Rote-Bete-Blätter: Leckere Rezepte

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Hast du schon mal Rote-Bete-Blätter gekocht? Nein? Na dann wird’s höchste Zeit. Das Kraut der Rande oder auch roten Rübe ist nicht nur gesund, sondern auch lecker. Wir zeigen dir drei Rezepte, mit denen du Rote-Bete-Blätter zubereiten kannst.

Rote-Bete-Blätter – mehr als nur grünes Beiwerk

Die zweijährige Rote-Bete wird vor allem gern als Salat oder Suppe zubereitet. Aber wusstest du, dass du Rote-Bete-Blätter ebenfalls zubereiten kannst? Egal ob Hauptspeise, Vorspeise oder Beilage, Rote-Bete-Blätter eignen sich für zahlreiche Gerichte.

Die Rote-Bete ist übrigens verwandt mit der Zuckerrübe und mit Mangold. Ihre Blätter können also genau wie Mangold zubereitet werden. Hier zeigen wir dir drei leckere Rezepte, wie du das grüne Laub der Roten-Bete zubereiten kannst.

Risotto Bianco mit Rote-Bete-Blättern

Rote-Bete-Blätter sind eine raffinierte Ergänzung im Risotto
Rote-Bete-Blätter sind eine raffinierte Ergänzung im Risotto (Foto: Matthias Schulz)

Risotto wird meist als Hauptspeise serviert. Zu Geschmortem passt es aber auch sehr gut als Beilage. Als Hauptspeise brauchst du für 4 Personen folgende Zutaten:

  • 200 g Risottoreis (am besten Arborioreis)
  • 1 Schalotte oder 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 Handvoll Rote-Bete-Blätter (etwa von 1-2 Bund Roter-Bete)
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 5 EL natives Olivenöl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 große Blätter Salbei
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 50 g kalte Butter
  • 50 g frisch geriebener Parmesan
  • Meersalz
  • frisch gemahlener weißer Pfeffer

Vorbereitungszeit: 10 Minuten

Kochzeit: 40 Minuten

  1. Hacke die gewaschenen Rote Bete-Blätter fein.
  2. Ziehe die Knoblauchzehe ab und hacke auch diese in feine Stückchen.
  3. Erhitze nun 1 EL natives Olivenöl in einer großen Pfanne. Dünste den Knoblauch 2 Minuten bei mittlerer Hitze glasig und gib die Blätter dazu.
  4. Dünste diese ca.5 Minuten an, bis sie zusammenfallen. Stelle die Pfanne beiseite.
  5. Schneide nun die Zwiebel oder Schalotte klein.
  6. Hacke den Salbei fein.
  7. Erhitze die restlichen 4 EL natives Olivenöl in einen großen Topf und dünste die Schalotten- oder Zwiebelwürfel darin glasig.
  8. Gib dann den Salbei, das Lorbeerblatt und den ungekochten Reis dazu und rühre gut um.
  9. Schwitze den Reis unter Rühren 2-3 Minuten an und lösche dann mit dem Weißwein ab.
  10. Gib etwa 50 ml heiße Gemüsebrühe zum Reis dazu und lass sie bei mittlerer Hitze einkochen. Dabei rühre immer wieder mit einem Holzlöffel um und streiche die Reiskörner vom Topfrand in die Mitte. Sobald die Brühe verkocht ist, gib den nächsten Schluck Brühe dazu und so weiter und so fort, bis nach ca. 30 Minuten die gesamte Brühe aufgebraucht ist. Der Reis sollte immer leicht köcheln. Risottoreis ist sehr stärkehaltig und brennt leicht an. Deshalb ist es wichtig, ihn immer wieder umzurühren und die Körner vom Topfrand und vom Topfboden abzukratzen.
  11. Ist die Brühe aufgebraucht, der Reis aber noch nicht ganz weich, gib noch ein wenig heißes Wasser dazu. Der Reis sollte eine cremige Konsistenz erhalten, aber noch Biss haben.
  12. Zum Schluss gibst du die kalte Butter und den Parmesan unter den Reis und hebst die Rote-Bete-Blätter unter.
  13. Mit Meersalz und frischem weißem Pfeffer abschmecken und sofort servieren. Wenn Risotto abkühlt, wird es klebrig.

Buon appetito!

Botwinka: Polnische Rote-Bete-Suppe

Besonders lecker an kalten Tagen: Botwinka
Besonders lecker an kalten Tagen: Botwinka (Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Der Herbst ist angebrochen, und was passt besser zu den kalten Tagen, als eine heiße Suppe? Die polnische Botwinka erinnert ein bisschen an die osteuropäische Rote-Beete-Suppe Borscht. Sie wird aber ohne Kohl zubereitet und ist allgemein etwas leichter. Für diese Suppe kannst du die Rote-Bete mit Blättern und Wurzel verwenden. Wenn du auf Sahne oder Schmand als Topping verzichtest, hast du eine von „Natur aus“ vegane Suppe.

