Geld sparen im Alltag: 10 Tipps, die zugleich die Umwelt schonen

Geld sparen: Alltags-Tipps
Foto: © Fritz Donath - photocase.com ; CC0 Public Domain / Pixabay / Alexas_Fotos

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und bewusster Konsum – das klingt oft nach viel Aufwand, Zeitverlust und Unbequemlichkeit. Doch das muss es nicht sein. Mit diesen zehn einfachen Tipps kann jeder seinen Alltag ein klein wenig grüner gestalten und dabei noch Geld sparen.

1. Geld sparen beim Trinken: die Flasche ist immer dabei

Auch unterwegs wollen wir mal einen Schluck Wasser oder einen wachmachenden Kaffee trinken. Pack dir dazu doch eine wiederbefüllbare Flasche beziehungsweise einen Thermobecher ein, die du unterwegs mit Leitungswasser oder Kaffee befüllen kannst. Dieser kleine zusätzliche Griff zur eigenen Flasche erfordert ein kleines Umdenken, aber wie bei vielen Dingen, wird sich auch dort schnell Routine einstellen und du wirst nicht mehr ohne Flasche oder Becher aus dem Haus gehen.

Das Mitbringen eigener Trinkbehälter ist übrigens eine echte Win-win-Situation, denn nicht nur vermeidest du Verpackungsmüll durch Plastikflaschen oder Coffee-to-go-Becher, sondern sparst bei vielen Coffee-Shops noch ein paar Cent, wenn du dir Kaffee in deinen eigenen Becher füllen lässt.

Wie gesund ist das Wasser in Plastikflaschen?
Die bessere Wahl: Leitungswasser statt gekauftes Wasser aus Plastikflaschen. (© Esther Hildebrandt - Fotolia.com)

2. Spar-Tipp: Geh nie ohne Stoffbeutel einkaufen

Der gute alte Jutebeutel ist schon längst kein Aushängeschild mehr der ersten Öko-Generation, sondern zum beliebten Hipster-Accessoire avanciert. Du hast wahrscheinlich auch mehr als einen Stoffbeutel zu Hause – deponiere doch einen bei der Arbeit, einen im Auto oder unter dem Fahrradsitz und zu Hause in der Nähe des Schlüssels. So vergisst du ihn beim Einkauf auf keinen Fall und brauchst keine Plastiktüte zu kaufen.

Kleine Stoffbeutel (z. B. Naturtasche**) eignen sich übrigens auch, um darin Brot und Brötchen beim Bäcker einpacken zu lassen. Somit vermeidest du zusätzlich Bäckertüten, die nach viel zu kurzem Gebrauch im Müll landen.

3. Alternativen zu Plastik sparen Umweltkosten

Unsere Meere sind zu riesigen Müllkippen geworden – sie schwimmen in Plastik, das sich nicht zersetzt, sondern nur zerkleinert und somit auch in den Mägen der Meerestiere und später wieder auf unserem Teller landet.

Beim Einkaufen können wir bewusst wählen, wie viel Plastik und Verpackungen wir mitkaufen. Wähle daher beispielsweise Joghurt, Ketchup und Senf im Glas statt in der Plastikverpackung. Gehe wenn möglich auf dem Wochenmarkt oder in Unverpackt-Läden einkaufen. Auch in der Drogerie gibt es oft die Wahl zwischen Plastik- und Glasverpackung. Als Konsument bist du mit deinen Kaufentscheidungen ein wichtiger Faktor beim Produktdesign der Industrie. So machte z.B. der Wechsel von Glühbirne zu LED-Lampe für Verbraucher und Umwelt gleichermaßen Sinn.

Unverpackt Laden
So sieht Einkaufen im Unverpackt-Laden aus. (Foto © Unverpackt Kiel / Berit Ladewig)

4. Deaktivierter Standby-Modus spart Strom und bares Geld

Dieser Trick ist fast schon ein alter Hut, trotzdem leuchten in vielen Wohnungen immer noch lauter kleine rote Lämpchen die Nacht durch. Fernseher, DVD-Player oder Musikanlage: Geräte im Standby-Modus verbrauchen rund um die Uhr Strom und tragen somit zu etwa einem Zehntel der Stromrechnung bei. Wer sorgfältig alle roten Lichter ausmacht, der kann bis zu 120 Euro im Jahr sparen.

