TV-Tipp: Kaffee, Kapseln, Pappbecher im Haushalts-Check

Foto:© ARD/WDR

Beim Kaffee scheiden sich die Geister: Im „Haushalts-Check mit Yvonne Willicks“ fragt die ARD, ob angeblich nachhaltige Kapseln wirklich wie versprochen verrotten, warum Coffee-to-go nur im Pappbechern kommt und ob Handfiltern besser ist.

Im Büro, in der Pause, nach dem Essen: Kaffee ist unser täglicher Begleiter. Der Pro-Kopf-Konsum lag 2014 bei 162 Litern. Doch wie machen und mögen ihn die Deutschen? Möglichkeiten gibt es viele: Cappuccino, Espresso, Latte macchiato… Handbrüher machen es sich immer öfter selbst, Kapseln und Pads hingegen machen immer mehr Müll, genau wie Coffee to go.

Kaffee im Haushalts-Check

Yvonne Willicks geht in der ARD der Frage nach: Welche Kaffeezubereitung ist am leckersten, wo sind die Öko-Sünden? Uns wurde versprochen, dass 50 Prozent der Sendung sich diesmal mit der Umweltfrage beschäftigen. Hier also die Themen der Sendung vom kommenden Montag, 29. Februar 2016, 20.15 bis 21.00 Uhr, auf „Das Erste“:

Was können Kaffeekapselmaschinen?

Kapselmaschinen sind Verkaufsschlager, in den letzten zehn Jahren stieg der Absatz um über 1500%. Die Sendung testet Kapselmaschinen aus allen Preissegmenten. Halten die Maschinen das, was sie versprechen? Und ist in den Kapseln auch immer das drin, was drauf steht?
Für uns natürlich viel wichtiger:

Nachhaltigkeit bei Kaffeekapseln

Kostet viel geld, macht viel Müll: Kaffeekapseln
Kostet viel Geld, macht viel Müll: absurde Kaffeekapseln (Fotos: © alswart - fotolia.com, Utopia)

Kaffeekapseln sind unsinnige Wegwerfwaren und aus Umweltsicht verheerend. Aber es soll ja bessere Kapseln geben, etwa Kaffeekapseln, die sich nach 4 Wochen in der Biotonne aufgelöst haben. Was ist dran am Werbeversprechen? Yvonne Willicks macht in Berlin den Praxistest und gräbt Kapseln aus dem Kompost aus. Wir sind sehr gespannt.

Die Rückkehr der Handfilterer

Oma hat früher den Kaffee noch von Hand gefiltert. Gegen glänzende Kaffee-Kapsel-Maschinen sieht das natürlich betulich und rückständig aus. Doch Hipstertum sei dank: Das Handfiltern kommt wieder in Mode. Die Sendung spürt dem Retro-Trend nach und gibt Tipps für gelingenden Filterkaffee.

Der Coffee-to-go-Fluch

Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine Abgabe auf Coffee-To-Go-Becher
Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine Abgabe auf Coffee-To-Go-Becher (Foto: © Sascha Krautz / DUH)

Es hat sich herumgesprochen: Pro Jahr satte 2,8 Milliarden Pappbecher in den Müllberg zu werfen ist die Schattenseite der To-Go-Kultur beim Kaffee. Die Sendung prüft, ob die Becher – oft problematische Verbundstoffe – recycelt werden können, welche Alternativen es gibt und warum mitgebrachte Mehrwegbecher oft nicht befüllt werden (dürfen).


Utopia meint:
Egal, was in der Sendung rauskommt: Kaffee in Kapseln gehört zu den Dingen, die wir kaufen, obwohl sie völlig absurd sind (und teuer obendrein). Noch fragwürdiger sind eigentlich nur Cola in Kapseln und Nespresso für Babys. Und es hilft zwar ein wenig, die pro Stunde 320.000 nach einmaliger Benutzung weggeworfenen Coffee-to-go-Becher zu recyclen – klüger wäre es aber, sie gleich zu vermeiden.

Für Nachfüller: Unsere Vorschläge für Kaffeebecher für unterwegs: Utopia-Produktguide: BPA-freie Kaffeebecher für unterwegs

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(2) Kommentare

  1. Teile der Sendung habe ich gesehen, sehr erstaunt haben mich die nachgewogenen „Milchprodukt“ Kapseln für die Milchschaum Erzeugung, zunächst wegen dem Irrsinn solche kleine Mengen überhaupt in Kapseln zu packen, zweitens, dass die Untermengen zulässig sind. Da wurde doch zweifellos der Durchschnitt unterschritten.

    Der Hin und Weg Kaffee ist ein offener Widerspruch zur Kaffeekultur. Mich stört bereits der halb im Stehen getrunkene Espresso an der Bar, es mag Tradition sein in Italien, der geizige Kunde mag sich über den niedrigeren Preis an der Bar statt am Tisch freuen, dennoch ist dieses Entgegenkommen für die eilige Kundschaft ein Stressbeschleuniger. Noch schnell einen aufputschenden Kaffe reinziehen, da liegt der Schritt, sich mehr davon in einem Becher mitzunehmen, nahe.

    Zum Testverfahren der Verkompostierung, sie hatten mehrere Kapseln (gefüllt?) in eine Netz gelegt. Ich zweifle daran, ob dieser Verbund an Kapseln überhaupt vom der Erde „umfüllt“ werden kann. Besser, realistischer wäre m.M. die Kapseln einzeln in Erde zu legen – wie auf dem hauseigene Kompost geworfen.

    Einfache Schnellkomposter aus dem Gartencenter dürften bereits Temperaturen mit 50-60 Grad erzeugen können. Im Sommer, die Kapseln aus den kalten Jahreszeiten dürften demnach erst mit einem (Halb)Jahreszyklus komplett aufgeschlossen sein.

  2. Tolle Idee: Mit solchen Glaskisten als Müllskulpturen bei den Kunden vor den Coffee-to-go-Läden den Müll einsammeln und so die Kunden selbst am Entstehen des „Mahnmals“ aktiv und sichtbar teilnehmen lassen. Das nenne ich Bewusstmachung. Glasklar und durchschaubar. Wer das dann nicht merkt, der ist nicht zu retten.

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