Tee trinken – aber richtig

Foto: Unsplash / Cole Hutson, CCO Public Domain

Grüntee, Schwarztee, Kräutertees – Tee macht nicht nur warm und schmeckt gut, sondern ist oft auch sehr gesund. In unserem großen Tee-Ratgeber erfährst du, welche Wirkung die verschiedenen Tees haben, welche Marken empfehlenswert sind, welche Kritik es am Anbau gibt und wo du das richtige Zubehör bekommst.

Die Geschichte vom Tee begann vor über 5000 Jahren in China. Schon damals wurde Tee sowohl als Genuss- als auch als Heilmittel verwendet. Mit Tee sind eigentlich die getrockneten Teile der Teepflanze gemeint. Je nach Verarbeitungsweise unterscheidet man zwischen schwarzem, rotem, grünem und weißem Tee sowie Oolong. Doch auch Aufgussgetränke anderer Pflanzen werden gemeinhin als Tee bezeichnet, so zum Beispiel Kräutertee aus Pfefferminze und Rooibos- oder Früchtetee.

Tee: ein bedeutendes Wirtschaftsgut

Die Teepflanze wird vor allem in tropischen und subtropischen Hochlagen angebaut, weltweit auf ca. 3,5 Millionen Hektar. Drei Viertel der weltweiten Ernte von mehr als fünf Millionen Tonnen werden in China, Indien, Kenia, Sri Lanka und Vietnam angebaut (siehe Statista).

Letztlich war und ist Tee ein bedeutendes Handelsgut. Deutschland importiert jährlich fast 60.000 Tonnen Tee im Wert von über 200 Millionen Euro. Wir trinken demnach pro Kopf mehr als 26 Liter Schwarz- und Grüntee sowie mehr als 52 Liter Kräuter- und Früchtetee, wobei der Anteil von fair gehandeltem Bio-Tee gering sein dürfte.

Im Folgenden findest du alles Wissenswerte zum Thema Tee trinken.

Die verschiedenen Tee-Sorten und ihre Wirkungen

  • Brennnesseltee: Von wegen Unkraut! Die gesundheitsfördernde Wirkung von Brennnesseltee ist bereits seit der Antike bekannt. Bei uns kommt er meist bei Blasenentzündung zum Einsatz. Dabei hat er viele andere positive Eigenschaften und lässt sich leicht selbst ernten und zubereiten.
  • Fencheltee: Er ist dank seiner wohltuenden Wirkung bereits seit Jahrhunderten ein beliebtes Hausmittel. Fencheltee wird für die Linderung zahlreicher Beschwerden eingesetzt.
  • Frauenmanteltee: Wird vor allem wegen seiner hilfreichen Wirkung bei Frauenbeschwerden und Kinderwunsch empfohlen. Wir verraten dir, wozu du Frauenmanteltee noch anwenden kannst und worauf du bei Ernte und Zubereitung des Krauts achten solltest.
Grüner Tee ist sehr gesund und kann dir ebenfalls helfen, dich besser zu konzentrieren.
Grüner Tee in der Kanne (Foto: CCO Public Domain / Pixabay / Free-Photos)
  • Grüner Tee: Dieser Tee hat verschiedene Wirkungen: Er soll beim Abnehmen helfen und Krankheiten vorbeugen. Noch dazu ist er lecker. Wir verraten, was an der Wirkung von Grüntee dran ist.
  • Hagebutte und Hibiskus: An Hagebutte oder Hibiskus denkt niemand, wenn von Superfood die Rede ist. Dabei sind die beiden bei uns heimischen Gewächse durchaus große Vitamin-Lieferanten und auch sonst als Heilpflanzen zu gebrauchen. Hagebutte und Hibiskus: das dynamische Duo in der Teetasse.
  • Ingwertee: Er hilft bei Erkältungen – und lässt sich leicht selber machen. Seine positive Wirkung bei Reiseübelkeit, Migräne und Verdauungsproblemen ist hingegen weniger bekannt. Wir zeigen dir, wie du Ingwertee aus frischem Ingwer selber zubereiten kannst und worauf du dabei achten musst.
  • Kamillentee: Die entzündungshemmende Wirkung von Kamillentee hilft bei Magen-Darmbeschwerden – es gibt aber noch viel mehr Anwendungsmöglichkeiten für Kamillentee.
Pfefferminztee sollte fair gehandelt und in Bio-Qualität sein
Tee am besten fair gehandelt und in Bio-Qualität kaufen (Foto: CC0/pixabay/congerdesign)
  • Matcha-Tee: Der Matcha-Tee war und ist in Japan der beste und edelste Tee, der früher auch nur der Elite vorbehalten war. Der giftgrüne, schaumige Aufguss gilt noch immer als Kultgetränk.
  • Pfefferminztee: Dieser Tee hat eine starke Wirkung. Pfefferminztee macht munter wie Kaffee, beruhigt die Magennerven und kühlt selbst heiß getrunken den Körper von innen.
  • Salbeitee: hilft bei Husten und Atemwegserkrankungen. Aber der Tee hat noch weitere Wirkungen: Schon im Mittelalter tranken Mönche und Gelehrte Salbeitee, um ihren Verstand fit zu halten. Hier mehr über die Wirkung des natürlichen Erkältungsmittels.
  • Schwarztee: Er ist beliebt und enthält neben belebendem Koffein zahlreiche gesundheitsfördernde Stoffe. Hier erfährst du, was du bei der Zubereitung von Schwarztee beachten musst, damit er ihre Wirkung entfalten kann.

