Earth Overshoot Day 2017: dieses Jahr schon am 2. August

Earth overshoot Day
Foto: © itestro - Fotolia.com

Der Earth Overshoot Day fällt dieses Jahr auf den 2. August 2017: Ab diesem Tag leben wir weltweit nicht mehr nachhaltig, sondern nur mehr durch Raubbau.

Der „Earth Overshoot Day“, auch „Erdüberlastungstag“ oder „Welterschöpfungstag“ genannt, ist ein Kampagnentag zur Nachhaltigkeit. Die Definition: Am Earth Overshoot Day überschreitet die globale Nachfrage nach natürlichen Ressourcen die Fähigkeit der Erde, diese Ressourcen auf nachhaltige Weise (also nachwachsend) zur Verfügung zu stellen.

Der Kampagnentag soll uns bewusst machen: Ab Earth Overshoot Day machen wir „Schulden“ im Sinne der Nachhaltigkeit. Denn wir verbrauchen mehr, als weltweit nachwachsen kann.

Übertragen auf das Berufsleben wäre die Definition wohl wie folgt: Am Earth Overshoot Day haben wir unser gesamtes Jahresgehalt ausgegeben – auch den Teil, den wir noch nicht verdient haben.

Unter welchen Umständen könntest du darauf vertrauen, dass Fleisch aus wirklich artgerechter Haltung stammt?

1. Der Earth Overshoot Day kommt immer früher

Im Jahre 1987 fiel der Tag noch auf den 19. Dezember. 2016 fiel er auf den 8. August, 2017 schon auf den 2. August, also 11 Tage früher als 2015.

Diese Animation zeigt, wie sich der Ressourcenhunger verschiedener Nationen im Lauf der Zeit entwickelt hat:

Rot: Ressourcenverbrauch höher als Produktion; Grün: Nachwachsen größer als Verbrauch
Rot: Ressourcenverbrauch höher als Produktion; Grün: Nachwachsen größer als Verbrauch (Animation: Global Footprint Network)

Die Menschheit lebt momentan so, als hätte sie pro Jahr 1,7 Erden zur Verfügung. Sie hat aber eben nur eine Einzige. Laut WWF wird der jährliche Verbrauch 2020 sogar zwei Erden pro Jahr, 2050 sogar drei Planeten jährlich betragen. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.

Die Erde ist kein Online-Shop mit scheinbar unbegrenztem Angebot. Jetzt ist der Laden leer. Alles, was wir ab heute verbrauchen, ist Diebstahl an künftigen Generationen.“ (Christoph Röttgers, Naturschutzjugend)

2. So wird der Earth Overshoot Day berechnet

Zunächst wird die Biokapazität der Erde berechnet. Damit ist die Fähigkeit der Erde gemeint, die vom Menschen verbrauchten Ressourcen zu erneuern und Schadstoffe – wie Treibhausgase – abzubauen.

Die Biokapazität stellt man dem globalen ökologischen Fußabdruck gegenüber. Dieser misst, wie viele natürliche Ressourcen der Mensch verbraucht. Ist der Verbrauch dieser Ressourcen größer als der Nachschub, spricht man vom „Overshoot“ – der ökologischen Verschuldung. Den Faktor legt man dann auf die Skale eines Jahres an.

Die Formel lautet stark vereinfacht: Biokapazität der Erde / Bioverbrauch der Erde * 365 Tage.

3. CO2-Emissionen machen 60% vom Overshoot aus

Nach Angaben von overshootday.org entfallen 60% den ökologischen Fußabdrucks der Menschheit auf CO2-Emissionen. Die Aktivisten rechnen vor: Würde es uns (trotz Trumps Klimapolitik) wenigstens gelingen, die Emissionen von Klimagasen auf die Hälfte zu reduzieren, dann könnten wir den Earth Overshoot Day wieder nach hinten verlegen – und zwar um drei Monate.

