Rauchmelder-Test: Gute Modelle schon für 20 Euro

Foto © Stiftung Warentest

In vielen Bundesländern kommt die Rauchmelderpflicht oder ist schon da. Gute Nachrichten vom Rauchmelder-Test der Stiftung Warentest: Die Auswahl ist groß, wenige Rauchmelder fallen durch, für 20 Euro kann man bereits einen guten bekommen.

In vielen Bundesländern gilt inzwischen die Rauchmelderpflicht, in einigen Ländern – wie Bayern – gilt sie ab 2018. Das bedeutet, das alle Wohnungen mit Brandmeldern ausgestattet werden müssen. Mieter müssen es dulden, wenn Vermieter sie einbauen lassen.

Wo anbringen? Rauchmelder gehören typischerweise in Schlafzimmer und Kinderzimmer sowie in Flure, die als Fluchtwege genutzt werden würden. Achte bei Rauchwarnern auf diese Merkmale:

  • Druckknopf zum regelmäßigen Rauchmelder-Test
  • DIN EN 14604
  • CE-Zeichen mit Prüfnummer
  • VdS-Zeichen (Qualitätskontrolle durch Dritte)
  • Warnsignal 30 Tage vor Akku-/Batteriewechsel

Darüber hinaus gibt es viele Unterschiede zwischen Rauchmeldern, vor allem unterschiedlich lange Batterielaufzeiten. Auch bietet der Markt viele Brandmelder mit Sonderfunktionen.

Rauchmelder-Test der Stiftung Warentest

Stiftung Warentest schaute sich in Ausgabe 1/2018 an, wie zuverlässig verschiedene Feuermelder warnen. Getestet wurden dabei klassische Modelle mit Batterien für den Langzeitbetrieb, wie sie vor allem für Wohnungen und Häuser geeignet sind, in denen der Rauchmelderalarm überall gehört werden kann.

Von 17 Rauchmeldern schnitten viele „gut“ oder „befriedigend“ ab, nur zwei fielen mit „mangelhaft“ durch. Am Preis liegt es nicht: Gute Rauchwarner gibt es dem Verbrauchermagazin zufolge auch für knapp 20 Euro.

Folgende Modelle für unter 25 Euro schnitten im Rauchmelder-Test mit „gut“ ab**:

  • Abus GRWM30600 (ca. 25 Euro. z.B. bei eBay, Amazon)
  • Brennenstuhl RM L 3100 (ca. 20 Euro. z.B. bei eBay, BayWa-Baumarkt)
  • Busch-Jaeger Busch-Rauchalarm Professional Line (ca. 24 Euro. z.B. bei Amazon, eBay)
  • Detectomat HDv Sensys (ca. 22 Euro. z.B. bei eBay, Amazon)
  • Hekatron Genius Plus (ca. 25 Euro. z.B. bei Amazon, eBay)
  • Indexa RA280Q (ca. 20 Euro. z.B. bei eBay)
  • Kidde Q2 Modell 10Y29 (ca. 25 Euro. z.B. bei eBay)

Auch Mini-Geräte mit einem Durchmesser von 4 bis 7,2 Zentimetern wurden geprüft. Die Tester fanden diese Rauchwarnmelder oft umständlich zu bedienen. Viele schnitten daher nur mit „befriedigend“ ab – und doch gab es auch da ein Modell, das Stiftung Warentest empfehlen konnte.

Miteinander vernetzte Funkmelder, sind vor allem für größere Häuser und Wohnungen gedacht. Der einzige Funkmelder im Vergleich schlug trotz dichtem Rauch nicht oder erst viel zu spät an. Das ist mangelhaft. Besser sind drei Gute aus dem Vorgängertest – sie gibt es ab 65 Euro.

Der Rauchmelder-Test prüfte auch vier Smart-Home-Modelle. Diese verbinden sich per Funk mit einer zentralen Steuerung, können Probleme via Smartphone melden – und kosten deutlich mehr. Nur zwei Smart-Home-Rauchmelder fand Stiftung Warentest überzeugend.

Stiftung Warentest rät zu Rauchmeldern mit Lithium-Lang­zeitbatterien, die meist etwa zehn Jahre halten. Von Billig-Geräten mit Alkalibatterien rät der Brandmelder-Vergleich ab, denn die Batterien müssen viel häufiger ausgetauscht werden. Das erhöhe den Gesamtpreis und das Risiko beim Wechsel.

Ausdrücklich nachhaltigere Rauchmelder scheint es derzeit noch nicht zu geben. Den Rauchmelder-Test findest du in Heft 1/2018 des Verbrauchermagazins test. Er ist auch online unter www.test.de/rauchmelder verfügbar.

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