Kuchen und Torte ohne Backen: Leckere Rezepte und Inspirationen

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Raw Cake ist schon lange ein Trend bei Backfans. Ganz ohne Backen kannst du unglaublich viele verschiedene Kuchen herstellen. Wir zeigen dir einige leckere Rezepte, mit denen du auch ohne Backen tolle Ergebnisse erzielst.

Warum Kuchen ohne Backen?

Rohkost ist eine beliebte Ernährungs-Form, bei der auf erhitzte oder stark prozessierte Lebensmittel verzichtet wird, um keine wichtigen Nährstoffe bei der Zubereitung zu verlieren. Backen ist also genauso tabu wie Grillen oder Kochen. 42 Grad ist hierbei die Obergrenze. Um unsere leckeren Rezepte auszuprobieren, musst du natürlich nicht gleich zum Vollzeit-Rohkostler werden – doch ist es eine gute Idee, etwas mehr frische Lebensmittel auf den Diät-Plan zu bringen und auf die süßen Delikatessen trotzdem nicht zu verzichten.

Neben dem Erhalt wertvoller Nährstoffe hat der Rohkost-Kuchen noch weitere Vorteile: Indem du keine Geräte wie Ofen oder Herd benutzt, sparst du Energie, und durch den Verzicht auf verarbeitete und erhitzte Produkte verkleinerst du deinen CO2-Abdruck. Auch beim Abnehmen soll die fettarme und gesunde Rohkost helfen.

Käsekuchen ohne Backen

Ungebackener Kuchen zu Kaffee und Tee
Ungebackener Kuchen zu Kaffee und Tee
(Foto: CC0 / Pixabay / StephanieAlbert)

Käsekuchen ist der beliebteste unter den No-Bake-Kuchen. Du kannst ihn schnell und einfach zubereiten und er ist sehr vielfältig. 

Diese Zutaten brauchst du für das Basis-Rezept für einen rohen Käsekuchen:

  • 150g Cashewkerne, über Nacht eingeweicht
  • ca 200g Butterkekse
  • 50-100g Butter
  • 1 Dose Kokoscreme
  • 1 Packung Frischkäse
  • 50ml Agavendicksaft oder Ahornsirup (oder ein anderes Süßungsmittel)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • etwas Zitronensaft

So einfach ist die Zubereitung:

  1. Gib zuerst die Butterkekse mit der Butter in einen Standmixer. Fang am besten mit wenig Butter an und schau, wie sich die Konsistenz entwickelt.
  2. Die Masse sollte nicht zu ölig sein, aber schon homogen sein, etwa wie Mürbeteig.
  3. Verteile den Keksmix jetzt auf dem Boden einer runden Kuchenform. Drücke ihn gegebenenfalls mit den Finger etwas in Form.
  4. Gib jetzt alle übrigen Zutaten in einen Mixer und püriere so lange, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
  5. Gib die Masse dann über den Keksboden und stelle den Kuchen für mehrere Stunden ins Gefrierfach.
Roher Käsekuchen schmeckt toll mit frischen Beeren.
Roher Käsekuchen schmeckt toll mit frischen Beeren.
(Foto: CC0 / Pixabay / freestocks-photos)

Variationen:

Du kannst diesen Käsekuchen auch noch weiter verfeinern oder vielfältig anpassen.

  • Wie wäre es zum Beispiel mit einem Heidelbeer-Käsekuchen mit Schokoboden? Gib hierzu einfach circa 4 EL Kakaopulver zu den Butterkeksen und etwa 100g Heidelbeeren zum Käseteig. Du kannst auch ganze Beeren später noch unterrühren oder auch zur Deko auf dem Kuchen verteilen.
  • Du kannst außerdem einen leckeren Cappuccino-Käsekuchen herstellen. Gib hierzu einfach einen Esslöffel Kakao und einen Esslöffel Instant-Kaffeepulver zu den Keksen. Alternativ kannst du Zwei Espressi mit dem Fett der Kokosnusscreme verwenden, um diesen wunderbaren Kaffeegeschmack zu bekommen.
  • Natürlich kannst du den Käsekuchen auch ganz einfach als veganen Käsekuchen herstellen. Ersetze dabei einfach die Butter mit veganer Margarine und den Frischkäse mit einer veganen Alternative.

