Holundersaft – kalt oder warm, aber auf jeden Fall gesund

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Holundersaft schmeckt gut, ist gesund und lässt sich leicht selber herstellen. Erfahre hier mehr über Nährstoffe und Wirkung von Holundersaft und wie du ihn selber machen kannst.

Holundersaft ist gesund – kalt und warm

Holunderbeeren enthalten wichtige Spurenelemente wie Folsäure, Eisen und Kalium. Bekannt sind sie vor allem wegen der großen Menge an Vitamin C. Deswegen ist Holunder ein bewährtes Hausmittel bei Schnupfen und Erkältung. Er sollte möglichst schonend zubereitet und frisch sein, damit die Inhaltsstoffe ihre volle Wirkung entfalten können. 

In der Naturheilkunde wird außerdem auf die enthaltenen Anthocyane hingewiesen. Dieser Stoff wirkt entzündungshemmend und bindet Viren. Deswegen wirkt er besonders gut gegen Schnupfenviren, vorausgesetzt, er wird nach den ersten Anzeichen einer Erkältung eingesetzt.

Zudem sollen Saft und Beerentee Ischias- und Nervenschmerzen lindern, den Darm reinigen, die Nieren anregen, Blutdruck senken und das Herz stärken.

Sowohl der kalte Saft, als auch ein warmer Tee können helfen. Wenn es warmer Holundersaft sein soll, dann nur leicht erhitzen – auf keinen Fall aufkochen. Zu große Hitze zerstört die wertvollen Inhaltsstoffe.

Noch besser sollen Konzentrate und Pulver aus Holunderbeeren helfen, denn bei der Herstellung von Saft werden durch Erhitzen und Pressen einige Anthocyane zerstört.

Holundersaft ist also eine gute Ergänzung, um gesund über den Winter zu kommen, bei lang anhaltenden Beschwerden und starken Erkältungen sollte er aber vom Arztbesuch abhalten.

Holunderbeeren für Saft sammeln

Die Beeren des schwarzen Holunders
Die Beeren des schwarzen Holunders
(Foto: CCO / Pixabay / Anemone123)

Du kannst Holundersaft auch selbst herstellen. Dazu brauchst du erst einmal die Beeren. Holundersträucher wachsen vor allem in Hecken und an Waldrändern. Die Beeren sind reif, wenn sie tiefschwarz sind, du kannst sie von September bis November pflücken.

Es gibt verschiedene Holunderarten:

  • Beeren des Schwarzen Holunders sind gesund und essbar.
  • Die des Zwergholunders sind giftig.
  • Ein Unterscheidungsmerkmal: Die Dolden des Schwarzen Holunders hängen wie im Foto nach unten, während die giftigen warnend nach oben gerichtet sind.
  • Außerdem haben die Zwergholunder-Beeren eine kleine Delle und riechen unangenehm.

Am Besten pflückst du die ganzen Dolden und sammelst die empfindlichen Beeren in einem Korb oder einem alten Stoffbeutel, denn die Beeren färben. Da die Beeren sehr empfindlich sind, solltest du sie schnell weiter verarbeiten.

Pflücke die Holunderbeeren nicht von Sträuchern, die nahe an der Straße stehen, denn diese können mit Abgasen belastet sein. Auch Tiere wie Vögel leben von den Beeren. Achte also darauf, lieber weiträumig an mehreren Büschen weniger Beeren zu pflücken. So vermeidest du, dass Sträucher komplett leer gepflückt sind und ein wichtiger Teil der Nahrung für Waldtiere fehlt. 

Sehr wichtig: so groß die Verlockung beim Pflücken ist, die Beeren auf keinen Fall roh essen! Sie zu essen kann zu Übelkeit und Erbrechen führen, denn sie enthalten den Giftstoff Sambunigrin. Dieser zersetzt sich aber ab einer Temperatur von 76,3 °C. 

Empfehlenswerte Flaschen für unterwegs:

Holunderbeerensaft selbst machen

Holundersaft ist auch als Geschenk gut geeignet
Holundersaft ist auch als Geschenk gut geeignet
(Foto: CCO / Pixabay / RitaE)

So stellst du einen eigenen Holunderbeerensaft her:

  • Wasche die Holunderbeeren gründlich. Entferne die Beeren von den Stängeln mit einer Gabel oder den Händen. Unreife Beeren und Stängelreste sortierst du aus.
  • Fülle die Beeren in einen Topf und gib ca 1 cm Wasser hinzu.
  • Lasse die Beeren etwa 15 Minuten kochen. Sie sollten weich und verschrumpelt sein und sich leicht ausdrücken lassen. Koche sie nicht zu lange, sonst zersetzen sich die wichtigen Vitamine.
  • Filter die Beeren durch ein altes Küchentuch. Ab Besten knotest du dazu die Ecken an einem zweiten Topf fest und schüttest dann die Beeren samt Flüssigkeit darauf, sodass der Saft in den zweiten Topf tropfen kann. Drücke die Beerenmasse gut aus und lasse sie über Nacht abtropfen.
  • Falls dir Fruchstückchen nichts ausmachen, kannst du auch eine Flotte Lotte (Küchengerät) verwenden.

Um den Saft haltbar zu machen:

  • Fülle ihn in Flaschen oder Schraubgläser.
  • Stelle die Gläser in einen Topf mit Wasser. Sie müssen zu 2/3 bedeckt sein und dürfen nicht direkt mit dem Topfboden in Berührung kommen (ein geschirrtuch oder ein Gitter hilft).
  • Lasse alles ca. 30 Minuten leicht köcheln (es sollten ca. 70 Grad Celsius sein).
  • Nach dem Abkühlen kannst du die Gläser oder Flaschen aus dem Topf nehmen. Lager den Saft am besten an einem dunklen Ort.

Wenn dir das zu aufwendig sein sollte, kannst du Holundersaft auch fertig kaufen. Empfehlenswerte Hersteller: Bestenliste – Die besten Bio-Säfte

Beliebt ist auch den Saft zu Gelee weiter zu verarbeiten, z.B. zusammen mit Äpfeln, Birnen, Zwetschgen oder Limetten.

Im Frühsommer kannst du aus den Blüten ganz leicht Holunderblütensirup selber herstellen.

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