Mit diesen Tricks bleiben Basilikum & Co. aus dem Supermarkt ewig frisch

Basilikum
Foto: © Utopia.de

Wenn du den Topf Basilikum aus dem Supermarkt richtig pflegst, kann er viel länger überleben als nur ein paar Tage. Dasselbe gilt für die Küchenkräuter Schnittlauch, Petersilie und Co. – wir zeigen, wie es geht.

Ein paar Blätter Basilikum auf die Pizza oder die Caprese, das wars. Wir verwerten oft nur einen Bruchteil der Küchenkräuter, die im Kräutertopf stecken, denn die Pflanze geht schnell ein. Und selbst wenn wir alle Blätter verwenden, fliegt der Basilikum-Topf nach wenigen Tagen mitsamt Plastik, Erde und Wurzeln in den Mülleimer. Das geht besser: Wir geben einfache Tipps, wie du Schnittlauch, Petersilie und Basilikum so pflegst, dass sie ewig halten.

Basilikum pflegen: teilen und umtopfen

Wichtig vorab: Wenn du dich für Basilikum, Rosmarin, Salbei und Co. im Topf entscheidest, achte auf Bio-Qualität. So stellst du sicher, dass die Küchenkräuter nicht mit chemisch-synthetischen Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet sind.

Teile die frischen Kräuter aus dem Basilikum-Topf auf drei bis vier Töpfe auf. Das gilt auch für Salbei, Rosmarin oder andere Kräuterarten. Die Kräuter aus dem Supermarkt werden in der Regel dicht gedrängt in einen Topf gepflanzt; so haben sie keinen Platz zu wachsen und nehmen sich gegenseitig die Nährstoffe weg. Dem wirkst du entgegen, indem du sie auf mehrere Töpfe aufteilst. Solltest du nicht genug Töpfe zur Hand haben, findest du beispielsweise bei Avocadostore viele schöne und nachhaltigere Modelle.

Verwende für das Umtopfen des Basilikums oder eines anderen Kräutertopfs Blumentöpfe mit einem Loch am Boden und jeweils einen Übertopf, damit das Gießwasser abfließen kann. Zum Umtopfen eignet sich lockere Blumenerde, es muss keine spezielle Kräutererde sein. Bio-Blumenerde ohne Torf gibt es im lokalen Gartenbedarf sowie online zum Beispiel bei Waschbär oder Amazon.

Ab und zu kannst du Schnittlauch, Petersilie und Basilikum pflegen, indem du sie mit etwas Komposterde düngst oder ihnen mit natürlichem Dünger beim Wachsen hilfst. Dazu eignet sich beispielsweise etwas Kaffeesatz, abgestandenes Bier, Teesatz (am besten von Grün- oder Schwarztee) oder Mineralwasser. Achte darauf, nicht zu viel Dünger zu verwenden und den alten Kaffee- und Teesatz regelmäßig wieder zu entfernen.

Lies hier auch, wie du Kräuter richtig einfrieren kannst.

Basilikum & Co. richtig ernten

Sind sie erst einmal umgetopft, musst du die Küchenkräuter Schnittlauch, Petersilie, Basilikum und Co. richtig pflegen, um sie am Leben zu erhalten. Auch das ist kein Hexenwerk.

Küchenkräuter richtig ernten
Die Knospen des Basilikums mit einem Messer ernten, um die Pflanze nicht zu beschädigen. (Foto: © Utopia.de)

Vermeide es, einzelne Blätter abzuzupfen. Schneide stattdessen ganze Triebspitzen mit einer Schere oder einem Messer zurück, um Basilikum zu ernten – am besten im oberen Teil der Pflanze. Das Stück sollte circa 5-7 Zentimeter messen. Setze den Schnitt am besten knapp über einem Blattpaar an, dann können neue Ästchen austreiben. Du verhinderst damit auch, dass die Kräuter zu blühen beginnen, was zwar schön aussieht, sie aber am Wachsen hindert.

Denn sobald die Pflanze bzw. der Basilikum blüht, steckt sie fast ihre gesamte Energie in die Blüten- und Samenbildung. Das Aroma der Kräuter wird dann schwächer. Damit deine Kräuter in Ruhe wachsen können, solltest du auch alte und abgestorbene Blätter und Zweige regelmäßig entfernen.

Lies auch: Basilikum vermehren: Diese Möglichkeiten hast du

Basilikum pflegen: Küchenkräuter nicht zu viel und nicht zu wenig gießen

Die Kräuter sollten genug Licht haben, aber nicht in der prallen Sonne stehen, da die empfindlichen Blätter sonst verbrennen können. Entscheidender für die langfristige Frische deiner Küchenkräuter ist aber die Wasserzufuhr. Als Orientierung kann man sich an die Faustregel halten: zehn Prozent des Topf-Volumens pro Tag.

Küchenkräuter richtig ernten
Als Faustregel gilt: zehnt Prozent des Topfvolumens gießen. (Foto: © Utopia.de)

Petersilie verträgt ein klein wenig mehr Wasser und auch Basilikum pflegst du am besten, wenn du ihn permanent feucht hältst. Zu viel Feuchte sorgt allerdings für Schimmel und andere Pilzkrankheiten, die dafür sorgen können, dass sie Pflanze die Blätter hängen lässt. Bekommen die Kräuter zu wenig Wasser, vertrocknen sie.

Kräuter überwintern: Wie lange hält Basilikum?

Damit mehrjährige Kräuter den Winter überleben, solltest du sie im Herbst komplett zurückschneiden. Die abgeschnittenen Kräuter kannst du dann entweder einfrieren, den Basilikum trocknen oder direkt zu Basilikum-Pesto oder anderen Aufstrichen verarbeiten.

Einjährige Kräuter wie Basilikum und Dill sind kaum zu überwintern, größere Chancen hast du bei Rosmarin oder Salbei.

Wer es nicht so eilig hat und gleich einen frischen Basilikum-Topf kaufen möchte, kann Basilikum auch selber anpflanzen oder gleich ganz viele eigene Küchenkräuter ziehen.

Mit diesen Tricks bleiben Basilikum & Co. ewig frisch

Weiterlesen auf Utopia.de: 

English version available: Growing Basil: Keeping Basil and Other Kitchen Herbs Fresh

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