Süßkartoffel: So gesund ist die Super-Knolle

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Süßkartoffeln gelten als besonders gesundes Gemüse und das nicht ohne Grund. Ihren Namen haben die Süßkartoffeln zwar von ihrem süßen Geschmack. Trotzdem enthalten sie nur sehr wenig (natürlichen) Zucker und sind stattdessen reich an verschiedenen Vitaminen.

Süßkartoffeln: Gesundes Gemüse mit vielen Vitaminen

Wie gesund sind Süßkartoffeln?
Wie gesund sind Süßkartoffeln? (Foto: CC0 / Pixabay / ceminlee)

Süßkartoffeln sind für ihr rotfarbenes Fleisch bekannt und ein echtes Super-Food. Die Knollen können mehrere Kilogramm schwer und an die 30 Zentimeter lang werden. Du kannst sie kochen, backen, braten und wie Pommes frittieren. Sie eigenen sich daher als leckere Rezept-Alternative zu normalen Kartoffeln, schmecken allerdings deutlich süßer. Zugleich sind sie auch deutlich gesünder:

  • Sie enthalten viel mehr Vitamin A und Beta Carotin, das gut für die Sehkraft und die Haut ist. Der Gehalt an Beta Carotin entspricht sogar annähernd dem von Karotten.
  • Auch Vitamin E steckt reichlich in den gesunden Süßkartoffeln und schützt die Hautzellen vor Alterung. Bereits 100 Gramm Süßkartoffeln decken ein Drittel vom Tagesbedarf an Vitamin E eines Erwachsenen.
  • Da Süßkartoffeln auch mehr Ballaststoffe als herkömmliche Kartoffeln enthalten, machen sie auch länger satt.

Nährwerte und Kalorien von Süßkartoffeln im Überblick

Nährwertangaben pro 100 g Süßkartoffeln (gemäß des US-Landwirtschaftsministeriums):

  • Brennwert: 360 kJ
  • Kalorien: 86 kcal
  • Protein: 1,6 g
  • Kohlenhydrate: 20 g
  • davon Zucker: 4,2 g
  • Fett: 0,1 g
  • Ballaststoffe: 3 g

Vitamine und Beta Carotin:

  • Vitamin A: 14187 IU
  • Vitamin C: 2,4 mg
  • Vitamin E: 260 µg
  • Beta Carotin: 8509 μg

Mineralstoffe:

Die Klimabilanz der Süßkartoffel auf dem Weg in den Supermarkt

Süßkartoffel-Bauer
Süßkartoffel-Bauer (Foto: CC0 / Pixabay / thomas0000)

Besonders beliebt sind Süßkartoffeln in den USA und in China. Etwa zwei Drittel aller Süßkartoffeln werden in China angebaut. Aber auch in Europa wachsen auf vielen Feldern in Italien, Spanien und Portugal Süßkartoffeln – vorzugsweise in etwas tropischeren und subtropischen Gebieten.

Die gesunden Knollen in deutschen Geschäften werden aber in der Regel von Feldern in Israel und Südamerika mit Flugzeugen oder Schiffen nach Deutschland gebracht. Beide Transportwege sind wegen des hohen CO2-Austoßes alles andere als klimafreundlich.

Ganz schlecht: In Plastik eingeschweißte Süßkartoffeln aus den USA
Ganz schlecht: In Plastik eingeschweißte Süßkartoffeln aus den USA (Foto: Utopia / Sven Schulz)

Neben der schlechten CO2-Bilanz von Süßkartoffeln aus Übersee ist auch die Verpackung häufig ein Problem: Die Süßkartoffeln werden vorsortiert, gewogen und in Plastikfolie verpackt. Poblematisch hieran ist, dass Plastik viele Chemikalien enthält, die für die Gesundheit schädlich sein können. Außerdem ist es nicht biologisch abbaubar und bleibt über Jahrhunderte in der Natur – zum Beispiel in den Meeren. Einen nachvollziehbaren Grund gibt es für die Plastikverpackung bei Süßkartoffeln nicht. Für Mensch und Umwelt ist es die bessere Wahl, wenn du unnötige Verpackungen sparst und das Gemüse lose einkaufst.

Inzwischen haben auch einige deutsche Bauern den Süßkartoffel-Trend für sich entdeckt und bauen die Knolle auf ihren Feldern an. Zur Ernte-Zeit im September gibt es daher in Bio-Geschäften und Supermärkten mit viel regionalem Gemüse oft auch Süßkartoffeln aus der Region.

Tipp: Wann welches Gemüse in Deutschland Ernte-Siason hat, zeigt dir unser Saison-Kalender.

Wer auch im Rest des Jahres nicht auf Süßkartoffeln verzichten will, sollte zumindest solche aus europäischem Anbau kaufen – sie haben den vergleichsweise kürzesten Weg hinter sich. Rezeptideen findest du hier: Süßkartoffel zubereiten: 3 schnelle Rezepte.

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