Schmierige Frage: Welche Sonnencreme ist empfehlenswert?

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Sonnencreme soll vor Sonnenstrahlung schützen, gut in die Haut einziehen und keine ungesunden Inhaltsstoffe enthalten – aber keine schafft das alles auf einmal. Utopia hat zwei unterschiedliche Empfehlungen für den richtigen Sonnenschutz und plädiert für gesunden Menschenverstand.

Ohne Chemie, aber schmierig: mineralische Sonnencreme

Unsere erste Empfehlung für den richtigen Sonnenschutz sind ganz klar mineralische Sonnencremes. Sie wirken physikalisch: Mineralische UV-Filter wie Titanoxid und Zinkoxid bilden eine Schutzschicht auf der Haut und reflektieren die UV-Strahlen wie winzige Spiegel. So kann die sogenannte Bio-Sonnencreme auf ungesunde chemische Inhaltsstoffe verzichten, die Allergien auslösen oder im Körper wie Hormone wirken können.

In den letzten Jahren verwenden mehr und mehr Hersteller mineralischer Sonnencreme Nanopartikel, damit ihre Produkte weniger auf der Haut schmieren. Doch wir halten die Risiken der Nanotechnologie noch für unzureichend erforscht und empfehlen darum keinen mineralischen Sonnenschutz, der Nanopartikel enthält. Unsere Favoriten findet ihr hier.
Utopia-Bestenliste: mineralische Bio-Sonnencreme

Zieht gut ein, ist aber bedenklich: chemischer Sonnenschutz

Frei herausgesagt: Prinzipiell würden wir von herkömmlichen (chemischen) Sonnencremes abraten. Doch viele Menschen fühlen sich mit der Schutzschicht mineralischer Sonnencremes absolut nicht wohl in ihrer Haut – und denen wollen wir die bestmöglichen Alternativen empfehlen. Dazu haben wir uns drei herkömmliche Sonnencremes herausgepickt, die bei Öko-Test und Stiftung Warentest gut abgeschnitten haben.

Diese drei haben wir selbst ausprobiert. Auch sie enthalten zwar die kritischen UV-Filter. Doch sie verzichten auf eine Vielzahl anderer bedenklicher Stoffe wie Paraffine, PEGs oder Silikone. Hier geht es zum Sonnencreme Test.

Die beste Sonnenschutz: Kein hoher Lichtschutzfaktor, sondern gesunder Menschenverstand

Hohe Lichtschutzfaktoren von 30 oder 50 lassen sich gut verkaufen und verleiten zu sorglosem Umgang mit Sonnenstrahlung. Dabei müssen solch hohe Lichtschutzfaktoren gar nicht sein. Dr. med. Gerrit Schlippe erklärt im Utopia-Interview, dass 20er bis 25er Sonnenschutz vollkommen ausreicht, wenn man sich vernünftig verhält.

Weiterlesen auf Utopia.de: Welche Sonnencreme ist empfehlenswert?

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(20) Kommentare

  1. hm…. eigentlich sollte es sich doch inzwischen herumgesprochen haben, dass Sonnenschutzcreme am besten gar nicht benutzt wird. Heute sind die Menschen sowieso schon viel zu wenig an der Sonne und dann wird auch noch die kurze Zeit, wo der Mensch sich in der Sonne aufhält, die Sonne vom Körper abgehalten. Die Folge: nach einer Hamburger Studie leiden 89% der Deutschen an D3-Mangel. Die Sonnenschutzcreme verhindert die Bildung von Vitamin D3. Die enormen Folgen von D3-Mangel ist den wenigsten klar. Ganz bewusst die Haut an die Sonne gewöhnen, dann gibt es auch keinen Sonnenbrand.

  2. Das sehe ich ähnlich; hier in Deutschland benutze ich auch keine Sonnencreme und halte mich im Sommer dafür nur bedingt in der prallen Sonne aus (Vitamin D wird, glaube ich, auch im Schatten gebildet, es muss nicht die direkte Einstrahlung sein…).
    Aber im Spanien-Urlaub sieht die Sache m.E. anders aus. Mein Körper ist das Klima und die Sonne nicht gewöhnt (schließlich bin ich höchstens alle paar Jahre mal da). Da macht Sonnencreme für mich schon Sinn. Schade, dass es wohl noch eine Weile dauert, bis die Rezepturen bei NK richtig ausgefeilt sind…

  3. Das erzählen Sie bitte mal sehr hellhäutigen Menschen. Ich bin täglich draußen unterwegs (Hunde), muss aber schon ab Frühjahr Sonndeschutz benutzen, da ich sehr helle, sommersprossige Haut habe. Mit Gewöhnung ist da leider nix. Als Kind war, gab es die hohen LSF noch nicht. Meine Freundinnen waren schwimmen, während ich im Vollgewand im Schatten saß – und trotzdem Sonnenbrand hatte.