Brownies ohne Backen – schnell & einfach

Gesunde Brownies aus Datteln ganz ohne Backen.
Gesunde Brownies aus Datteln ganz ohne Backen.
(Foto: CC0 / Pixabay / johnkamatsos4)

Diese Brownies sind nicht nur super lecker, sondern auch frei von raffiniertem Zucker und reich an Proteinen. Somit sind sie deutlich gesünder als gewöhnliche Brownies.

Diese Zutaten brauchst du für ein Blech Brownies:

Die Zubereitung geht dabei ganz einfach und schnell:

  1. Gib alle Zutaten zusammen in einen Standmixer und püriere sie, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
  2. Jetzt musst die Masse nur noch in eine Auflaufform geben und einige Stunden kühl stellen.

Schwedische Chokladbollar: Rohe Schokokugeln

Chokladbollar sind ein schwedischer Rohkost-Klassiker.
Chokladbollar sind ein schwedischer Rohkost-Klassiker.
(Foto: CC0 / Pixabay / anasegota)

Chokladbollar sind ein Klassiker unter dem schwedischen Gebäck und du kannst sie vielfältig zubereiten. Ganz ohne backen sind sie super lecker.

Diese Zutaten brauchst du für etwa 12 kleine oder 6 große Bällchen:

So geht die Zubereitung:

  1. Vermische zuerst die trockenen Zutaten in einer Schüssel.
  2. Gib dann die Butter und den Kaffee (und gegebenenfalls das Rum-Aroma) hinzu und knete alles mit den Händen durch.
  3. Forme kleine Bällchen und wälze diese anschließend zum Beispiel in Schokoladenstreuseln oder Kokosflocken.

Vegane Avocado-Käsetorte ohne Backen

Ein einfaches Rezept zum ausprobieren ist eine rohköstliche Avocado-Käsetorte. Und auch wenn der Name anderes vermuten lässt – dieses Rezept ist komplett vegan, erinnert von der Konsistenz her aber an eine klassische Käsetorte. Die Mengenangaben ergeben eine kleine Torte für eine Springform von etwa 15 cm Durchmesser.  

Für den Boden brauchst du:

  • 150 g Bio-Mandeln
  • 50 g Bio-Kokosmehl
  • 200 g Datteln
  • 100 g getrocknete Feigen
  • 2 Esslöffel Bio-Kokosöl 

Für die Creme brauchst du:

  • 4 reife Bio-Avocados
  • 25 ml Limettensaft einer frischen Bio-Limette
  • 150 g Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 3 Esslöffel Mandelmilch
  • frische Früchte nach Wahl 

So geht’s: 

  1. Gibt alle Zutaten für den Boden in deinen Standmixer oder in die Küchenmaschine und vermenge sie so lange, bis sich eine zähe Masse gebildet hat.
  2. Gib deinen rohen Tortenboden nun in eine Springform deiner Wahl und drücke ihn gleichmäßig zu einer etwa 2 cm dicken Schicht fest.  
  3. Entkerne und schäle anschließend deine Avocados und beginne, sie zu pürieren.
  4. Gib Schritt für Schritt den frischen Limettensaft, die pflanzliche Süße und die Mandelmilch hinzu und püriere dabei stetig weiter.
  5. Verteile deine Avocado-Creme auf dem vorbereiteten Tortenboden.
  6. Stelle deine Torte in der Form für mindestens zwei Stunden ins Gefrierfach. 
  7. Hole deine Torte unmittelbar vor dem Servieren aus dem Tiefkühlfach und dekoriere nach Belieben. Beim Verzieren sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Garniere sie mit frischen Früchten deiner Wahl oder verteile ein paar getrocknete Kokosscheiben darauf. 

