Der kernige Schwindel mit den Superfoods

Der Schwindel mit den Superfoods
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Superfoods wollen die neuen Superhelden unter den Lebensmitteln sein: Sie sollen unseren Blutdruck senken, uns beim Abnehmen helfen und sogar Krebs bekämpfen. Doch wie das mit Helden so ist: Unter dem bunten Kostüm von Superfood steckt selten was Besonderes…

Die Vorstellung ist verführerisch: einmal am Tag ein leckeres Nahrungsmittel mit Superkräften zu sich nehmen und schon ist man supergesund. Dass es ganz so einfach nicht geht, ahnen wahrscheinlich die meisten. Aber irgendwas muss doch dran sein am Hype um das Superfood?

Superfood: klingt erst mal gut…

Der Begriff Superfood ist nicht eindeutig definiert. Im Allgemeinen werden mit „Superfoods“ Lebensmittel bezeichnet, die reich an bestimmten Nährstoffen sind und sich dadurch besonders positiv auf die Gesundheit bzw. diverse gesundheitliche Faktoren auswirken sollen. Neben der Nährstoffdichte haben die sogenannten Superfoods gemeinsam, dass sie natürlich, nicht oder kaum verarbeitet und relativ kalorienarm sind – etwa bestimmte Beeren, Samen oder Früchte.

Zum Thema Superfood kursieren viele Listen, doch eine wirklich eindeutige Liste gibt es gar nicht, denn verschiedene Autoren und Experten fassen teils unterschiedliche Produkte unter dem Label zusammen. Zu den Superfoods zählen zum Beispiel:

Gepriesen wird das Superfood für verschiedenste, enthaltene Nährstoffe, etwa Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, Calcium, Eiweiß, Eisen, diverse Vitamine, Beta-Carotin, Enzyme und Ballaststoffe. Während vielen der Superfoods eine heilende Wirkung bei bestimmten Beschwerden und Krankheiten (z.B. Bluthochdruck, Diabetes, Darmprobleme, Krebs) zugeschrieben werden, sollen andere bestimmte Körperfunktionen unterstützen – etwa den Muskelaufbau, den Stoffwechsel oder die Fruchtbarkeit. Wieder andere werden vor allem als Schönheits-, Schlankheits- oder Fitness-Mittel vermarktet.

Schön bunt, ganz schön überflüssig: Superfood
Schön bunt, ganz schön überflüssig: Superfood (Foto: © baibaz - Fotolia.com)

…aber so richtig super ist Superfood dann doch nicht.

Man kann davon ausgehen, dass als Superfood beworbene Lebensmittel in der Tat hohe Konzentrationen bestimmter Nährstoffe enthalten, die nach derzeitigem Forschungsstand positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Diese sind in der Regel wissenschaftlich belegt – sonst dürfen die Produkte in der EU auch gar nicht mit dem Hinweis auf gesundheitliche Effekte verkauft werden. Soweit, so super.

Das Manko bei vielen der vermeintlichen Wundermittel: Die Wirkungen von Superfoods auf die menschliche Gesundheit werden meist nur unter Laborbedingungen erforscht. Dabei gehen die Wissenschaftler häufig von verhältnismäßig großen Mengen bzw. Konzentrationen der Nährstoffe aus – Mengen, die ein Mensch bei normalem Verzehr der entsprechenden Nahrungsmittel kaum zu sich nehmen kann. Zudem werden die Effekte bisher überwiegend im Tierversuch oder an Zellkulturen getestet – inwiefern sich die Ergebnisse aus diesen Versuchen auf den menschlichen Organismus übertragen lassen, ist nicht vollständig geklärt.

Angela Clausen, Lebensmittel-Expertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät außerdem zu Skepsis bei stark verarbeiteten Waren: „Inzwischen werden die Superfoods häufig als Zusatz in stark verarbeiteten Produkten vertrieben. Da stellt sich schon die Frage, wie viel gesundheitlichen Nutzen das noch hat.“ Sie empfiehlt: „Wenn man Superfoods zu sich nehmen möchte, dann sollte man definitiv besser die ganze Frucht essen als Pulver oder Kapseln.“

Mit anderen Worten: Superfoods können durch die enthaltenen Nährstoffe sicher Gesundheit und Körperfunktionen unterstützen. Die supergesunde Wirkung von Superfood ist aber höchstwahrscheinlich längst nicht so groß, wie die Hersteller und Händler gerne behaupten. Übrigens enthält zum Beispiel auch ein einfacher Apfel jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente; in Tomaten stecken Antioxidantien und Pfifferlinge sind reich an Eisen. Siehe auch Regionale Alternativen zu Superfoods.

