Staycation: 6 Tipps für einen nachhaltigen Urlaub zu Hause

Foto: CC0 / Pixabay / Nika_Akin

Staycation bedeutet Urlaub ohne Kofferpacken und Anreise-Stress – mehr Entspannung geht nicht. Genieße deinen Urlaub ohne den Druck, unbedingt etwas erleben zu müssen. Wir geben dir Tipps, wie deine individuelle Staycation aussehen kann.

„Staycation“ ist ein Kofferwort aus den englischen Wörtern stay (bleiben) und vacation (Urlaub). Es steht für einen aktuellen Urlaubstrend: Anstatt weit weg zu fahren oder zu fliegen, verbringst du die freie Zeit in deiner Region. Genieße alles, was du am Urlaub liebst und befreie dich von dem, was beim Reisen Stress und Umweltzerstörung verursacht.

Deine Staycation fängt in dem Moment an, in dem der letzte Arbeitstag beendet ist. Vor einer Fernreise geht viel Zeit verloren, während du Angebote vergleichst und aufwändig planst. Außerdem sind Fernreisen meist mit hohen CO2-Emissionen verbunden – in dieser Hinsicht entspannt Staycation nicht nur dich, sondern auch das Klima. Ein Urlaub in der Region löst auch keine Flugscham aus, da du gar nicht über eine Anreise mit dem umweltschädlichsten Verkehrsmittel nachdenken musst. 

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie befeuerte den Trend Staycation: Verbringe deinen Urlaub fern von überfüllten Touristen-Hotspots, Menschenmengen und Reiseregulierungen. Das macht die Staycation auch dieses Jahr gut planbar und sicher. Lass dich inspirieren von unseren Anregungen!

Staycation für Wellness-Liebhaber

Staycations sind eine gute Gelegenheit für Wellness und Entspannung.
Staycations sind eine gute Gelegenheit für Wellness und Entspannung.
(Foto: CC0 / Pixabay / secondfromthesun0)

Gönne dir und deinem Körper eine Auszeit. Selbstgemachte Gesichtsmasken, Haarkuren und frisch angerührte Bodylotion bringen Haut und Haare zum Strahlen. 

Entspannen kannst du dich auch mit einer Massage: Gegenseitige Rückenmassagen oder Handmassagen tun Körper und Geist gut. Mit einer Fußmassage kannst du dir auch selbst etwas Gutes tun. Benutze dazu ein selbstgemachtes Massageöl. Wenn du deine Pflegeprodukte nicht selbst anrührst, verwende der Umwelt und deiner Gesundheit zuliebe zertifizierte Naturkosmetik mit natürlichen Inhaltsstoffen. Lass es dir gut gehen und nimm dir einfach Zeit für dich und deinen Körper.

Staycation für Gourmets

Staycations werden besonders schön mit leckerem saisonalem Essen.
Staycations werden besonders schön mit leckerem saisonalem Essen.
(Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Was gibt es Schöneres, als im Urlaub richtig zu schlemmen? Koche und backe während deiner Staycation Menüs, die dir im Alltag zu aufwändig sind. Mit regionalen und saisonalen Zutaten kannst du immer wieder neue Rezepte ausprobieren – einen Überblick verschafft dir unser Saisonkalender. Auch ins Einkaufen kannst du Urlaubsabwechslung bringen: Wie wäre es mit einem Fahrrad-Ausflug zu einem Bio-Hof in der Nähe?

Wenn du nicht so gern selbst kochst, probiere Too good to go aus. Mit dieser App rettest du Lebensmittel aus Cafés, Restaurants und Bäckereien in deiner Umgebung und wirst mit günstigen Köstlichkeiten belohnt. 

Typische Lieferdienste bringen in der Regel viel Einweg- und Verpackungsmaterial mit sich. Wenn du Essen bestellst, gib schon bei der Bestellung an, dass du das Essen ohne Speisekarten, Einwegbesteck und Servietten geliefert bekommen möchtest. Nutze dazu bei Online-Bestellungen das Feld für Anmerkungen am Ende des Bestellformulars. Lerne lokale Restaurants in deiner Umgebung kennen. Das Portal HappyCow zeigt an, welche Restaurants in deiner Nähe veganes oder vegetarisches Essen anbieten. Wenn du im Restaurant isst, bring ein eigenes Gefäß mit, um eventuelle Reste müllfrei mitnehmen zu können.

Staycation: Absolute Entspannung

Staycations sind ideal zum Entschleunigen.
Staycations sind ideal zum Entschleunigen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Reisen sind oft mit dem Druck verbunden, die Zeit möglichst aktiv zu nutzen. In einem solchen Urlaub erlebst du zwar viel, aber zum Entspannen kommst du nicht. Im Gegensatz dazu ist eine Staycation ideal, um Stress abzubauen und zu entschleunigen. Du befindest dich permanent in einer vertrauten Umgebung und hast einfach nur frei.

