Kastanienhonig: Was ihn ausmacht und wie er wirkt

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Kastanienhonig wird in der Naturheilkunde als Wundermittel angepriesen und ist bei Feinschmeckern wegen seines herben Geschmacks beliebt. Was es mit dem Edelhonig auf sich hat.

Was ist das Besondere an Kastanienhonig?

Kastanienhonig ist eine ganz besondere Delikatesse und deutlich teurer als herkömmlicher Honig. Das liegt daran, dass sich Kastanienhonig nur begrenzt herstellen lässt.

Für Kastanienhonig müssen Bienen den Nektar des Kastanienbaums während seiner kurzen Blütezeit von Juni bis Juli einsammeln. Im Anschluss an seine Blütezeit beginnt der Kastanienbaum damit, die Esskastanie, auch als Marone bekannt, auszubilden. Maronenwälder sind selten und kommen hauptsächlich in Deutschland, Frankreich, und Italien vor. Es handelt sich bei dem in Deutschland verkauften Kastanienhonig somit um eine regionale Delikatesse.

Reiner Kastanienhonig ist sehr intensiv im Geschmack, und kann auch bitter schmecken. Imker mildern den bitteren Geschmack dadurch ab, indem sie reinen Kastanienhonig mit einer weiteren Honigsorte mischen. Insbesondere Robinie Honig ist bei Imkern beliebt, da er günstig ist und mild schmeckt. Trägt ein Produkt offiziell die Bezeichnung Kastanienhonig, so muss der Honig mindestens zu 90 Prozent aus Nektar von Kastanienbäumen bestehen.

Die gesundheitlichen Vorteile von Kastanienhonig

Kastanienhonig besteht wie andere Honigsorten auch zu einem Großteil aus Zucker, der durch einen kleinen Anteil an Enzymen, Säuren, Vitaminen, und Mineralstoffen ergänzt wird. Der im Honig enthaltene Zucker besteht zu etwa 75 Prozent aus den beiden Einfachzuckern Glucose und Fructose. Kastanienhonig zeichnet sich durch einen besonders hohen Fructosegehalt aus, weshalb er in seiner Konsistenz flüssig ist und nur sehr langsam auskristallisiert.

Immer wieder wird Kastanienhonig von Herstellern als natürliches Heilmittel angepriesen. Verschiedene wissenschaftlichen Studien konnten zeigen, dass Honig gesundheitsfördernd wirken kann. So wurde herausgefunden, dass Honig:

  • antioxidativ wirkt, und damit den Körper vor freien Radikalen schützt und Entzündungen bekämpft.
  • die Entwicklung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verzögern kann.
  • probiotisch und antibakteriell wirkt, und damit den Körper vor schädlichen Keimen schützt.

Kastanienhonig ist eine der gesündesten Honigsorten, da er einen sehr hohen Anteil an Antioxidantien und Mineralstoffen hat. Zudem enthält Kastanienhonig einen hohen Anteil an Monoaminoxidase-Hemmern. Diese werden als Antidepressiva von Psychologen und Psychiatern eingesetzt, um Depressionen, Parkinson, und Alzheimer zu behandeln. Kastanienhonig kann somit tatsächlich Glücksgefühle bei dir auslösen.

Kastanienhonig ist ein Zucker und sollte daher nur in Maßen konsumiert werden

Kastanienhonig ist eine flüssige und dunkle Honigsorte.
Kastanienhonig ist eine flüssige und dunkle Honigsorte. (Foto: CC0 / Pixabay / stux)

Bei all den gesundheitlichen Vorteilen von Kastanienhonig solltest du aber immer auch im Auge behalten, dass es sich bei Honig um einen Zucker handelt. (Er enthält bis zu 85 verschiedene Arten von Zucker.)Maximal sechs Teelöffel reinen Zucker solltest du nach Empfehlung der World Health Organization pro Tag zu dir nehmen.

Konsumierst du zu viel Zucker, so steigt das Risiko für die Entstehung von:

  • Übergewicht und Adipositas
  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen

Konsumiere Honig daher immer nur in Maßen. Den Tee oder Joghurt mit etwas Kastanienhonig oder anderem Honig zu süßen, ist aber gesünder als mit weißem Zucker oder Süßstoff.

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