7 häufige Fehler am Morgen, die du vermeiden solltest

Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Für einen guten Start in den Tag sollte der Morgen möglichst stressfrei verlaufen. Bei vielen ist allerdings das Gegenteil der Fall – weil sie am Morgen einiges falsch machen. Diese häufigen Fehler solltest du morgens vermeiden.

1. Ewig schlummern

Der Wecker klingelt, aber eigentlich ist ja noch ein bisschen Zeit. Also drückt man auf die Schlummertaste, dreht sich noch einmal im Bett um und schläft weiter. Manche nutzen die Schlummer-Funktion des Weckers zwei bis dreimal, andere sogar öfter.

Auch wenn es sich die paar Minuten zusätzlicher Schlaf gut anfühlen, Snoozen hat einen negativen Effekt: Man fühlt sich noch müder. Das liegt Schlafforschern zufolge daran, dass der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört wird. Schläft man nach dem ersten Alarm wieder ein, beginnt der Körper einen neuen Schlafzyklus und schüttet Hormone aus, die eine Tiefschlafphase einleiten. Der zweite Alarm unterbricht diesen Prozess – was den Körper verwirrt. Das Ergebnis: Man fühlt sich schlaftrunken und gerädert, dieses Gefühl kann mehrere Stunden dauern. Um nicht den ganzen Vormittag müde zu sein, solltest du also auf Snoozen verzichten und gleich aufstehen.

2. Den Tag am Smartphone beginnen

Smartphones
Digitalen Stress am Morgen vermeiden. (Foto CC0 / Pixabay - terimakasih0)

Morgens aufwachen und erstmal Mails, Whatsapp oder die Nachrichten checken? Keine gute Idee. Die Nachrichten berichten vor allem von Katastrophen und Kontroversen und soziale Netzwerke können Studien zufolge die Stimmung verschlechtern.  Auch die ständige Erreichbarkeit durch das Smartphone ist nicht förderlich fürs Wohlbefinden.

Von dem „digitalen Stress“ solltest du dich also zumindest am Morgen verschonen. Um nicht in Versuchung zu kommen doch aufs Handy zu schauen, kannst du es ausschalten oder den Flugmodus aktivieren – dann kannst du nicht surfen und bekommst keine Benachrichtigungen.

3. Zu spät aufstehen

Wecker, Uhr, Schlafen
Lieber nicht zu spät aufstehen. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay)

Am Morgen ist jede zusätzliche Minute im Bett kostbar – trotzdem solltest du den Wecker lieber etwas früher stellen. Je später du aufstehst, desto weniger Zeit hast du fürs Frühstück, Anziehen und Fertigmachen – und bist schon am Morgen gestresst.

Stehe also früher auf, nimm dir Zeit für dich. Trinke gemütlich eine Tasse Tee, meditiere oder mach Yoga, bevor du dich deinen täglichen Aufgaben und Routinen widmest.

Tipps und Inspirationen:

4. Kaffee trinken

Frau trinkt Kaffee
Am Morgen lieber noch keinen Kaffee trinken (Foto: CC0 Public DOmain / Pixabay.de)

Für viele gehört eine Tasse Kaffee zum Wachwerden dazu. Den ersten Kaffee sollte man aber erst etwas später am Vormittag trinken – das sagen zumindest Wissenschaftler der Uniformed Services University of the Health Sciences in Bethesda. Der Grund: Kurz nach dem Aufwachen produziere der Körper vermehrt das Wachmacher-Hormon Cortisol, auch bekannt als Stresshormon. Das Koffein im Kaffee verstärke die Cortisolbildung.

Zu dieser Zeit brauche man gar keinen künstlichen Wachmacher wie Koffein. Wenn man ihn trotzdem trinke, entwickle man eine Toleranz gegen Kaffee, das heißt er verliert seine Wirkung. Später am Tag sinke der Cortisolspiegel wieder. Wann genau das ist, hängt davon ab, wann man aufsteht. Bei den meisten Menschen sei der Cortisolspiegel etwa zwischen 9:30 und 11:30 Uhr ziemlich niedrig, weshalb erst dann eine Tasse Kaffee empfehlenswert sei.

Mehr Infos dazu:

Besser als Kaffee ist morgens eine Tasse Tee (etwa Früchte- oder Kräutertee), verdünnter Saft oder Wasser.

5. Rollladen zu lassen

Öffne alle Fenster und Vorhänge, damit das Tier wieder nach draußen fliegen kann.
Öffne Rollladen und lasse Licht rein. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Wenn es dunkel ist, schüttet der Körper das Schlafhormon Melatonin aus und wir werden müde. Licht bewirkt das Gegenteil: Es hemmt die Ausschüttung des Hormons und macht wach. Lasse am Morgen die Rollläden und Vorhänge nicht verschlossen, sondern öffne sie und nutze diesen Effekt des Lichts. Wenn es im Winter morgens lange dunkel ist, kann eine  Tageslichtlampe** oder ein Lichtwecker** helfen.

