetzen. (Foto: Utopia)

Viele Kinder lieben es, Obstbrei aus den kleinen bunten Tütchen zu nuckeln; und man würde es ihnen ja gönnen. Doch Öko-Test hat festgestellt, dass Hersteller den Quetschies gerne Zucker hinzufügen – obwohl das gequetschte Obst sowieso schon jede Menge enthält. Die Mischung aus Säure und Zucker, die durch das Mundstück der Verpackunggesaugt wird, birgt zudem eine erhöhte Kariesgefahr. In sechs Produkten fand das Verbrauchermagazin sogar bedenkliche Pestizid-Rückstände.

Und zu allem Überfluss landet nach zwei Minuten Quetsch-Spaß eine Plastikverpackung im Müll – und das alles nur für ein paar Löffel püriertes Obst und Zucker.

7. Zum Heulen: Nespresso für Babys

Brauchen Babys Kapsel-Maschinen?
Brauchen Babys Kapsel-Maschinen? (Foto © BabyNes: www.babynes.com/ch-de/)

Ja, Nestlé will mit dem Erfolgsrezept seines Kapsel-Kaffees eine neue Zielgruppe erreichen. Das Babynes-System ist natürlich genauso teuer und müllintensiv wie Nespresso und versucht seine Käufer mit den gleichen Vorteilen zu überzeugen: Komfort und Bequemlichkeit sollen der Muttermilch Konkurrenz machen.

Zudem verspricht Babynes „innovative Serviceleistungen“, die einen daran zweifeln lassen, ob nun die Eltern oder die Maschine für das Baby sorgen sollen: „Wenn Sie das Maschinen Modell mit Online-Dienstleistungen besitzen und Sie diese aktiviert haben, wird My BabyNes täglich rund um die Uhr mit Ihrer Maschine, Ihrem Tagebuch und Ihrer Ernährungsberaterin verbunden sein. So können Sie tagtäglich das Wachstum und die Ernährung Ihres Babys leicht verfolgen“. Sind wir froh, dass es Babynes derzeit nur in der Schweiz und in Frankreich zu kaufen gibt.

8. Kinderwurst: niedliche Grausamkeit

Ist Wurst für Kinder gut für Kinder?
Ist Wurst für Kinder gut für Kinder? (Foto: © multimartinator - Fotolia.com)

Früher war klar: Kinder brauchen Fleisch. Heute gehen die Meinungen auseinander. Immer mehr Eltern ernähren ihre Kinder mit wenig Fleisch oder vegetarisch. Einerseits aus ethischen Gründen, andererseits, weil Fleisch seinen gesunden Ruf durch Skandale und Forschungsergebnisse (Weltgesundheitsorganisation: Wurst ist krebserregend) längst eingebüßt hat.

Wie auch immer man sich für die Ernährung seiner Kinder entscheidet, auf eines sollte man unbedingt verzichten: Wurst speziell für Kinder. Ob Wurst in Gesichtsform, Bärchengestalt oder in bunter Verpackung mit Comicfiguren – solche Produkte verniedlichen den Fleischkonsum auf dämliche Art und Weise. Haben das die Tiere verdient, die hier zu Wurst verarbeitet wurden? Wem daran gelegen ist, dass seine Kinder irgendwann selbst mündige Entscheidungen treffen können, sollte sie von Anfang an nicht für dumm verkaufen.

9. KonzernEis: „Ich weiß nicht, welches ich nicht nehmen soll“

Unilever vs. Nestlé - gutes Eis für Kinder?
Eis am Stil: fast immer von den Lebensmittelkonzernen Unilver und Nestlé

Schon klar, mit jedem Tipp gegen beliebte Süßigkeiten machen wir uns unbeliebter. Dieser hier ist an alle Leute gerichtet, die große Lebensmittelkonzerne nicht mehr unterstützen wollen: Schöller gehört zu Nestlé (bekannte Skandale z.B.: Babynahrung, Trinkwasser, Kinderarbeit), Langnese zu Unilever (insbesondere als weltweit größer Abnehmer von Palmöl in der Kritik) .