Superweite Transportwege statt regionale Superkräfte

Ein ernstes Problem ist die Nachhaltigkeits-Bilanz vieler Superfoods. Zahlreiche Beeren, Samen, Algen, Wurzeln und Früchte, die zur Zeit unter dem Label verkauft werden, stammen aus weit entfernten Ländern. Die Acai-Beere zum Beispiel wächst nur in Südamerika, Chiasamen stammen ebenfalls aus Südamerika oder sogar Australien, Kakao wird aus Afrika, Südamerika und Südostasien importiert, Goji-Beeren kommen meist aus China, der Granatapfel aus Asien oder dem Nahen Osten.

Die Transportwege für das vermeintliche Superfood sind damit unverhältnismäßig lang – für ein Lebensmittel, das einer gesunden Ernährung mit regionalen Produkten wenig hinzufügen kann. Die zweifelhafte gesundheitliche Wirkung kann auch dann einen solch langen, emissionsreichen Transport schwer rechtfertigen, wenn die Produkte aus biologischen Anbau stammen – zumal auch heimische Nahrungsmittel zu den „Superfoods“ gezählt werden.

Darum empfehlen wir: Wenn du trotz allem gerne Superfoods in deine Ernährung integrieren möchtest, dann iss vorzugsweise heimische Produkte wie Rote Bete, Heidelbeeren, Grünkohl, Aronia-Beeren, Leinsamen oder Weizengras. Achte aber beim Kauf unbedingt darauf, dass sie auch wirklich aus Deutschland stammen: Weizengras aus China braucht wirklich keiner. Bevorzuge Produkte mit EU-Bio-Siegel über konventionell produzierte.

Superfoods machen noch nicht supergesund.
Superfoods machen noch nicht supergesund. (Foto: © Eskymaks - Fotolia.com)

Ein Superfood macht noch nicht supergesund

Vielleicht ist der Superfood-Hype ein Zeichen dafür, dass viele Menschen sich wieder stärker für die Heilkräfte der Natur interessieren – an sich keine schlechte Entwicklung. Die sogenannten Superfoods bergen aber die Gefahr, dass die Konsumenten ihr „Gesundheits-Gewissen“ damit beruhigen – ohne darüberhinaus auf einen gesunden Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung zu achten. „Kein Lebensmittel, eingeschlossen der als ‚Superfoods‘ bezeichnete, kann eine ungesunde Ernährung ausgleichen“, sagt Alison Hornby von der British Dietetic Association (BDA), dem Verband der britischen Ernährungswissenschaftler.

Angela Clausen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät, die exotischen Superfoods mit Vorsicht und am besten nur in kleinen Mengen zu genießen – auch aufgrund der Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern und möglicher Schadstoff-Belastungen. „Viele dieser Produkte, vor allem, wenn sie aus Asien stammen wie etwa die Goji-Beeren, sind mit Pestizidcocktails und Schwermetallen belastet. Auch wenn die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden: gesund ist das eher nicht.“ (Lies auch Öko-Test: Pestizide in Superfoods.)

Im Klartext: Einen Beilagensalat zum Wiener Schnitzel mit Pommes zu essen, dürfte das Gericht um genauso viel gesünder machen, wie einen Spirulina-Smoothie hinterher zu trinken. Nämlich gar nicht. Superfoods können – wenn überhaupt – unserer Gesundheit nur dann förderlich sein, wenn wir uns auch sonst gesund und ausgewogen ernähren und Sport treiben. Um sicherzustellen, dass wir ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind, sollten wir also lieber auf Abwechslung und Vielfalt in der Ernährung sowie auf einen gesunden Lebensstil setzen als (ausschließlich) auf Superfood.

