Warum dein Geldbeutel eine scharfe Waffe ist

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Wer gezielt einkauft, bestimmt mit, was produziert und auf welche Weise es gemacht wird. In diesem Video erklärt der Schauspieler und engagierte Umweltschützer Hannes Jaenicke, was ihr mit den richtigen Kaufentscheidungen bewegen könnt.

 

Strategischer Konsum

Nachhaltig konsumieren ist schwer? Zugegeben, wenn man bisher vor allem konventionell eingekauft hat, scheint der „Umstieg“ wie ein Fulltime-Job, ist er aber nicht. Utopia hilft dir bei den nachhaltigen Kaufentscheidungen, berät und gibt Hintergrundinfos. So zum Beispiel zu den Themen:

Gute Vorsätze: Fair Fashion kaufen
Weniger, dafür gut produzierte und qualitativ hochwertige Kleidung: strategisch Klamotten kaufen (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay)

Selber machen

Viele Dinge, die wir kaufen, können wir ganz einfach selber machen. Beim Do-It-Yourself (DIY) geht es außerdem darum, selber zu entscheiden, welche Materialien, Zutaten oder Inhaltsstoffe wir verwenden. Gleichzeitig schätzt man selbstgemachte Dinge mehr, als gekaufte. Jeder kennt den Effekt: Was wir mit viel Aufwand selbst gemacht haben, werfen wir nicht so einfach weg.

Utopia gibt vielfältige Inspirationen für Dinge, die du ganz einfach selber machen kannst:

Letztlich ist die vielleicht wichtigste Frage für nachhaltige Kaufentscheidungen: Brauche ich wirklich etwas Neues oder kann ich auch mit dem zufrieden sein, was ich habe? Dein Konsum ist Macht, nutze sie.

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(7) Kommentare

  1. Ein passender Leser-Kommentar aus der Zeit heute: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-03/erdbeben-japan-tokyo-2

    „Wir sind alle mitschuldig…wegen unserer Konsumgier: Politiker und Bürger aller Industrienationen müssen stark umdenken. Warum muss bei jedem Besuch bei Mc Donalds oder Burger King ein meist höchst schwachsinniges Plastikspielzeug dabei sein? Warum bauen wir unsere Toiletten in Kernräume ohne Fenster, so dass wir nach jedem Klogang 20 Minuten einen Lüfter laufen lassen müssen, der ca. 20 Watt verbraucht? Warum gibt es sogar solche Lüfter, die das doppelte verbrauchen, nur weil die Verschlusslamellen mit einem Bimetall geöffnet werden?
    Warum werden elektrische Geräte mit einem Standby-Verbrauch von mehr als 1 Watt von den Politikern nicht verboten und warum werden diese Geräte von uns Bürgern überhaupt noch gekauft?
    Warum sind wir noch nicht alle zu Ökostromanbietern gewechselt? Warum fahren wir unsere Kinder mit dem Auto in den weniger als 1 Km entfernten Kindergarten, oder holen die Brötchen vom nur 500 m entfernten Bäcker mit dem Auto? Die Liste ist beliebig fortsetzbar. Auf Politiker schimpfen ist eine Sache, bei sich selbst aufräumen eine andere.“

    Dem kann ich mich nur anschließen: Plastikspielzeug bei McDonalds (aus Erdöl!) bei jedem happy meal, Kinder, die nach 10 Min. laufen müde sind, weil sie immer gefahren werden, tausende von verschiedenen Druckerpatronen, Staubsaugerbeuteln, Netzteilen…der totale Konsumirrsinn. Wie lautet der alte Spruch der Indianer, bald werden sie merken, dass man Geld nicht essen kann. Hier ein Bericht über die japanische Pünktlichkeit: http://www.memoro.org/de-de/video.php?ID=1536 Wenn sie mit ihrer Präzision AKWs nicht beherrschen können, was wird dann im Ostblock passieren?

  2. Danke, guter Beitrag. Da du die Indianer erwähnst, habe ich gleich die passende Buchempfehlung: „Rückkehr zur Schöpfung, die ursprünglichen Weisungen der Wampanoag Indianer“ geschrieben von Manitonquat.

    Ich finde es wirkungsvoll , wenn bekannte Gesichter/Personen („Sympathieträger“) sich außerhalb von Wohltätigkeit einsetzen und ihre Aussage mit dem Gewicht der Prominenz unterstreichen. Der Effekt kommt glaube ich bei den Menschen besser an, als wenn ein Unbekannter das Video gedreht hätte. Also danke auch an Hannes Jaenicke.

  3. Sehr guter Videobeitrag.

    Geld sind unsere Wahlscheine für die tägliche kleine Volksabstimmung.