Hier 10 Tipps zum Klimaschutz: Was du selbst tun kannst:

Johanna Kusch von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch fordert anläßlich des Earth Overshoot Day: “Die künftige Bundesregierung sollte verbindliche und messbare Ziele zur Reduktion des absoluten Ressourcenverbrauchs festschreiben und dann für die konsequente Umsetzung sorgen – insbesondere auch gegenüber Unternehmen. Die CO2-Emissionen in Deutschland müssen nach Jahren der Stagnation endlich wieder sinken.“

4. Es gibt auch Kritik am Earth Overshoot Day

Es gibt auch Kritik am Welterschöpfungstag: „Die Methode hat Schwächen, und das Netzwerk arbeitet teilweise mit Daten, deren Herkunft unklar und auch nicht durch Rundungsfehler erklärbar ist“, wird Jürgen Knirsch von Greenpeace in der taz zitiert.

Auch könnte man sich die Frage stellen, was eigentlich mit den alljährlich anfallenden Defiziten passiert – wenn wir schon letztes Jahr ab 8.8. auf Pump lebten, warum dieses Jahr erst ab 2.8.  und nicht ab 1.1.? Natürlich, weil der Earth Overshoot Day vor allem symbolisch gemeint ist.

Also ja: Die Botschaft „Wir verbrauchen 1,7mal mehr, als wir nachhaltig erwirtschaften können.“ ist vielleicht zu stark vereinfacht. Aber das ändert nichts am Kern der Aussage: Wir überlasten die Erde.

Lies auch: 13 Produkte, die du nicht mehr kaufst, wenn du weißt, was sie anrichten

Das hinter dem Earth Overshoot Day stehende footprintnetwork.org macht seine Daten indes deutlich transparenter. Wer will, kann über data.footprintnetwork.org in die Daten eintauchen und, weil es sich um Open Data handelt, diese auch weiterverarbeiten.

5. Der Welterschöpfungstag hat Folgen

Nach dem Earth Overshoot Day leben wir für den Rest des Jahres auf Kredit und verbrauchen weiter Brennmaterial und Nahrungsmittel. Wir produzieren mehr Müll und erzeugen mehr Treibhausgase, als die Erde verkraften kann.

Die Folgen sind heute schon spürbar. Die Polkappen schmelzen, die Meere übersäuern, Süßwasserquellen versiegen, Wälder schrumpfen, Landschaften versteppen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus, die Fischbestände schwinden, die Wetterlagen werden extremer …

Die Liste der Folgen unseres übermäßigen Ressourcenverbrauchs lässt sich fortführen. Je weiter sich der Earth Overshoot Day im Jahr nach vorne schieb, desto katastrophaler werden sie ausfallen. Vor allem ärmere Länder sind heute schon betroffen.

6. Die Industrienationen sind schuld

Das hört man ja oft. Aber es stimmt eben auch. Diese Grafik zeigt, wieviele Erden wir pro Jahr bräuchten, um unseren Bedarf zu decken, wenn wir global wie die jeweils genannten Nationen haushalten würden:

Earth Overshoot Day: Welche Nationen am meisten über ihre Verhältnisse leben
Earth Overshoot Day: Welche Nationen am meisten über ihre Verhältnisse leben (Grafik: Global Footprint Network)

Die Zahlen zeigen, dass das Problem nicht lösbar sein wird, wenn man nicht alle Industrien der entwickelten Länder für das Problem interessieren kann.

Vor allem in den Bereichen Verkehr, Energieversorgung und Landwirtschaft ist Deutschland alles andere als ein umweltbewusster Vorreiter.“ (Lena Michelsen, INKOTA-netzwerk)

7. Jedes Land hat seinen eigenen Overshoot Day

Der „Deutsche Earth Overshoot Day“ hätte nach obiger Grafik eigentlich schon Ende April stattfinden müssen. Allerdings ist sie ein bisschen unfair, weil ja auch die Größe eines Landes eine Rolle spielt.

Je kleiner eine Industrienation, desto weniger eigene, nachwachsende Ressourcen kann sie erzeugen. Je mehr Landfläche eine Nation hat, desto mehr kann sie nachwachsen lassen.