Auch wenn du zu Hause bleibst: Es ist dein Urlaub! Den Urlaub an einem anderen Ort nutzt du auch nicht, um Steuererklärung, Haushalt oder Erledigungen zu tätigen – nimm dir die Zeit zu Hause deshalb komplett frei. Schlafe aus, lies Bücher, meditiere, gehe spazieren oder tu einfach gar nichts, wenn dir danach ist. Digital Detox gibt dir während der Staycation, aber auch im Alltag mehr Zeit für dich.

Du darfst auch einen ganzen Tag im Bett bleiben, wenn du magst. Nimm dir genau die Auszeit, die du dir wünschst. Solange du es genießt, ist es keine verschwendete Zeit, sondern reine Entspannung.  

Staycation für Entdecker*innen

Staycation: Die ideale Zeit für Mikroabenteuer.
Staycation: Die ideale Zeit für Mikroabenteuer.
(Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Auch wenn du eher der Typ für aktive Urlaube bist, ist Staycation genau das Richtige für dich. Wetten, dass du deine Region noch gar nicht so gut kennst? Recherchiere typische Ausflugsgziele, Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, die du noch nie besucht hast. Nun hast du Zeit für die Unternehmungen, bei denen du bisher immer gesagt hast: „Das müsste man auch mal machen!“

Auch wenn deine Region keine spektakulären Sehenswürdigkeiten bereithält, gibt es einiges zu erleben. Der Abenteurer des Jahres 2012, Alastair Humphreys, hat das Konzept Mikroabenteuer (Microadventure) entwickelt: Kurz gefasst geht es bei Mikroabenteuern darum, individuelle Erlebnisse in der Natur zu haben, ohne zu verreisen. Nach Alastair Humphreys endet ein Microadventure mit einer Übernachtung in der freien Natur. Wenn du ein Zelt, ein Kanu oder anderes Equipment für deinen Ausflug brauchst, frage Freunde oder nutze Social-Media-Gruppen. Indem du solche selten benötigten Dinge ausleihst, schonst du aktiv die Umwelt. 

Staycation für Bastler*innen

Deine Staycation bietet Zeit für kreative Projekte.
Deine Staycation bietet Zeit für kreative Projekte.
(Foto: CC0 / Pixabay / jackmac34)

Staycation bietet Zeit für Kreativität. Das Nähprojekt, das du schon so lange aufschiebst, das Möbelstück, das du schon so lange bauen wolltest: Jetzt hast du Zeit dafür. Vielleicht hast du aber auch Lust, etwas ganz Neues zu lernen. Online-Kurse vermitteln viele handwerkliche Fähigkeiten. Auch Gärtnern ist eine schöne Beschäftigung für die Ferien.

Das Wichtigste ist, dass du Spaß an der Sache hast. Wenn du kein Freund von Renovierungsarbeiten bist, verschwende nicht deinen Urlaub mit solchen Arbeiten. Aber wenn du es liebst, deine Wohnung umzugestalten, nutze deine Ferien zum Streichen, Tapezieren oder für kleine Reparaturen. Unter Stichworten wie Shabby Chic und Upcycling findest du Anregungen, wie du deiner Wohnung einen neuen Look verleihst, ohne alte Möbel zu entsorgen. Frischer Wind statt Ressourcenverschwendung!

Staycation und Tapetenwechsel

Staycation im Tiny House?
Staycation im Tiny House?
(Foto: CC0 / Pixabay / WinnieC)

Wenn du in deinen eigenen vier Wänden nicht zur Ruhe kommst oder einfach Lust auf einen Tapetenwechsel hast, wie wäre es mit einem Wohnungstausch? Tausche mit Freund*innen für einige Tage die Wohnung. Macht vorab aus, welche Zimmer oder Schränke privat sind und welche Sachen genutzt werden dürfen. Dann macht ihr Urlaub in der gleichen Stadt, aber in einer anderen Wohnung. Gerade wenn du im Homeoffice arbeitest, kann es zum Abschalten sinnvoll sein, die freie Zeit in einer anderen Wohnung zu verbringen. Vielleicht kannst du sogar eine andere Wohnform ausprobieren, zum Beispiel ein Tiny House.

Eine andere Option ist es, eine Ferienwohnung oder ein Hotelzimmer in deiner Region zu buchen. Auch dabei verlässt du die gewohnte Umgebung, genießt sogar einige Services, aber hast keine weite Anreise. 

Weiterlesen auf Utopia.de:

English version available: Staycation: 6 Ideas to Enjoy a Relaxing Vacation at Home

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