„Die Superfoods sind in Ordnung als Ergänzung zur normalen Ernährung – aber man sollte sich immer fragen: Gibt es nicht auch regionale Produkte mit demselben gesundheitlichen Nutzen?“, so Clausen.

Superfoods: vor allem ein superteurer Trend

Die Super-Beeren, -Samen, -Drinks-, -Pulver und -Pillen kosten oft eine Menge Geld. Das ist verständlich, zumindest dann, wenn das Produkt erst getrocknet, gemahlen, verpackt und um die halbe Welt transportiert werden muss. Nicht ganz so verständlich ist, warum wir soviel Geld für Produkte ausgeben sollen, deren Wirkung wir viel billiger haben können – und zwar, indem wir viel (regionales) Obst und Gemüse zu uns nehmen.

Einige Beispiele: 500 Gramm Goji-Beeren kosten im Online-Handel mindestens ca. 20 Euro, 500 Gramm Maca-Pulver um die 30 Euro, 500 g Chia-Samen mindestens 10 Euro. Zwar soll man von vielen Superfoods nur wenige Gramm pro Tag zu sich nehmen – als reine Nahrungsergänzungsmittel sind sie aber erst recht teuer. Eine Öko-Gemüsekiste vom Hof aus der Region mit 2-3 Kilogramm frischem Gemüse kostet übrigens um die 15 pro Lieferung…

Zur Bestenliste: Deutschlandweite Biokisten

Fazit: Die wahren Superhelden sind andere

Der Boom von Superfood spiegelt ein zunehmendes Bewusstsein für Ernährung und Gesundheit wieder – eigentlich eine gute Sache. Doch wirklich super wäre es, sich mehr mit der Herkunft und Produktionsweise unserer Lebensmittel zu beschäftigen und weniger auf aktuelle Trends zu geben.

Aus gesundheitlicher Sicht spricht zwar nichts dagegen, die sogenannten Superfoods mal auszuprobieren – aber auch nicht viel dafür. Jedenfalls dann nicht, wenn du dich sowieso halbwegs gesund ernährst. Und wenn nicht: Eine ausgewogene, vielseitige Ernährung mit viel Obst und Gemüse bringt deiner Gesundheit deutlich mehr als teure Superfoods.

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(59) Kommentare

  1. „der kernige Schwindel mit dem Superfood“, eine Darlegung die ich so nicht teilen kann!!!
    Ich habe schon einige Sachen für meine gesunde Ernährung ausprobiert und viele Hochs und Tiefs dabei erfahren müssen, doch alles über einen Kamm scheren passt einfach nicht, klar ist das viel Geld erwerben der Hauptgedanke ist.
    Mein gesundheitliches Problem ist seit vielen Jahren Übergewicht, Bluthochdruck, schlechtes Sehvermögen …., seit einem 3/4 Jahr habe ich meiner täglichen Ernährung Chiasamen zugesetzt (ca. 100 gr pro Tag), im selbst gebackenen Brot, im täglichen Getränk, auch bei der Mittagsmahlzeit zugesetzt, der Möglichkeiten gibt es viele.
    Resultat bis Heute:
    – meine üblen Fressatacken kenn ich seit geraumer Zeit nicht mehr,
    – mein Blutdruck ist in ein Level gelangt wo ich die Dosis stark reduzieren konnte,
    – mein Gewicht hat sich seit dem um einige Kilos verringert ohne das ich mein Ess- und Trinkverhalten irgendwie verändert habe
    – mein Sehverhalten hat sich sehr positv entwickelt,
    alles im allem fühle ich echt fitter und bin überzeugt das dieser Weg der für mich der richtige ist.
    Superfood muss nicht unbedingt verdammt werden

