Saisonkalender: Das gibt’s im März

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In unserem monatlichen Saisonkalender erfahrt ihr, welches Obst und Gemüse man gerade aus heimischem Anbau kaufen kann. Im März rückt der Spinat ins Freiland und die Bärlauch-Saison beginnt.

Pastinaken, Lauch, Rosenkohl, Spinat und sogar (wilden) Bärlauch gibt es im März schon frisch. Je nach Witterung wächst auch Feldsalat bis in den März hinein, oftmals ist seine Saison aber Ende Februar vorbei. Hier (und auch sonst) beim Kauf auf die Herkunft achten. Aus Lagerung kannst du zum Beispiel noch immer Karotten, Rote Bete, Wirsing und verschiedene Kohlsorten regional kaufen.

Champignons und Chicorée gibt es nicht nur im März, sondern das ganze Jahr über fast ausschließlich aus dem Treibhaus. Warum das so ist, erfahrt ihr weiter unten.

Hier gibt’s die Monats-Übersicht für März als PDF, einfach auf die Grafik klicken.

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Champignons – Bio ist besser

Champignons gibt es theoretisch das ganze Jahr über. Jene, die es bei uns im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt zu kaufen gibt, sind eigentlich immer aus Zuchthäusern – der Anbau im Freiland ist in großen Mengen kaum möglich. Die Produktionsbedingungen sind aber nicht zwangsläufig unnachhaltig. Wer seine Champignons regional und in Bio-Qualität kauft, tut etwas für die eigene Gesundheit und für’s Klima: Beim Bio-Anbau werden keine Pflanzenschutzmittel und künstlichen Dünger eingesetzt. Zudem entsteht bei der Erzeugung von Bio-Lebensmitteln fünf bis 30 Prozent weniger CO2 als im konventionellen Bereich.

Noch besser sind Champignons mit dem Naturland-Siegel. Naturland erlaubt zwar, dass die Gewächshäuser beheizt werden, um „eine angemessene Verlängerung der Kulturzeit im Herbst und eine Verfrühung im Frühjahr“ zu ermöglichen. Dabei soll aber ein „möglichst geringer Energieverbrauch […] sowie eine möglichst umweltfreundliche Energieerzeugung“ angestrebt werden, zum Beispiel durch Wärmedämmung und Solaranlagen. So kann Energie vermehrt direkt im Betrieb erzeugt werden. Die EG-Öko-Verordnung liefert keine Beschränkung, was das Heizen der Gewächshäuser angeht.

Im Frühjahr und Herbst ist die Erzeugung von Champignons zudem am nachhaltigsten. Die Zuchthäuser sind gut isoliert. Bei der Champignonszucht herrschen je nach Wachstumsphase zwischen 16 und 24 Grad. Im Herbst und Frühjahr muss wenig zugeheizt beziehungsweise gekühlt werden.

Chicorée – saisonales Treibhausgewächs

Auch der Chicorée ist ein Treibhaus-Gemüse, das im Freiland nicht vorkommt. Trotzdem hat er im Frühjahr Saison, weil er zu dieser Jahreszeit im Gewächshaus umweltfreundlich angebaut werden kann.

Der Lebenszyklus des Chicorées beginnt bereits im Mai. Bis November werden die Wurzeln auf dem Acker herangezogen, anschließend in Kühlhäusern eingelagert. Das benötigt relativ wenig Energie, da die Wurzeln bei Temperaturen zwischen minus zwei und plus zwei Grad Winterruhe halten – parallel zur Außentemperatur. Erst nach der Winterruhe treibt die Pflanze. Dann entnimmt man dem Kühllager die zum Treiben benötigten Wurzeln und setzt sie in mit Wasser durchströmte Wannen. Das findet in absoluter Dunkelheit und in isolierten Räumen statt.

Nur in der ersten Woche müssen die Wurzeln mit Wassertemperaturen von ca. 18-20 Grad „geweckt“ werden, damit sie zu treiben beginnen. Danach sinkt die Wassertemperatur aber wieder bis auf 12 Grad ab. Hier wird kaum zusätzliche Energie benötigt, da es keiner maschinellen Wasser- und Luftkühlung bedarf. Der Wasserverbrauch ist zudem gering: Das Wasser befindet sich in einem geschlossenen System, welches nur um die von den Wurzeln verbrauchte Wassermenge ergänzt wird.

Wie immer empfehlen wir auch hier in Bio-Qualität zu kaufen, Bioland und Naturland-zertifizierte Produkte müssen zudem höhere Anforderungen erfüllen als EG-Bio-zertifizierte Produkte, am strengsten sind die Richtlinien des Demeter-Verbands.

Äpfel im Winter – was ist mit der Ökobilanz?

Klar kann man im Winter auf Obst verzichten, denn im März wächst bei uns keine einzige Sorte. Da man Äpfel regional aus Lagerung bekommt, haben wir sie trotzdem in unseren Saisonkalender aufgenommen. Regional aus Lagerung gekauft, hat der Apfel meist eine bessere Ökobilanz als ein Apfel aus Neuseeland, Chile oder Südafrika. Je länger sich der Apfel in Lagerung befindet, desto schlechter fällt seine Ökobilanz aus. In der Zeit von ihrer Ernte im September bis Mai sind Lager-Äpfel in Bio-Qualität klimafreundlicher als jene aus dem Ausland.

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