Vegane Karotten-Kokos-Torte ohne Backen

Rohe Torte mit Karotten
Rohe Torte mit Karotten
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Eine ausgefallenes und köstliches Duo für eine rohe Torte sind Karotten und Kokos. Diese vegane Torte ist etwas aufwendiger, schmeckt aber wunderbar saftig. Das Rezept ergibt eine Torte in einer kleinen Springform von 15 cm Durchmesser. 

Für den Teig benötigst du:

  • 2 große Bio-Karotten, geraspelt
  • 50 g Bio-Kokosmehl
  • 1/2 Becher geschälte Hanfsamen
  • 10 – 12 entsteinte Datteln, eingeweicht
  • 2 EL Kokosöl
  • etwas Salz

Für die Creme benötigst du:

  • 3 Dosen cremige Kokosmilch, gekühlt 
  • Agavendicksaft oder Ahornsirup nach Belieben

So geht’s:

  1. Gebe die entsteinten Datteln in den Mixer oder die Küchenmaschine und hacke sie ganz fein.
  2. Gebe die geraspelten Karotten und die übrigen Zutaten für den Teig hinzu und verarbeite alles zu einer zähen Masse. 
  3. Teile den Bodenteig in 3 Teile auf und forme 3 Böden zu je 15 cm Durchmesser daraus. Lege etwas Backpapier zwischen die Böden und stelle sie kalt.
  4. Öffne nun die Dosen Kokosmilch. Schüttle sie vorher nicht und entnehme nur den festen, cremigen Teil daraus. 
  5. Mixe die Kokosmilch mit dem Pürierstab so lange, bis sie eine sahnige Konsistenz bekommt. Süße sie nach Belieben.
  6. Hole nun deine Kuchenböden aus dem Kühlschrank und schichte Kokossahne zwischen sie. 
  7. Gebe als Topping auch auf den dritten Boden etwas Kokossahne und ummantele abschließend die gesamte Torte mit der restlichen Sahne.
  8. Verziere deine Kokos-Karotten-Torte nach Belieben. Toll sind zum Beispiel frische Minzblätter oder Beeren. Auch geraspelte Kokosflocken runden deine Torte geschmacklich ab. 

Rohe Kürbis-Torte

Frischer Hokkaidokürbis
Frischer Hokkaidokürbis
(Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Eine Torte, mit süßlich-herzhaftem Geschmack ist die vegane Kürbistorte aus Hokkaidokürbis. Hokkaidokürbis kennen wir üblicherweise gebacken oder gebraten, er kann aber auch wunderbar roh verzehrt werden.

Für den Teig brauchst du:

  • 250 g Bio-Hokkaidokürbis
  • 150 g Haselnüsse
  • 80 g Mandeln
  • 170 g Datteln
  • Eine Prise Zimt

Für die Schicht brauchst du:

  • 100 g Bio-Hokkaido
  • abgeriebene Schale einer halben Bio-Orange
  • 4 El Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 80 g Kokosöl
  1. Rasple deinen Hokkaido möglichst fein. Er muss nicht geschält werden, sollte aber gut gewaschen sein. 
  2. Gebe den geraspelten Kürbis, sowie die restlichen Zutaten für den Teig in deine Küchenmaschine und zerkleinere alles gut zu einem stückigen, zähen Teig.
  3. Gebe die Masse in deine Springform und streiche sie gleichmäßig auf gut 2 cm glatt.
  4. Schmelze das Kokosöl in einem kleinen Topf.
  5. Gebe den restlichen Kürbis, die pflanzliche Süße, die abgeriebene Orangenschale und das geschmolzene Kokosöl in die Küchenmaschine und mixe alles fein durch.
  6. Streiche die Masse gleichmäßig auf deinen Teig und stelle die Torte mitsamt der Springform für mindestens 1 Stunde ins Gefrierfach.
  7. Dekoriere deine rohvegane Kürbistorte nach Wahl – gut eignen sich hier etwa Walnüsse oder Cashews.

Guten Appetit! 

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