Folgende Grafik des Earth Overshoot Day zeigt, wie viele Länder nötig wären, um den Verbrauch ihrer eigenen Einwohner zu decken:

Earth Overshoot Day: so viele Länder wären nötig, um en Verbrauch ihrer Einwohner zu decken
Earth Overshoot Day: so viele Länder wären nötig, um den Verbrauch ihrer Einwohner zu decken (Grafik: Global Footprint Network)

Hier steht Deutschland dann zwar nicht mehr ganz so schlecht da – ist aber immer noch ressourcenhungriger als der Durchschnitt aller Länder weltweit. Der deutsche Overshoot Day läge demnach im Mai.

8. Darum kommt der Earth Overshoot Day immer früher

Dass der Earth Overshoot Day jedes Jahr früher eintritt, liegt an dem hohen Konsumniveau in den Industrie- und Schwellenländern. Würden Menschen weltweit so leben wie wir in Deutschland, bräuchten wir schon jetzt drei Erden pro Jahr.

Der Earth Overshoot Day macht auf ein dringendes Problem aufmerksam: die Summe der nutzbaren Planeten beträgt derzeit 1.
Der Earth Overshoot Day macht auf ein dringendes Problem aufmerksam: die Summe der nutzbaren Planeten beträgt derzeit 1. (Foto: © pixabay)

Ein wichtiges Problem wird kaum besprochen: Während wir uns immer weiter bei der Erde verschulden, kann sie sich immer weniger erholen. Oder anders: Ein bisschen über unsere Verhältnisse leben – da ginge vielleicht sogar – vorübergehend. Doch so dauerhaft und zunehmend rücksichtslos, wie wir es tun, wird es bald auch die Fähigkeit der Erde zur Selbsterholung außer Gefecht setzen.

Dieser Tweet bringt es auf den Punkt:

9. So kannst du deinen Overshoot berechnen

Es gibt zahlreiche Online-Rechner, die uns helfen, unseren Ressourcenverbrauch herauszufinden. Hier einige Vorschläge, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Die Macher des Earth Overshoot Day haben einen Online-Rechner, der allerdings Flash voraussetzt: footprintnetwork.org
  • Der Ressourcen-Rechner „Mein Ökologischer Rucksack“ rechnet den Abdruck deines Lebens von Wohnen bis Urlaub aus und zeigt ihn im Vergleich zum Durchschnitt und zum „Erlaubten“. ressourcen-rechner.de
  • Das CO2-Spiel des Greenpeace-Magazins stellt 14 einfache Fragen und mit fast jeder Antwort wächst die Zahl der angezeigten CO2-Kügelchen, die jeder von uns jährlich zu verantworten hat: CO2-Fußabdruck.
  • Wissenschaftler des Water Footprint Network haben die Wassermengen, die im globalen Durchschnitt für konkrete Produkte und Rohstoffe anfallen, erfasst und erlauben es, sie hier individuell auszurechnen: waterfootprint.org.

10. Das können wir dagegen tun

Unsere Produktionsweisen und Konsumgewohnheiten müssen sich generell ändern. Wer nicht will, dass der Earth Overshoot Day noch früher kommt, sollte weniger und wenn, nachhaltig konsumieren, recyceln und upcyceln, Abfälle vermeiden, Energie sparen, saisonale Lebensmittel kaufen, weniger Fleisch und tierische Produkte essen: 5 Tipps, wie du sofort nachhaltiger leben kannst.

Dieser Artikel hat dir gefallen?