Ob wir uns also für Calippo oder Bum Bum, gegen Capri oder Kaktus entscheiden – die Wahl zwischen den bekannten Eismarken in Supermärkten, Lokalen und an Kiosken ändert wenig. Der Ausweg aus dem Dilemma schmeckt dennoch: Faires Bio-Eis oder offenes Eis in der Waffel oder im Becher.

10. Spielzeug: Falsche Freunde

Teddy bear
Auch bei Kuscheltieren: Vorsicht vor bedenklichen Chemikalien! (Fotos: © bluebat, mmphoto - Fotolia.com)

Kein Spaß: Spielzeug steht auf der offiziellen EU-Liste der gefährlichen Produkte ganz oben. Kuscheltiere, Puppen, Action-Figuren, Sandspielzeug, Luftmatratzen, Bälle – insbesondere Plastik- und Synthetikspielsachen bergen häufig „chemische Risiken“, etwa durch krebserregende Weichmacher. Laut EU-Kommission ist die Wahrscheinlichkeit, dass Spielzeug mit Schadstoffen belastet ist, Verletzungs- oder sonstige Gefahren birgt, bei Waren aus China am höchsten.

Für viele Hersteller ist der Spaß der Kinder ein bloßes Geschäft, ihre Gesundheit nachrangig. Dem sollten die Eltern vorbeugen: Unsere Kollegen von Öko-Test testen regelmäßig Spielzeuge auf Schadstoffe. Hier zeigen wir, worauf man allgemein beim Spielzeugkauf achten sollte. Und hier geht’s zu den besten nachhaltigen Spielzeugläden im Web

Und: Nicht zu viel

A post shared by Nabiha (@ronalu) on

Ein Europäer besitzt heute durchschnittlich 10.000(!) Gegenstände – von denen die allermeisten nie oder selten genutzt werden. Auch unsere Kinder werden heute mit einer Unmenge an Besitztümern überhäuft – und so bringen wir ihnen von früh auf bei, sich auf Dinge und Konsum zu fixieren.

Dabei wissen wir doch alle, dass Kinder eigentlich nur wenig brauchen, von dem sie aber nicht genug bekommen können: Aufmerksamkeit und Zeit.

Dieser Artikel hat dir gefallen? Jetzt Fan auf Facebook werden.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(73) Kommentare

  1. Faire Bio-Schokolade ist auch nicht gesund, weder für Kinder noch für Erwachsene. Kein Tier rührt Kakao an, der nicht mit Zucker oder Milch gepanscht ist. Kein Naturvolk verzehrt die Kakaobohnen (mit seltenen Ausnahmen als Halluzinogen bei festlichen Riten).

  2. „Faire Bio-Schokolade ist auch nicht gesund“
    Aber fair und bio! Und „gesund“ ist auch so ein dehnbarer Begriff.
    „Kein Tier rührt Kakao an, der nicht mit Zucker oder Milch gepanscht ist.“ + „Kein Naturvolk verzehrt die Kakaobohnen“
    Na und? Was tut das zur Sache?

  3. Ist so nicht richtig. In rohem Kakao sind alle möglichen wertvollen Inhaltsstoffe drin.
    Und was den Kakaoverzehr von Naturvölkern angeht…

    Wenn man nun die Maya, Azteken etc. nicht als Naturvölker bezeichnet, so mag das vielleicht stimmen – da hab ich keine Information.
    Jedenfalls stammt unser eigenes Wort aber aus deren Sprache – Xocolatl. Und das sicher nicht, weil die keine Speisen und Getränke mit Kakao zubereitet haben. Ganz im Gegenteil, die hatten ganze Plantagen voll mit dem Zeug.
    Nur hat man damals noch weder Milch noch Zucker zugesetzt.

