Liebstöckel-Salz selber machen: Eine Anleitung für Maggikraut-Würzsalz

Liebstöckel-Salz selber machen:
Foto: Maria Hohenthal/Utopia

Mit dem aromatischen Liebstöckel-Salz kannst du viele Gerichte in der Küche verfeinern. In diesem Artikel erfährst du, wie du das Maggikraut-Würzsalz mit nur zwei Zutaten selber herstellst.

Die kräftigen dunkelgrünen Blätter des Liebstöckels – auch Maggikraut, Lavas oder Luststock genannt – geben Suppen und Eintöpfen einen sehr würzigen Geschmack. Die im Liebstöckel enthaltenen ätherische Öle regen die Verdauung an. Der Geruch erinnert an die bekannte Maggiwürze, daher kommt der umgangssprachliche Name „Maggikraut“. Im Gegensatz zu Maggi kommt Liebstöckel-Salz ohne künstliche Aromen und Geschmacksverstärker aus – eine gesunde, nachhaltige Alternative also.

Mit dem Liebstöckel-Salz kannst du den kräftigen Geschmack des beliebten Maggikrauts für den Winter konservieren. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um Liebstöckel-Salz selber herzustellen.

Liebstöckel-Salz selber machen: So erntest du das Maggikraut richtig

Für Liebstöckel-Salz benötigst du viel frischen Liebstöckel.
Für Liebstöckel-Salz benötigst du viel frischen Liebstöckel.
(Foto: Maria Hohenthal/Utopia)

Erntest du den Liebstöckel zur richtigen Zeit, kommst du in den vollen Genuss des beliebten Würz- und Heilkrauts. In vielen Gärten wächst der Liebstöckel Anfang Mai zu einer großen, kräftigen Pflanze heran. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um das Würzkraut für den Winter zu konservieren.

Der richtige Zeitpunkt, um Liebstöckel zu ernten:

Während der gesamten Wachstumsphase des Liebstöckels, also vom Frühjahr bis zum Herbst, kannst du laufend frische Blätter zum Kochen ernten. 

Liebstöckel-Salz ist eine gute Möglichkeit, das Kraut auch über die Wachstumszeit hinaus haltbar zu machen. Der ideale Erntezeitpunkt dafür ist vor der Blüte zwischen Mai und Juni. Zu dem Zeitpunkt ist das Maggikraut bereits voll ausgebildet, aber die Pflanze hat noch keine Energie in die Blüten und Samen gesteckt. Der Gehalt an ätherischen Ölen ist nach einigen trockenen Tagen am höchsten. Wenn du Liebstöckel trocknen möchtest, ist das der perfekte Zeitpunkt zur Ernte.

So erntest du den Liebstöckel:

  1. Schneide die Zweige vom Liebstöckel am Vormittag, sobald die Pflanze trocken vom Tau ist, mit einem scharfen Messer oder einer Schere ab.
  2. Ernte den Liebstöckel stets unmittelbar vor der Verwendung.
  3. Normalerweise ist es nicht nötig, den Liebstöckel zu waschen, da die Blätter die Erde nicht berühren.

So trocknest du Liebstöckel-Blätter

Trockne die Blätter für das selbstgemachte Liebstöckel-Salz liegend auf einem Backblech.
Trockne die Blätter für das selbstgemachte Liebstöckel-Salz liegend auf einem Backblech.
(Foto: Maria Hohenthal/Utopia)

Um Liebstöckel-Salz selber zu machen, musst du die Liebstöckelblätter nach der Ernte zuerst trocknen:

  1. Zupfe die Liebstöckelblätter von den Stielen. Verwende nur Blätter, die einwandfrei sind und keine braunen Stellen aufweisen.
  2. Lege die Blätter locker auf ein Backblech oder ein großes Tablett.
  3. Für größere Mengen breite ein altes Leintuch aus und trockne die Blätter auf dem Leintuch liegend.
  4. Stelle das Blech mit den Blättern an einen dunklen, luftigen Ort. Der Dachboden oder ein trockener Keller eigenen sich sehr gut dazu.
  5. Mische die Blätter täglich durch, bis sie ganz trocken sind.
  6. Dass die Liebstöckelblätter vollständig getrocknet sind, erkennst du am Geräusch: Wenn sie rascheln, sind sie bereit für den nächsten Verarbeitungsschritt.

Warum du Liebstöckel nicht zu Kräuterbüscheln binden solltest

Vielleicht hast du schon einmal Kräuter getrocknet. Viele Menschen trocknen die Kräuter kopfüber hängend in gebundenen Büscheln. Das funktioniert bei vielen Kräuter sehr gut, nicht aber beim Liebstöckel: Seine Blätter sind sehr fleischig und die Stiele speichern viel Wasser.

Wenn du Liebstöckel zu Bündeln bindest, bekommen die Blätter noch sehr lange von den Stielen Feuchtigkeit weitergeleitet. Es dauert so nicht nur sehr lange, bis die Blätter trocknen, sie beginnen leider sehr häufig zu schimmeln. Aus diesem Grund empfehlen wir, die abgezupften Blätter liegend zu trocknen.

So machst du Liebstöckel-Salz selber

Für das Liebstöckel-Salz musst du die Liebstöckelblätter fein zermahlen.
Für das Liebstöckel-Salz musst du die Liebstöckelblätter fein zermahlen.
(Foto: Maria Hohenthal/Utopia)

Um die getrockneten Liebstöckelnlätter zu zerkleinern, benötigst du einen Universalzerkleinerer oder eine elektrische Kaffeemühle. Auch ein Mörser eignet sich, um kleinere Mengen der trockenen Blätter für Liebstöckel-Salz zu zermahlen.

  1. Mahle die Liebstöckelblätter zu Kräuterpulver. Am feinsten gelingt dir das mit einer elektrischen Kaffeemühle. Den Unterschied zwischen dem Universalzerkleinerer und dem Pulver aus der Kaffeemühle kannst du im Bild erkennen.
  2. Wiege das Liebstöckelpulver mit der Küchenwaage ab.
  3. Um Liebstöckel-Salz herzustellen, füge dem Pulver ganz einfach die zehnfache Menge Salz hinzu. Für 20 Gramm Liebstöckel-Pulver benötigst du also beispielsweise 200 Gramm Salz.
  4. Vermenge die Kräuter mit dem Salz.

Tipp: Wenn du größere Mengen Liebstöckel getrocknet hast, kannst du das Kräuterpulver gut verschlossen ohne Salz aufheben, damit es nicht so viel Platz benötigt. Vermenge bei Bedarf jeweils 20 Gramm Maggikraut-Pulver mit 200 Gramm Salz. Damit kommst du üblicherweise drei bis sechs Monate aus.

Haltbarkeit: Das Liebstöckel-Salz ist mindestens ein Jahr haltbar, wenn du es trocken und luftdicht aufbewahrst.

So verwendest du das Liebstöckel-Salz

Liebstöckel-Salz solltest du in einem lufdichten Gefäß aufbewahren.
Liebstöckel-Salz solltest du in einem lufdichten Gefäß aufbewahren.
(Foto: Maria Hohenthal/Utopia)

Liebstöckel-Salz kannst du in der Küche vielfältig anwenden. Unter anderem verfeinert es folgende Gerichte:

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