Weiterlesen auf Utopia.de:

Schlagwörter:

(22) Kommentare

  1. Presseaussendung der Plattform Footprint, WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000
    http://www.footprint.at/index.php?id=overshoot2012

    Earth Overshoot Day am 22. August 2012

    Globale Öko-Verschuldung nimmt zu.
    Jahresbudget der Natur ist aufgebraucht

    Wien/Oakland, USA, 21. August 2012 – Der Welterschöpfungstag (Earth Overshoot Day) fällt heuer auf den morgigen 22. August. Damit wurde die Gesamtleistung der Natur auf unserem Planeten im Jahr 2012 in weniger als neun Monaten aufgebraucht. Ab morgen übersteigt der Ökologische Fußabdruck der Menschheit die Biokapazität der Erde. „Die Menschheit nimmt sich dann mehr von der Erde als diese jährlich an natürlichen Ressourcen erneuern und an Treibhausgasen aufnehmen kann“, so die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace.

    Das Global Footprint Network berechnet jährlich die auf der Erde verfügbare Biokapazität – das Potenzial der Natur – und stellt es dem Ökologischen Fußabdruck (Footprint) gegenüber – dem Maß für die menschliche Inanspruchnahme der Naturleistungen. Ist die Beanspruchung größer als der Nachschub, spricht man von einem „Overshoot“ – der ökologischen Überschuldung. Somit lebt die Menschheit ab dem 22. August bis zum Jahresende 2012 über ihre Verhältnisse – sozusagen auf Pump. „Wenn in weniger als neun Monaten das gesamte Jahreseinkommen verbraucht wird, sollten die Alarmglocken längst Sturm läuten“, sagt Wolfgang Pekny, Geschäftsführer der Plattform Footprint, und warnt „Noch immer ist der Welterschöpfungstag ein wichtiges Datum, von dem kaum jemand Notiz nimmt.“

    „Es ist längst an der Zeit, unsere Wirtschaft so zu organisieren, dass sie auch in Zukunft funktionieren kann“, sagt Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Networks. „Wirtschaftliche Erholung wird nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn sie mit einer systematischen Reduktion des Bedarfs an Ressourcen und Leistungen des Ökosystems einhergeht“, so Lisa Kernegger von GLOBAL 2000 zustimmend.

    In den 70er Jahren rutschte die Menschheit erstmals in die ökologische Verschuldung. Seitdem kommt der Welterschöpfungstag jedes Jahr ein wenig früher. Der Overshoot Day kann nicht mit letzter Exaktheit festgelegt werden, da sowohl einnahmenseitig bei der Biokapazität, als auch ausgabenseitig beim ökologischen Fußabdruck immer Unschärfen bei der Datenerhebung vorliegen. Der große zeitliche Schritt vom Welterschöpfungstag 2011 (27. September) auf 2012 zeigt keine sprunghafte Zunahme sondern ergibt sich aus methodischen Veränderungen bei der Datenerfassung.

    Im Moment beansprucht die Menschheit bereits so viele Ressourcen, dass es eineinhalb Erden bedürfte um diese nachhaltig bereit zu stellen. Nur ein Viertel aller Menschen verursachen durch ihren konsumorientierten Lebensstil den Großteil der Übernutzung. Bei bestehenden Trends wären noch vor 2050 zwei Planeten von der Qualität der Erde erforderlich um unseren Lebensstandard zu halten. Würde die ganze Menschheit so verschwenderisch leben wie wir Österreicher, wären bereits heute drei Planeten von der Qualität der Erde erforderlich. Der österreichische Welterschöpfungstag fiel heuer bereits auf den 3. Mai, der Erschöpfungstag in den USA war schon am 28. März. Der Lebensstil der US-Amerikaner verbraucht derzeit mehr als vier Planeten.

    „Die Analyse des Overshoot zeigt uns höchst alarmierende Trends, die von der Politik sträflich ignoriert werden“, warnt Wolfgang Pekny. „Es gibt weder Ziele die jährliche Öko-Neuverschuldung einzudämmen noch Pläne, wie die jährlich wachsende Gesamtschuld jemals zurückbezahlt werden könnte.“ Die Parallelen zur gegenwärtigen Finanzkrise sind offensichtlich. Die ökologische Verschuldung ist aber langfristig weit gefährlicher als die finanzielle. Die derzeitige Knappheit an Getreide etwa wurde durch nur eine trockene Saison ausgelöst und Millionen Menschen hungern heute. „Die Reserven der Natur sind dünn geworden. Ein Bankrott der Natur hätte vernichtende Folgen auf alle Menschen“, so Franko Petri vom WWF. Die globale Übernutzung ist kein ökologisches Problem: Sie ist die zentrale Herausforderung der Menschheit. Für jedes weitere versäumte Jahr werden wir einen höheren Preis bezahlen müssen: Verschärfung bestehender Ungerechtigkeiten, Ressourcenkonflikte, Kriege, Hunger und verheerende Naturkatastrophen.