Ob Yogi-Tea, Sonnentor, Lebensbaum, Alnatura oder Gepa: In unserer Bestenliste Bio-Tee findest du Schwarz- und Grüntee, Chais sowie vielseitige Kräutertees.

Tee in der Kritik: Pestizide und Ausbeutung im Tee-Anbau

Im Test: Schadstoffe in Tees

  • Wer seinem Baby einen Tee bereitet, will in Sachen Gesundheit gewiss auf Nummer sicher gehen – doch ausgerechnet bei Bio-Babytee fand Öko-Test Pestizide und andere bedenkliche Stoffe.
  • Grüner Tee: noch ein Genussmittel — oder schon eine Schadstoff-Brühe? Ein Test aus dem Jahr 2015 von Stiftung Warentest zeigt, dass man bei vielen grünen Tees schon um seine Gesundheit fürchten muss.
  • Neben dem Verbrauchermagazin Öko-Test bestätigt auch Stiftung Warentest: Kräutertee enthält oft Giftstoffe, die möglicherweise krebserregend sind und die Leber schädigen.
  • Mate-Tee – das ist doch dieser schlank machende Tee, der leistungssteigernd und anregend für Nerven, Muskeln und Stoffwechsel wirkt. Klingt erst mal ganz gesund – die Untersuchung von Öko-Test sagt leider etwas anderes: 10 von 14 Mate-Tees dürften nicht verkauft werden.
  • Schwarzer Tee unter der Lupe: Die meisten Tees sind mit Pestiziden und anderen Schadstoffen belastet. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test des ZDF-Magazins WISO – und bestätigt damit frühere Befunde von Öko-Test.
  • Wohlfühltees versprechen Gemütlichkeit und Wärme, enthalten jedoch oft viele Schadstoffe. Öko-Test fand in mehreren Tee-Proben namhafter Hersteller Pestizide. Die meisten Bio-Tees konnten dagegen glänzen.
  • Fast alle Tests und Untersuchungen zeigen:Wer Bio-Tee trinkt, trinkt gesünder.
Koriandertee hilft bei vielen körperlichen Beschwerden.
Tee ist nicht gleich Tee: Manchmal sind Schadstoffe enthalten. (Foto: CC0 / Pixabay / rawpixel)

Insbesondere im Winter lieben wir aromatisch duftender Tee – gerne aromatisiert mit appetitanregenden Geschmacksrichtungen, die den Tee nach Marzipan oder tropischen Früchten und mehr schmecken lassen. Doch was trinken wir da eigentlich? Hier geht es zum Artikel „Aromatisierter Tee: Kuchen und Einhörner in der Tasse?„.

Teeanbau: Ausbeutung auf den Plantagen

  • Die ZDF-Umweltdoku „Abgebrüht – das bittere Geschäft mit dem Tee“ beklagt ausgebeutete Arbeiter und fahrlässigen Umgang mit hierzulande verbotenen Pestiziden. Sie ist online noch bis zum 6. Oktober 2018 verfügbar.
  • Herkömmlicher Tee hat häufig einen bitteren Beigeschmack: Pestizidbelastung und Ausbeutung auf den Plantagen. Wer verantwortungsvoll einkauft, kann dagegen etwas tun. Allerdings gibt es nicht die eine, rundum gute Alternative – dafür viele verschiedene Initiativen.

Leckere Tee-Rezepte

  • Chai Latte – eine Symbiose
    Der Chai wird nach dem Kochen durch ein Sieb in die Gläser gefüllt.
    Der Chai wird nach dem Kochen durch ein Sieb in die Gläser gefüllt. (Foto: CC0 / Pixabay / tookapic)

    aus zarter Milch und kräftigen Gewürzen. Der klassische Chai aus Indien erfreut sich längst auch bei uns großer Beliebtheit. Wir haben drei leckere Rezepte – auch für veganen Chai Latte.

  • Matcha Latte ist einfach ein Milchgetränk mit Matcha-Tee. Die grüne, als gesünder gehypte Alternative zum Latte Macchiato kann je nach Geschmack entweder mit Kuhmilch oder bei Laktoseintoleranz oder veganer Ernährung auch mit Sojamilch zubereitet werden. Hier geht es zum Matcha Latte Rezept.
  • Eistee selber machen: An heißen Tagen ist ein kalter Eistee eine willkommene Abkühlung. Das Schöne: Er lässt sich einfach selber machen. Wir stellen dir zwei leckere Rezepte für Kinder und Erwachsene vor.
  • Rezept-Ideen für leckere Teemischungen: Kaum ein anderes Getränk gibt es in so vielen Geschmacksrichtungen wie Tee. Wieso ihn also nicht einfach mal selber machen? So kannst du das für dich perfekte Mischverhältnis selbst herausfinden. Wir zeigen dir, worauf du achten musst.

Das richtige Tee-Zubehör ist fair und nachhaltig produziert sowie frei von Schadstoffen: Wir stellen euch die passenden Kannen, Stövchen, Teesiebe und Wasserkocher vor.

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Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

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