5 schrecklich einfache Tipps für ein nachhaltiges Halloween

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Halloween-Tipps, ein Halloween-Kostüm, Schminke und Deko – wer braucht das alles denn? Berechtigte Frage. Nur: Wenn du Kinder hast, dann stellt sich die Frage nach dem Sinn nicht …

Dann fragst du dich eher: Wie mache ich aus Halloween ein HalloGREEN? Wie können die Kids ihren Spaß haben, ohne dass Berge von Plastik und Müll anfallen?

Wir haben dafür 5 einfache Halloween-Tipps zusammengestellt, mit denen man unter anderem auch Plastik vermeiden kann:

1. Halloween-Tipp: Kürbis-Deko selber machen

Gerade im Herbst bietet die Natur jede Menge Brauchbares, um das Heim zu dekorieren: Sammle mit den Kindern bunte Blätter, Kastanien und anderes Naturmaterial. So verwandelst du die Wohnung in ein heimelig-gemütliches Zuhause.

Einfach nach Lust und Laune eine Fratze aufmalen und mit dem Messer ausschneiden.
Einfach nach Lust und Laune eine Fratze aufmalen und mit dem Messer ausschneiden. Fertig ist der Halloween-Kürbis! (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - mainblick)

Halloween ohne Kürbis ist kein Halloween. Wenn du mit den Kindern gespenstige Fratzen bastelst, dann nehmen dazu doch Bio-Kürbisse. Das ausgehöhlte Fleisch wirfst du natürlich nicht einfach weg, sondern machst mit unseren Kürbis-Rezepten ein leckeres Gericht daraus.

Hier fünf leckere Halloween-Tipps für die Küche:

  1. Rezept: Kürbisuppe
  2. Kürbiskerne rösten
  3. Kürbismarmelade selber machen
  4. Kürbiscurry-Rezept
  5. Kürbis-Gnocchi

Wenn du Dekorationsartikel kaufst, entscheide dich für solche, die du auch in den nächsten Jahren wiederverwenden kannst – möglichst plastikfrei. Kreative Tipps zum Basteln mit Naturmaterialien findest du online oder im Buchladen.

2. Kerzen-Tipp für gruseliges Halloween-Licht

Furchterregende Halloween-Kürbisse müssen natürlich mit Kerzen ausgeleuchtet werden. Herkömmliche Kerzen sind extrem umweltschädlich: Meist bestehen sie aus Paraffin, einem Erdölprodukt und sind damit schädlich fürs Klima.

Eine Alternative sind Kerzen aus Stearin. Sie gelten als umweltfreundlicher, weil sie aus dem nachwachsenden Rohstoff Palmöl gewonnen werden und biologisch abbaubar sind. Aber auch die Palmölproduktion steht vehement in der Kritik, weil für Palmölplantagen riesige Flächen tropischen Regenwalds gerodet werden. Richtig gute Alternativen sind nicht ganz billige Kerzen aus Bienenwachs oder Kerzen aus hundertprozentig heimischer und nachwachsender Biomasse.

Bei den Kerzen für die Halloween-Dekoration kannst du mit den Kindern selbst aktiv werden und sie aus Kerzenresten selbst gießen oder ziehen.

3. Halloween-Schminke: natürlich ohne Schadstoffe

Kurz vor Halloween tauchen in den Läden regelmäßig Kästen mit spezieller Halloween-Schminke auf. Auch wenn die Kinder sie nur einmal im Jahr auftragen: Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe dürfte abschreckend genug sein.

Wir empfehlen deshalb natürliche Schminke für Kinder. Die können sie das ganze Jahr über verwenden. Naturschminke besteht aus verschiedenen Ölen (Jojoba, Hanf), Pigmenten und Bienenwachs. Dadurch ist sie in der Regel hautverträglich, auch für Allergiker. Durch die Öle trocknet die Haut nicht so leicht aus; außerdem lässt sich die Schminke so mit fetthaltiger Creme leicht wieder entfernen.

4. Halloween-Süßigkeiten: nachhaltige Beute

Während es den einen mehr um den Gruselfaktor geht, sind andere eher auf der Jagd nach Süßigkeiten. Wir empfehlen lokal produzierte Halloween-Süßwaren mit recyclebarer Verpackung. Achte beim Einkauf auch darauf, dass Schokolade und Zucker aus nachhaltigen Quellen stammen – der Verzicht auf Industriezucker ist ohnehin zu empfehlen. Im nächsten Biomarkt wirst du mit Sicherheit fündig.

Eine leckere – und nicht süße – Alternative: Bemale Mandarinen wie einen Kürbis und gib sie den Kindern, die bei euch an der Haustür klingeln, mit.