  4. Was ist mit Windeln? Kurz getragen und dann für 500 Jahre hier auf dem Planeten? Pro Kind in seiner Wickelzeit 1 Tonne Müll! Sind wir zu bequem um den größten Müllberg in Verbindung mit Babys/Kindern anzugehen? Schadstoffe im Spielzeug sind schlimm, aber viele Kinder sitzen auf Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polymersalzen, ggf. aoch Copolymer aus Acrylsäure, Vaseline, Stearylalkohol, dünnflüssige Paraffine und Extrakte der Aloe barbadensisis plus Lotion mit vielem mehr (= Wegwerfwindel). Einige Stoffe davon gelangen über die Haut in den Körper und werden dort abgelagert.

    Durch Stoffwindeln bleibt einem die Chemie erspart und man kann die Wickelzeit erheblich verkürzen. Nochmal viel kürzer wird diese, wenn man die Methode Elimination Communication (auch „Windelfrei“ genannt) versucht umzusetzen. Weitere Infos: babysohnewindeln.de

    Lebt man artgerecht, braucht man weder ein Babyphone noch Obstbrei aus Tüten noch Nespresso für Babys. Stattdessen einfacher, günstiger und praktischer: Familienbett, Baby led weaning und Stillen nach Bedarf. Weitere Infos: artgerecht-akademie.de Back to basics!

  5. Ich danke dir für diesen Kommentar! Wir leben auch artgerecht und es ist so wunderbar! Mein kind schreit abend nicht stundenlang weil es den tag verarbeiten muss und hat einen wunden plastikwindelpopo. Aber man wird schon komisch beäugt, wenn ein zwei Monate altes baby ohne windel ist oder man sich vehement gegen einen kinderwagen wehrt, weil man ausschließlich im tuch tragen möchte

  6. Diese Kinderwurst ist wirklich absolut grässlich. Gab es in meiner Kiner/Jugendzeit noch nicht. Erst als ich schon etwas älter war stolperte ich darüber. Und war entsetzt über dieses Mass an Instinktlosigkeit Kinderinteresse zu reissen . Da fehlte mir jeder Humor. Auch diese Plastiken aus Tartar, die wie Cartoon-Schweinchen aussehen durchbrechen jegliche Geschmacksgrenze. Eine Verhönung von Kreaturen und Verrohung von Kindern. An den Anblick werd´ ich mich nie gewöhnen können, ohne in Harnisch zu geraten.

  7. Also warum ich kein Babyphone verwenden sollte ist mir zwar bewusst jedoch schläft mein Kind im eigenen Zimmer und wenn ich da mal draußen im Garten bin od den Müll raus trage od ähnliches brauche ich nun mal ein Babyphone! Und einen geldscheisser hab ich auch nicht das ich ständig Kleidung von Benetton od anderen super marken kaufen kann (vorallem nicht wenn sie es dann nur 4-6 Monate tragen)
    Also gewisse Sachen finde ich ein wenig lächerlich und die anderen Dinge müssen Eltern für sich entscheiden, wie zum Beispiel; ob sie ihren Kindern Schokolade geben möchten od nicht!

  8. Es muss ja nicht Benetton o.ä. sein, abgesehen davon, dass deren Nachhaltigkeit auch starkt zu bezweifeln ist.
    Aber da Kinder ja ratz fatz aus ihrer Kleidung rauswachsen, lohnt sich gerade hier doch der Gang in den Second Hand Laden oder die weitere Nutzung von Kleidung von älteren Geschwistern.

  9. Zitat: Also warum ich kein Babyphone verwenden sollte ist mir zwar bewusst jedoch schläft mein Kind im eigenen Zimmer und wenn ich da mal draußen im Garten bin od den Müll raus trage od ähnliches brauche ich nun mal ein Babyphone!