Guter Vorsatz: Energie sparen
Standby-Modus ausschalten: spart Energie und Geld (Foto: © Imaginis - Fotolia.com)

5. Kälter waschen – und Geld sparen

Kältere Wäsche = unsaubere Wäsche? Das stimmt so nicht: Denn bei 30 °C wird fast jede Wäsche sauber, probier es einfach mal aus. Für stark verschmutzte Wäsche reichen 60 °C, Temperaturen darüber sind meist unnötige Energieverschwendung. Behandle hartnäckige Flecken lieber mit der Hand vor, anstatt den ganzen Waschgang aufzuheizen. So wäschst du Wäsche nachhaltig.

Bleiben wir beim kalten Wasser und Energiesparen: Mit kaltem Wasser und Seife säuberst du deine Hände genauso gut wie mit warmem Wasser – und sparst auch noch Geld dabei. Wer sich die Hände fünfmal am Tag wäscht und dadurch jeweils vier Liter kaltes statt warmes Wasser verbraucht, der spart in einem 3-Personen-Haushalt bis zu 75 Euro jährlich.

6. Zwiebellook statt kostspieliger Saunalandschaft

Im Herbst und Winter heizen wir unsere Wohnungen, um es in den kalten und grauen Jahreszeiten gemütlich zu haben. Dabei macht ein Grad mehr oder weniger oft einen großen Unterschied, denn jedes Grad Raumtemperatur verteuert nicht nur die Heizkostenrechnung, sondern verbraucht ordentlich Energie und verursacht viel CO2. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher für den Wohnbereich 20 °C, für die Küche 18 °C und für das Schlafzimmer 17 °C.

Zieh dir also lieber ein paar dicke Socken über und wärme dich auf der Couch mit einer kuscheligen Decke (oder einem Partner), statt die Wohnung in eine Sauna zu verwandeln.

Richtig heizen: 10 Tipps zum Energiesparen
Heizung immer hochgedreht? Das verpulvert ordentlich Energie und Geld. (Foto: © Gudellaphoto – Fotolia.com)

7. Borgen statt neu kaufen

Soll es ein neues Kleid für eine anstehende Hochzeit oder Party sein, dann frag doch bei Freunden nach, ob sie ein passendes für dich haben. Denn Hand aufs Herz: Viele edle Teile im Kleiderschrank werden sehr selten bis gar nicht getragen. Wer sich gegenseitig Kleidung ausborgt, hat öfter neue Garderobe – ohne Geld auszugeben.

Viele Haushaltsgegenstände und Werkzeuge sind ebenfalls selten in Benutzung und sie kannst du ebenfalls bei Freunden leihen – oder in einem der deutschlandweiten Leihläden ausborgen. Hinzu kommen zahlreiche Leih- und Tauschwebseiten, Apps und Carsharing-Plattformen, die das Besitzen auf Zeit möglich machen.

8. Vermeide chemische Reiniger

In vielen Haushalten findet sich eine Menge unterschiedlichster Putzmittel – eines für jede Ecke im Haus. Aggressive chemische Reiniger kannst du kostengünstig und umweltfreundlich mit einfachen Hausmitteln wie Essig, Zitronensäure, Soda und Natron ersetzen.

Essig bzw. Essigessenz und Zitronensäure eignen sich besonders gut zum Entkalken, aber auch zum Beispiel Allzweckreiniger, Weichspüler und WC-Reiniger kannst du daraus machen. Soda kannst du als Putz-, Spül- und Waschmittel verwenden, es entfernt Flecken und reinigt verstopfte Abflüsse. Spülmittel, Textilreiniger, Backofenreiniger, Fugenreiniger und noch einiges mehr kannst du durch Natron ersetzen.