    Wolfgang Pekny bleibt trotzdem optimistisch: „Die Konzepte für ein ‚One-Planet-Living‘ sind technisch, ökonomisch und sozial längst vorhanden. Auch steigt die Zahl der Menschen mit Globalverstand, die begreifen, dass weniger Konsum und dafür mehr Zeit die Qualität unserer Gesellschaft und ein gutes Leben auf dem Raumschiff Erde für den Einzelnen und für alle erhöhen.“

  2. Die 5 Tipps in dem Video finde ich gut. Genau das ist die Botschaft die nötig ist: nichts kaufen ist am nachhaltigsten. Es ist genug da, damit alle gut leben können, wenn jeder nur das nimmt was er wirklich braucht. Das heisst aber im Umkehrschluss: auf ALLES andere verzichten. Motorisierte Mobilität, mehr Wohnraum als 12 Quadratmeter pro Person, Neuwaren kaufen (bis auf wenige Verbrauchsgüter). Nur dann bleiben wir im nachhaltigen Rahmen (Erneuerbare Energien, CO2). Und nichts von dem oben genannten braucht man für ein gutes Leben, mit der richtigen Einstellung steigt die Lebensqualität sogar (mehr Zeit, weniger Stress). Aber auch unabhängig von der Lebensqualitätsfrage dürfen wir unseren Planeten einfach nicht zerstören.

  3. Damit der Mensch weitergeht, braucht er Vermeidungsstrategien. Eine wichtige ist die Verleugnung. Der Artikel von Hrn. Maxeiner ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Was vergessen wurde zu erwähnen, ist dass durch diese sogenannte „Misanthropen Haltung“ auch Organisationen und sogar politische Bewegungen ins Leben gerufen wurden/werden, die einem solchen Weltuntergangs Szenario entgegen zu wirken versuch(t)en. Hätte es damals die Grünen nicht gegeben, Greenpeache, NABU, BUND etc. gäbe es in Deutschland schon längst nicht mehr die Naturschätze und den Umweltschutz, welche aus diesen Bewegungen hervorging. Dass diese Partei und auch Verbände nun zum Teil selber hoch korrupt geworden sind – siehe u.a. Robert Habeck, Grünen Politiker und Minister für Schleswig Holstein, der dem Fracking im Schwedeneck zugestimmt hat, trotz Gegenwind der Bürger und seiner eigenen Parteigenossen – besagt nicht, dass diese ursprünglichen Ziele, die sich am Schutz der Umwelt und der Natur orientierten hinfällig sind. Es besagt, dass Menschen in ihrer Gier, ihrem Machtbedürfnis, ihrer Arroganz gefangen sind, und das auf eine Art, die auf lange Sicht gravierende Folgen für ein Unzahl an Menschen, Tieren und für die Fauna haben wird. Narzissmus versus Gemeinschaftswohl. Die Notwendigkeit einer regulierenden Instanz bezügl. Umwelt- Natur-Tierschutz ist heute noch dringender denn je. Ich gebe Ihnen in einer Hinsicht Recht, der „Overshoot Day“ ist womöglich eine Fehlberechnung. Allerdings meiner Meinung nach wirkt sie beschönigend. Der wirkliche Verlauf ist vermutlich eher exponentiell, d.h. lange Erodierung bis dann mit einem Krach alles zusammenbricht. Es ist einfach sich dieser Horrorvision zu entziehen, indem man schön säuberlich einteilt in „die Spinnerten Naturschützer und Misantrophen“, und künstliche Fronten bildet. Somit wird der wirkliche, schwierige Kampf verlagert auf eine Beziehungsebene. Mensch gegen Mensch. Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Die Umwelt Entwicklungen gehen jedoch jeden einzelnen von uns etwas an, dieser Verantwortung kann sich keiner entziehen. Ich befürchte, uns steht allen ein sehr schnelles Erwachsen -Werden bevor. Die Biomasse, ergo Insektenaufkommen ist auf 20% dezimiert worden. Insekten sind die Grundlage und das Fundament allen Lebens. Positives Denken bedeutet nicht Schönreden, sondern hinzuschauen, das „worst case scenario“ ernst zu nehmen, und demensprechend aktiv zu werden.