Nachhaltiges Halloween: Grusel-Mandarinen statt Plastik
Nachhaltiges Halloween: Grusel-Mandarinen statt Plastik (Utopia)

Damit die Kinder ihre Beute nach Hause tragen können (und nicht gleich unterwegs verputzen müssen), gib ihnen eine Stofftasche mit. Die könnte man ja vorher noch gruslig bemalen. Von den Plastik-Kürbissen, die es inzwischen als Korbersatz zu kaufen gibt, raten wir ab.

5. Halloween-Tipps: Kostüme ohne Plastik

Für Halloween musst du nichts Neues kaufen, und vor allem keinen umweltschädlichen Plastikkram oder Billigzeug, das in Kinderarbeit in Fernost hergestellt wurde. Schau stattdessen, welche furchterregenden Anziehsachen du schon zu Hause hast und was sich mit wenig Aufwand in ein Halloween-Kostüm verwandeln lässt. Oder wie wäre es mit Klassikern zum Selbermachen wie dem guten alten Geisterkostüm aus einem alten Bettlaken?

Eine andere Idee: Schwarze Kleidung von Kopf bis Fuß – und dazu ein schauerlich geschminktes Gesicht. Auch ein Skelett-Kostüm lässt sich leicht selbst machen: Du brauchst nur schwarze Leggins, ein schwarzes Shirt und weiße Textilfarbe. Auf das Shirt einfach mit der Textilfarbe die Knochen aufmalen, fertig.

5 schrecklich einfache Tipps für ein nachhaltiges HalloweenSollte der Kleiderschrank nichts Verwertbares hergeben, besuch doch mit den Kindern einen Flohmarkt oder einen Second-Hand-Laden. Und zur Not kannst du dir die Verkleidung auch leihen. In allen größeren Städten gibt es Kostümverleihe – allerdings wirst du dort überwiegend nicht-nachhaltig produzierte Kostüme finden.

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(15) Kommentare

  1. Ich finde die Kombination von, „wenn du mir nix gibt’s, dann räch ich mich“ auch als Aussage für Kinder ätzend. Es stachelt sie zu einer Erpressung an, die dann..manchmal.. aus dem Ruder läuft. Ursprünglich ist es ein sehr altes keltisches Fest, an dem die Geister wiederkommen und den Kontakt zu Menschen suchen. Das kommerzielle HW ist von einem Spielzeuglobbyisten nach Deutschland geholt worden, nachdem die Karnevalumsätze durch die bekannten Anschläge so dramatisch im Keller lagen. Heute werden Millionen damit verdient. Ich leiste mir im Laden den Luxus, auf diese Artikel zu verzichten und höre auch von vielen Eltern, dass es sie nervt..aber die Kinder wollen ja so gern…klar..sie lieben es sich zu verwandeln..und werden wie immer gnadenlos manipuliert. In diesem Jahr haben uns im Cle’o für Kinder aber auch ganz viele „Geister“ besucht, die sehr phantasievoll aus alten Kleidungsstücken „erschreckend“ waren…das war mal ein echter Lichtblick..:)

  2. Ich habe genauso wie jeder andere etwas gegen Sachbeschädigung, aber bei kleinen Kindern von Erpressung zu sprechen, hat für mich was von einem falschen Bild vom Kind zu tun. Es ist doch niemand gezwungen mitzumachen und die Tür zu öffnen. Lieber den einen Tag, als dass einem „nette Nachbarn“ die Kinder abpassen und mit Süßigkeiten zuschütten – jede Woche! Da hilft auch reden nix und die Kids sind zu klein um sich dagegen zu „wehren“.

    Ich würde schlicht die Kirche im Dorf lassen bei dem Thema. Nebenbei: ich bin vor 20 Jahren selbst schon ab Halloween um die Häuser „gezogen“. So neu ist das beileibe nicht mehr…

  3. Müssen wir denn jeden Dreck, der da aus Amerika kommt kopieren?
    Wie wäre es denn, den 31. Oktober klassisch als Reformation oder den 1. November als Allerheiligen zu begehen und den ganzen Hokuspokus konsequent zu verweigern?
    Das schont die Nerven und die Umwelt!

  4. Ich sage den Halloweenisten immer (und mache inzwischen ein entsprechendes Schild an die Eingangsleuchte): „Hier kein Halloween. Wir geben an St. Martin.“
    HW hat in meiner protestantischen Region absolut nichts zu suchen, genauso wenig wie der rheinische Karneval, der allen durch TV-Terror aufgezwungen werden soll (und ebenfalls eine brutale Müllspur nach sich zieht). „Sparrß“ auf Befehl, wie witzig ist das denn?