Herbstdepression: So geht’s glücklicher durch die bunte Jahreszeit

Herbstdepression
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash.com / Artur Rutkowski

Ab Oktober werden die Tage wieder kürzer und das Sonnenlicht weniger – das kann zu einer Herbstdepression führen. Viele leiden dann an einer gedrückten Stimmung und fühlen sich antriebslos. Wir geben dir fünf Tipps, wie du glücklicher durch die bunte Jahreszeit kommst.

Die Herbstdepression ist nicht unbedingt eine klinisch relevante Störung. Durch das mangelnde Licht und das regnerische Wetter leidet die gute Laune. So geht es vielen Menschen. Das hat vor allem physiologische Ursachen. Weniger Sonnenlicht bedeutet auch, dass der Körper weniger Vitamin D produziert. Dieses hängt sehr eng mit den typischen Symptomen einer Herbstdepression zusammen: Wir fühlen uns schlapp, wollen mehr als sonst schlafen und sind schlecht gelaunt. Dagegen kannst du aktiv etwas tun. Wir verraten dir wie.

#1 Vitamin-D-Speicher auffüllen

Vitamin D wird auch als das "Sonnenvitamin" bezeichnet.
Vitamin D wird auch als das „Sonnenvitamin“ bezeichnet.
(Foto: Vapi / www.photocase.de)

Ab etwa November bis Februar reicht das Sonnenlicht nicht mehr aus, um den Körper bei der Produktion von Vitamin D ausreichend zu unterstützen. Deshalb ist es ratsam, schon vorher die Speicher aufzufüllen, damit eine Herbstdepression erst gar nicht entsteht.

  • Du solltest etwa zehn bis 25 Minuten täglich draußen verbringen.
  • Es spielt dabei keine Rolle, ob der Himmel bewölkt ist oder es regnet – die wichtigen UV-Strahlen suchen sich den Weg durch die Wolkendecke.
  • Geh deshalb täglich spazieren – auch wenn das Wetter im ersten Moment nicht dazu einlädt.

Ergänzend solltest du dich ausreichend mit Vitamin D über die Ernährung versorgen. 

Nimm also solche Lebensmittel (am besten in Bio-Qualität) öfter in deinen Speiseplan auf. Wenn du dich täglich mindestens eine halbe Stunde draußen aufhältst und dich zudem bewusster ernährst, sollte dein Körper gegen die Herbstdepression gewappnet sein.

#2 Soziale Kontakte fördern

Gemeinsame Zeit mit Freunden ist gut fürs Gemüt - und gegen Herbstdepression
Gemeinsame Zeit mit Freunden ist gut fürs Gemüt – und gegen Herbstdepression
(Foto: CC0 / Pixabay.de / Free-Photos)

Wenn es im Frühling und Sommer warm und sonnig ist, dann sind wir auch motivierter raus zu gehen. Wir treffen uns beim Grillen oder auf einen Drink zum Feierabend. Wird es dagegen Herbst, neigen wir dazu uns zu Hause einzuigeln. Dadurch treffen wir auch weniger andere Menschen. Ein leckeres Essen mit Freunden bei einem gemütlichen Spiele- oder DVD-Abend kann dagegen für die positiven Momente sorgen, die wir gegen die Herbstdepression dringend brauchen.

Triff dich weiterhin regelmäßig mit deinen Freunden. Probiert zum Beispiel Rezepte mit Obst und Gemüse der Saison aus und schaut Filme, die ihr schon immer mal sehen wolltet.

#3 Die schönen Momente des Herbstes erkennen

Der Blick für die schönen Momente vertreibt die Herbstdepression.
Der Blick für die schönen Momente vertreibt die Herbstdepression.
(Foto: CC0 / Pixabay.de / B-G)

Der Herbst macht etwas Wunderschönes mit der Natur: Er färbt die Blätter rot und gelb und lässt sie in der Sonne strahlen. Öffne deinen Blick für die schönen Momente, die der Herbst bereit hält, denn gerade diese sind Balsam für unsere Seele. Sei dankbar dafür, was uns der Herbst beschert – je mehr positive Gefühle du dir selbst machst, desto weniger Chancen hat die Herbstdepression.