    Also sorry das ich das mal so sagen muss, aber mein Sohn ( und viele andere Menschen ebenso ) ist auch ohne Babyphone und Markenklamotten groß geworden! Man kann Kindern durchaus gebrauchte Kleidung besorgen ( gibt es oft sogar kostenlos von Mama zu Mama oder innerhalb der Familie oder in Kleiderkammern). Und so ein Babyphone ist überflüssig wie ein Nagelpilz, du gehst doch nicht ohne das Kind einkaufen oder arbeiten und lässt es stundenlang alleine vor sich hin vegetieren. Wenn ich in den Garten gegangen bin habe ich mein Kind in den Kinderwagen gelegt eine „alte“ Gardine darüber gehängt und ihn mitgenommen, aber im Haus war er auch nicht ständig bei mir, Kinder brauchen auch ihr Ruhe beim schlafen, genau wie wir Erwachsenen auch.
    Mir ist manchmal echt schleierhaft wieso es heute so viele Menschen gibt die sich wirklich jeden Mist als „lebensnotwendig“ andrehen lassen.

  10. oh wie schön, das zu lesen, ich werde immer angeschaut, als würde ich mein Kind quälen oder total übertreiben, wenn ich sage, „Nein das nicht, das ist pervers“, und auch erkläre, warum, die wurst ist aus schweineresten in die form eines bären gepresst, das ist pervers! weil ich so wenig menschen kenne, die mich nicht zu radikal finden, wenn ich ehrlich sage, was ich denke, keine angst, bin keine Besorgnis erregende Bürgerin, habe ich angefangen einen blog zu schreiben..
    https://lovisraeubermutter.wordpress.com/ueber-mich/
    Auch bei allem andren, danke,
    lovis

  11. Ich wette ihr habt als Kinder total happy mit sojamilcheis und nem Stein als Spielzeug auf der blumenwiese gehockt…. Vieles was hier gesagt wird ist durchaus richtig, aber man kann es auch echt übertreiben. Diese ökomutties finde ich persönlich nur nervig. Wenn man dann im Kindergarten als einziges Kind keinen schokonikolaus essen darf ist das für ne dreijährige sicher total nachvollziehbar….

  12. Kann man denn nicht einfach aus dem Post oben raus lesen, daß man diese Produkte besser nicht selbst kaufen sollte?

    Bzw. lieber alterantiv einen Schokonikolaus aus fairer Bio-Schokolade…
    Man kann doch gut erklären, daß der echte Nikolaus, der seinen Mantel geteilt hat, sicher nicht gewollt hätte, daß arme Kinder mit 10 Jahren so hart dafür arbeiten müssen, damit reiche Kinder Schokolade essen können und das ist zumindest für ein etwas älteres Kind durchaus nachvollziehbar.

    Das heißt ja nicht, daß man seinem Kind verbieten muß, diese Produkte zu essen, wenn sie irgendwo verschenkt werden.
    Kompromisse kann man doch immer treffen.

    Du hast natürlich recht, daß solche generellen Verbote schrecklich sind.
    Ich bin Kind einer 150%-igen Ökomutti und kann da mit reden.
    Heute bin ich zwar keine Mutti, kaufe diese Produkte aber auch nicht, ist also was hängen geblieben. 😉

  13. Wir waren als Kinder wirklich glücklich! Wir haben zusammen mit vielen Kindern gespielt. Wir sind durch Felder und Gärten gerannt und haben verstecken gespielt, haben Wasser aus sauberen Bächen getrunken, den Nektar von Wildkräutern ausgenuckelt, Früchte direkt vom Baum/ Busch/Garten oder Omis selbstgebackenen Kuchen gegessen. Wir haben mit Mamas Schlüpfergummi Gummitwist gespielt, mit bunten Steinen auf Asphalt oder Betonwegen gemalt und zu 6., 8. oder 10. mit einem Ball gespielt.

    Man kann also durchaus mit Steinen spielen und dabei Spaß haben, ohne gleich Ökofanatiker zu sein!
    Allerdings würde vielen Menschen ein bischen Dankbarkeit für all den Reichtum den uns die Natur schenkt und etwas Demut bei der Nutzung dieser Ressource ganz gut zu Gesicht stehen.