    mit freundlichen Grüßen

    Falk mai

  2. Sehr geehrtes Utopia Team,
    die Lektüre Ihres jüngst erschienenen „Superfood“-Artikels auf Utopia.de lässt mich verwundert zurück. Nicht ob des Inhalts – der m. E. auch zu diskutieren wäre – sondern ob des Eindrucks, dass sich die Meinung zum Thema „Superfood“ bei Ihnen im Hause offenbar schnell ändert.
    Am 02.Februar 2015 erreichte mich eine Mail aus Ihrem Hause, ob ich den Online-Shop http://www.superfoodsmoothies.de nicht gerne auf Ihrer Seite als „Shop der Woche“ platzieren möchte. Zitat hierzu: „Sehr geehrter Herr Koolmann, durch Recherchen sind wir auf Ihren neuen Onlineshop für Smoothies und Superfoods aufmerksam geworden und finden es super, dass Sie konkret auflisten, wo die Hersteller aus Ihrem Shop ihre Rohstoffe beziehen. Deswegen möchten wir Ihnen vorschlagen, Ihren Onlineshop als „Shop der Woche“ auf Utopia.de zu präsentieren – dabei erhalten Sie eine Microsite, auf der Sie über Ihren Onlineshop berichten und einen exklusiven Rabatt für die Utopisten anbieten können.“ [Zitat Ende]
    So fand Utopia den Shop nicht nur „super“, sondern wollte auch den „Utopisten“ die Superfoods gerne mit einem „exklusiven Rabatt“ anbieten.
    Wie stehen Sie denn nun tatsächlich zu diesem Thema?
    Mit freundlichen Grüßen
    Klaas Koolman

    • Sehr geehrter Herr Koolman,
      die E-Mail, die Sie bekommen haben, stammt aus unserem Marketing- und Sales-Team. Die Utopia-Redaktion ist in ihrer Berichterstattung vollkommen vollkommen unabhängig, daher spiegeln die Artikel auch mal nur die Sicht der Redaktion oder einzelner Autoren wieder. Auch aus diesem Grund sind alle unsere Artikel mit Autorennamen gekennzeichnet.
      Dass tatsächlich viele Utopisten Interesse an Superfoods haben, zeigen ja die übrigen Artikelkommentare…
      Mit freundlichen Grüßen
      Annika Rieger

  3. liebes utopia-team, jetzt vermöbelt euch hier aber das gesammtelte superfood-lobby-team. nichtsdestotrotz super artikel! 🙂 – @koolman – meine eigene journalistische erfahrung lässt mich mutmaßen, dass der redaktionelle teil einer solchen seite in der regel nicht davon abhängt, was die marketing und vertriebsabteilung macht. große publikationen, nachrichtenmagazine oder tageszeitungen schalten auch werbung für autos und publizieren auch kritische artikel gegen das autofahren. wie ich schon oben schrieb, man sollte gegensätze aushalten.

    • liebe carmen, ich halte wunderbar andere meinungen aus, ich vermöbel ja niemanden, oder? ich sag dann eben auch nur meine! das hälst du sicher auch noch aus

  4. Kann bitte das nächste Mal jemand einen Artikel über Superfoods verfassen, der davon wenigstens etwas Ahnung hat? Z.B. ein Ökotrophologe oder Biochemiker? Der in der Lage ist, Ernährungsdaten auch zu hinterfragen? Die Kiste vom Ökobauer ist natürlich gesund. Die Schnitzer-Kost, die in den 70er Jahren entwickelt wurde, hat damals viele Blutdruckpatienten praktisch geheilt (durch Studien belegt). Nur: heute sind 40 Jahre vergangen und der Nährstoffgehalt von heimischem Gemüse und Obst liegt noch bei vielleicht 30% von der 1970 Werten. Bei Brokkoli sind es sogar nur noch 8%.

    Ich kann auch gegen Kopfschmerzen Mädesüss Blätter als Tee verwenden oder kauen. Funktioniert wurderbar. Dauert nur wesentlich länger, als eine Aspirin. Ich kann auch 1,3 Kilo Zitrusfrüchte am Tag zu mir nehmen, damit ich meinen Vitamin C Gehalt irgendwie zusammenbekomme. Das schaff ich aber gar nicht. Und darum nehm ich eine Handvoll Goji Beeren. Ja, das Kilo davon kostet 18 €. Die ungeschwefelen sogar mehr. Reicht ca. 25 Tage. Für 25 Tage Zitrusfrüchte in Bio-Qualität kosten mich: BINGO! fast 100 €. Nehm ich also lieber das SUPERFODD, oder?

