Die 13 ultimativen Tipps, mit denen du Geld sparst – und gleichzeitig die Umwelt schützt

Geld sparen und die Umwelt schonen
Foto: CC0/Unsplash - Christian Dubovan, Raymond Culbertson

Wer an den richtigen stellen Geld spart, tut nicht nur was für seinen Geldbeutel – sondern auch für die Umwelt. Und dafür muss man nicht mal knapp bei Kasse sein. Wir zeigen 13 einfache Spartipps, die jeder kann.

Unsere Konsumgesellschaft hat es geschafft, dass wir Geld für Dinge ausgeben, die wir entweder umsonst haben können oder zumindest günstiger – oder eigentlich gar nicht brauchen. Wenn wir uns das bewusst machen, dann sparen wir nicht nur Geld, sondern schonen auch unsere Umwelt.

Tipp 1: Lass dich beschenken

Möbel, Kleidung, Elektrogeräte oder Lebensmittel – das alles gibt es auch umsonst. Auf Internetseiten wie ebay-Kleinanzeigen etwa in der Kategorie „zu verschenken und tauschen“ oder in Facebook-Gruppen wie „Verschenks“ oder „Free your stuff“ für einzelne Städte. Hier verschenken Menschen Dinge, die sie selbst nicht mehr brauchen, damit andere sie weiter nutzen können – von der Waschmaschine bis zum Schreibtischstuhl.

Kleidung bekommst du umsonst beispielsweise auch bei Kleidertauschpartys. Bei diesen Veranstaltungen bringt jeder seine alten Klamotten mit und tauscht sie gegen die Anderer ein. Google einfach mal nach Tauschpartys in deiner Nähe (am besten via Ecosia). Wenn du keine findest, kannst du mit Freunden einfach selbst eine organisieren.

So sparst du nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Ressourcen, die benötigt werden, um Dinge neu herzustellen.

Tipp 2: Iss weniger Fleisch und tierische Produkte

Fleisch- und Milchproduktesind sind teuer, besonders dann, wenn sie nachhaltig produziert werden. Greif deshalb häufiger zu (Bio-)Gemüse – das ist nicht nur günstiger, sondern auch besser für die Umwelt: Die Produktion tierischer Lebensmittel macht mehr als die Hälfte (60 Prozent) der Treibhausgas-Emissionen in der Landwirtschaft aus.

Mehr dazu in dieser aktuellen Studie: Fleisch und Milch haben den größten Einfluss auf den Planeten. Tipps gibts zudem hier: Vegetarier werden: Einfache Tipps für Einsteiger und hier: 10 Tipps, um ein bisschen veganer zu werden

Tipp 3: Rette Lebensmittel

Es gibt Menschen, die retten Lebensmittel direkt aus den Mülltonnen der Supermärkte. Wenn das sogenannte Containern nichts für dich ist, gibt es aber auch einfachere Möglichkeiten: Auf Internetseiten wie Foodsharing.de kannst du gerettete Lebensmittel umsonst abholen. So sparst du Geld und tust etwas gegen Lebensmittelverschwendung.

Auch einige Händler setzen sich gegen Lebensmittelverschwendung ein: Viele Bäcker etwa bieten ihre Waren kurz vor Ladenschluss billiger an. Manche Läden verkaufen sogar ausschließlich Backwaren vom Vortag günstiger. Hier findest du eine Liste. Über die App „Too Good Too Go“ kannst du übrig gebliebenes Essen von Restaurants, Cafés oder Imbissen günstiger bekommen – und so vor dem Abfall retten. Und am wichtigsten: Rette deine eigenen Lebensmittel, indem du sorgsam mit ihnen umgehst und sie nicht wegwerfen musst: 10 Tipps für weniger Essen Müll.

Tipp 4: Spare beim Wäsche waschen

Wusstest du, dass du den Großteil deiner Kleidung bei 30 Grad waschen kannst? Im Gegensatz zum Waschen bei 40 Grad, liegt die Energieersparnis bei ganzen 40 Prozent. Und deine Wäsche wird in der Regel genauso sauber.