    Mein Sohn ist 25 Jahre alt und hat seine gesamte Kindheit mit Steinen ( Holz/ Stein) gespielt, er hat gemalt, gebastelt und gebaut mit einfachsten Mitteln. Aus Decken Höhlen gebaut, aus Holzstöcken Hütten gebastelt.
    Sei erstes Handy bekam er von seiner Firma als er die Ausbildung begann. Sein erstes privates Handy (welches er heute immer noch nutzt!) kaufte er sich zum Ausbildungsende. Er hatte nie eine Playstation, X Box oder einen Nintendo und nie andere elektronische Spielzeuge. Wir hatten zwar einen Fernseher, aber er wurde so gut wie nie genutzt, wir sind auch nie in den Urlaub geflogen, stattdessen haben immer in Deutschland Urlaub gemacht und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gereist. Dafür haben wir aber viel zusammen gespielt, gebastelt, Sport gemacht, gesungen, geredet, gewandert, gekocht usw. ….heute ist er ein erfolgreicher, sozial engagierter, hilfsbereiter Mensch.

    …und dann schaue ich mir an wieviele Eltern ihre Kinder mit Hightec-Spielzeug und Fertigfutter ihrer Kreativität und Fantasie berauben bevor sie sich überhaupt voll entwickeln kann, wie sie ihre Kinder zu Konsumjunkys /aufgehübschten Hüllen heranzüchten und dann wird sich überall beklagt das die junge Generation egoistisch, konsumorientert und wenig nachhaltig denkt und handelt?

    Auf die Umwelt zu achten, mitzudenken, rücksichtvoll zu agieren und nachhaltig zu konsumieren sollte für jeden Menschen heilige Pflicht sein, erst recht wenn man Kinder hat – unsere Kinder und Enkelkinder wollen und sollen auch auf einem sauberen Planeten leben können!

  14. Naja. Jeder wie er meint.

    Mein Kind liebt Kinderschokolade. Andere „Öko-Alternativen“ mag er nicht. Also bekommt er die auch ab und zu. Genauso wie Gummibärchen und Pommbären.
    Er futtert auch wahnsinnig gerne Gesichtswurst oder Teddywurst. Weiß gar nicht, was daran pervers sein soll. Er freut sich einfach über das Motiv. So tiefgründig wie ihr denken Kinder da nicht.

    Wir haben ein Babyphone und ich liebe es. Ohne es müsste ich immer neben dem Zimmer meines Kindes hocken. Und nein er wollte ab dem 6. Monat nicht mehr bei uns im Bett schlafen … Gott sei Dank.

    Er hat seine heiligen Kuscheltiere, die er heiß und innig liebt.
    Aber ja auch wir achten darauf, dass immer nur eine begrenzte Menge zur Verfügung steht.

    Er trägt viele günstig-Klamotten vom Flohmarkt. Denn auch da kosten die gängigen Babymarken ein schweine Geld. Und ich zahle gewiss nicht mehr als 5 Euro für einen Säuglingsbody.

    Er trägt Wegwerf-Windeln und entdeckt gerade den Spaß am Topf.
    Nicht für jeden sind Stoffwindeln und Windelfrei Alternativen. Vor allem wenn die Kiddies früh in die Kita gehen. Und nein nicht jeder kann es sich leisten, 3 Jahre mit dem Kind Zuhause zu sein und nicht jeder möchte es.

  15. Danke, mein Sohn schläft auch im eigenen Zimmer und ich mag mein Babyphone. In unserem Bett ist es mit ihm unmöglich zu schlafen, er ist in der Lage zwei Erwachsene aus dem Bett zu mobben 😉
    Und er trägt Wegwerfwindeln. Ich habe für Alternativen keine Zeit.
    Natürlich möchten wir ihm eine vernünftige Haltung zu gesunder Ernährung mitgeben, er hat noch nie Fertigessen bekommen, keine Quetschpackungen, noch nicht einmal ein Gläschen, weil bei uns ausschließlich frisch gekocht wird. Wir versuchen, den Umfang des Spielzeuges zu begrenzen und für Plastikquatsch haben wir nichts übrig. Aber ich bin nicht naiv, wenn er im Kindergarten von anderen Kindern Dinge sieht, die angesagt sind, wird es schwer sein, dem auszuweichen. Und ich werde ihm nicht alles verbieten und ständig den Moralapostel spielen.

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.