Aroniasaft: Wirkung, Inhaltsstoffe und wie du ihn herstellst

Foto: CC0 / Pixabay / Hietaparta

Aroniasaft hat einige wertvolle Inhaltsstoffe zu bieten – in beachtlichen Mengen. Welche das sind und wie du sie als Saft für dich optimal nutzt, erfährst du hier.

Aoniasaft: Aus dieser Frucht besteht er

Apfelbeeren wachsen auch in unserer Klimazone.
Apfelbeeren wachsen auch in unserer Klimazone.
(Foto: CC0 / Pixabay / Cydonia)

Die schwarzblaue Aroniabeere besitzt einen herben Geschmack und hinterlässt ein trockenes, etwas pelziges Gefühl im Mund. Als Snack für zwischendurch ist sie deswegen nicht gerade beliebt. Als Saft, besonders gemischt mit anderen Fruchtsäften, ist sie aber ein leckerer Lieferant von vielen gesunden Nährstoffen.

Die Frucht wird auch Apfelbeere genannt. Sie kommt vorwiegend aus Osteuropa. Du kannst sie aber auch in deinem Garten oder auf deinem Balkon ziehen. Ihr Strauch ist sehr robust und wird bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts bei uns in Europa kultiviert. Bis minus 30 Grad Celsius übersteht die Frucht ohne Probleme. Die Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch.

Erntezeit der Beere ist zwischen August und Oktober. Den Namen Apfelbeere hat sie übrigens, weil sie tatsächlich Ähnlichkeit mit einem Apfel hat: Sowohl von der äußeren Form her, als auch aufgeschnitten. Denn ihre Kerne ordnen sich wie die des Apfels um die Mitte der Beere an. Daher ist Aronia keine Beere im botanischen Sinne, sondern ein Kernobst.

Die dunkle Farbe der Apfelbeere kommt vom hohen Gehalt an sogenannten Anthocyanen, was übersetzt nichts anderes heißt als dunkelfarbige Blüte. Wegen ihrer starken Farbe, die Zähne und Zunge vorübergehend blau-violett färben kann, wird die Apfelbeere gerne in der Nahrungsmittelindustrie als natürlicher Farbstoff eingesetzt.

Aroniasaft: So gesund ist er

Aroniasaft enthält eine Reihe gesunder Inhaltsstoffe:

  • Aroniabeeren haben im Vergleich mit 143 anderen Pflanzen den höchsten Gehalt an Polyphenol. Polyphenole wirken als Antioxidantien, also Stoffe, die freie Radikale im Körper binden. Zu den Polyphenolen zählen unter anderem das schon erwähnte Anthocyan und Flavonoide, die ebenfalls reichlich in den Beeren enthalten sind. Die positiven Wirkungen, die in den folgenden Punkten genannt werden, führen Wissenschaftler größtenteils auf die Antioxidantien zurück.
  • Diabetikern kann die Apfelbeere helfen, den Blutzucker zu senken, haben Wissenschaftler aus Bulgarien herausgefunden.
  • Laut dieser Studie hilft die Apfelbeere bei zu hohen Cholesterinwerten.
  • Einige Inhaltsstoffe sollen Darmkrebs vorbeugen, fanden Wissenschaftler der Uni Maryland heraus, ebenso wie Brustkrebs laut der Studie einer polnischen Universität.
  • Gegen koronare Herzkrankheiten sowie zur Gesundheit wichtiger Organe wie der Leber leistet die Frucht einen wichtigen Beitrag. 
  • Daneben enthalten die Beeren Vitamin C, die Vitamine B1, B2 und B6, Vitamin K, Calcium und Magnesium neben einer Reihe anderer wichtiger Inhaltsstoffe.

Verschiedene Studien zu den positiven Wirkungen von Apfelbeeren werden hier zusammengefasst. Die Wissenschaftler geben allerdings zu bedenken, dass einige Wirkungen noch nicht sicher nachgewiesen wurden. Bewiesen werden muss zum Beispiel noch, ob Aroniabeeren wirklich bei Diabetes und gegen hohe Cholesterinwerte helfen.

Obwohl Aroniasaft sehr gesund ist, solltest du ein paar Dinge beachten, wenn du ihn verzehrst:

  • Wie viele dunklen Beeren enthält auch Aronia giftige Blausäure. Pro hundert Gramm sind es zwischen 0,6 und 1,2 Milligramm. Für einen Menschen sind 0,7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht giftig. Für diese Menge müsstest du also mehrere Kilo der Beere täglich essen – in Säften sind aber viele Beeren verarbeitet. Nimm deshalb nicht zu viel Aroniasaft täglich zu dir.
  • Bei empfindlicheren Menschen kann der Gerbstoffgehalt der Beere zu Magenschmerzen führen.
  • Außerdem kann Aroniasaft leicht abführend wirken.
  • Aufpassen sollten auch Menschen mit Eisenmangel: Denn die Beere trägt einen Stoff in sich, der Eisen bindet und es somit aus dem Blutkreislauf entfernt.

Aroniasaft selbst herstellen

Aroniasaft kannst du ganz leicht selbst herstellen.
Aroniasaft kannst du ganz leicht selbst herstellen.
(Foto: CC0 / Pixabay / utroja0)

Den nährstoffreichen Aroniasaft musst du nicht kaufen, sondern kannst ihn ganz einfach selbst herstellen. Dafür gibt es zwei Verfahren:

1. Gekochter Aroniasaft:

Auf 1 Kilo Beeren brauchst du 120 Gramm Zucker und nach Belieben eine Zimtstange.

  1. Wasche und verlese die Beeren.
  2. Bedecke die Zimtstange und die Beeren in einem Topf mit Wasser und lasse sie eine halbe Stunde köcheln.
  3. Streiche die Masse anschließend durch ein Sieb oder drücke die Beeren durch ein sauberes Leinentuch und fange den Saft in einer Schüssel auf. Da die Beeren sehr stark färben, solltest du dabei Handschuhe tragen.
  4. Koche den Saft mit dem Zucker auf.
  5. Fülle den Saft noch heiß in ausgewaschene und am besten sterilierte Flaschen. 

Auf diese Weise hergestellt, hält sich der Aroniasaft für etwa ein Jahr.

2. Kalt hergestellter Aroniasaft:

Wenn du die Beeren schonender behandeln möchtest, kannst du den Saft auch kalt herstellen. Dann hält er sich allerdings nicht so lange.

  1. Zerkleinere die Beeren in einem Mixer und übergieße sie anschließend mit abgekochtem Wasser.
  2. Das Ganze lässt du einen Tag bei Raumtemperatur stehen.
  3. Streiche die Mischung durch ein sauberes Leinentuch und süße sie nach Geschmack.

Extra-Tipps:

  • Am besten verwendest du braune Flaschen, die weniger Licht durchlassen, damit die Inhaltsstoffe optimal erhalten bleiben. Lagere den Saft außerdem kühl und dunkel.
  • Die ausgedrückten Beeren musst du nicht wegschmeißen, sondern kannst sie trocknen und für Tee verwenden.
  • Mische den Saft mit anderen Fruchtsäften. Das mildert den herben Geschmack.
  • Auch mit einem Dampfentsafter kannst du Aroniasaft herstellen.
  • Keine Lust auf Saft? Hier sind noch mehr Anregungen, wie du Aroniabeeren verarbeiten kannst.

Weiterlesen auf Utopia:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: