Rote Bete – 5 ungewöhnliche Rezepte

Rote Beete
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Rote Bete hat von August bis Oktober Saison und ist fast schon Superfood – aber viele Menschen stehen ihr skeptisch gegenüber. Wir zeigen, wie unkompliziert die Zubereitung ist und stellen schmackhafte Gerichte vor.

Die Nährstoffe von Roter Bete

Rote Bete gibt es im August saisonal und regional auf Wochenmärkten mitsamt Blättern zu kaufen
Rote Bete gibt es im August saisonal und regional auf Wochenmärkten mitsamt Blättern zu kaufen (Foto: Utopia / Kathrin Inerle)

Die Rote Bete (oder rote Rübe) wurde vor Jahrhunderten aus der Rübe gezüchtet. Heute wächst sie auch bei uns auf den Feldern. Von August bis Oktober wird sie frisch geerntet. Saisonales und regionales Gemüse haben den Vorteil, dass sie nicht von weit her eingeflogen werden und somit viel CO2 eingespart wird. Zudem wird die regionale Wirtschaft gestärkt. Welches Gemüse und welche Früchte im August Saison haben, kannst du im Saisonkalender nachlesen.

Rote Bete ist reich an wertvollen Nährstoffe. So enthält sie Vitamin-B, Folsäure und Eisen. Alles Stoffe, die für die Blutbildung und somit vor allem für Vegetarier und Veganer wichtig sind. Eisenmangel kann mit Rote Bete Saft bekämpft werden. Zudem haben Studien gezeigt, dass der Saft den Blutdruck senkt. In den Blättern sind viele Vitamine (C, A, K) enthalten, weswegen sie eigentlich zu schade für den Kompost sind. Rote Bete kann auch roh z.B. in Salaten oder gemixt in Smoothies gegessen werden. Dann bleiben viele hitzeempfindliche Vitamine und auch Folsäure erhalten.

Wir stellen dir ein paar Rote Bete Rezepte vor.

Tipp: Der Saft der Roten Bete ist so intensiv, dass sich damit Eier färben lassen. Es empfiehlt sich daher, keine weiße Kleidung zu tragen, auf einem beschichteten Brett oder Teller zu schneiden und mit einem Suppen- oder Esslöffel aus Metall umzurühren. Dann bleiben keine unschönen Verfärbungen zurück. Falls doch etwas auf die Holztischplatte kommt, einfach schnell wegwischen. Von den Händen ist der Saft nach einem Tag wieder weg.

Litauische Rote Bete Suppe

Kalte Rote Bete Suppe ist perfekt für heiße Sommertage
Kalte Rote Bete Suppe ist perfekt für heiße Sommertage (Foto: Utopia / Kathrin Inerle)

In Litauen ist die vegetarische, kalte Suppe eine Nationalgericht und heißt Schaltibarschtschiai. Sie lässt sich gut vorbereiten und in Gläser abgefüllt z.B. zum Picknick mitnehmen. Im Kühlschrank hält sie bis zum nächsten Tag.

Für 2 Portionen der Rote Bete Suppe brauchst du:

  • 400 ml Kefir (oder auch Buttermilch)
  • eine halbe Gurke
  • 1 Rote Bete
  • 1 Bund frischer Dill
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL saure Sahne
  • eventuell 2 hart gekochte Eier
  • Salz und Pfeffer

Einkaufstipps: Das Gemüse für die Suppe gibt es im August saisonal und regional zu kaufen z.B. auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Bio-Märkten. Im Winter wird rote Bete dann eingelagert. Kefir oder Buttermilch kannst du z.B. bei Alnatura auch im praktischen Mehrwegglas kaufen. So sparst du Müll und die Umwelt wird weniger belastet. Bei Eiern kannst du auf Bio- und Freilandqualität achten. Sie schmecken besser und die Hühner leiden nicht unter engen Stallbedingungen.

Und so geht’s: Die rote Bete ca. 30 min köcheln lassen. Die Gurke und die Frühlingszwiebeln in feine Stückchen schneiden und den Dill hacken. Die Rote Bete abkühlen lassen, schälen und ebenfalls in feine Stückchen schneiden. Dann alles mit dem Kefir und der sauren Sahne mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Wunsch mit Wasser verdünnen. Zum Schluss, wenn du willst, die gekochten und geschälten Eier hineinlegen.

In Litauen werden noch Ofen- oder Salzkartoffeln dazu serviert.

Rote Bete Aufstrich mit Kichererbsen

Rote Bete Aufstrich eignet sich als Dip oder fürs Brot
Rote Bete Aufstrich eignet sich als Dip oder fürs Brot (Foto: CCO / Pixabay / carlamonsoncm0)

Aus roher Roter Bete lassen sich schnell und einfach Brotaufstriche herstellen. Im Kühlschrank halten sie abgedeckt ca. 3 Tage.