Geld und Energie sparst du zudem, indem du das Eco-Programm deiner Waschmaschine benutzt (wenn es eines gibt). Außerdem sparst du, wenn du die Waschmaschine ausreichend voll machst – und deine Klamotten nur dann wäschst, wenn sie wirklich dreckig sind. Auf diese Weise schonst du auch deine Kleidung. Denn die verschleißt mit jedem Waschgang. Hier findest du noch mehr Tipps fürs Wäsche waschen.

Wer sich eine neue Waschmaschine zulegen möchte, sollte sich für ein effizientes Gerät entscheiden. Das ist in der Anschaffung zwar teurer, benötigt dafür weniger Energie, Wasser und Waschmittel. Wir zeigen dir empfehlenswerte Waschmaschinen.

Tipp 5: Trinke Leitungswasser

Leitungswasser ist mindestens genauso gesund, wenn nicht gesünder, als Wasser aus der Flasche. Es wird zudem direkt in deine Wohnung geliefert und ist auch noch billiger als Flaschenwasser.

So sparst du Geld und schonst die Umwelt, indem du die „Verpackung“ also die (Plastik-)Flasche vermeidest, die aufwendig hergestellt und schwer oder nur unter hohem Energieaufwand recycelbar ist.

Mehr Infos: Kann man Leitungswasser in Deutschland bedenkenlos trinken?

Leitungswasser teurer
Trinke Leitungswasser. (Foto: Creative Commons –CC0/Pixabay)

Tipp 6: Kaufe gebraucht

Nicht alles bekommt man geschenkt – vieles aber günstiger. Und zwar indem man es gebraucht kauft. Offline und online gibt es Portale und Läden für Gebrauchtes: Möbel, Bücher, Geschirr, Smartphones oder Kleidung. Häufig sind diese Dinge neuwertig, viele Händler geben sogar eine Garantie, etwa auf Elektrogeräte. In unserer Bestenliste findest du empfehlenswerte Shops.

Offline findest du gebrauchte Sachen in Flohmarktläden, Sozialkaufhäusern oder Second-Hand-Läden. Eine Liste mit Second-Hand-Läden in deiner Nähe findest du bei unserem Partner Treeday.

Secondhand kaufen
Online und offline kannst du Dinge einfach und günstig gebraucht kaufen. (Fotos: © Laurent Hamels - Fotolia.com; mi.la / photocase.com)

Tipp 7: Teile Dinge mit anderen

Genauso, wie man viele Dinge ertauschen und geschenkt bekommen kann, kann man beim Teilen nicht nur sparen, sondern auch die Umwelt schonen. Teile dir etwa deinen Internetanschluss mit einem Nachbarn. Oder die Kosten für eine lange Autofahrt mit anderen Mitfahrern, zum Beispiel über die Mitfahrportale in unserer Bestenliste.

Auf Portalen wie Fairleihen.de oder frents.com, kannst du dir Dinge wie Werkzeug, Camping-Zubehör oder eine Wanderausrüstung von Menschen aus deiner Umgebung leihen. In unserer Bestenliste Leihen und Tauschen zeigen wir dir empfehlenswerte Portale. Auch Kleidung kannst du leihen statt sie zu kaufen.

Mehr in der Bilderstrecke: 10 Dinge, die man nicht besitzen muss

Tipp 8: Mache Dinge selbst

Egal ob Waschmittel, Deo, Gemüsebrühe oder Zahnpasta – Dinge selber zu machen spart Geld und schont die Umwelt, weil wir selber bestimmen, welche Zutaten reinkommen.

Für den Anfang findest du hier  16 Dinge, die du nicht kaufen musst – sondern einfach selber machen kannst.

Tipp 9: Reparieren statt neu kaufen

Ein Loch im Pulli oder ein gesprungenes Smartphone-Display – die meisten Dinge, die kaputtgehen, kann man ganz einfach selbst reparieren. Und die, die man selbst nicht mehr hinbekommt, kann man zum Beispiel in Repair Cafés bringen: Hier reparieren Freiwillige kaputte Bügeleisen, Fahrradreifen und Wollpullover – und zwar ganz umsonst. So verhilfst du deinen Sachen zu einer längeren Lebensdauer, sparst dadurch Geld und Ressourcen.