6. Zu viel Zucker

Das Frühstück gilt als die wichtigste Mahlzeit des Tages – die bei vielen Menschen allerdings nicht gerade gesund ist. Nutella-Brot, süße Cornflakes, Joghurt oder Müslimischungen beispielsweise enthalten extrem viel Zucker. Auch in Säften und Kakao steckt mehr Zucker als gedacht. Wenn man nicht aufpasst, hat man seinen Zuckerbedarf für den Tag schon am Morgen gedeckt. Meide in der Früh solche Zuckerfallen und bereite dir ein gesundes, vollwertiges Frühstück zu. Tipps und Rezepte:

7. Die Zähne nur vor dem Frühstück putzen

Zweimal täglich für drei Minuten Zähneputzen schützt vor vielen Mundkrankheiten.
Zähne putzen sollte man erst nach dem Frühstück. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Bru-nO)

Um den unangenehmen Geruch im Mund loszuwerden, putzen viele gleich nach dem Aufstehen die Zähne. Wichtiger ist es allerdings, nach dem Essen zu putzen: „Da sich erst durch das Frühstück neue Beläge auf den Zähnen ansammeln können, macht das Zähneputzen vor dem Frühstück keinen Sinn“, sagt Zahnarzt Dr. Hans Hugo Wilms aus Laufenburg. „Wenn man nach dem Aufwachen einen schlechten Geschmack hat, kann man den Mund kurz mit Wasser oder einer Mundspüllösung ausspülen.“

Die Zähne nur vor dem Essen zu putzen ist zwar nicht schädlich, du solltest es dann aber nach dem Frühstück wiederholen.

Auch bei der Zahnpasta kann man etwas falsch machen: Bei Öko-Test sind von 400 getesteten Produkten 200 Pasten durchgefallen. Herkömmliche Produkte enthalten oft bedenkliche Substanzen – besser ist Bio-Zahnpasta. Mehr Infos zur nachhaltigen Zahnpflege:

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(7) Kommentare

  1. „Stehe also früher auf, nimm dir Zeit für dich. Trinke gemütlich eine Tasse Tee, meditiere oder mach Yoga, bevor du dich deinen täglichen Aufgaben und Routinen widmest.“

    😂
    Hat die Autorin Kinder?

  2. Diese „häufige Fehler“ Ratgeber gehen mir auf den Wecker, zumindest dann, wenn sie persönliches und nicht ökologisch wirksames Verhalten betreffen. Menschen sind verschieden. Was einer Person gut tut, ist nicht unbedingt ideal für jemand anderen. Für mich ist es z.B. ideal nachts um 1.30 ins Bett zu gehen und nicht vor 8.30 aufzustehen. Da ich selbständig bin, ist das kein Problem. Wecker ist nie nötig, selbst wenn ich mal ausnahmsweise früher raus muss. Frühstück gibt es keines nur im Lauf des Vormittags zwei Tassen Kaffee. Um 12 h dann „Frühstück“ – Früchte, Joghurt und bisschen Getreide. Da ich ein extrem guter Futterverwerter bin führen mehr als 2 Mahlzeiten am Tag zwangsläufig zum Zunehmen. Frühstück nach dem Aufstehen zu Müdigkeit.
    Wenn ich diesen Rhythmus ändere, geht es mir weniger gut, Laune und Leistungsfähigkeit lassen spürbar nach. Ich bin 62. Vierzig! Jahre Erfahrung mit diesem Rhythmus, hat mich gesund gehalten. Ich käme aber nie auf die Idee, das als seligmachendes Rezept zu verkaufen. Lärchen (Frühaufsteher) sind vollkommen anders. Es wäre allenfalls sinnvoll, Menschen zu beraten, dass sie ihren eigenen Rythmus finden und den ggf. mit Arbeit und Mitbewohnern/Familie so harmonisieren, dass alle damit leben können. … übrigens gibt es auch Leute mit niedrigem Blutdruck, die ohne Kaffee am Morgen kaum wach werden ….

  3. Ich kann mich Ihnen nur anschließen!
    Ich funktioniere z.B. nur mit einem doppelten Espresso gleich in der Früh, und lasse mir das nicht von irgendwelchen Gesundheitsaposteln vermiesen. Ich habe übrigens eine Ausbildung in TCM, und speziell der Diätetik. Dort wird Schluss gemacht mir der Gleichmacherei: was für den Einen gut ist, ist für den Anderen kontraproduktiv, wie zum Beispiel vegane Kost, Rohkost,Fleisch,
    Milchprodukte, Weizen etc.
    Man sollte mehr auf seinen Körper hören und nicht auf Ratgeber!

  4. Ein von Koffein abhängiger Mensch tickt natürlich anders als einer der seinen Körper nicht mit Drogen dopt. Ist jedoch nicht wirklich ein Argument gegen die im Artikel genannten Tipps.

  5. An Code Cosmo:
    danke für die Antwort. Meine Entgegenung:
    Ich bin ein Abendmensch, war das schon als kleines Mädchen, als ich noch nichts von Kaffee wusste und, wenn Sie mal in die Naturheilkunde schauen, so gibt es auch berühmte Naturheilärzte, die Kaffee in bestimmten Fällen als Heilmittel ansehen. Puristen und Fanatiker sind mir persönlich unheimlich. In meinem Unterricht habe ich einige unschöne Begegnungen mit Sonnenköstlern und Veganern gemacht. Soll doch bitte Jeder nach seiner Facon selig werden. Es gibt einfach keine Kost ,die für alle gut wäre und ich lebe nicht, um zu essen, sondern esse, um zu leben.Basta!

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