    Dummer Artikel!

    • @Condos Vasac – ganz dummer kommentar – warum sollte nur ein sogennanter experte einen artikel zum thema schreiben dürfen? journalisten sind nie experten. sie lesen sich in themengebiete ein und bereiten sie dann auf, für menschen, die dazu nicht die zeit haben. journalisten vermitteln zwischen experten und laien – das ist ihre aufgabe und bewerten dann auch, das ist ihr gutes recht – soweit die kleine lehrstunde in medientheorie. – und wer so einen „fundierten“ kommentar verfasst wie du, muss dann ja wohl auch experte fürs thema sein, oder warum solltest du sonst hier einfach so deine meinung kundtun? dürfen ja nur experten und falls du experte bist, dann sag doch auch noch ganz schnell mal, für was?

    • Als Ernährungswissenschaftlerin kann ich Ihnen sagen, dass Obst und Gemüse heutzutage i.d.R. nicht weniger Nährstoffe enthält als früher. Das wollen uns die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln immer sehr gerne weismachen.. Wer sich ausgewogen, sprich abwechslungsreich ernährt, braucht kein weitgereistes Superfood. Übrigens müssen Sie sich über einen Vitamin-C-Mangel am allerwenigsten Gedanken machen, Vitamin C steckt in unglaublich vielen Lebensmitteln.

    • um mich Lotte anzuschließen: Vit C kommt zB eher in roter Paprika als in Orangen vor und in Sauerkraut ist es ebenfalls enthalten. Wenn man sich mal ernähren würde, wie früher (Kohl, Kartoffeln, Sauerkraut und Äpfel im Winter und saisonale Früchte im Sommer), könnte man ggf. den neumodischen Trends gegensteuern und außerdem dafür sorgen, dass vermehrt Produkte aus dem hiesigen Raum (regional) gegessen werden…

  5. Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Brokkoli aus dem eigenen Garten kaum Nährstoffe hat, der Brokkoli aus dem konventionellen Gewächshaus in Spanien, der hunderte Kilometer gereist ist, allerdings schon. Auch hier gilt es also differenziert hinzuschauen. Woher hast du denn die Info mit den 8%? Welches Gemüse wurde mit welchem verglichen? Haben sich die Sorten geändert?
    Woher weisst du, dass die Gojibären so viel Vitamin C haben? Hast du das mal überprüft?

    Dann doch lieber heimisches Bioobst, -gemüse und Co als die Superbärchen vom anderen Ende der Welt. Dafür muss man zwar auch mehr Geld ausgeben aber nicht ganz so viel wie für die Superfoods, wo das Geld dann auch noch höchst wahrscheinlich nicht beim Bauern ankommt.
    LG ~Anne
    ______________________
    http://grüneralltag.de

    • @grueneralltag
      Gojibeeren kommen nicht zwangsläufig vom anderen Ende der Welt… Sie sind durchaus auch hier in Deutschland heimisch… Allerdings hier unter dem Namen Bocksdorn… Jedoch sind sie schon seit vielen hundert Jahren Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin… Aber auch westliche medizinische Studien belegen eine besonders starke antioxidative Wirkung der Gojibeere… Meine Frage an Dich: Weshalb kommt das Geld nicht beim Bauern an? Worin liegt der Unterschied zu allen anderen Produkten, (Tomaten, Gurken, Mangos) auf dem Markt? Verstehe ich nicht?!?… Du willst doch mit der Anmerkung nicht wirklich den Topf der fairen Bezahlung aufmachen… Dann brauchst Du nicht bis ans Ende der Welt zu gehen sondern kannst gleich einmal bei den Milchbauern anfangen… Oder auch bei den Bauern die dir deinen heißgeliebten Brokkoli anbauen…

    • @sandra – meine frage an dich – warum wollen wir nicht den topf der wirklich fairen bezahlung aufmachen? – meine milch ist fair: http://www.bauernmolkerei.de/ und mein brokkoli kauf ich auf dem markt beim biobauern, der nur wenige kilometer von meinem wohnort erntet. na wie siehts mit deinen gojibeeren aus?

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