Mehr zu Repair Cafés: reparieren gegen die Wegwerfgesellschaft

Smartphone, Tablet, Notebook reparieren
Viele Dinge, kann man ganz einfach reparieren. (© Utopia.de aw/smj)

Tipp 10: Geh früher ins Bett

Wer früh ins Bett geht, ist am nächsten Morgen nicht nur fitter, sondern spart auch noch Strom – und damit Geld. Denn: Die meisten Elektrogeräte kommen abends zum Einsatz. Abends versacken wir häufiger vor dem Fernseher oder dem Computer. Und je länger wir wach bleiben, desto länger bleibt auch das Licht an – ein weiterer Energiefresser.

Wer so früh nicht schlafen kann oder will, kann zumindest eine Energiequelle ausschalten: Tausche den Fernseher gegen ein spannendes Buch oder den Computer gegen ein Gesellschaftsspiel – schon verbrauchst du weniger Strom. Das geht natürlich auch unabhängig von der Tageszeit.

Der Verzicht auf Elektrogeräte ist übrigens nicht nur gut für deinen Geldbeutel und die Umwelt, sondern auch für dich. Mehr dazu: Digital Detox: bewusst offline gehen

Tipp 11: Vermeide Fehler beim Duschen

Indem du kürzer duschst und auch mal kalt, sparst du warmes Wasser – und damit Energie, die das Wasser erhitzt und letztlich Geld: Fünf Minuten kalt duschen kosten etwa 20 Cent. Fünf Minuten warm duschen kosten etwa 1,25 Euro, also über das 6-fache!

Geld sparst du aber auch schon wenn du weniger duschst: Statt täglich zu duschen, reichen theoretisch ein- bis zweimal die Woche aus. Wer nur zweimal die Woche statt jeden Tag warm duscht, spart im Jahr etwa 325 Euro. Gesicht, Intimbereich oder Achselhöhlen kann man trotzdem täglich reinigen.

Kalt duschen hat übrigens nicht nur Vorteile für deinen Geldbeutel und die Umwelt, sondern auch für dich: Sich mit kalten Wasser abzuduschen, regt den Kreislauf an, stärkt das Immunsystem und strafft die oberen Hautschichten.

Weitere Fehler, die wir beim Duschen vermeiden sollten

duschen duschfehler wasser
Beim Duschen kann man mehr als nur warmes Wasser sparen. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay)

Tipp 12: Hör auf, dich mit Konsum zu belohnen

Eine neue Hose, ein neues Handy, ein leckeres Eis – das sind Dinge, die wir kaufen, weil sie uns glücklich machen, zumindest kurzfristig. Das meiste von dem, was wir tagtäglich oder auch nur ab und zu konsumieren, brauchen wir tatsächlich aber gar nicht. Auch wenn uns die Werbung etwas Anderes erzählt.

Wer seinen Konsum kritisch hinterfragt, spart Geld und schont die Umwelt. Hör also auf, dir ständig neue Sachen zu kaufen und verbringe deine Zeit lieber mit Freunden, mit der Familie oder in der Natur.

Nutze die Zeit allein positiv um den Libeskummer zu überwinden
Verbringe mehr Zeit in der Natur, statt damit, Geld auszugeben. (Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Tipp 13: Kaufe nicht immer alles sofort

Es gibt diese Dinge, die wir unbedingt haben wollen – da hilft auch kein kritisches Hinterfragen mehr. Dagegen kann ein ganz einfacher Trick helfen: warten.

Warte bei größeren Anschaffungen mindestens 30 Tage. Dinge, die wir gar nicht wirklich brauchen, vergessen wir dann meist. Willst du das Objekt deines Begehrens nach diesem Zeitraum immer noch haben, kaufe es. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass du es tatsächlich viel benutzt und sich die Anschaffung lohnt.

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(3) Kommentare

  1. Einen wichtigen Trick habt Ihr vergessen: Tintenpatronen und Tonerkartuschen bei einem GUTEN Refiller wieder aufbereiten lassen. Druckkopfpatronen lassen sich bis 5x wieder auffüllen, Einzelpatronen thermoelektrisch lassen sich bis 10x wieder auffüllen, Hohltanks lassen sich unbegrenzt oft auffüllen und Tonerkartuschen lassen sich ohne weiteres 20x wieder aufbereiten. Was man da an Geld und Abfall sparen kann, v.a. bei Patronen, die der Refiller mit mehr Tinte – gewisse Modelle mit mehr als der doppelten Menge! – auffüllen kann, muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen.