  4. @denica63: danke für den guten Beitrag!
    @Utopia-Team:Natürlich hat der frühere Termin auch unser nicht genügend verändertes Konsumverhaltenals Basis – aber nur auch.

  5. Die Diskrepanz zwischen dem Overschoot Day und den danach irgendwie geheim mobilisierten Kräften könnte daran liegen, dass bisher noch niemand das Wesen Erde in seiner wahren Kraft erfasst hat. Kaum jemand weiß über ihre Autarkie, über ihre Selbstheilungskräfte, über ihre Schöpferkraft und noch viel weniger zu was sie in der Lage ist, wenn vollständig erwacht ist. Gerade erwacht der globale Drache und löst die reptiloide Besetzung auf, unter der wir seit Jahrtausenden leiden. Ist sie sich ihrer Kraft bewusst, kann die Erde faktisch alles heilen, was derzeit noch unheil ist. Und der Mensch ebenso. Es geht also weniger um eine Änderung des Konsumverhaltens oder um eine Entwicklung des ökologischen Bewusstseins, sondern vielmehr um eine innere Verbindung und damit Wahrnehmung der Erde IN uns. Jeder, der sich bewusst mit der Erde verbindet, wird fühlen wie sie fühlt und hat damit eine Chance seinen Anteil des Schmerzes dieser Welt zu heilen. Somit kann JEDER von uns Verantwortung übernehmen und hat einen Einfluss auf die Entwicklung der Erde.

  6. Solange unsrer GELDGIERIGE und MISSERABLE Großindustrie und das Großkapital daraus Gewinn schlagen, und das auf Kosten der ARMEN, wird sich daran nichts ändern.
    Diesen verbrecherischen Herrschaften ist es nämlich egal, wer und wieviele Millionen Menschen dabei verrecken!!!!!

  7. Befreie den Verstand von alten Gewohnheiten.

    Ich nagle das nicht an die Wand oder ans Kreuz.

    Mit dem ausleben von Gewohnheiten ist es so eine Sache. Mit Gewohnheiten eine Kontrolle über die erlangte Macht auf Arbeit, über Arbeit und mit Arbeit zu erhalten, um sich Sicherheit dadurch glaubhaft selbst einzureden, für das zelebrieren und wirken einer Lebensauffassung und Lebensqualität als integrierter Teil einer Kulturauslebung.

    Jeder darf und sollte sich bei dieser Kulturauslebung die Frage stellen: Was ist Sinnvoll? Was ist in der Vergangenheit richtig gewesen und jetzt in der Gegenwart nicht mehr förderlich für eine Besserung der Lebensqualität? Was an Gewohnheiten kann bleiben, was kann weg und wo lasse ich neues als Alltagsroutine entstehen?

    Angststörmungen können hierbei ja eine Hilfe, wie ein Kompass darstellen, um sich in die richtige Richtung aus zu orientieren. Vor diesen Prozess muss man keine Angst haben, da man ja automatisch dazu lernt und das neu gewonnene eine Bereicherung an Wissen und Fähigkeiten darstellt und dezimiert geistige Armut.