Tipps Großeltern Putzen mit Hausmitteln
So sieht Putzen mit Hausmitteln aus. (Foto: © Utopia)

9. Repair Cafés statt Neues kaufen

Der DVD-Player ist kaputt? Der Staubsauger will auch nicht mehr? Ab in die Mülltonne und etwas Neues gekauft – so geschieht es wohl öfter, als dass Dinge repariert werden. In Repair Cafés kommen Hilfesuchende und technisch sowie handwerklich Begabte zusammen und reparieren kaputte Bügeleisen, Lampenschirme und Wollpullover. Denn oft sind nur Kleinigkeiten defekt, die leicht repariert oder ausgetauscht werden könnten.

Schau dich um, in vielen großen Städten gibt es mehrere Repair Cafés – deutschlandweit gibt es hunderte solcher kostenloser Reparaturwerkstätten.

10. Sei offen und begeistere andere

Keiner ist als Umweltschützer geboren und man kann tagtäglich dazulernen. Wichtig ist, dass du offen für neue Anregungen, Denkanstöße und Alternativen bleibst. Letztlich schonen solche „grünen Tipps“ nicht nur die Umwelt, sondern verändern auch das eigene Denken über Konsumgewohnheiten, Wegwerfmentalität, den Wert von Gegenständen und Verschwendung nachhaltig.

Inspiriere durch dein eigenes Tun andere Menschen, ihren Alltag grüner und nachhaltiger zu gestalten, ohne zu belehren. Zusammen einen Nachmittag im Repair Café verbringen oder eine Kleidertauschparty organisieren – nachhaltig leben kann richtig Spaß machen.

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(7) Kommentare

  1. Standby abschalten ist eine gute Idee :
    aber leider gibt es HP Officejet Pro 8500A mit günem Label für sparen von Tinte ei Problem jedesmal wenn man das ausgeschaltete Gerät vom netz nimmt/Netzteil abschaltet, wird das Gerät beim Einschalten in Reinigungsmodus versetzt.
    Es werden dann Düsen und ruckköpfe gereinigt, Start dauert min 5 Minuten.
    der Verbrauch der teuren Tintenpatronen Typ 940xl 28-30€ pro Farbe (knapp100€) ist immens. Man ist also gezwungen das Gerät tagelang anzulassen um Tinte zu sparen auch wenn man es nur 1x am Tag nutzt.
    Das ist seit Update vor 1-2Jahren der Fall.

  2. Besitze den HP 8600, den man im IP Konfigurationsmenü bequem per Zeitschaltung an- sowie ausschalten lassen kann, so vermeidet man überflüssiges Ein- und Ausschalten per Hand.

    Nur 1x am Tag zu drucken ist tatsächlich ein Problem bei Tintendruckern, die größeren Office Geräte sind zwar generell ausgelegt für häufigere Schaltvorgänge, trotzdem basiert die Technik nunmal auf Tinte, die trocknet ein, reine Physik, was soll der Hersteller demnach anders programmieren als Reinigungszyklen? Am Ende zählt die Funktionstüchtigkeit vor den Kosten.

    Bei unserem 8600 belaufen sich die Kosten mit 4x XL Patronen auf 80 Euro, original Patronen, halten wie beworben, sind im Gebrauch ohne Beanstandung (keine Wischspuren etc.), der Nutzungsbericht des Geräts ist ausführlich und beinhaltet mehr Angaben als man sich wünschen mag.

    Falls die ursprünglichen Treiber „besser“ waren, spricht nichts dagegen diese wieder zu installieren. Wichtig dann, in eine Software Einstellungen zu ändern auf: „… mir überlassen, welche Updates heruntergeladen und installiert werden“. HP erlaubt das Abschalten von automatischen Updates. Man muss es nur machen.

  3. Richtige und wichtige Tipps von Utopia. 🙂

    Aber eins verstehe ich immer nicht so ganz: den Hinweis auf Plastik im Meer in Verbindung mit Plastikverpackungen. Denn solange wir unser Plastik im grünen Punkt entsorgen, wird das doch verbrannt und hat mit dem Plastik im Meer rein gar nichts zu tun, oder?
    Wobei es aber natürlich sicher auch noch andere Gründe gibt, die dafür sprechen, Plastikmüll gering zu halten.

  4. Ich häkele für alle in meinem Umkreis wieder die guten alten Häkelnetze! Das habe ich mal in der Schule gelernt – also nicht nur unnützen Kram ;-))
    Ist auch ein nettes Weg (o. Mit-)-Gebsel.

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