  2. Wichtige Ergänzung zu Tipp 4: Wäsche waschen
    Ob neue oder alte Waschmaschine, Öl-Gas-Pellet-…-Heizung, … es lohnt sich IMMER aufgeheiztes Wasser dem regulären WARM-Wasser zu entnehmen statt elektrisch über die Heizstäbe zu erwärmen.
    Dazu reicht ein „thermisches Mischventil“ (z. B. https://www.heima24.de/shop/system/?func=detailcall&prodid=1&artnr=34830) und ein Thermometer (z. B. https://www.heima24.de/installation/bimetall-anlegethermometer-63-mm-anzeige-0-bis-120-c-mit-montagefeder-fuer-rohre-von-38-bis-1-12.html?cache=1533546834) zur händischen Temperaturvoreinstellung. Die Kosten liegen bei rund 60 €.

    Da wird nicht nur viel Geld für Strom gespart sondern auch viel CO2 und mehr.
    UND die Heizstäbe der Waschmaschine verkalken nicht, wenn sie nicht benötigt werden, was wiederum die Lebenszeit der Waschmaschine drastisch verlängert.

    Wenn jemand eine Solaranlage hat, dann ist das ganze WARM-Wasser sogar umsonst!

    Bei älteren Waschmaschinen wird der Ausgang vom Mischventil einfach an die Kaltwasserleitung angeschlossen.

    Das funktioniert auch sehr gut mit SPÜLMASCHINEN!

  3. Und noch etwas:
    Grundsätzlich möchte man ja durch Wäsche waschen SAUBERE Kleidung.
    In vielen Fällen bedeutet „sauber“, dass sichtbare Verschmutzungen entfernt werden und ggf. Farbe und Konsistenz der Kleidung gestärkt wird.

    Grundsätzlich gilt, wenn im verwendeten Waschmittel keine antibiotischen, …, und/oder sonstige aggressive(!) und damit umweltschädigenden Stoffe enthalten sind, dann ist jeder Waschgang unter 60°C keine Reinigung im hygienischen Sinne, sondern eine VERKEIMUNG!
    Grund: Ob Eiweißverbindungen, Mikroorganismen und Krankheitskeime verschiedenster Art (Bakterien, Pilze, Milben, Viren, …) bei 30-40°C-Wäsche, ist kann man von einem Vermehrungsprozess wie in einem Bioreaktor ausgehen.

    Wer hygienisch-saubere Wäsche möchte – ohne aggressive Chemie – sollte daher bei mindestens 60°C waschen. Ausgeommen sind naturnahe Seide und Wolle, weil die noch substantiell über „selbstreinigende“ Fähigkeiten verfügen.

    Der Energieeinsatz für 60°C wird völlig überbewertet, da auch zur Herstellung aggressiver Feinwaschmittel enorme Energiemengen, Rohstoffe, etc. benötigt werden und dann auch noch der „Rückbau“ über Klärtechnik hinzukommt bzw. steigende Gewässerbelastung.

    UND hier noch ein spannend-ekliges Experiment zum Nachmachen:
    1. Waschmaschine mit Wäsche befüllen und „ganz normal“ bei 40°C waschen.
    2. Wäsche drinlassen und ohne Waschmittel nochmal bei 40°C waschen.
    ABER diesmal
    2a. vorher einen Eimer mit 10 Liter 40°C warmen Wasser und ein 1-2 Liter Einfüllgefäß mit Schnabel richten
    2b. Waschgang starten und
    2c. nach ca. 2 Minuten, wenn das regulär benötigte Wasser automatisch beigegeben wurde, das Füllfach für Waschmittel rausziehen und mit dem Einfüllgefäß die 10 Liter warmes Wasser (aus Dusche oder Badewanne) einfüllen. Dann steht das Wasser ungefähr auf halber bis dreiviertel Türhöhe.
    … und zuschauen bzw. nach 10-15 Minuten das Wasser anschauen.

    Ist das Wasser sauber und klar, ist alles gut.
    In den meisten Fällen aber, ist eine unglaubliche, dunkelgraue Drecksbrühe zu sehen!

    Die meisten Waschmittel reinigen „chemisch“. D. h., der Dreck wird nicht wirklich rausgewaschen sondern mit „Farbe“ und Geruch „überlackiert“.

    Naturnahe Wachmittel benötigen Temperatur und Wasser!

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