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 Bund Rote-Bete mit Blättern
  • 2 kleine Möhren
  • 200 g Knollensellerie
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1 l Gemüsebrühe
  • (100 ml Sahne oder Schmand)
  • Meersalz und frischen Pfeffer
  • 1 Bund Dill

Vorbereitungszeit: 10 Minuten

Kochzeit: 30 Minuten

  1. Hacke die gewaschenen Blätter von der Roten-Bete fein.
  2. Schäle oder putze die Rote-Bete und die Möhren gründlich.
  3. Schneide dann beides in kleine Würfel. Tipp: Zum Schneiden der Roten-Bete am besten Einmalhandschuhe anziehen, die frische Bete färbt stark ab. (Nachhaltige Küchenhandschuhe gibt es zum Beispiel von Avocadostore**)
  4. Gib die Möhren und die Rote-Bete zusammen mit dem ganzen Stück Sellerie, der ganzen, geschälten Zwiebel und dem Zitronensaft in die Gemüsebrühe und lass es etwa 10 Minuten köcheln.
  5. Nach 10 Minuten kannst du die Rote-Bete-Blätter dazugeben und so lange kochen, bis alles gar ist.
  6. Nimm die ausgekochte Zwiebel und den Sellerie heraus und lege sie beiseite. Du kannst sie in den nächsten ein bis zwei Tagen für den Ansatz einer Kürbissuppe verwenden.
  7. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  8. Den Dill waschen und fein hacken und über die fertige Suppe streuen.
  9. Bis hierher ist die Suppe vegan. Wer es traditionell mag, kann Sahne oder Schmand dazu servieren.

Smacznego!

Rote-Bete-Blätter in Meerrettich

Rote-Bete-Blätter in Sahne sind besonders fein
Rote-Bete-Blätter in Sahne sind besonders fein (Foto: CC0 / Pixabay / wolffsfa)

Rote-Bete-Blätter in Sahnemeerrettich eignen sich hervorragend als Beilage zu Kurzgebratenem oder als Soße auf Bandnudeln.

Zutaten für 4 Personen:

  • 800 g Rote-Bete-Blätter mit Stiel
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 2 Becher Sahne
  • 2 EL pflanzliches Öl
  • 4 TL Sahnemeerrettich
  • Meersalz und frischen Pfeffer

Vorbereitungszeit: 5 Minuten

Kochzeit: 15 Minuten

  1. Würfel die Zwiebeln fein.
  2. Blanchiere die Blätter und Stiele der Roten-Bete und schrecke sie dann kalt ab.
  3. Schneide sie anschließend klein und dünste sie in einer großen Pfanne zusammen mit den Zwiebeln in etwas Öl.
  4. Gieße nun die Brühe auf und lass es auf kleiner Flamme köcheln, bis die Blätter gar sind.
  5. Rühre die Sahne unter und würze mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer. Eventuell mit etwas Salz abschmecken, je nachdem wie salzig die Brühe ist.
  6. Gib zum Schluss den Sahnemeerrettich hinzu. Lass es nun nicht mehr kochen, da der Meerrettich sonst bitter werden könnte.

Guten Appetit!

Rote-Bete-Blätter kochen: Mehr als nur lecker

Rote-Bete-Blätter sind nicht nur ziemlich lecker, sondern auch überraschend nährstoffreich. Gegenüber ihrer Knolle enthalten die Blätter das Dreifache an Magnesium, das Sechsfache an Vitamin-C und das Siebenfache an Kalzium. Das ist allerdings gar nichts, wenn man weiß, dass sie 200 mal so viel Vitamin A und sogar 2000 mal so viel Vitamin K wie die Rote-Bete selbst enthalten.

Ihre größte Stärke ist wohl seit Hunderten von Jahren bekannt: Rote-Bete-Blätter helfen gegen Knoblauchgeruch!

Die Blätter der Roten-Bete sind also viel zu schade für den Kompost, genau wie das meiste Blattwerk und viele Schalen von Früchten und Gemüsen. Die Leaf-to-Root-Bewegung der Schweizerin Esther Kern sammelt und verbreitet seit 2014 Rezepte aus ungewöhnlichen Pflanzenteilen. So möchte sie das Bewusstsein für die Verwendung aller verwertbaren Pflanzenteile stärken.

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