Besonders hilfreich ist es dabei, der herbstlichen Natur achtsam zu begegnen. Methoden zur Achtsamkeit, findest du in einem weiteren Artikel. Probiere einige davon am besten bei deinem nächsten Spaziergang aus.

#4 Den Alltag mit Farben fröhlicher machen

Auch wenn die Bäume immer farbenprächtiger erscheinen, so werden die Tage dennoch dunkler und trüber. Umso wichtiger ist es deshalb, dass du dich Zuhause wohl fühlst. Wie wär’s, du dekorierst deine Wohnung mit tollen Farbakzenten? Farben wie orange, rot und gelb heben die Stimmung und sind perfekt gegen schlechte Stimmung im Herbst. Als nachhaltige Materialien eignen sich diverse Kürbisse, Sonnenblumen im Topf oder getrocknete Laubblätter. Vielleicht kannst du aus alten bunten Textilien Kissenüberzüge nähen? Lass deiner Kreativität freien Lauf und erfreue dich hinterher an den fröhlichen Farben in deinem Zuhause. 

#5 Neue Hobbies ausprobieren

Neue Hobbys gegen die Herbstdepression
Neue Hobbys gegen die Herbstdepression
(Foto: CC0 / Pixabay.de / Pexels)

Du wolltest schon lange zu Stricken anfangen oder Aquarelle malen? Der Herbst ist die perfekte Zeit, sich neuen Hobbies zu widmen. Such dir etwas, was du gerne neu lernen würdest oder du lange nicht mehr gemacht hast und fange einfach an. Damit hältst du dich aktiv und belohnst dich selbst mit den Ergebnissen. Selbst geschaffene positive Gefühle sind äußerst wichtig gegen Herbstdepression. Du kannst diesen Tipp direkt mit #3 und #4 verbinden: Wie wäre es mit einer Bastelrunde unter Freunden, in der ihr gemeinsam fröhlich-bunte Herbstdeko gestaltet?

Wenn gar nichts mehr geht – professionelle Hilfe

In wenigen Fällen ist es nicht so einfach, eine Herbstdepression zu überwinden. In Fachkreisen spricht man dann von einer saisonal abhängigen Depression. Die Symptome sind ausgeprägter und langanhaltender und können bei den Betroffenen dazu führen, dass sie große Schwierigkeiten haben ihren Alltag zu bewältigen. 

Solltest du den Eindruck haben, dass die Gefühle der Herbstdepression überhand nehmen und du dich mehr als zwei Wochen durchgehend schlecht fühlst, dann suche dir professionelle Hilfe bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten. Meist wird dann eine Lichttherapie verschrieben und der Therapeut unterstützt dich durch Gespräche und hilfreiche erprobte Methoden.

Fazit: Herbstdepression ist vor allem Lichtmangel

Positive Gefühle schaffen - dann hat die Herbstdepression keine Chance
Positive Gefühle schaffen – dann hat die Herbstdepression keine Chance
(Foto: CC0 / unsplash.com / Jacob Owens)

Die Herbstdepression ist meist eine leichte depressive Verstimmung, die vor allem durch den Lichtmangel zustande kommt. Du kannst selbst einiges tun, um deine Stimmung zu verbessern. Wichtig ist: Sorge für positive Gefühle in deinem Alltag. Ziehe dich nicht zurück, sondern pflege auch in der dunklen Jahreszeit deine Kontakte zu Freunden. Gehe außerdem täglich spazieren und ernähre dich ausgewogen – dann hat die Herbstdepression wenig Chancen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Schlagwörter:

(1) Kommentar

  1. Ich habe fast den ganzen vergangenen Winter lang Vitamin D supplementiert. Bei der Vorsorgeuntersuchung im März hab ich dann auch um die Ermittlung meines Vit. D Spiegels ersucht, und da kam ein Mangel raus. Nicht gravierend, aber immerhin. Als ich fragte, wie das möglich ist, meinte meine Ärztin: „Ihr Wert ist verglichen zum Schnitt der Bevölkerung um diese Jahreszeit eh recht gut.“ Beim Supplementieren auf jeden Fall unbedingt auf ein Vit. D3 Präparat achten.

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.