  4. Danke, liebe Palina.
    Sowas schwebte mir vor als Frage.
    Ich habe Sesamöl, ich habe relativ gutes Olivenöl, ich habe Erdnussöl und ich habe Leinöl.
    Welches davon hat den besten Lichtschutzfaktor.
    Wie müsste man überhaupt diese Öle einordnen? Welchen Lichtschutzfaktor haben sie?
    Meine Arme sind relativ empfindlich und werden an heißen Tagen leicht gerötet, ohne das es weh tut. Ich öle jedoch meine Arme gerne ein mit einem guten Speiseöl.

  5. Hallo Ravidas, toll, dass Du Dir Gedanken machst 🙂
    Leinöl bitte auf keinen Fall (!), das oxidiert ja schon bei Zimmertemperatur (deshalb immer im Kühlschrank aufbewahren!). Auch andere Öle haben z.T. nur einen schwach ausgeprägten LSF, da würde ich mich erstmal rantasten…

  6. Also, ich liebe das sonnige Wetter, halte es aber nicht gut aus. Ich reagiere allergisch und bekomme hässliche Pusteln. Dagegen hilft am besten sich etwas anzuziehen aber auch das nervt bei dreißig Grad. Wer hat hier einen richtig guten Tipp? (Karotten und Kokosöl sind schon klar.) Sonnige Grüße 🙂

  7. Sonnencreme ist das beste Anti-Aging Mittel, bei mir ersetzt sie schon die normale Tagescreme. Allerdings nutze ich nur Sonnencremes mit Zinkoxid, da sie die langwelligen UVA Strahlen reflektieren. Hier im Sonnencremetest wurden leider nur Titandioxid Sonnencremes vorgestellt, die nicht das gesammte UVA Spektrum abdecken. Schade.
    Vor Experimenten mit Pflanzenölen würde ich persönlich auch eher abraten, denn man braucht recht große Mengen um den ausgeschriebenen Schutz zu erhalten (gilt übrigens auch für Sonnencreme). 2 Gramm alleine für das Gesicht. So viel Öl auf der Haut ist nicht so angenehm, daher tut eurer Haut den Gefallen und nutzt einfach eine Sonnencreme, wo es sein muss.

  8. Ich denke es ist wichtig das eine Sonnencreme vor beiden Strahlen, UVA und UVB schützt. Titandioxide sind sind doch auch noch mit die verträglichsten Lichtschutzfilter, schliesslich werden sie auch in den meisten Sonnencremen verwendet. Aber ich finde es wikrlich unglaublich was in vermeindlich gesunden Sonnencremen, alles drinnen ist. Teilweise werden da bis zu 5 verschiedene UV-Filter verwendet, z.B. in der Nivea Sonnencreme: http://sonnencreme-test.eu/sonnencreme-test-2015 Ich denk mal die wird doch wirklich von vielen Menschen gekauft, einfach weil man denke NIvea kann ja nicht so schlecht sein. Aber auch Andere Sonnencremen die teilweise über 20,- EUR kosten verwenden Allergene und Parabene. Einfach unglaublich. Zumal man die ganzen Inhaltsstoffe ja nicht kennt und erstmal alles nachlesen muß.

  9. Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese, kann ich nur den Kopf schütteln. Ihr macht euch Gedanken um Nanopartikel, weil die „noch nicht genug erforscht sind“ und cremt euch mit Speiseöl ein…Was bereits sehr gut erforscht ist, ist der Zusammenhang von UV-Exposition und Hautkrebs, und die Möglichkeit dieses Risiko durch adäquaten Sonnenschutz zu vermindern. Macht mal die Augen auf!

  10. Word!

    Leute können nicht mehr differenzieren was gut und schlecht ist und das es so eins schwarz weiß denken eigentlich auch nicht geben kann, da das Leben komplizierter ist als, chemie=schlecht, natürlich=gut, siehe nur mal die ganzen Impfgegner

  11. Das dachte ich auch. Super, dass mal jemand mitdenkt.
    Ansonsten finde ich die Seite hier richtig gut und bin immer gespannt, was ich euer lernen oder welche Anregungen ich bekommen kann. Aber diese Tipps finde ich gesundheitlich bedenklich!

  12. Wir benutzen die Ultra Sensitive Sonnencreme von Hipp für die ganze Familie. Sie enthält ebenfalls keine Nanopartikel und immerhin Bio-Mandelöl. Bei Stiftung Warentest hat sie „gut“ abgeschnitten. Sie lässt sich gut verteilen und hat einen angenehmen Duft.

  13. Ich habe jetzt die Sonnencreme von Jean & Len entdeckt. LSF 30 und 50 – und ohne Silikone, Parabene und Nanopartikel. Und dazu vegan. Mit meiner sehr hellen Haut bereits erfolgreich getestet. Empfehlenswert! 🙂

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