    Wenn wir unzertifizierte Schokolade kaufen geben wir unsere Stimme für die Kindersklaverei ab. Wenn wir Atomstrom kaufen, dann für die Atomenergie. Wenn wir Palmöl konsumieren oder E10 tanken wählen wir das Abbrennen userer Regenwälder mit anschließender Verseuchung des Bodens mit Pestiziden. Und mit jedem Kauf bestellen und finanzieren wir weitere Umweltzerstörungen. Die Industrie ist gar mehr Schuld daran. Sie liefert nur das nach, was wir bestellen.

    Dabei könnten wir genauso einfach unsere Stimme für das Gute in der Welt abgeben und gute Produkte bestellen. Sie kosten nur geringfügig mehr, erleichtern aber ungemein das Gewissen.

    Heute sind Konsumwahlen, nutzen wir sie!
    Wir können selbst entscheiden welche Firmen wir subventionieren wollen.

  4. Ich bin sehr ähnlicher Ansicht wie H. Jaenicke. Das „trotzdem“ im Einleitungstext finde ich übrigens gar nicht so nötig, denn gerade auch aus der Katastrophe in Japan lassen sich Lehren für bewussteren kritischeren Konsum ziehen – z.B. bzgl der Wahl des Stromanbieters; für die nächsten Monate leider auch die Frage, ob nicht Fische aus dem Pazifik radioaktiv verstrahlt sind (was ein zusätzlicher Grund wäre, neben allg Überfischung der Meere und veganen Gründen, weniger oder gar keine Fischprodukte zu essen – dazu auch Fischmehl aber nicht zu vergessen, das oft an Tiere, z.B. Geflügel und Schweine, verfüttert wird …)

  5. Guter Hinweis. Somit hätte es auch was gutes, dass wir jetzt die Fische verstrahlen. Denn das schont sie vielleicht vor der viel größeren Gefahr wegen unserem Konsum ausgerottet zu werden. Die meisten Menschen achten bei ihrem Konsum leider ausschließlich auf den Eigennutz. Also haben die Meeresbewohner nur dann eine wirkliche Chance, wenn es uns direkt schadet sie zu konsumieren. Es gäbe bestimmt auch nicht so einen Bioboom, wenn die konventionelle Nahrungsmittelproduktion nicht auch die eigenen Gesundheit gefährden würde. Aber zum Glück steigt auch, wenn auch viel langsamer, die Zahl der Konsumenten, die nicht ausschließlich aus Eigennutz bereit sind teurere Produkte zu kaufen, was sich am steigenden Absatz von Fair-Trade Produkten zeigt.

  6. Was mich bei Utopia immer wieder wundert, ist die unkritische Einstellung zum Autoverkehr. Als wenn es umweltverträglich wäre, wenn jeder einen Kleinwagen fahren würde. Hier wird so getan, als wenn jeder einen SUV hätte und die kleineren Autos keinen Schadstoffaussutoß…
    Utopia begreift das individuell motorisierte Verkehrssystem nicht. Statt den öffentlichen Verkehr, das Fahrrad und das zu Fuß gehen zu thematisieren, wird dem Menschen eingeredet, er könne mit einem kleinen Auto die Umwelt schützen. Auch eine Masse an Kleinwagen ist umweltzerstörend.
    Nur eine Infragestellung dieses Verkehrskonzeptes kann eine Veränderung bringen.
    Hier muss Utopia wirklich innovativ und phantasiereicher werden!

  7. Der CO2-Ausstoß des gesamten globalen Verkehrs, nicht nur des bischen Autoverkehrs in Deutschland, wird bei weitem übertroffen durch die Regenwaldbrandrodungen für Palmöl- und Viehfutterplantagen. In Deutschland wird mehr CO2 durch Fleischkonsum emittiert als durch den Verkehr. Klar kann man mit der Verkehrsreduzierung auch was ausrichten, aber es bringt mehr, wenn man auf Lebensmittel von brandgerodeten Regenwaldflächen verzichtet, da dabei nicht nur das Klima belastet wird sondern viel schneller unschätzbare Tier- und Pflanzenarten ausgerottet werden. Ich habe meine Prioritäten gesetzt und gönne mir dafür ein wenig Autoverkehr mit der Mitfahrzentrale. Zudem filtert der von mir gerettete Regenwald das CO2, das ich verfahre, wieder heraus. E10 kommt mir natürlich nicht in den Tank und ich hoffe, dass ich mir bald ein Elektroauto leisten können werde. Unsere Biodiversität kann das jedoch nicht retten. Wenn erstmal die Schwellenländer unserem Vorbild folgen und Fleisch für sich entdecken ist es mit unserer Artenvielfalt vorbei, geschweige denn Palmöl und Agrosprit. Dagegen ist Verkehr mit fossilen Kraftstoffen harmlos und wir könnten durch die Rettung der Wälder viel mehr erreichen.

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