Für diesen Aufstrich brauchst du:

  • 1 rote Bete
  • 100 g Kichererbsen
  • 1 EL Mandel- oder Sesammus
  • etwas Chilli
  • 10 Blätter Koriander
  • 5 Blätter Minze
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • Salz und Pfeffer

Und so geht’s: Die Kichererbsen über Nacht einweichen und anschließend ca. 45 min garen. Die rohe Rote Bete schälen und in Stücke schneiden. Die weichen Kichererbsen mit der Roten Bete, dem Mandel- oder Sesammus und den Gewürzen im Mixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls die Masse zu dickflüssig ist und nicht richtig gemixt wird, kannst du nach und nach etwas Olivenöl oder Wasser hinzufügen.

Sehr gut schmeckt der Aufstrich auf frischem Holzofenbrot. Weiter Aufstrichrezepte gibt es hier auf Utopia.

Getränke aus Roter Bete

Rote-Bete-Blätter lassen sich z.B. zu Grünen Smoothies verarbeitenen
Rote-Bete-Blätter lassen sich z.B. zu Grünen Smoothies verarbeitenen (Foto: Utopia / Kathrin Inerle)

In einem Smoothie kann Rote Bete sehr gut roh verarbeitet werden. Du kannst die geschälte Rübe einfach roh zum Obst hinzugeben. Die Blätter eignen sich für grüne Smoothies.

Für 3 Gläser grünen Smoothie brauchst du:

  • 5 mittlere Blätter der Roten Bete
  • eine handvoll frischer Pfefferminz- oder Melissenblätter
  • eine halbe Banane
  • eine reife, weiche Nektarine
  • einen Apfel
  • etwas Zitronensaft

Einkaufstipps: Bananen werden in Ländern des Globalen Südens wie z.B. Costa Rica oder Paraguay angebaut. Der Faire Handel unterstützt Kleinbauern, regionale Genossenschaften, Bildungsprojekte und kämpft gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Fair gehandelte Bananen bekommst du in der Regel im Weltladen, aber auch in bestimmten Supermärkten.

Und so geht’s: Einfach alles waschen, die Banane schälen, den Apfel entkernen und zusammen in einen Mixer geben und gut durchmixen. Es sollen keine Stücke mehr im Smoothie sein. Je nach Belieben mit Wasser verdünnen. Grüne Smoothies bekommen meist eine etwas ungewöhnliche Farbe, lass dich davon nicht abschrecken. Die Minze macht ihn sehr frisch und ein „grasiger“ Geschmack entsteht selten.

Auch Limonade lässt sich aus roher Roter Bete herstellen. Das Rezept für die rote Bete Limonade findest du bereits hier auf Utopia.

Gemüse-Pfanne aus Blättern der roten Bete

Die Blätter der Roten Bete sind Vitaminbomben
Die Blätter der Roten Bete sind Vitaminbomben (Foto: CCO / Pixabay / TL-Pictures)

Die Blätter der Roten Bete lassen sich wie Spinat oder Mangold verarbeiten. Zudem verfeinern sie roh und klein geschnitten jeden Salat.

Für eine warme, vegane Gemüsepfanne aus den Blättern der Roten Bete brauchst du:

  • 600 g oder ca. 4 Hände voll Blätter
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 300 g Tomaten
  • 100 ml Karottensaft (wenn du viel Soße magst)
  • Salz und Pfeffer

Einkaufstipps: Auch Tomaten gibt es im August regional aus Deutschland zu kaufen. Im Winter kannst du sie z.B. durch Karotten und Pastinaken ersetzen.

Und so geht’s: Die Zwiebeln kleinschneiden und im Öl andünsten. Wenn sie glasig sind, den klein geschnittenen oder gepressten Knoblauch hinzugeben. Die Blätter der Roten Bete waschen, die harten Stiele entfernen, etwas kleinschneiden und mit in die Pfanne geben. Die klein geschnittenen Tomaten hinzufügen. Alles etwa 10 min köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls du mehr Soße möchtest, einfach Karottensaft nach Belieben hinzufügen.

Dazu passen Kartoffeln oder Reis.

Rote Bete konservieren

Rote Bete lässt sich gut für den Winter haltbar machen. Ein Rezept zum Einkochen findest du in Videoformat hier:

Rote Bete kann wie viele andere Gemüsesorten auch eingelegt oder getrocknet werden. 3 einfache Methoden um Lebensmittel zu konservieren findest du bereits auf Utopia.

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