    Die Menschheit auf Arbeit könnte sich hierbei selber neu erfinden. Inspirationen sind hierbei sehr wichtig um den Verstand zu neuen Richtungen zu animieren. Doch, jetzt das große ABER und die Nägel für den Hammer, um diese Denke als Warnung für alle ans Kreuz zu schlagen.

    Das hier ist der Knackpunkt dieser Geschichte.

    Wenn über Arbeit und beim Arbeiten die Menschen geistig ein Niveau an Höhe erreichen das nicht mal Vorgesetzte haben, dann läuft da etwas ganz schön schief und die Macht auf Arbeit über Arbeit mit seiner Vergabe an Menschen die man extra dafür ausgewählt hat, will keine Gefährder als Menschen um sich haben, die dieser Befugnisse der Vorzüge für die eigene Person als Vorgesetzter darstellen und dem gefährlich werden könnte.

    Und schon bleibt alles beim Alten.

    Ein immer wiederkehrender Kreislauf.

    Inspiriert zu diesen Text wurde ich über eine Profischlagzeuger der für eine; Ich als Mensch holze alles ab was so an Bäumen herumsteht und verbrenne auch fasst alles davon Dokumentation die Musik gestalten soll und sich nach den Richtlinien des Produzenten Folge leisten muss und Kreativität zu neuen geistreichen Inspirationen, die ein Nachdenken anregen sollen sind da nicht gewollt. Der Kunde mit seinem Niveau ist ja König. Macht das jetzt auch Angst?

  8. Teil2:
    Mein Problem mit der Mindestlänge.
    Infrastruktur Arbeit und Verkehr
    Lächle in einem traurig chaotisch erscheinenden Haus, wo Angst zum Widerspruch die Inspirationen zur Befreiung aus diesen unbefriedigenden Zwängen einer selbst gewollten Lebensausrichtung auffrisst, da wir uns eine anderes denken nicht zumuten wollen, denn es würde alles wieder verändern, auch die Gestaltung der Angst durch Arbeit auf Arbeit und die damit verbundene gedachten Verluste einer Teilhabe an gewohnten Gesellschaftlichen sozialen Leben.
    Dieser Geist, als Zeitgeist und Hirngespinst ist wie ein Gebäude in dem wir uns selber einladen über verschwinderische soziale Anerkennung Koalitionen einzugehen die wir gar nicht für gut heißen und unsere Ängste vor einem sozialen sterben uns in diesem Gebäude gefangen halten.

    Oh Orientierung, was läuft nur falsch bei uns, dass wir es lieben uns selber zu schädigen und wir uns stolz darin fühlen diesen Schädigungen mit erhobener Brust und falschen Glauben an das nicht richtige zu trotzen, wie ein Kleinkind das meint, in diesem Verhalten bin ich jetzt stärker und bezwinge meinen herauf wachsenden sozialen Tod auf Arbeit mit Arbeit!?.
    Doch weit gefehlt. Der soziale Tod auf Arbeit lächelt zurück, da dem Kleinkind eine geistige Armut innewohnt und nicht weiß, dass es dadurch noch schneller sterben wird. Wie auch die Ressourcen für gewisse Arbeiten über unsere Arbeit verschwinden werden.
    Was kann man erwarten in einer Welt die alles verbrennt, damit Gewohnheiten erhalten bleiben. Nicht viel an Veränderungen. Denn es geht hier um Macht.
    Mit Arbeit und mit besser gestellter Arbeit erst recht, habe ich die Macht mir eine gewisse Lebensführung und Lebensqualität zu erschaffen, die mich Glücklich und zufrieden macht. Danach streben wir alle. Nur was ist, wenn die Ressourcen dafür nicht mehr gegeben sind!?. Wenn Umweltbedingte Umstände nicht mehr Mitspielen, so wie wir das gerne hätten!?.
    Da entsteht ein Zwang, wo wir die jetzige ausgelegte Modellage von der Infrastruktur Arbeit und Verkehr neu denken müssen. Machen wir es nicht und bleiben an unseren Gewohnheiten kleben, kann dieses ganze Haus samt Inhalt und das sind wir die Menschen verschwinden.

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.